Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bayern Munich supporters lift a banner reading 'Hopp remain a son of a bitch' against Hoffenheim club patron Dietmar Hopp during the German Bundesliga soccer match between TSG Hoffenheim and FC Bayern Munich in Sinsheim, Germany, Saturday, Feb. 29, 2020. (Tom Weller/dpa via AP)

Das Banner der Bayern-Fans in Richtung Dietmar Hopp. Bild: AP

Kommentar

Wenn bei «Hurensohn» der Spielabbruch droht und bei Rassismus nicht

Wegen eines beleidigenden Banners wurde die Partie zwischen Hoffenheim und Bayern beinahe abgebrochen. Es wurde eine Konsequenz und Solidarität gezeigt, die wunderbar ist – die ich aber schmerzlich vermisse, wenn's um Rassismus geht.



In der Partie zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München kam es in der 2. Halbzeit zum Eklat. Aus der Fankurve der Bayern wurde ein Banner entrollt, auf dem Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp als «Hurensohn» bezeichnet wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass der 79-Jährige, dessen Vermögen auf 14,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, von Fans – wenn wir sie denn so nennen mögen – beleidigt wurde.

Supporters of Moenchengladbach show a banner with the portrait of Dietmar Hopp during the German Bundesliga soccer match between Borussia Moenchengladbach and TSG Hoffenheim in Moenchengladbach, Germany, Saturday, Feb. 24, 2020. Borussia M??nchengladbach supporters were the center of attention for targeting Hoffenheim’s billionaire backer Dietmar Hopp with crude abusive messages during their sides’ Bundesliga game on Saturday. It led to a suspension in play, but their actions were quickly condemned by fellow fans before the game could be called off. ( Roland Weihrauch/dpa via AP)

Auch die Gladbacher haben Dietmar Hopp ins Visier genommen. Bild: AP

Die Bayern-Kurve spielte mit ihrem Plakat auf eine Kollektivstrafe für die Fans von Borussia Dortmund an, die Hopp mehrere Male massiv beleidigt und bedroht hatten und in den kommenden zwei Jahren deshalb nicht zu Auswärtsspielen nach Sinsheim reisen dürfen. Ob der DFB eine so drakonische Strafe aushändigte, weil Dietmar Hopps Firma SAP als Premier-Partner ebendiesen Deutschen Fussball-Bund unterstützt? Möglich. Die Fans sind sich dessen natürlich sicher und verbrüdern sich vereinsübergreifend.

Dietmar Hopp

Dietmar Hopp ist Mitbegründer des IT-Unternehmens SAP und gilt als einer der reichsten Deutschen. Hopp engagiert sich mit seiner eigenen gemeinnützigen Stiftung
für Sport, Medizin, Soziales, Bildung und ganz speziell um den Klimaschutz. Als Mäzen unterstütz Hopp seit 1989 seinen Heimatvereine TSG 1899 Hoffenheim.

Zurück in Sinsheim, wo Hoffenheim seine Heimspiele austrägt. Dort wurde die Partie von Schiedsrichter Robert Hartmann umgehend unterbrochen, als die Plakate das erste Mal zu sehen waren. Das ist gut so. Als nach einem kurzen Unterbruch wenig später das Banner erneut ausgerollt wurde, kam es zu einer weitere Pause und der Androhung, das Spiel abzubrechen. Auch das ist gut so, diese strenge Linie muss durchgezogen werden.

Wäre das Plakat danach erneut aufgetaucht, das Spiel wäre abgebrochen worden. Solch striktes Verhalten ist lobenswert, genauso wie auch die Solidarität, welche die Funktionäre und Spieler des FC Bayern anschliessend zeigten. Die letzte Viertelstunde spielten sich die 22 Mann auf dem Feld demonstrativ den Ball hin und her – eine starke Aktion.

abspielen

Die Bayern- und Hoffenheimspieler protestieren auf ihre Art. Video: streamja

Die Reaktionen von Schiedsrichter und Spielern haben gezeigt, dass es möglich ist, klar Stellung zu beziehen und sich nicht alles gefallen zu lassen. Diese Menschlichkeit und vor allem der Mut, für etwas einzustehen, fehlte in den letzten Wochen leider oft – und zwar wenn es um Rassismus ging.

