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ESAF 2025: Das lief an Tag 1 des Eidgenössischen Schwingfests in Mollis

Fritz Ramseier, oben, und Damian Ott, unten, im 3. Gang am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest 2025 Glarnerland (ESAF), am Samstag, 30. August 2025, in Mollis. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Fritz Ramseier (oben) ist die grosse Überraschung des ersten Tages am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Mollis. Bild: keystone

Schlegel mit vier Siegen an der Spitze – Giger und Staudenmann in Mollis im Hintertreffen

30.08.2025, 06:0030.08.2025, 21:22
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1. Gang

König Joel Wicki nahm gegen den jungen Berner Moser von Anfang an das Zepter in die Hand. Der Luzerner dominierte den Gang, brauchte jedoch lange, um zum Resultat zu kommen. Mehrfach brachte Wicki seinen Kontrahenten zu Boden. Bei seinem ersten Zug war er bereits nahe am Sieg, den er später, wiederum am Boden, im Nachdrücken bewerkstelligte.

Das Gigantenduell zwischen Giger und Staudenmann endete nach verhaltenen sechs Minuten wie schon vor drei Jahren in Pratteln gestellt.

Ein Ausrufezeichen setzte Werner Schlegel. Der Toggenburger bezwang den Innerschweizer Pirmin Reichmuth gleich im ersten Zug platt. Damit gewann Schlegel auch das zweite Duell mit dem Zuger. Bereits vor zwei Jahren auf der Rigi setzte er sich im Anschwingen durch. Gutes Omen für Reichmuth: Er gewann danach alle fünf Gänge und das Fest.

Mit Armon Orlik gelang einem zweiten Nordostschweizer Spitzenschwinger ein Prestigesieg. Der Bündner setzte sich im Duell mit Matthias Aeschbacher durch. Am Jubiläumsschwingfest in Appenzell hatte der Gang noch gestellt geendet.

Damian Ott kam nach langem Bodenkampf zu keinem gültigen Resultat gegen den Berner Doppelmeter Adrian Walther. Walther sorgte zusammen mit Staudenmann dafür, dass der 1. Gang für die Berner nicht in einem Debakel endete.

2. Gang

Der König marschiert weiter. Joel Wicki wollte wohl ganz dringend in die Mittagspause. Philipp Roth fliegt nach wenigen Sekunden durch die Lüfte und verliert gegen den Titelverteidiger. Zum zweiten Mal erhält Wicki aber nur die Note 9,75.

Armon Orlik wird seiner Favoritenrolle gegen Nicht-Eidgenosse Roman Wanderer gerecht und lässt seinem Gegner aus der Innerschweiz keine Chance. Vor der Mittagspause erhält der Bündner die Maximalnote 10. Kurz darauf gewinnt auch Werner Schlegel ohne Probleme und besiegt Lukas Bissig. Beide Nordostschweizer haben zur Mittagspause 19,75 Punkte auf dem Konto.

Nach dem Gestellten gegen Fabian Staudenmann zeigte Samuel Giger die erwartete Reaktion. Nach gerade einmal fünf Sekunden liegt sein Gegner Fabian Stucki mit beiden Schulterblättern im Sägmehl. Doch es gibt nicht die Bestnote für den grossen Favoriten. Auch Staudenmann lässt seinem Gegner This Kolb keine Chance. Wie Giger kann sich der Berner nach kurzem Bodenkampf den ersten Sieg feiern, aber ebenfalls nicht mit der Bestnote. Giger und Staudenmann stehen aktuell bei 18,75 Punkten.

3. Gang

Im dritten Gang blieben die ganz grossen Überraschungen aus. Die Favoriten gewannen ihre Gänge mehrheitlich problemlos.

Der Nordostschweizer Werner Schlegel gewann wie auch in den ersten beiden Gängen innerhalb kurzer Zeit und lies Matthias Herger keine Chance. Nach einem umstrittenen Entscheid erhielt Schlegel zum zweiten Mal die Bestnote und wies nach drei Gängen 29,75 Punkte auf.

