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Fussball-Wochenende mit Bellingham, Messi, dem FC Porto und Barcelona

Gratis-Bier, ein Beatles-Song und kuriose Nachspielzeiten – so war das Fussballwochenende

Der etwas andere Rückblick auf das Fussballwochenende.
04.09.2023, 11:1305.09.2023, 10:23
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Busquets – Messi – Alba – Tor

Messi begeistert die USA weiter – dieses Mal aber nicht mit seinen Toren, sondern mit seinen Qualitäten als Vorbereiter. Viel Freude macht auch Messis Zusammenspiel mit seinen ehemaligen Barça-Teamkollegen Jordi Alba und Sergio Busquets, die in Miami wieder gemeinsam auf dem Platz stehen. Beim 3:1-Sieg über den Los Angeles FC bediente Messi Jordi Alba, der zum 2:0 einnetzte. Der vorletzte Pass vor dem Tor kam dabei von Busquets.

Wenn die Klubpräsidentin ein Bier ausgibt

Beim 3:0-Sieg des TSV Hartberg über Wolfsberg zeigte sich die Hartberg-Klubpräsidentin von der spendablen Seite. Ihr Team führte mit 3:0 – es gab also Grund zum Feiern. So spendierte Brigitte Annerl den Fans, die in der brütenden Hitze mit ihrem Team mitfieberten, kurzerhand ein Bier.

Geh mal Bier holen!Video: streamja

Rekordjagd in der Wüste

Cristiano Ronaldos Wechsel nach Saudi-Arabien stiess nicht überall auf Begeisterung – für Begeisterung sorgt aber ein neuer Rekord des 38-jährigen Portugiesen, für den es in Saudi-Arabien in fussballerischer Hinsicht rund läuft. Beim 5:1-Erfolg von Al-Nassr über Al-Hazm traf Ronaldo zum sechsten Mal in vier Spielen.

Cristiano Ronaldos Tor gegen Al-Hazm war offiziell sein 850. Karrieretor – er ist der erste Spieler überhaupt, der diese Marke erreicht. Laut einer Botschaft, die der fünffache Weltfussballer auf Social Media verbreitete, hat er aber noch lange nicht genug: «850 Karrieretore, und weiter geht's», schrieb der Rekordmann auf Instagram.

Hey Jude! Ein Engländer begeistert Madrid

Auch im vierten Spiel für Real Madrid zeigte Bellingham wieder eindrücklich, dass seine Verpflichtung für die «Königlichen» Gold wert ist. Gegen Getafe schoss der Ex-Dortmunder sein Team zum vierten Sieg im vierten Spiel.

In der laufenden Saison erzielte der 20-Jährige fünf der acht Treffer für die Madrilenen und begeistert die Fans so sehr, dass sie ihm eine Hymne der Beatles widmen. Im ersten Heimspiel für Real Madrid gaben die Fans zu Ehren ihres Supertransfers «Hey Jude» zum Besten.

Video: streamja

Haaland, der Sportsmann

Bei Manchester Citys 5:1-Sieg über Fulham gab das zweite Tor für die «Cityzens» zu reden: Fulham monierte, dass sich der Schweizer Verteidiger Manuel Akanji beim Treffer von Nathan Aké in einer Offside-Position befunden habe. Der VAR entschied zugunsten des Leaders aus Manchester – was bei den Westlondonern Unverständnis auslöste.

Nach dem Spiel zeigte Erling Haaland, der im Spiel vom Samstag doppelt traf, Verständnis für Fulhams Wut über den Entscheid. Gegenüber «beIN Sports» gab er den Sportsmann: «Ich denke auch, dass es Offside war. Es tut mir leid für sie, ich wäre auch wütend.»

Sogar Haaland findet den Entscheid des VAR falsch.Video: streamja

Rührende Geste aus traurigem Anlass

Rührende Szenen in Sevilla: Die Fans versammelten sich anlässlich des 15. Todestages ihres ehemaligen Mittelfeldspielers Antonio Puerta vor dem Haus seines Vaters – dieser zeigte sich sichtlich gerührt.

Puerta erlitt während Sevillas erstem Spiel der Saison 2007/08 gegen Getafe einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Wiederbelebungsversuche der Ärzte zeigten keine Wirkung.