Noch nie stand ein Spiel wegen rassistischen Vorfällen so kurz vor dem Abbruch wie dies heute wegen des beleidigenden Banners der Fall war. Noch nie habe ich Spieler von zwei Teams bei einem Rassismus-Vorfall so geschlossen protestierend erlebt.

Für die Zukunft gibt es deshalb nur einen einzigen akzeptablen Weg: Kommt es im Stadion zu Rassismus, muss mindestens so hart und konsequent durchgegriffen werden, wie dies heute der Fall war. Vom Verband, von den Unparteiischen und von den Spielern selbst. Ist das nicht der Fall, ist es das Eingeständnis, dass Rassismus halt doch nicht ganz so schlimm ist, wie die Beleidigung eines Milliardärs als «Hurensohn».

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Konzerte gegen Rassismus in Chemnitz

Stürmer verlässt aus Protest gegen Rassismus das Spielfeld

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

81
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dominik Treier 02.03.2020 15:19
    Highlight Highlight Ich finde diese Aktion zwar ebenfalls geschmacklos und beleidigend, bin aber der Meinung, dass ein Spielabbruch wegen Rassismus, wo Menschen einfach willkürlich aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder Religion verunglimpft, beleidigt oder gar bedroht werden, wesentlich gerechtfertigter wäre als bei einer persönlichen nicht pauschalisierenden und begründeten Beleidigung, auch wenn beides generell keine Toleranz erfahren soll.
  • beaetel 01.03.2020 12:07
    Highlight Highlight Wenn Rassismus sich auch mit solchen Bannern zeigen würde, beispielsweise mit Zielfernrohr auf einen Mitspieler oder einem Text, dieser Spieler sei ein Hurensohn, dann gäbe es wahrscheinlich ähnliche Reaktionen, denn dann wird‘s offensichtlich persönlich. Affenlaute am andern Ende des Spielfeldes oder das Werfen von Bananen sind hingegen viel diffuser, verschwommener und undeutlicher, ähnlich Beschimpfungen, die sich ein Schiedsrichter anhören muss, wenn er denn diese Beschimpfungen überhaupt hören kann.
    • TanookiStormtrooper 01.03.2020 13:24
      Highlight Highlight Auf Bannern gibt es, vor allem im Osten Deutschlands, immer mal wieder antisemitische Banner zu sehen. Vor ein paar Jahren haben auch ein paar Luzerner einen als Juden verkleideten symbolisch durch die Gassen gejagt.
      Da kommt es dann nicht zu Spielabbrüchen oder Gästesektoren werden geschlossen. Ich finde es auch Peinlich wenn man Hopp beleidigt aber so entsteht nun mal der Eindruck, dass hier mit zweierlei Mass gemessen wird.
  • leu84 01.03.2020 11:59
    Highlight Highlight Man muss das Geschäftsmodell TSG Hoffenheim oder ähnliches nicht mögen oder komplett ablehnen. Man muss einen Mäzen nicht mögen. Es gibt eine Grenze, die auch mit freie Meinungsäusserung nicht mehr vereinbar ist. Wünscht man einer Person den tot oder andere Perversionen, dann geht es gar nicht und muss strafrechtlich verfolgt werden.

    Rassismus oder Äusserungen gegenüber einer Ethnie, Gruppe von Menschen oder sexueller Natur geht gar nicht. Auch da gilt, man muss eine spezifische Gruppe von Menschen nicht mögen, aber beleidigende oder hetzerische Äusserungen gehen gar nicht.
  • JohnDoe 01.03.2020 11:50
    Highlight Highlight Peinliche Reaktion der Spieler! Verstehe zwar die Abneigung gegen Hopp nur bedingt, aber nun das ganze so aufzubauschen... Im Endeffekt sind die Sprüche der Fans von schlechtem Geschmack, die #%@ in der Teppichetage bei Bayern schaden jedoch mit ihrem Verhalten (Katar, Elite Liga, ...) dem Fussball mehr als es ein paar Spruchbände je könnten.
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 01.03.2020 11:27
    Highlight Highlight Was haben die eigentlich gehen diesen Hopp? Mann der ist 79. Ich könnte keinen Opa als Uhrensohn bezeichnen.
  • Pandas 01.03.2020 11:10
    Highlight Highlight Es geht hier nicht um einfach jemandem ohne Grund zu beleidigen.