Armon Orlik startete nach den Siegen gegen Matthias Aeschbacher und Roman Wanderer aktiv und setzte Lars Voggensperger früh unter Druck. Immer wieder muss sich der Nordwestschweizer verteidigen und hatte zu kämpfen. Voggensperger, welcher zuvor wie Orlik zwei Siege feiern konnte, war nach über vier Minuten besiegt. König Joel Wicki besiegt im dritten Gang Joel Strebel und sicherte sich die Bestnote. Auch Wicki blieb damit nach drei Einsätzen makellos.

Auch Fabian Staudenmann gewann im dritten Gang mit einem Zehner. Nach kurzem Kampf schlägt der Mitfavorit auf den Titel zu und besiegt Marco Good. Samuel Giger – stellte im ersten Gang gegen Fabian Staudenmann – gewann gegen Benjamin Gapany nach kurzem Bodenkampf.

4. Gang

Werner Schlegel setzte im zweitletzten Gang des Tages ein Ausrufezeichen. Kurz vor Ablauf der Gangdauer konterte er einen Angriff von Fabian Staudenmann und kam zum Resultat, das ihm die alleinige Führung nach dem ersten Tag einbrachte.

«Es war pure Freude. Es wird morgen sicher nochmals einen intensiven Tag geben. Die Stimmung ist super und das Team unterstützt sich. Ich war auch nicht so nervös heute Morgen. Mit vier Siegen hat man im zweiten Tag schon einmal eine kleine Reserve.»
Werner Schlegel

Ein Viertelpunkt hinter dem Toggenburger liegt der Berner Überraschungsmann Fritz Ramseier. Der Teilverbandskranzer siegte im 4. Gang gegen Joel Strebel und bettete den dritten Eidgenossen ins Sägemehl.

Keinen Sieger gab es in der Spitzenpaarung zwischen den mit drei Siegen gestarteten Joel Wicki und Armon Orlik, wobei der König aus der Innerschweiz näher am Resultat war. Beide weisen vor dem zweiten Wettkampftag 1,5 Punkte Rückstand auf den Führenden Schlegel aus.

Ebenfalls ohne Sieger endete das spektakulärste Duell des Tages zwischen Samuel Giger und Michael Moser. In einem offenen Schlagabtausch suchten beide die Entscheidung, die Moser mit Ablauf der Gangdauer beinahe bewerkstelligte. Giger rettete sich schliesslich über die Brücke und die Zeit zum Gestellten.

Beide dürften für den Schlussgang vom Sonntagabend eher nicht mehr infrage kommen. Während Moser einen Viertelpunkt mehr auf dem Konto hat, belegt Giger gemeinsam mit Adrian Walther, Fabian Staudenmann und Damian Ott den 9. Rang mit einem Rückstand von 2,5 Punkten auf Schlegel.

Mit zwei Niederlagen bereits aus der Entscheidung gefallen ist Pirmin Reichmuth. Der Zuger Mitfavorit zog im 4. Gang gegen Curdin Orlik den Kürzeren, der seinerseits gemeinsam mit Domenic Schneider auf Platz 3 klassiert ist.

Die Überraschung

Fritz Ramseier, diesen Namen hatte wohl niemand auf der Rechnung, doch nach dem ersten Tag hat Fritz Ramseier vier Siege auf seinem Konto. Nach Damian Ott und Sven Schurterberger schlug der 31-Jährige im vierten Gang mit Joel Strebel bereits den dritten Eidgenossen. Ramseier konnte bisher noch keinen eidgenössischen Kranz in seiner Karriere gewinnen. Der Berner hat nach dem ersten Tag 39,5 von möglichen 40 Punkten auf dem Konto. Noch nie konnte der Sennnenschwinger ein Kranzfest gewinnen. Sein bisher grösster Erfolg ist ein Kranz beim Bergfest auf dem Weissenstein.

Nach dem ersten Tag sagte Ramseier: «Ich weiss auch nicht, es läuft einfach und ich habe Freude daran. Die Eidgenossen passten mir in die Finger und ich machte einfach mein Zeug. Schade, waren die Berner heute nicht so stark, morgen wird bestimmt unser Tag.»

Die Rangliste nach dem ersten Tag

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Bild: SRF
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So geht es weiter

Nun werden sich die Schwinger erholen und sich für den zweiten Tag vorbereiten. Der 5. Gang startet am Sonntag um 7.45 Uhr. Die Einteilung ist noch nicht erfolgt.

