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Businessman Donald Trump throws out the first pitch before the New York Yankees faced the Houston Astros, Friday, March 12, 2004, at Legends Field in Tampa, Fla. (AP Photo/Kathy Willens)

Da war Trump noch für den First Pitch zu haben. Was ist passiert? (12.03.2004) Bild: kathy willens/AP

Kommentar

Trump weigert sich, den First Pitch im Baseball zu werfen – wir ahnen, warum



Es gibt eine schöne Tradition in den USA: Wenn im Frühling die Saison der Baseball-Profiliga MLB beginnt, laden die Mannschaften Promis ein, den ersten Pitch zu werfen. Besonders glücklich schätzen darf sich, wer den amtierenden Präsidenten verpflichten kann. Genau das haben die Washington Nationals versucht. Warum auch nicht? Donald Trump residiert in ihrer Stadt, hat in der High School Baseball gespielt und schon als Geschäftsmann den einen oder anderen ersten Ball geworfen. Auch beim Football hat er sich einmal sehr geschickt angestellt.

Aber das Weisse Haus hat die Einladung abgelehnt. Und seither rätselt die Nation über den Grund. Es könnte einfach und simpel eine Terminkollision sein. Allerdings fällt es schwer, zu glauben, dass sich der TV-affine Trump eine solche Gelegenheit entgehen lässt. Das Online-Magazin Slate witzelt, Trump habe wohl zu kleine Hände, um den Ball zu halten. 

Plausibler erscheint da schon, dass sich der notorisch dünnhäutige Präsident vor solchen Bildern fürchtet:

Bild

Donald Trump wirft den «ceremonial first pitch» vor dem Spiel zwischen den Boston Red Sox und den New York Yankees (18.08.2006). bild: charles krupa/ap

Oder davor, dass der Wurf daneben geht oder albern aussieht. Vielleicht erinnert er sich, wie sehr Obama (dessen Domäne ist Basketball) damals für seinen Versuch verspottet wurde. «Trump weigert sich Amerika zu beweisen, dass er einen Baseball besser werfen kann als Obama», titelt das Online-Magazin Salon

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Barack Obama vor dem Saisonauftakt der Washington Nationals am 5. April 2010. Video: YouTube/MLB

Die wahrscheinlichste Erklärung für Trumps unpatriotische Absage hat Dave Weigel von der «Washington Post»:

Trumps Beliebtheitswerte sind im Keller. Schlimmer noch: In Washington D.C. holte er bei der Wahl gerade einmal vier (!) Prozent der Stimmen, Hillary Clinton über 90. Der Präsident mag dort wohnen, aber ein Heimspiel hätte er definitiv nicht. Die bescheidenen Zuschauerzahlen an seiner Amtseinführung brachten ihn fast um den Verstand. Wie würde sein Sprecher Sean Spicer die Pfeifkonzerte im Stadion erklären?

Oder vielleicht hat Trump einfach keinen Bock auf eine Übung, von der bereits feststeht, dass er nicht der Beste sein wird. Der beste erste Pitch eines Präsidenten wird gemeinhin George W. Bush zugeschrieben. Auch Bush Senior, Bill Clinton und Jimmy Carter machten eine hervorragende Figur (siehe Video):

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