    Dietmar Hopp hat schon lange eine Fehde gegen die Fans am laufen.
    Angefangen mit seiner Intention die 50+1 Regel zu kippen.
    Und gipfelte darin im Gestäsektor Störsender anzubringen welche den Gästen einen Tinitus zu fügten und deshalb vor Gericht musste.

    Und man sieht in dem der DFB alte weisse Miliardäre welche Sponsoren Premium Partner sind anders anfasst als Nazis, Rassisten etc.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 01.03.2020 12:08
      Highlight Highlight Ich finde das mit den Störsendern eine gute Idee!
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 01.03.2020 12:59
      Highlight Highlight Ja warum denn nicht. Wenns hilft. 🤷‍♀️
    • Cubbie 01.03.2020 15:29
      Highlight Highlight Pandas, die 50+1 Regel wollte der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, bekämpfen. Gibt aber selbst bei H96 Aktionen gegen Kind. Aber keine Fadenkreuze und kein Hurensohn. Man kann auch anders dagegen demonstrieren.
  • andrew1 01.03.2020 09:47
    Highlight Highlight Das neckische parolen gerufen werden ist ja noch das eine. Mit etwas witz und ohne verunglimpfungen liegt das drinn. Aber beleidigungen und Rassismus geht zu weit. Ein bisschen niveau wäre allerdings nicht zu viel verlangt. Für manche ist der sport wohl ein grosses ventil für frust.
  • Staedy 01.03.2020 09:31
    Highlight Highlight Ich bin schockiert, wie dieses Ultra Gedankengut hier verbreitet und akzeptiert ist. Ein kritischer Kommentar zu Ultras . Zuerst Zustimmung, dann innert 10 Minuten 25Blitze. Was sagt dies einem? Eine gesteuerte Aktion. Ultras sind das Ende des Fussballs.
    • ChlyklassSFI 01.03.2020 11:32
      Highlight Highlight Nein, sicher nicht. Sie erhalten den Fussball. Schaust du Fussballspiele? Wo? Wie häufig?
    • Cubbie 01.03.2020 15:35
      Highlight Highlight ChlyklassSFI, Ultras erhalten den Fussball? 😂😂 Genau mein Humor. Darum geht im Moment auch die PL in ENG kaputt, einfach zu wenig Ultras. Da nützen auch 4 Mannschaften in den beiden Europacupwettbewerben vergangene Saison nichts.
      Ist ja auch nicht so, dass sich jetzt noch irgendjemand für die PL interessiert.
      Macht ruhig weiter so, dann weint ihr, wenn in ganz Europa nur noch Sitzplätze angeboten werden.
    • JohnDoe 01.03.2020 17:33
      Highlight Highlight @cubbie hast dich wohl noch nie mit britischen Fans unterhalten was? Die träumen zu einem Grossteil von der Stimmung in deutschen Stadien und verabscheuen die Eventfans bei ihren grossen Vereinen. Als wir in Swansea waren, waren die begeistert von den Flares und der Passion für den Fusdball
    Weitere Antworten anzeigen
  • Devante 01.03.2020 09:05
    Highlight Highlight Danke, sehr guter artikel
  • Palpatine 01.03.2020 08:57
    Highlight Highlight Ich bin absolut derselben Meinung wie der Autor des Textes was den Teil mit dem Rassismus angeht. Und dass ich die Solidarität der Bayern-Spieler ebenfalls gut finde, möchte ich auch hinzuschreiben.
    Allerdings bin ich mir nicht ganz so sicher, wie die Bayern-Spieler (nachvollziehbarerweise) reagiert hätten, wäre der Spielstand zum diesem Zeitpunkt noch 0-0 oder gar 1-0 für Hoffenheim gewesen. Dann kann ich es mir schlicht nicht vorstellen, dass Bayern da so solidarisch "getschuttet" hätte. Nicht weil sie Bayern sind, sondern weil es dann noch um etwas gegangen wäre...
  • Chrigi87 01.03.2020 08:43
    Highlight Highlight Rüdiger hat es korrekt gesagt: Der Rassismus hat gewonnen.
  • John Mircovic 01.03.2020 08:33
    Highlight Highlight Im Grunde geht es hier um einen ziemlich eitlen Milliardär, der sich keine Beleidigung gefallen lässt (obwohl es ihm schnurzegal sein könnte) und dem auch noch jedes Mittel recht ist, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen beziehungsweise weitere Beleidigungen komplett abzustellen.