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Es sind lange Tage am ESAF
Die wichtigsten Paarungen im 3. Gang

So verlief der zweite Gang.
Der König marschiert weiter. Joel Wicki wollte wohl ganz dringend in die Mittagspause. Philipp Roth fliegt nach wenigen Sekunden durch die Lüfte und verliert gegen den Titelverteidiger. Zum zweiten Mal erhält Wicki nur die Note 9,75.

Armon Orlik wird seiner Favoritenrolle gegen Nicht-Eidgenosse Roman Wanderer gerecht und lässt seinem Gegner aus der Innerschweiz keine Chance. Vor der Mittagspause erhält der Bündner die Maximalnote 10. Kurz darauf gewinnt auch Werner Schlegel ohne Probleme und besiegt Lukas Bissig. Beide Nordostschweizer haben zur Mittagspause 19,75 Punkte auf dem Konto.

Nach dem Gestellten gegen Fabian Staudenmann zeigt Samuel Giger die erwartete Reaktion. Nach gerade einmal fünf Sekunden liegt sein Gegner Fabian Stucki mit beiden Schulterblättern im Sägmehl. Doch es gibt nicht die Bestnote für den grossen Favoriten. Auch Staudenmann lässt seinem Gegner This Kolb keine Chance. Wie Giger kann sich der Berner nach kurzem Bodenkampf den ersten Sieg feiern, aber ebenfalls nicht mit der Bestnote. Giger und Staudenmann stehen aktuell bei 18,75 Punkten.

Nur drei Schwinger haben bisher das Punktemaximum von 20 Zählern auf dem Konto. Joel Strebel, Matthias Herger und Pirmin Gmür erhielten in beiden Gängen die Bestnote 10. Weiter geht das Eidgenössische Schwingfest um 13.30 Uhr.
Die wichtigsten Resultate im 2. Gang
Gian Maria Odermatt (NOSV) 8,50 u. Pirmin Reichmuth (ISV) 10,00.
Matthias Aeschbacher (BKSV) 10,00 s. Beat Suter (ISV) 8,50.
Michael Moser (BKSV) 10,00 s. Ueli Rohrer (ISV) 8,50.
Nick Alpiger (NWSV) 9,75 s. Alex Schär (SWSV) 8,50.
Fredi Bruhin (ISV) 8,50 u. Damian Ott (NOSV) 9,75.
Samuel Giger (NOSV) 9,75 s. Fabian Stucki (BKSV) 8,50.
This Kolb (NOSV) 8,50 u. Fabian Staudenmann (BKSV) 9,75.
Sven Lang (ISV) 8,50 u. Adrian Walther (BKSV) 10,00.
Luca Müller (ISV) 8,50 u. Joel Strebel (NWSV) 10,00.
Armon Orlik (NOSV) 10,00 s. Roman Wandeler (ISV) 8,50.
Lukas Bissig (ISV) 8,50 u. Werner Schlegel (NOSV) 9,75.
Philipp Roth (BKSV) 8,50 u. Joel Wicki (ISV) 9,75.
König Wicki gewinnt auch im zweiten Gang
Der König marschiert weiter. Joel Wicki möchte wohl ganz dringend in die Mittagspause. Philipp Roth fliegt nach wenigen Sekunden durch die Lüfte und verliert gegen den Titelverteidiger. Zum zweiten Mal erhält Wicki nur die Note 9,75. Jetzt ist Zeit für die Mittagspause. Weiter geht es im Sägemehl um 13.30 Uhr.

Nordostschweizer überzeugen weiterhin
Armon Orlik wird seiner Favoritenrolle gegen Nicht-Eidgenosse Roman Wanderer gerecht und lässt seinem Gegner aus der Innerschweiz keine Chance. Vor der Mittagspause erhält der Bündner die Maximalnote 10. Kurz darauf gewinnt auch Werner Schlegel ohne Probleme und besiegt Lukas Bissig. Beide Nordostschweizer haben zur Mittagspause 19,75 Punkte auf dem Konto.

Strebel mit souveräner Leistung
Joel Strebel lässt gegen Luca Müller nichts anbrennen und sichert sich erst als dritter Schwinger beim diesjährigen Eidgenössischen zum zweiten Mal die Maximalnote.

