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FC Sion

Der FC Thun ist Schweizer Meister weil St.Gallen gegen Sion verliert

Die Spieler von Sion mit Ilyas Chouaref, rechts, feiern das Tor zum 0:2 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion vom Sonntag, 3. Mai 2026 in St. Gallen. (KEYSTO ...
Der FC Sion jubelt in St.Gallen.Bild: keystone

Schützenhilfe von Sion in St.Gallen – so verlief die Meisterentscheidung für Thun

Der FC Sion macht den FC Thun zum Schweizer Meister. Die formstarken Walliser gewinnen in St. Gallen mit 3:0, wodurch die Ostschweizer keine Chance mehr haben, Thun in den letzten drei Runden noch abzufangen.
03.05.2026, 15:5303.05.2026, 17:34

Am Samstagabend war der zweite Versuch, aus eigener Kraft Meister zu werden, noch erfolglos verlaufen. Unverrichteter Dinge reisten die Thuner Spieler aus Basel ab und fanden sich am frühen Sonntagnachmittag im eigenen Stadion wieder, wo sie den Match St. Gallen gegen Sion zusammen mit dem Staff und ihrer Familie anschauten – zusammen auch mit den Fans, denen ein Public Viewing geboten wurde.

Trotz fehlenden Livefussballs war die Stockhorn Arena gut gefüllt, besser als an manchen Spieltagen in den letzten Saisons in der Challenge League. Die Stimmung war zunächst noch etwas gedämpft, schliesslich war die Vorfreude zuletzt insgesamt dreimal enttäuscht worden. Diesmal lief es aber im Sinne des FC Thun. Der Aufsteiger bekommt an diesem Sonntag seine spontane Meisterfeier auf dem Rathausplatz und die von der Stadt bewilligte Freinacht.

In der ersten Halbzeit gezittert

Der FC Sion, der die Berner Oberländer bereits mit einem Remis zum Meister gemacht hätte, erfüllte seine Aufgabe in St. Gallen auf beeindruckende Art und Weise. Kurz vor der Pause traf Benjamin Kololli mit dem Absatz zum 1:0 und nach einer guten Stunde doppelte Ilyas Chouaref nach. Spätestens nach dem 3:0 von Théo Berdayes in der 77. Minute zweifelte niemand mehr daran, dass die Meisterparty in Thun endlich steigen würde.

Alle Sittener Tore wurden in der Stockhorn Arena ausgelassen bejubelt, nach dem zweiten waren bereits erste «Meischter, Schwiizermeischter» zu hören. Zittern mussten die Thuner Fans vor allem in der ersten Halbzeit, als St. Gallen die bessere Mannschaft war und gleich mit zwei Abschlüssen an der Torumrandung scheiterte. Eine St. Galler Pausenführung wäre verdient gewesen und logischer als der Vorsprung der Walliser nach den ersten 45 Minuten.

Aber Sion ist im Höhenflug. Durch den vierten Sieg in Folge verteidigte das Team von Didier Tholot den 4. Platz gegenüber dem FC Basel und näherte sich immerhin bis auf fünf Zähler an die St. Galler an, die erst zum zweiten Mal in diesem Jahr verloren. Mit der Niederlage können die Ostschweizer leben, schliesslich war der Meistertitel längst nicht mehr realistisch. Zwar geht es noch darum, sich in den Europacup-Rängen zu klassieren, aber das grosse Ziel ist der Cupfinal am 24. Mai gegen Stade Lausanne-Ouchy.

Pokalübergabe am 14. Mai

Für die Thuner Spieler wird der Rest der Saison zum Genuss. Nach dem Schlusspfiff in St. Gallen feierten sie im VIP-Bereich ihres Stadions zunächst mal im kleinen Rahmen, danach geht es in die Innenstadt zu den Fans. Den Pokal bekommen sie im letzten Heimspiel am 14. Mai anlässlich des Berner Derbys gegen die Young Boys.

Die Spieler von St. Gallen mit Lukas Daschner, mitte, reagieren nach den 0:2 Tor fuer Sion beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion vom Sonntag, 3. Mai 2026 in  ...
Bild: keystone

St.Gallen - Sion 0:3 (0:1)
18'536 Zuschauer. - SR Gianforte.
Tore: 43. Kololli (Nivokazi) 0:1. 63. Chouaref 0:2. 76. Berdayes (Kololli) 0:3.
St.Gallen: Zigi; Okoroji, Kleine-Bekel, Stanic; Daschner; Vandermersch (78. Scherrer), Görtler, Boukhalfa (78. Fazliji), Weibel (61. Ouattara); Vogt (61. Besio), Balde (78. Ruiz).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Kabacalman (87. Rrudhani), Baltazar Costa; Kololli (79. Chipperfield), Lukembila (87. Boteli), Chouaref (68. Berdayes); Nivokazi (68. Surdez).
Verwarnungen: 24. Kabacalman, 27. Nivokazi, 29. Vogt, 31. Boukhalfa, 38. Hajrizi, 45. Lukembila, 45. Stanic, 54. Weibel, 73. Görtler, 94. Okoroji. (abu/sda)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gandalf der Weise
03.05.2026 14:50registriert Januar 2023
Als gebürtiger Thuner bin ich heute Sion-Fan. Nicht, dass am Ende doch noch St. Gallen Meister wird...
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Lai Nair
03.05.2026 15:52registriert Dezember 2016
es chunnt wie's muess, Thun isch dä verdienti Meischter, keine wo dene s`Wasser oder de Schampanier stritig mache chönnt
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