    Irgendwie traurig, dass der DFB da mitspielt. Ich persönlich finde Rassismus bzw. Beleidigung von einzelnen Spielern viel tragischer. Aber da setzt der Verband ja auch keine Millionen aufs Spiel.

    Wie beim Coronavirus: Absage von Events mit 1000+ Pers. ÖV wird nicht gestoppt, da zu grosser wirtsch. Schaden
    • Enzasa 01.03.2020 11:26
      Highlight Highlight Es geht um einen Menschen, der sein Geld durch Arbeit verdient hat.
      Hoffentlich setzt er sein Geld nun auch dazu die Hooligans zu entlarven und zu strafen.
      Bisher wurde zu wenig getan.
      Kein Rassismus in den Stadien.
    • dmark 01.03.2020 12:02
      Highlight Highlight Um ein mal etwas klar zu stellen... Dieser Milliardär setzt sich, nicht nur in seiner Region (Rhein-Neckar) mit viel Engagement für den Ausbau und Erhalt von Krankenhäusern ein, errichtet dort u.a. ganze Stationen neu, liess bereits zig neue öffentliche Kinderspielplätze errichten oder erneuern, finanziert und organisiert Jugendsportveranstaltungen, unterstützt Sportvereine auf Ortsebene u.v.a...
      Dies sollte man wissen, bevor man über Hrn. Hopp redet.
  • Don Alejandro 01.03.2020 08:30
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Rummenigge sprach von Hopp von einem Ehrenmann, hat er das bei farbigen Spielern jemals gesagt? So oder so, beides ist inakzeptabel.
    • R10 01.03.2020 12:14
      Highlight Highlight „Diskriminierung jeder Art haben im Sport und unserer Gesellschaft nichts verloren [...] Jerome Boateng ist ein wunderbarer Mensch und ein vorbildlicher Profi unseres Vereins. Wir sind stolz, dass er auch für die Deutsche Nationalmannschaft spielt.“