Schneider nur mit einem Gestellten
Im ersten Gang konnten sich Etienne Burger und Domenic Schneider über die Bestnote freuen. Im direkten Aufeinandertreffen zwischen dem Berner und dem Nordostschweizer kommt es zu einem Gestellten. Sicherlich ein Erfolg für Nicht-Eidgenosse Burger.
Kein Sieger zwischen Good und Lüscher
Marco Good und Sinisha Lüscher stellen im zweiten Gang. Für ihr attraktives Duell werden die beiden mit der Note 9 belohnt. Good und Lüscher konnten im ersten Gang gewinnen.

Die bisher wichtigsten Resultate vom zweiten Gang
Bruhin Fredi (8.50) – Ott Damian (9.75)
Ramseier Fritz (9.75) – Schurtenberger Sven (8.50)
Giger Samuel (9.75) – Stucki Fabian (8.50)
Kolb This (8.50) – Staudenmann Fabian (9.75)
Frank Marius (9.75) – Waser Kevin (8.50)
Hersche Martin (9.75) – Reichmuth Marco (8.75)
Routinier Hersche überrascht am Morgen
Zweiter Erfolg für Routinier Martin Hersche. Im zweiten Gang gewinnt der Routinier gegen Marco Reichmuth. Der 35-Jährige Hersche kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen und freut sich über einen optimalen Morgen.
Staudenmann lässt ebenfalls nichts anbrennen
Auch Fabian Staudenmann lässt seinem Gegner This Kolb keine Chance. Wie Giger kann Staudenmann nach kurzem Bodenkampf den ersten Sieg feiern, aber ebenfalls nicht mit der Bestnote.
Giger feiert den ersten Sieg
Nach dem Gestellten gegen Fabian Staudenmann zeigt Samuel Giger die erwartete Reaktion. Nach gerade einmal fünf Sekunden liegt sein Gegner Fabian Stucki mit beiden Schulterblättern im Sägmehl. Doch es gibt nicht die Bestnote für den grossen Favoriten.

Die Spitzenpaarungen im 2. Gang
Good Marco (NOSV) – Lüscher Sinisha (NWSV)
Burger Etienne (BKSV) – Schneider Domenic (NOSV)
Müller Luca (ISV) – Strebel Joel (NWSV)
Orlik Armon (NOSV) – Wandeler Roman (ISV)
Bissig Lukas (ISV) – Schlegel Werner (NOSV)
Roth Philipp (BKSV) – Wicki Joel (ISV)
Bruhin Fredi (ISV) – Ott Damian (NOSV)
Ramseier Fritz (BKSV) – Schurtenberger Sven (ISV)
Giger Samuel (NOSV) – Stucki Fabian (BKSV)
Kolb This (NOSV) – Staudenmann Fabian (BKSV)
Frank Marius (NWSV) – Waser Kevin (ISV)
Hersche Martin (NOSV) – Reichmuth Marco (ISV)
Reichmuth bezwingt Gian Maria Odermatt
Nach der Startniederlage gegen Werner Schlegel muss Pirmin Reichmuth liefern. Gegen Gian Maria Odermatt nutzt der Innerschweizer seine Grösse und kann sich über seinen ersten Sieg freuen.
Michael Moser trifft im zweiten Gang auf Ueli Rohrer
Nach der Niederlage gegen König Joel Wicki trifft Michael Moser auf Ueli Rohrer. Der Innerschweizer gewann im ersten Gang gegen Thomas Koch. Die Spitzenpaarungen sind aktuell noch nicht bekannt.
Der zweite Gang ist bereits gestartet
Die ersten Schwinger haben den zweiten Gang bereits hinter sich. Roger Rychen gewinnt gegen Dominik Zangger und sichert sich den ersten persönlichen Sieg an diesem Fest.
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Alle müssen gleichzeitig auf die Toilette
von Kilian Marti
Nach König Wickis erster Runde im Sägemehl staut es sich vor den Toiletten ausserhalb der Arena. Es kommt bereits zu den ersten Wildpinklern.

Das lief im ersten Gang
Zum Auftakt des Eidgenössischen Schwingfests in Mollis setzt sich Schwingerkönig Joel Wicki gegen Michael Moser durch. Im Duell zwischen Samuel Giger und Fabian Staudenmann gibt es keinen Sieger.

