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Fury und Usyk boxen um Titel des «Undisputed Champion» im Schwergewicht

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Mit 2,06 m ist Fury (links) wesentlich grösser als Rivale Usyk mit seinen 1,91 m.Bild: keystone

Fury, Usyk und der vielleicht wichtigste Box-Kampf in diesem Jahrtausend

Die Boxwelt fiebert auf die Schwergewichts-Show des Jahrhunderts hin. Etwa um Mitternacht wollen der Brite Fury und der Ukrainer Usyk in Riad «Undisputed Champion» werden.
18.05.2024, 10:53
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Die beiden Box-Stars Tyson Fury und Oleksandr Usyk sind bislang noch unbesiegt. Beim grossen Showdown heute Samstag (live bei DAZN) in Saudi-Arabiens Hauptstadt steht deshalb sehr viel auf dem Spiel. Erstmals nach Lennox Lewis vor 25 Jahren kann der Sieger des Jahrhundert-Kampfes der sogenannte «Undisputed Champion» werden.

Dieser sichert sich alle vier bedeutenden WM-Titel der Verbände IBF, WBO, WBA und WBC – und damit einen viel beachteten Platz in der Box-Historie. Zusätzlich geht es auch noch um den Titel der IBO.

Nationalheld gegen Zigeunerkönig

«Es ist grossartig. Es ist gut für mich, aber auch sehr wichtig für mein Land», sagte Usyk, der in seiner Heimat ein Nationalheld ist. Seinen Sieg will er den ukrainischen Soldaten im Kampf gegen Russland widmen. Der flinke Ukrainer (21 Siege) dürfte dem 15 Zentimeter grösseren Fury (34 Siege) vor allem mit der Geschwindigkeit Probleme bereiten wollen.

epa10979243 Ukrainian boxer Oleksandr Usyk attends a press conference ahead of 'Tyson Fury vs Oleksandr Usyk'boxing match, in London, Britain, 16 November 2023. The undisputed heavyweight ch ...
Usyk will Ehre für die Heimat einlegen.Bild: keystone

Fury ist WBC-Weltmeister im Schwergewicht, Usyk hält die anderen Titel. Diese hatte der Ukrainer 2021 Anthony Joshua abgeknöpft und 2022 gegen den Briten erfolgreich verteidigt. Bereits danach wurde der Kampf gegen Fury herbeigesehnt.

2015 hatte Fury überraschend Wladimir Klitschko bezwungen und war so Weltmeister geworden. Später verzichtete er auf alle Titel, kämpfte gegen Depressionen und Drogenkonsum. 2018 war er zurück – und schnappte sich den WBC-Titel. Fury nennt sich «Gypsy King», Zigeunerkönig.

Organisation des Kampfs war zäh

Wie es sich für einen so grossen Kampf wohl gehört, war die Ansetzung des Events ein zähes Ringen. Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der monetären Aufteilung führten fast zum Abbruch der Verhandlungen. Medienberichten zufolge kassiert Fury mehr als 100 Millionen Euro für den Kampf, Usyk soll weniger bekommen.

British professional boxer Tyson Fury smiles during a news conference at the The Mazuma Mobile Stadium, Morecambe, Wednesday, April 10, 2024. Tyson Fury says size will count for everything in his figh ...
Tyson Fury ist zuversichtlich, aber einen klaren Favoriten gibt es nicht.Bild: keystone

Aber nicht nur Geld verzögerte den Zweikampf. Beide sollten am 23. Dezember gegeneinander antreten. Allerdings kassierte der damals untrainiert wirkende Fury einige Wochen zuvor einen Cut im Schaukampf gegen den früheren MMA-Champion Francis Ngannou – und musste anschliessend pausieren. Kurze Zeit später zog sich Fury erneut einen Cut zu, als er sich im Sparring auf den Kampf im Februar gegen Usyk vorbereitete. Und wieder musste das Spektakel vertagt werden. Nun sollte dem Jahrhundert-Kampf aber nichts mehr im Weg stehen. (ram/sda/dpa)

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5 Kommentare
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Hattori Hanzo II
18.05.2024 16:51registriert Juni 2018
"Der wichtigste Box-Kampf in diesem Jahrtausend" findet schon nach den ersten 24 Jahren statt. in den nächsten 976 Jahren wird es also langweilig in diesem Sport.
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Historischer Start, ereignisarmer Rest – Italien startet mit Pflichtsieg gegen Albanien
Das Spiel begann mit dem schnellsten Treffer der EM-Geschichte, ging mit einem italienischen Doppelschlag weiter und endete mit einer ereignisarmen zweiten Halbzeit. Am Ende steht ein Pflichtsieg des Titelverteidigers über Aussenseiter Albanien.

Gerade einmal 23 Sekunden war das Spiel alt, da jubelte der Aussenseiter ein erstes Mal. Ein missglückter Einwurf von Inter-Star Federico Dimarco landete bei Nedim Bajrami, der bei GC zum Profi wurde und mittlerweile bei Sassuolo in Italien kickt. Der 25-jährige Stürmer zögerte nicht und drosch den Ball ins kurze Eck zur albanischen Führung. Es war das schnellste Tor der EM-Geschichte. Bajrami löste damit den Russen Dimitri Kiritschenko, der bei der EM 2004 beim 2:1-Sieg gegen Griechenland nach 67 Sekunden getroffen hatte, ab.

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