      Rummenigge über den Nachbar-Spruch von Alexander Gauland
  • Staedy 01.03.2020 07:40
    Highlight Highlight Kann Her Zappella fünf Fälle aufzuzeigen, wo in der BL ein Spiel wegen Rassismus nicht abgebrochen wurde? Nein. Echte Fussballfans, dass zeigen die Reaktionen auf den Skandal in Hoffenheim, haben kein Verständnis dafür, dass diejenigen in der Fankurve, die den Fußball missbrauchen, immer eine billige Begründung für ihr Verhalten parat haben. Mal berufen sich Ultras auf einen traditionell rauen Ton in Stadien. Mal unterstellen sie Verbänden Willkür. Jetzt neu der perfideste Vorwurf: Bei einem Milliardär wie Hopp sei der Verband zu einem Spielabbruch bereit, nicht aber bei Rassismus. Ultras raus
    • Staedy 01.03.2020 07:54
      Highlight Highlight Erlaube mir noch den Hinweis, dass ein Teil aus einem anderen Kommentar ergänzt und angepasst wurde.
    • JoeyOnewood 01.03.2020 09:03
      Highlight Highlight Ein trauriges Beispiel ist sogar im Artikel verlinkt...
    • ChlyklassSFI 01.03.2020 11:34
      Highlight Highlight Staedy: Kannst du ein Spiel aufzählen, das deswegen abgebrochen wurde?
  • Max321 01.03.2020 05:43
    Highlight Highlight Mach mich unbeliebt hier: aber das ist doch einfach "whataboutism" im Artikel. Warum nicht das eine tun und das andere ebenfalls?
    Das Verhalten der Spieler könnte ja gerade Motivation sein, beim nächsten Mal auch bei rassistischen Beleidigungen so vorbildlich zu reagieren?!
    • JohnDoe 01.03.2020 21:31
      Highlight Highlight Jein. Klar sind prmitive Beleidigungen jeglicher Art nicht OK und sollten bei Hopp wie auch bei anderen Menschen nicht toleriert werden, jedoch unterbrechen die Schiedsrichter bei Hopp Plakaten, die keinen Hauptakteur beeinflussen die Partie, während bei rassistischen Aktionen einzelner, Spieler oft für ihre Reaktion noch bestraft bzw. Schiedsrichterbeleidigungen von den Verbänden im Nachhinein als weniger schlimm taxiert wurden. Was unterscheidet nun Hopp von den anderen? Geld! Daher besteht sehr wohl eine Verbindung zwischen den Vorfällen und es ist nicht Whataboutismus
    • Max321 01.03.2020 23:39
      Highlight Highlight Ja ok, aber ich würde jetzt lieber das starke Zeichen mal als solches werten, kann eine Initialzündung sein für zukünftige Proteste , dann selbstverständlich sehr gerne und vor allem auch bei rassistischen Vergehen.
      Find's halt schade, wenn auf dieses starke Zeichen der Spieler (natürlich begünstigt durch den Spielstand usw... aber trotzdem) reagiert wird mit "letzten Monat wär's noch viel wichtiger gewesen" oder ähnlich.
  • R10 01.03.2020 00:30
    Highlight Highlight Bei den Beschimpfungen gegen Hopp handelt es sich um koordinierte Aktionen ganzer Fan-Blöcke. Rassistische Äusserungen sind zumindest in der BL bis jetzt nur von Einzelpersonen getätigt worden (was trotzdem extrem traurig ist). Die heutigen Vorfälle hat jeder im Stadion mitbekommen, bei einzelnen rassistischen Äusserungen ist dies eher schwierig, was es erschwert, eine eindeutige Grundlage/Quelle für den Abbruch zu finden.
    Ich bin mir sicher, dass bei Rassistischen Gesängen und Plakaten eines ganzen Blockes das Spiel auch abgebrochen werden würde.

    Bekämpft werden muss jedoch beides!
  • w'ever 29.02.2020 23:25
    Highlight Highlight gerade im aktuellen sportstudio ist dfb-präsident fritz keller.
    der mann könnte DH und den ganzen anderen BuLi eigentümern und präsidenten nicht tiefer in den allerwertesten kriechen.
    windet sich selbst ein kränzchen wie solidarisch und schön doch die bayern und hoffenheim spieler reagiert haben, aber er könnte nicht weiter weg vom geschehen sein.
    und darüber dass bei rassismus noch nie was passiert ist, verliert der ZDF kein wort.
    • Enzasa 01.03.2020 11:30
      Highlight Highlight Bisher ist nichts passiert.
      Stimmt und ist schlecht.

      Gestern ist etwas passiert.
      Stimmt und nun weiter so.