König Wicki nahm gegen den jungen Berner Moser von Anfang an das Zepter in die Hand. Der Luzerner dominierte den Gang, brauchte jedoch lange, um zum Resultat zu kommen. Mehrfach brachte Wicki seinen Kontrahenten zu Boden. Bei seinem ersten Zug war er bereits nahe am Sieg, den er später, wiederum am Boden, im Nachdrücken bewerkstelligte. Das Gigantenduell zwischen Giger und Staudenmann endete nach verhaltenen sechs Minuten wie schon vor drei Jahren in Pratteln gestellt.

Ein Ausrufezeichen setzte Werner Schlegel. Der Toggenburger bezwang den Innerschweizer Pirmin Reichmuth gleich im ersten Zug platt. Damit gewann Schlegel auch das zweite Duell mit dem Zuger. Bereits vor zwei Jahren auf der Rigi setzte er sich im Anschwingen durch. Gutes Omen für Reichmuth: Er gewann danach alle fünf Gänge und das Fest.

Mit Armon Orlik gelang einem zweiten Nordostschweizer Spitzenschwinger ein Prestigesieg. Der Bündner setzte sich im Duell mit Matthias Aeschbacher durch. Am Jubiläumsschwingfest in Appenzell hatte der Gang noch gestellt geendet. Damian Ott kam nach langem Bodenkampf zu keinem gültigen Resultat gegen den Berner Doppelmeter Adrian Walther. Walther sorgte zusammen mit Staudenmann dafür, dass der 1. Gang für die Berner nicht in einem Debakel endete. (sda)




Die Resultate der Spitzenpaarungen
Sven Schurtenberger (ISV) s. Martin Roth (NOSV)
Domenic Schneider (NOSV) s. Bernhard Kämpf (BKSV)
Joel Strebel (NWSV) s. Lario Kramer (SWSV)
Samir Leuppi (NOSV) – Curdin Orlik (BKSV) gestellt
Marcel Bieri (ISV) – Romain Collaud (SWSV) gestellt
Nick Alpiger (NWV) – Marcel Räbsamen (NOSV) gestellt
Armon Orlik (NOSV) s. Matthias Aeschaber (BSKV)
Werner Schlegel (NOSV) s. Pirmin Reichmuth (ISV)
Damian Ott (NOSV) – Adrian Walther (BKSV) gestellt
Samuel Giger (NOSV) – Fabian Staudenmann (BKSV) gestellt
Joel Wicki (ISV) s. Michael Moser (BKSV)
Das sagt Orlik nach dem ersten Gang
«Wir sind alle hoch motiviert bei unserem Heimfest. Ich versuchte eine Lockerheit reinzubringen und bin sehr erleichtert ist der erste Gang gut aufgegangen.»
König Wicki schlägt Moser
Nach einer halben Minute liegt Michael Moser gegen König Joel Wicki auf dem Rücken, denken die meisten Zuschauer, doch das Resultat zählt nicht. Wicki lässt seinem jungen Kontrahenten kaum Zeit und greift wieder an. Moser verteidigt aber stark. Zwei Minuten vor Schluss ist es um Moser geschehen. Wicki gewinnt und setzt ein Ausrufezeichen.
Wenig Spektakel zwischen Giger und Staudenmann
Jetzt kommt es zum grossen Duell zwischen Samuel Giger und Fabian Staudenmann. Nach einer Minute sorgt Giger für den ersten Angriff, doch der Berner kann sich verteidigen. Daraufhin geschieht lange Zeit nichts. Zur Halbzeit ist es eher wenig Spektakel. Es scheint, als möchte keiner der beiden Favoriten auf den Königstitel das nötige Risiko eingehen. «Gestellt!», ruft der Kampfrichter nach sechs Minuten. Damit können Giger und Staudenmann nicht zufrieden sein.


Ott und Walther sorgen für Bodenspektakel
Bereits früh liegt Adrian Walther gegen Damian Ott im Sägemehl, aber kann die Niederlage vorübergehend abwenden. Minutenlang versucht Ott unter Zurufen seines Betreuers, Walther auf den Rücken zu bringen. Es ist ein Zerren und Ringen, nach sechs Minuten kann der Nordostschweizer seinen Berner Kontrahenten noch immer nicht besiegen und Walther verhindert nach langem Leiden die Niederlage.

