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Switzerland's defender Ricardo Rodriguez, celebrates the victory during the 2018 Fifa World Cup play-offs first leg soccer match Northern Ireland against Switzerland at Windsor Park, in Belfast, Northern Ireland, Britain, Thursday, November 9, 2017. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Matchwinner im Regen: Rodriguez macht einen Fan mit seinem Trikot happy. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Россия, мы идём!* Die Schweizer WM-Teilnahme darf nicht mehr in Gefahr geraten

* Russland, wir kommen!

Ralf Meile, Belfast



Natürlich: Wer nur dank eines äusserst umstrittenen Penaltys mit 1:0 gewinnt, der ist noch kein Weltmeister. Aber der Schweizer Sieg im Barrage-Hinspiel in Nordirland ist hoch verdient. Die Nati ist dem Gegner in jeder Hinsicht überlegen. Wenn sie auch am Sonntag in Basel so konzentriert spielt, dann ist ihr die Teilnahme an der WM 2018 in Russland nicht zu nehmen.

Die Schweiz lässt es im kleinen Windsor Park mit seinen lauten Fans nie zu, dass Emotionen ins Spiel kommen. Sie ist schlicht zu gut für diesen Gegner, zu ballsicher, zu kombinationssicher. Und so kommt die primäre Qualität der Nordiren gar nie zum Zug: die Leidenschaft, der Kampf. Die Schweizer kontrollieren das Geschehen von A bis Z, sie lassen Ball und Gegner laufen – es ist wie in einem Cupspiel. Jeder weiss: Es kann schief gehen. Aber jeder weiss auch: Im Normalfall fällt der Ball irgendwann für den Favoriten rein. Und so kommt es glücklicherweise auch in Belfast. Nachdem die Schweiz in den ersten 20 Minuten einige viel versprechende Chancen auslässt, verwandelt nach knapp einer Stunde Ricardo Rodriguez im Pfeifkonzert einen Handspenalty souverän zum Siegtreffer.

Es ist kein rauschendes Spiel, das die Nati zelebriert. Aber das ist auch nicht nötig. Ihr Ziel ist nicht die Unterhaltung, sondern die Weltmeisterschaft. Dieser ist sie im Windsor Park, natürlich auch dank des umstrittenen Schiedsrichterpfiffs, einen gewaltigen Schritt näher gekommen. Nun reicht schon ein Unentschieden in Basel.

Die Schweiz zeigt im Regen von Belfast, dass die neun Siege in zehn Qualifikationsspielen kein Zufall waren und dass es schon den Europameister Portugal brauchte, um sie an der direkten WM-Qualifikation zu hindern. Sie zeigt auch, dass sie Gegnern vom Kaliber wie Nordirland, oder auch Ungarn in der Gruppenphase, überlegen ist. Beide spielten im Sommer 2016 wie die Schweiz an der EM.

Die Nati gehört nicht zu den allerbesten Teams der Welt. Aber sie hat in diesem Hinspiel der Barrage einmal mehr bewiesen, dass sie in die Kategorie 1b gehört: zu jenen, die nahe dran sind an der Elite. Bei allem Respekt vor Nordirland, bei aller Sympathie für ihre laute und singfreudige Green and White Army auf den Rängen: Was die Briten drauf haben, ist dann doch einfach zu wenig. Die folgende Aussage mag arrogant klingen. Aber dass die Schweiz gegen diesen Gegner die WM-Teilnahme noch verspielt, grenzt an die Unmöglichkeit. Russland, wir kommen!

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