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Die «European Championships» in Berlin und Glasgow boten Spektakel.
Die «European Championships» in Berlin und Glasgow boten Spektakel.Bild: EPA/EPA

7 Gründe, warum Europas «Mini-Olympia» ein voller Erfolg war

Zum ersten Mal in der Geschichte wurden Europameisterschaften von sieben Sportarten in einem grossen Event ausgetragen. Das Konzept der «European Championships» hat sich bestens bewährt.
13.08.2018, 13:4214.08.2018, 06:41

Europameisterschaften in Leichtathletik, Schwimmen, Rad, Golf, Geräteturnen, Rudern und Triathlon allesamt in einem grossen Event ausgetragen – das waren die «European Championships» 2018. Als «Mini-Olympia» wurde das Ereignis angepriesen. Und die Veranstalter hielten Wort: In den Austragungsstätten in Glasgow und Berlin war gar der olympische Geist spürbar.

Die Schweiz musste auch Enttäuschungen einstecken: Die 4x100m-Staffel verpasste eine Medaille nur hauchdünn.
Die Schweiz musste auch Enttäuschungen einstecken: Die 4x100m-Staffel verpasste eine Medaille nur hauchdünn.Bild: KEYSTONE

Hier sind sieben Gründe, warum sich das Konzept der vereinten Europameisterschaften für die Zukunft bewährt hat.

Alternative zum Fussball

Mit der WM in Russland und dem darauf folgenden Saisonstart in der Super League dominierte der Fussball in diesem Jahr auch im Sommer die Medien und TV-Bilder. Mit den «European Championships» in Glasgow und Berlin gab es während anderthalb Wochen eine schöne Alternative zum ewigen «Ballgeschiebe» auf dem Rasen. Da die meisten grossen Ligen noch nicht oder erst gerade dieses Wochenende begonnen haben, stellten die «Euro Champs» aber auch keine Konkurrenz zum Fussball dar. 

Schweizer Medaillen

19 Medaillen gab es für die Schweizer Delegation in den vergangenen zehn Wettkampftagen. Klar, in vielen Disziplinen fehlten durch die Absenz der amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Athleten die Top-Shots. Dennoch war es toll, sich beinahe täglich über neuen Edelmetall-Zuwachs freuen zu können – auch in Disziplinen wie Schwimmen oder Kunstturnen. Im Medaillenspiegel sprang für die Schweiz am Ende der neunte Rang heraus – vor Ungarn, Schweden oder Österreich

Léa Sprunger gewann ihre langersehnte EM-Medaille.
Léa Sprunger gewann ihre langersehnte EM-Medaille.Bild: KEYSTONE

Tolle Interviews

Nicht nur Bronze-Sprinter Alex Wilson, auch andere Sportler gaben regelmässig emotionale und ehrliche Interviews. Oftmals nur wenige Augenblicke nach ihrem Einsatz, redeten die Protagonisten frisch von der Leber weg in die Kameras. Das ist man sich von den sonst so mediengeschulten Spitzensportlern gar nicht mehr gewohnt.

Olympischer Geist

Wie fairer Sportgeist geht, das zeigen die Stabhochspringer. Im Final feuern sich die Athleten gegenseitig an und treiben sich so zu Höchstleistungen. Als der erst 18-jährige Schwede Armand Duplantis 6,05 Meter überspringt und damit einen neuen Turnier-Rekord aufstellt, rennt Altmeister Renaud Lavillenie sofort zu ihm und gratuliert.

Wie die beiden später beim TV-Interview erzählen hat Lavillenie Duplantis bereits vor dem Wettkampf per SMS viel Glück gewünscht. Er hoffte, dass die beiden am Ende gemeinsam auf dem Podest stehen. Der Wunsch ging in Erfüllung: Duplantis holte Gold, Lavillenie Bronze. 

Lockere Atmosphäre

Obwohl es in den Wettkämpfen um viel ging, blieb die Atmosphäre rund um die Wettkampfstätten in Berlin und Glasgow locker. Das zeigt auch das folgende Foto: Während sich die Läuferinnen auf der Bahn abmühen, vergnügt sich Maskottchen «Berlino» nebenan im Wassergraben auf einer Einhorn-Luftmatratze.

Gute Stimmung

Die Wahl der Austragungsstätten war perfekt. Im Berliner Olympiastadion waren die Leichtathleten am Werk. Das deutsche Publikum, sowieso schon Leichtathletik-affin kam zahlreich und feierte nicht nur die eigenen Sportler, sondern würdigte jede gute Leistung. Zudem waren auch viele Schweizer vor Ort, die ebenfalls für tolle Stimmung sorgten.

Aber auch in Glasgow zeigte sich das Publikum begeistert. Egal ob beim BMX, Schwimmen oder Turmspringen. Die Menschen waren da und hatten Freude an Sportarten, die zuletzt nicht mehr das grosse Publikum anzogen.

Spannung und Dramatik

Natürlich lebt ein Sportevent auch immer von Spannung und Dramatik. Und die gab es in Berlin und Glasgow zur Genüge. Unvergessen bleibt die Tausendstel-Entscheidung um Silber im 200-Meter-Final zu Ungunsten von Alex Wilson.

Aber auch in anderen Disziplinen gab es hauchdünne Finishes. So beispielsweise beim Freiwasserschwimmen in Glasgow. Beim Rennen der Frauen trennte nur eine Zehntelsekunde die Siegerin und die Zweitplatzierte. Bei den Männern klassierten sich fünf Schwimmer innert zehn Sekunden – nach 25 Kilometern im Wasser.

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Video: watson
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