Schlegel schmettert Reichmuth ins Sägemehl
Mit Werner Schlegel gewinnt gleich der nächste Nordostschweizer. Nach wenigen Sekunden besiegt Schlegel den Innerschweizer Pirmin Reichmuth. Das Heimpublikum in der Arena tobt.
Orlik schlägt Aeschbacher
Armon Orlik und Matthias Aeschbacher standen beide bereits im Schlussgang eines Eidgenössischen und gingen als Verlierer vom Platz. Orlik startet aktiv und versucht seinen Gegner unter Druck zu setzen. Nach kurzer Zeit liegt Aeschabcher am Boden. Ein Traumstart für den Bündner.
Die Serie von Alpiger ist gerissen
In den bisherigen sechs Direktduellen zwischen Nick Alpiger und Marcel Räbsamen gewann jedes Mal Alpiger. Doch heute Morgen im ersten Gang nicht. Es folgt der dritte Gestellte hintereinander auf dem Fernsehplatz. Jetzt kommen die letzten fünf Spitzenpaarungen.

Gleich der nächste Gestellte
Auch Marcel Bieri und Romain Collaud starten nicht optimal. Die beiden Eidgenossen lassen es zunächst ruhig angehen. Wenige Sekunden vor dem Ende des Ganges gelingt Collaud fast der Sieg, doch Bieri kann sich nochmals verteidigen. Beide erhalten die Note 8,75.

Jodelchor sorgt für schöne Atmosphäre
Leuppi gegen Orlik endet ohne Sieger
Samir Leuppi gegen Curdin Orlik ist ein Duell zwischen zwei echten Routiniers. Die beiden schenken sich nichts und bis zum Schluss der sechs Minuten kommt es zu keiner entscheidenden Situation. Beide setzten kleine Nadelstiche, aber zu wenig für einen Sieg. Orlik und Leuppi müssen sich mit einer 8,75 zufriedengeben. Der mässige Start für die Berner geht somit weiter.

Strebel gewinnt gegen seinen Kollegen
Lario Kramer und Joel Strebel teilen sich in Mollis die Unterkunft. Im direkten Duell im ersten Gang setzt sich Strebel durch. Mit einer schöner Variante bodigt der Nordwestschweizer seinen Kollegen. Ein Traumstart für Strebel.


Die bisherigen Resultate
Sinisha Lüscher (NWSV) s. Patrick Schenk (BKSV)
Jonas Burch (ISV) – Adrian Odermatt (NWSV) gestellt
Marius Frank (NWSV) s. Dominik Gasser (BKSV)
Lukas Bissig (ISV) s. Matthieu Burger (BKSV)
Benjamin Gapany (SWSV) – Michael Ledermann (BKSV) gestellt
Lars Voggensperger (NWSV) s. Roger Rechen (NOSV)
Sven Schurtenberger (ISV) s. Martin Roth (NOSV)
Domenic Schneider (NOSV) s. Bernhard Kämpf (BKSV)
Schneider gewinnt die erste Spitzenpaarung
Nun wird es richtig spannend. Die absoluten Spitzenschwinger starten in Mollis. Bernhard Kämpf und Domenic Schneider gehen in den ersten fünf Minuten sehr wenig Risiko ein. Doch in der letzten Minute setzt Domenic Schneider an und wirft Kämpf wunderbar ins Sägemehl. Schon wieder verliert damit ein Berner. Schneider erhält der derweil ein «Zähni»


Auch Schurtenberger braucht nicht lange
Gleich der nächste Blitzsieg. Auch Sven Schurtenberger braucht nur wenige Sekunden, bis sein Kontrahent Martin Roth im Sägemhel landet. Im Bodenkampf nutzt der 33-Jährige seine Masse und holt sich den ersten Sieg

Blitzsieg für Voggensperger
Kaum haben Roger Rychen und Lars Voggensperger zusammen gegriffen, liegt Rychen am Boden. Voggensperger zieht kurz und setzt sich im Bodenkampf gegen den Nordwestschweizer durch.
Auch Ledermann gewinnt nicht
Die Berner können auf dem Fernsehplatz weiterhin nicht gewinnen. Michael Ledermann kommt gegen Benjamin Gapany nicht über einen Gestellten heraus. Die beiden Eidgenossen liefern sich einen harten Kampf, aber sie schaffen kein Resultat. Gapany wirkt leicht angeschlagen und läuft nach seinem ersten Gang nicht mehr ganz rund.