      Anstatt darüber zu lamentieren was alles nicht getan wurde.
      Ärmel hoch Krempeln und lod
  • Peeta 29.02.2020 22:55
    Highlight Highlight Diese solidarische Aktion der Spieler in aller Ehren - ABER: ich bezweifle, ob dasselbe auch stattgefunden hätte, wenn der Spielstand nicht 0:6 in der 78. Minute gewesen wäre...
  • Barracuda 29.02.2020 22:36
    Highlight Highlight Differenzieren, Zappella. Bin im Grunde mit deinem Anliegen einverstanden. Nur ist das Ganze nicht so einfach vergleichbar, wie du das hier versuchst. Wenn ein Depp rassistische Äusserungen macht, die vielfach nicht mal wahrgenommen werden können von allen Beteiligten und vom Schiri, ist das gar nicht umsetzbar. Das heute war von einer ganzen Fankurve orchestriert, und zwar auf unterirdischem Niveau inklusive dem Kopf von Hopp in einem Fadenkreuz! Ich bin auch kein Fan von Hopp, aber ich bin kein asozialer Volldepp und habe meine Pubertät hinter mir, weshalb ich meinen Unmut anders äussere.
    • Mia_san_mia 01.03.2020 07:45
      Highlight Highlight Der Kopf im Fadenkreuz war aber nicht gestern, oder? Das waren doch die Gladbacher oder Dortmunder.
    • John Mircovic 01.03.2020 08:18
      Highlight Highlight Das Fadenkreuz ist von den Gladbachfans
  • youmetoo 29.02.2020 22:11
    Highlight Highlight Ich schlage vor, dass die nächste Fussball-Runde nur mit den einheimischen Spielern ausgetragen wird. Die teuren Stars sitzen auf der Tribüne und schauen zu wie der Rest der Rumpfmannschaft spielt. Den rassistischen Fans wird sicher gefallen, so vier bis sieben Spieler pro Mannschaft zu sehen.
  • Kommentareschreiber 29.02.2020 21:49
    Highlight Highlight Beleidigung! Rassismus?
    • ScottSterling 01.03.2020 00:39
      Highlight Highlight Kommentieren! Lesen?
  • Dong 29.02.2020 21:29
    Highlight Highlight Ach dann schaut doch Volleyball! Im Fussball hat‘s auch Platz für Deppen und das darf für mich so bleiben.
    • Raembe 29.02.2020 22:47
      Highlight Highlight In der Gesellschaft hats auch Platz für Deppen, nur werde die bestraft wenn sie Scheisse bauen. Im Fussball ist das leider nicht der Fall.
    • The oder ich 01.03.2020 09:29
      Highlight Highlight @Dong: Falls Du Volleyballfans beleidigen möchtest: Wir lachen Dich gerne aus, wenn Dir das hilft
    • Dong 01.03.2020 09:55
      Highlight Highlight @The oder ich: Das ist Ausgrenzung! Nein, im Ernst, Volleyball kenn ich weniger, aber ich hab grossen Respekt vor den Sportsgeist der bspw. im Handball gilt, ich wollte da nichts schlechtreden. Aber Fussball ist halt ein anderer Film, und wenn eine Gruppe Proleten ihre Kritik am Einfluss eines absoluten Krösus auf ihre Weise formuliert, dann kann man das auch abhaken und zur Tagesordnung übergehen. Fadenkreuz find ich geht nicht mehr, aber „Hurensohn“ finde ich recht alltäglich. Ich fand auch die Aktion der BVB-Fans gegen RB Leipzig viel schlimmer als das hier.
  • Büetzer 29.02.2020 20:35
    Highlight Highlight Bin genau der selben meinung und die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt
  • The oder ich 29.02.2020 20:30
    Highlight Highlight Herr Hopp hätte wohl besser seine Unterstützung des ehemaligen Sports, heute Unterhaltungsbusiness "Fussball" einer sinnvolleren Institution zugeführt (wie er dies sonst - im Gegensatz zu anderen Multimillionären - auch schon länger tut, wie Ihr dies richtig im Kasten angegeben habt).

    Wenn dann noch die "Fans" des Krösus-Clubs Bayern München bei dieser Aktion mitmachen, wird der mangelnde Realitätsbezug offenkundig.
    • Mia_san_mia 01.03.2020 07:47
      Highlight Highlight Was ist sinnvoller als Fussball?
    • The oder ich 01.03.2020 09:28
      Highlight Highlight @Mia_san_mia: Bei diesen "Fans" fast alles ausser Waffen- und Drogenhandel sowie Prositution


