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Nati: 3 Erkenntnisse nach der 1:2-Pleite gegen Belgien

epa07089466 Switzerland's goalkeeper Yann Sommer (2-L) in action against Belgium's Romelu Lukaku (2-R) during the UEFA Nations League soccer match between Belgium and Switzerland at the King ...
Yann Sommer kassierte gegen Belgien seit langem wieder einmal ein faules Ei.Bild: EPA/KEYSTONE

Sommer ist menschlich – und 2 weitere Erkenntnisse nach der Niederlage in Belgien

Am Tag nach der Niederlage in der Nations League in Belgien flog die Schweizer Nationalmannschaft von Brüssel nach Reykjavik. Was ist von der zweiten Niederlage in Folge zu halten? Am Montag erhält die Schweiz in Island die Chance auf eine schnelle Reaktion.
13.10.2018, 17:3913.10.2018, 17:39
Etienne Wuillemin / Schweiz am Wochenende

Yann Sommer ist menschlich

Irgendwann an der WM kam das Gefühl auf: Dieser Yann Sommer ist übermenschlich. Alles, was zu halten war, hielt er in einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit. Und manches, was nicht zu halten war, lenkte er mirakulös doch noch um das Tor. Gestern nun zeigte Sommer eine gewisse Menschlichkeit. Das 0:1 durch Romelu Lukaku war haltbar. Das gestand sich auch Sommer selbst ein:

«Der Ball rutscht mir unten durch. Gut sieht man dabei nicht aus. Kann man halten. So ein Spiel muss man nicht verlieren. Schade, dass wir uns für eine gute Leistung nicht belohnen.»
Yann Sommer über den ersten Gegentreffer.
Das 1:0 von Lukaku.Video: streamable

Die Schweiz diskutiert weiter über ihre Stürmer

Was die Belgier auf den Platz zaubern können, wenn sie wollen, ist atmenberaubend. Ihr Tempo, ihre Kombinationen, ihre Leichtigkeit. Und doch sind auch sie häufig auf ein Element angewiesen, um die Kunst zu veredeln – ihren Stürmer. Romelu Lukaku ist jener Mann. Auch gestern trifft er wieder doppelt.

Der 2:1-Siegtreffer durch Lukaku.Video: streamable

Einen Stürmer wie Lukaku hätten die Schweizer noch so gerne. Nun, der eingewechselte Gavranovic schoss immerhin ein Tor. Und doch bleibt Trainer Petkovic ein Suchender. Die WM war bestes Beispiel dafür, als Petkovic zuerst auf Seferovic, alsbald auf Gavranovic und dann auf Drmic setzte. So richtig unverzichtbar hat sich keiner gemacht. Und die Prognose ist, dass dies auch so bleiben wird.

Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Gavranovic.Video: streamable

Gedanken zur Dreierkette

Wie schon in England versuchte sich Nationaltrainer Vladimir Petkovic gegen Belgien mit einer Dreierkette. Über das Fazit kann man sich streiten. Defensiv hielt sich die Schweiz ordentlich. Es war nicht so, dass sie vom WM-Halbfinalisten und der aktuellen Nummer 1 der FIFA-Weltrangliste Mal für Mal überrannt worden wäre

Switzerland head coach Vladimir Petkovic gives instructions during the UEFA Nations League soccer match between Belgium and Switzerland at the King Baudouin stadium in Brussels, Friday, Oct. 12, 2018. ...
Vladimir Petkovic war gegen Belgien oft an der Seitenlinie zu sehen.Bild: AP/AP

Allerdings wurde auch deutlich, dass im Angriff mehrfach irgendwie ein Element fehlte. Es ist sicher positiv, flexibler zu werden. Das gehörte nach der WM auch ins Auftragsheft von Petkovic. Trotzdem bleibt abzuwarten, inwiefern die Dreierkette dem Schweizer Offensivspiel zu mehr Durchschlagskraft verhelfen kann.

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