Der nächste Berner verliert
Horrorstart für die Berner. Auch Matthieu Burger verliert. Der Innerschweizer Lukas Bissig startet von Anfang an mutig und lässt Burger kaum Zeit zum Atmen. Nach kurzer Zeit sichert sich Bissig den Sieg und bekommt die Bestnote.
Frank startet stark
Marius Frank gegen Domink Gasser ist der nächste Kampf. Zunächst ist es ein Abtasten zwischen den beiden Eidgenossen. Nach einigen Minuten zieht Frank kurz und bringt seinen Berner Kontrahenten auf den Boden. Der Nordwestschweizer muss noch ein wenig nachsetzen bis beide Schultern von Gasser im Sagmehl liegen.
Der erste Gestellte
Schlag auf Schlag geht es weiter: Auf dem Fernsehplatz kommt es zum ersten Gestellten. Jonas Burch und Adrian Odermatt bringen sich nicht gegenseitig auf den Rücken. Beide bekommen die Note 8,75.

Lüscher gewinnt nach Verwarnung
Der junge 19-jährige Lüscher wird bereits nach wenigen Sekunden verwarnt. Dennoch startet Lüscher besser und bringt Schenk auf den Boden, aber nicht auf den Rücken. Nach zweieinhalb Minuten liegt Schenk nach einem Gammen tatsächlich im Sägemehl. Ein glattes zehni für Lüscher.
«Manne, id Hose!»
Die berühmte Aufforderung für die Schwinger! Die ersten müssen bereits jetzt in die Zwilchhosen steigen und für die ersten Duelle ins Sägemehl. Die Spitzenleute haben noch etwas Zeit, um sich auf ihren ersten Kampf vorzubereiten. Gleich zu Beginn trifft auf dem Fernsehplatz Sinisha Lüscher auf Patrick Schenk.
Göla singt den Schweizer Psalm.
Der Schweizer Psalm wird in der Arena eingespielt, die Schwinger nehmen ihre Dächlikappen ab, die Zuschauer singen inbrünstig mit. Gänsehautmoment in Mollis. Die Hymne wurde von Gölä gesungen


Zu guter Letzt der Gastgeber
Die Nordostschweizer sind nun an der Reihe: Sie stellen mit Samuel Giger einen absoluten Topfavoriten. Die Gastgeber laufen unter grossem Applaus ein. Damit sind alle 274 Schwinger in der Arena-

Nun kommen die Nordwestschweizer
Die Nordwestschweizer marschieren mit einigen jungen Kandidaten für den Kranz ein. Zu den Favoriten gehört niemand. Insgesamt stellten die Nordwestschweizer fünfmal den Schwingerkönig


Die Südwestschweizer sind da
Zweimal stellten die Südwestschweizer schon den König, zu den Topfavoriten gehört in diesem Jahr aber keiner. Insgesamt sind dreissig Schwinger bei den Südwestschweizern dabei.
Der Berner Marsch erklingt
Die Berner marschieren in die Arena, mit einer speziellen Variante des Berner Marsches. Sie haben die meisten Top-Schwinger in ihren Reihen. Allen voran Michael Moser und Fabian Staudenmann. Insgesamt sind 18 Eidgenossen dabei, acht mehr als bei den Innerschweizern.

Grosser Applaus für die Innerschweizer
Der grösste Teilverband ist nun dran mit Titelverteidiger Joel Wicki. Grosser Applaus für die 78 Atlehten.

Der Einmarsch hat begonnen
Ganz zuvorderst natürlich wie immer die eidgenössische Fahne. Dahinter folgen die Kampfrichter und die Täfeli-Buebe.

Vier Amerikaner und zwei Kanadier unter den Teilnehmern
Am Eidgenössischen Schwing - und Älplerfest (ESAF) treten stets auch Auslandschweizer an. In Mollis weilen unter den 274 Schwingern sechs Athleten, die nicht in der Schweiz leben und die eine lange Reise antreten müssen: die Amerikaner Marshall Brockway, Peter Ming, Patrick Richardson und Brendan Spahr sowie die beiden Kanadier Thomas Badat und Martin Mathis.