      Gegen Ironie hilft nur Sarkasmus
    • arni99 01.03.2020 09:33
      Highlight Highlight The DH hat nur einen kleineren Teil in den Fussball investiert. Der grösser Teil geht in soziale Projekte wie zb. die Krebsforschung, Unterstützung von Schulen etc. Sich einfach mal informieren.
  • Zanzibar 29.02.2020 20:23
    Highlight Highlight Beleidigungen jeder Art gehören hart bestraft!
  • June 29.02.2020 19:49
    Highlight Highlight Ein grosser Schritt für einen Menschen, ein zu grosser Schritt für die Menschheit?
  • Wandervogel 29.02.2020 19:48
    Highlight Highlight Diese Fälle sind meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Einmal haben wir eine ganze Fangruppierung und einmal einige Einzelpersonen, die komplett entgleisen. Wenn also Leute am Spielfeldrand die Spieler als Hurensöhne beschimpfen, was jedes Wochenende vorkommt, wird auch kein Spiel unterbrochen da unverhältnismässig. Wenn allerdings ein Fanblock ein rassistisches Banner hissen würde, wäre die Konsequenz sicherlich die gleiche. Es wäre sowieso ein schlechtes Zeichen, einigen Rassisten wie auf Schalke soviel Macht zu geben um ein Spiel abzubrechen lassen. Lieber Stadionverbote - lebenslang.
  • Achilles 29.02.2020 19:46
    Highlight Highlight danke für diese zeilen watson..
  • Paia87 29.02.2020 19:46
    Highlight Highlight Kann mir mal einer erklären, warum alle einen solchen Hass auf Hopp haben? Irgendwie ging das an mir vorbei
    • chnobli1896 29.02.2020 19:53
      Highlight Highlight Wurde von BVB Fans mehrmals beleidigt und hat dann seine Macht (Sponsor vom DFB) genutzt um dafür zu sorgen, dass bei Hoffenheim BVB keine Auswärtsfans mehr zugelassen sind
    • Wasmanvonhieraussehenkann 29.02.2020 20:30
      Highlight Highlight Hopp hat aus dem Dorfverein Hoffenheim innert Kürze ein etabliertes Bundesligateam gemacht. Dabei hat er seine Möglichkeiten als Investor seeehr weit ausgedehnt, Stichwort 50+1-Regel.
      Das kommt bei den sogenannten Traditionsvereinen nicht gut an.
    • Staedy 01.03.2020 07:51
      Highlight Highlight @chnobli: Wieder die halbe Wahrheit wie immer. Hipp hat als einer der wenigen sich erlaubt, gegen die Beleidigungen durch sog. Fussballfans vorzugehen. Völlig zu recht. Dies Fans sind der Meinung bestimmen zu können, was erlaubt ist und was nicht. Welch ekelhafte Meinung, der Fussball gehört eben nicht diesen Fans er wird von den Klubs für uns gespieöt und sie sollen sagen, wie und in welcher Form der Umgang ist. Wenn es dir passt gehe hin, wenn nicht geh dorthin wo es dir gefällt. Ok jetzt dein üblichrr Kommentar, und bei Rassismus? Lies oben nochmals durch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • feuseltier 29.02.2020 19:38
    Highlight Highlight Spielabbruch und forfait Niederlage. .. anderst hören so primitive Sachen nicht auf
    • chnobli1896 29.02.2020 19:54
      Highlight Highlight Bei Rassismus auch, oder?
  • Borusse 29.02.2020 19:37
    Highlight Highlight Ein guter Artikel, danke dafür! Beim Rassismus ist es für den Schiedsrichter villeicht nicht immer so offensichtlich wie hier. Es ist halt nicht das gleiche wenn einer Affenlaute macht wie wenn eine ganze Kurve "Hurensohn" brüllt. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir eine solche Reaktion auch beim nächsten Vorfall egal welcher Art im Stadion und auch dann wenn das Spiel sportlich nicht schon längst entschieden ist.
    • Töfflifahrer 01.03.2020 05:46
      Highlight Highlight Interessant ist jedoch, dass Spieler den Schiedsrichter schon drauf aufmerksam gemacht haben und der nichts unternommen hat.
      Hat sich ein Spieler gewehrt hat der die Gelbe oder auch die Rote Karte wegen Unsportlichkeit erhalten. Den omnipräsenten Rassismus aber "übersehen".
      über die Gründe kann sich jeder selbst seine Gedanken machen.
  • c_meier 29.02.2020 19:34
    Highlight Highlight Hansi Flick war übrigens mal Trainer bei Hoffenheim zwischen 2000 und 2005 ;)
  • smartash 29.02.2020 19:34
    Highlight Highlight Super Video zu dem Problem
    Play Icon
  • Nelson Muntz 29.02.2020 19:30
    Highlight Highlight Wären die Spieler bei 0:0 auch so solidarisch? Der Mist war hier längst gekarrt....