Ein zu Tränen gerührter João Felix

Geht ein grosser Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, können schon mal alle Dämme brechen. So geschehen bei João Felix' Präsentation beim FC Barcelona. Der 23-jährige Portugiese wechselt von Atlético Madrid auf Leihbasis für ein Jahr zu den Katalanen und zeigte sich über den Wechsel sichtlich gerührt.

Bei Barcelonas 2:1-Sieg gegen Osasuna am Sonntag stand Felix ab der 79. Minute auf dem Platz.

Joao Felix scheint sich über seinen Wechsel zu freuen.Video: YouTube/Game Day

Ein dramatischer Abend in London

Spätestens in der Nachspielzeit avancierte das Spiel zwischen Arsenal und Manchester United zu einem Drama, doch lanciert wurde das Hammerspiel schon früher. In der 27. Minute traf Rashford zur Führung für United, nur eine Minute später sorgte Ödegard für den Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit jubelten die Fans in London über einen zugesprochenen Penalty. Die Freude währte jedoch nur kurz – der Penalty wurde nach der Konsultation des Videoschiedsrichters wieder zurückgenommen. In der 88. Minute war es dann das Team aus Manchester, das sich zu früh freute. Der vermeintliche Führungstreffer durch Garnacho wurde vom Schiedsrichter für ungültig erklärt.

Tor? Doch nicht.Video: streamja

Erst in der Nachspielzeit machten Declan Rice und Gabriel Jesus mit ihren Toren alles klar – und das Drama für Manchester United perfekt.

Arsenal mit dem Führungstreffer in der Nachspielzeit.Video: streamja

Ein noch dramatischerer Abend in Porto

Die Fans im Estádio do Dragão bekamen beim gestrigen Spiel zwischen dem FC Porto und dem FC Arouca viel für ihr Geld. Satte 23(!) Minuten wurde nachgespielt.

Der FC Porto tat sich mit seiner Favoritenrolle schwer und geriet in der 84. Minute in Rückstand gegen den Aussenseiter aus Arouca. Spätestens ab der Nachspielzeit stemmte sich Porto aber vehement gegen die erste Saisonniederlage. Bereits in der ersten Minute der Nachspielzeit forderte das Team aus Porto einen Penalty – ging aber leer aus. Rund zehn Minuten später war es dann aber so weit. Nach dreiminütigem Videostudium wurde dem FC Porto ein Penalty zugesprochen, doch Galeno scheiterte vom Elfmeterpunkt.

Dem FC Porto drohte in einer Partie, die an Dramatik kaum zu überbieten war, eine bittere Niederlage. In der 19. Minute der Nachspielzeit traf Porto aber doch noch: Evanilson erzielte den Ausgleich. Nach sagenhaften 113 Minuten wurde die Partei schliesslich abgepfiffen.

Ein Wechsel, der die Gemüter erhitzt

Vor dem Spiel zwischen Frankfurt und Köln machten die Frankfurter Fans deutlich, was sie vom Wechsel des ehemaligen Publikumslieblings Randal Kolo Muani halten. Auf einem Banner im Stadion war zu lesen: «Kohle Muani – Geld verändert nicht den Charakter, es macht ihn nur sichtbar».

Der Franzose war am letzten Mittwoch in den Streik getreten, um seinen Wechsel nach Paris Saint-Germain zu erzwingen. Seine Arbeitsverweigerung trug Früchte – nachdem Paris das Angebot auf 95 Millionen Euro erhöht hatte, liess Frankfurt seinen Topstürmer ziehen.

Unkonventionelle Methoden in Norwegen

In der norwegischen Liga Eliteserien kam es im Spiel zwischen Odds BK und Sandefjord zu einer kuriosen Szene. Bei der 3:2-Niederlage für sein Team griff Sandefjord-Verteidiger Danilo Al-Saed nach dem T-Shirt des enteilten Dennis Gjengaar – so stark, dass diesem die Fortbewegung sichtlich schwerfiel. Der Schiedsrichter bestrafte die skurrile Aktion mit einer Gelben Karte.

Kann man machen, muss man aber nicht.Video: streamja

Eine Augenweide zum Abschluss

Toni Kroos' Zuckerpass in der Partie zwischen Real Madrid und Getafe führte zwar zu keinem Tor, sehenswert ist er trotzdem.

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Maria Cardinale Lopez
04.09.2023 12:18registriert August 2017
Bitte die Arabische Liga nicht mehr erwähnen. Nicht ständig lamentieren von wegen Geld und Menschenrechten usw. Aber die Plattform doch immer geben.
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