Für Badat ist es nach Zug 2019 und Pratteln 2022 bereits die dritte Teilnahme an einem Eidgenössischen. Zudem stand der 28-Jährige aus Quebec im vergangenen Jahr beim Jubiläumsschwingfest in Appenzell im Sägemehl. Der lediglich 174 Zentimeter grosse Badat gilt wie die anderen fünf Ausländer als krasser Aussenseiter. Der Gewinn von eidgenössischem Eichenlaub durch einen aus dem Sextett käme einer Sensation gleich. Noch in den Siebzigerjahren hatten John Ming, Al Ming und Don Widmer als Gäste aus den USA den Kranz geholt. (sda)
Die Arena in Mollis ist bereits gut gefüllt
Die grösste mobile Arena der Welt aus der Vogelperspektive
Die komplette Einteilung vom ersten Gang
So wird das Wetter
All jene, die ans ESAF in Mollis pilgern, beschäftigt das Wetter zusätzlich. Ein Blick auf die Prognose am Samstag zeigt: Es könnte – vor allem am Morgen – zwar etwas Regen geben. Die Prognosen sehen aber schon deutlich besser aus als noch Anfangs der Woche.

Schön sollte es dann definitiv am Sonntag werden. Die Prognosen versprechen durchgehend Sonne bei angenehmen Temperaturen bis zu 23 Grad. Es sieht also so aus, als würde das ESAF wettertechnisch nicht ganz ins Wasser fallen.
Die Spitzenpaarungen im ersten Gang
Moser Michael (BKSV) – Wicki Joel (ISV)
Giger Samuel (NOSV) – Staudenmann Fabian (BKSV)
Ott Damian (NOSV) – Walther Adrian (BKSV)
Reichmuth Pirmin (ISV) – Schlegel Werner (NOSV)
Aeschbacher Matthias (BKSV) – Orlik Armon (NOSV)

«Manne, id Hose»
Am Samstagmorgen starten in Mollis 274 Athleten ins Eidgenössische Schwing- und Älplerfest. Beim nur alle drei Jahre stattfindenden Saisonhöhepunkt gibt es mehrere Favoriten.

Im Vorfeld am häufigsten genannt wurden die Namen des amtierenden Königs Joel Wicki, jener des Berners Fabian Staudenmann und jener des Nordostschweizers Samuel Giger. Während es der Innerschweizer Wicki im 1. Gang mit dem Berner Aufsteiger der Saison, dem erst 20-jährigen Michael Moser, zu tun bekommt, treffen Giger und Staudenmann im zweiten Gigantenduell aufeinander.

Die weiteren Spitzenpaarungen lauten: Adrian Walther - Damian Ott, Pirmin Reichmuth - Werner Schlegel und Matthias Aeschbacher - Armon Orlik. Das Anschwingen in der mit 56'500 Plätzen grössten mobilen Arena der Welt startet um 8.30 Uhr. Am ersten von zwei Wettkampftagen trägt jeder Athlet vier Gänge aus. Mit dem Liveticker von watson bist du immer auf dem neuesten Stand.


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Die besten Bilder des ESAF 2025 in Mollis
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Stefan Ettlin (rechts) steckt gegen Marcel Räbsamen in einer schwierigen Situation.

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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Die Keule
30.08.2025 07:43registriert Januar 2018
Wenn es heute mal wieder um Statistiken gehen sollte - mich würde interessieren wie viele Paar On Schuhe gesichtet werden. Scherz ;-) Geniesst es!
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livibe
30.08.2025 09:04registriert September 2023
Ich bin hier nur zu Gast. Doch gerade deshalb kann ich sehr gut nachvollziehen, was die Schweiz auszeichnet oder vielleicht einmal ausgezeichnet hat: perfekte Organisation und ein bemerkenswerter Friede. Vielleicht ist es eine provokante Aussage, aber wäre die Schweiz ausschließlich von Schweizern bewohnt oder diese Art von Menschen die hir sind, gäbe es wohl kaum Probleme in diesem Land.
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planetsmasher #VEG
30.08.2025 08:37registriert März 2016
Schon krass diese Parallelwelt mit welcher ich null Berührungspunkte habe. Mich schauderts wenn ich Gölä und Hymne höre bzw lese. Schwiizer under sich da isch dwält na in ornig🧐
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