    Einen Mäzen als HS beschimpfen ist IMHO weit weniger schlimm als Affenlaute und andere gegenüber dunkelhäutigen Spielern.

    Als Hopp würde ich den Bayernkurve zuwinken und Thumbs Up geben und mich dabei amüsieren, wie die komplett danach am Rad drehen. Stephan Lehmann oder Jörg Stiel sind Paradebeispiele, wie man Fans mit Gesten und Luftküsschen herrlich provozieren konnte, wenn man dauernd beleidigt und mit Bier beworfen wird.

  • maxi #sovielfürdieregiongetan 29.02.2020 19:29
    Highlight Highlight Man könnte meinen Hopp sei ein Heiliger, vergessen die versuchte Körperverletzung an Tausenden Dortmundern. Der Verband bricht sein wort. Hopp trägt eine grosse Mitschuld ab der sich drehenden Spirale.
    • goschi 29.02.2020 21:06
      Highlight Highlight versuchte körperverletzung an Tausenden?

      wie geht das denn, ist er persönlich im Wrestling-Stil in die Fankurve gesprungen?
    • bokl 29.02.2020 21:37
      Highlight Highlight "vergessen die versuchte Körperverletzung an Tausenden Dortmundern"

      Die hat es nie gegeben. Darum wurden auch die Ermittlungen eingestellt -> https://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1112/News/akustik-attacke-staatsanwaltschaft-stellt-ermittlungen-ein-1899-hoffenheim-borussia-dortmund.html
    • maxi #sovielfürdieregiongetan 29.02.2020 22:19
      Highlight Highlight durch die störsender wo diverse fans bleibende schäden davon trugen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 29.02.2020 19:27
    Highlight Highlight Er hat mit eigenen Händen einen Weltkonzern erschaffen und Zehntausende Arbeitsplätze, die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist hoch.
    Er investiert seit Jahrzehnten in seiner Heimatregion statt es irgendwo in der Karibik zu verstecken.
    Und dann muss er sich von diesen grauslichen rückgratslosen Mitläufern und Im-Leben-Versagern in Teilen von organisierten Fanbewegungen mit 79 so behandeln lassen.
    So beginnen Mobbing und Kriege – ab heute sollte endlich zurückgekämpft werden. Eine Reaktion in der Art wünsche ich mir auch, wenn mal wieder ein Spieler rassistisch beleidigt wird.
    • Dong 29.02.2020 22:27
      Highlight Highlight Die Zufriedenheit bei den Kunden ist dann ein anderes Kapitel ;-)
      Gruss, ein Informatiker.
    • Staedy 01.03.2020 08:21
      Highlight Highlight @Dong: Diese Missstände sind wohl kaum auf dem Fussballplatz zu klären.
    • Walterf 01.03.2020 09:51
      Highlight Highlight @dong, Informatiker? Ja klar, PC Support?
  • opwulf 29.02.2020 19:22
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • chnobli1896 29.02.2020 19:17
    Highlight Highlight Leider ein Traum, denn bei Rassismus gehts nicht ums Geld.
    • John Mircovic 01.03.2020 07:42
      Highlight Highlight Wie war. Leider.

Akanjis Revier

Warum ich Rassisten ignoriere und wie wir als Mannschaft solidarisch reagieren würden

Kürzlich gab es in Deutschland zwei Fälle von Rassismus in Fussball-Stadien. Ich erkläre euch jetzt mal, wie ich selbst Rassismus erlebe, wie ich darauf reagiere und warum wir in der Kabine darüber sprechen.

Ich hoffe echt, der Rassismus hört eines Tages auf. Ich meine damit nicht nur im Fussball, sondern generell. Leider kann man die Denkweise gewisser Leute nicht nachvollziehen, vielleicht ist es auch eine Sache der Erziehung und wird so an Kinder weitergegeben?

Eigentlich sollten Fussballfans ja ins Stadion kommen, um ihren Verein zu unterstützen. Leider wird der Fussball aber zunehmend auch als Plattform für gewisse Botschaften missbraucht.1 Jüngst gab es in Deutschland zwei Fälle von …

Artikel lesen
Link zum Artikel