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Dominique Aegerter stellt zwei neue Manager ein

Der Schweizer Moto GP2 Motorradrennfahrer Dominique Aegerter, vom MV Agusta Forward Racing Team, anlaesslich der offiziellen Moto GP 2 Testtage, auf der Rennstrecke in Jerez, Spanien, am Mittwoch 20.  ...
Dominique Aegerter hat sein Team neu aufgestellt.Bild: KEYSTONE

Rock’n’Roller und Lebemann – unser neues Töff-Traumpaar

Wenn das nur gutgeht: Heinz Schlatter soll zusammen mit Oliver Imfeld neuer Manager von Töff-Rock’n’Roller Dominique Aegerter werden.
20.02.2019, 21:02
klaus zaugg, jerez
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Heinz Schlatter? Richtig, einst unter Präsident Hans Grunder umstrittener, aber durchaus erfolgreicher Geschäftsführer bei den SCL Tigers, später im Mandat ein wenig für Lugano tätig.

Ein charismatischer Lebemann aus dem oberaargauischen Herzogenbuchsee (also aus der Nachbarschaft von Dominique Aegerter), der sein Geld mit internationaler Geschäftstätigkeit verdient und freundschaftlich mit GC-Präsident Stephan Anliker verbunden ist.

Natürlich kann er verhandeln und vermarkten. Und ein «bunter Hund» wie er passt ins internationale Töff-Business wie ein Storch in den Froschteich. Aber langjährige, ihm gutgesinnte Weggefährten sagen, bei Heinz Schlatter rocke es in der Vermarktung allenthalben. Aber es rolle zu wenig in der Kasse.

Item, Dominique Aegerter bestätigt auf Anfrage, dass er beabsichtigt, mit Heinz Schlatter zu arbeiten. «Es gibt noch ein paar Details zu regeln. Aber ich denke, dass wir uns einig werden.» Der Lebemann und der Töff-Rock’n’Roller – die Mischung für gute Stories.

Seit sich sein langjähriger Freund und Manager Robert Siegrist im letzten Frühjahr aus beruflichen und familiären Gründen dem Töff-Zirkus zurückgezogen hat – es fehlte ihm einfach die Zeit für das aufreibende Mandat – taumelt Dominique Aegerter ohne Manager durch die Irrgärten der internationalen Töffwelt.

Nun soll Heinz Schlatter wieder mehr Struktur in die geschäftlich-administrativen Angelegenheiten bringen. Das ist bitter nötig. Denn für diese Saison musste sich Dominique Aegerter mit einer sechsstelligen Summe ins Moto2-Team von MV Agusta einkaufen. Zurzeit ist erst die erste von vier Raten bezahlt.

Grosser Kampf ums Geld

Oliver Imfeld? Ja, das ist der Mann, der auch hinter der Marke von DJ Bobo steht. Der Luzerner portraitiert sich auf seiner Website so: «Als weitgereister Mensch, national und international vernetzt, engagiere ich mich patriotisch-kompetent für mein Land. 25 Jahre Aufbauarbeit einer bekannten Schweizerischen Marke sowie 25 Jahre Tätigkeit im Showbusiness-Management haben meinen Horizont geschärft und mir gezeigt, dass es sich lohnt für meine Arbeit und mein Land alles zu geben.» Dominique Aegerter bestätigt auch das Engagement von Oliver Imfeld. «Ich denke, dass wir uns einig werden. Wir müssen noch schauen wie wir die Zusammenarbeit mit Heinz Schlatter und ihm in Detail aufgleisen.»

Schlatter und Imfeld – da kommt also einiges zusammen. Eigentlich müsste dieses famose Duo dazu in der Lage sein, so viel Geld hereinzuholen wie zuvor Rechtsanwalt Robert Siegrist. Eigentlich. Aber einfach wird es nicht sein. Der Planet Töff wird vor allem von Typen wie Schlatter und Imfeld bewohnt. Der kluge Pragmatiker Siegrist durchschaute sie und war deshalb bei der Vermarktung und dem Aushandeln von Verträgen mit den Teams so erfolgreich. «Ja, es stimmt», sagt Dominique Aegerter nicht ohne Wehmut. «Ich habe dank ihm sehr, sehr gut verdient. Wir sind immer noch Freunde und es ist sehr schade, dass er nicht mehr für mich arbeitet.»

Zwischen 2014 und 2017 verdiente Dominique Aegerter brutto über eine halbe Million, mehr als Tom Lüthi. Inzwischen muss er fast so viel bringen, damit er überhaupt in der zweitwichtigsten Töff-WM fahren darf.

Und ja, gefahren wird ja auch wieder. Wunderbar warm scheint die Sonne über dem andalusischen Jerez. Aber nicht für alle gleich warm. Am ersten Tag der dreitätigen offiziellen Moto-2-Tests ist Dominique Aegerter noch nicht auf Touren gekommen: Platz 21 unter 32 Piloten.

Da gibt es für ihn, Heinz Schlatter und Oliver Imfeld viel zu tun. Zumal ausgerechnet Tom Lüthi, der Konkurrent auf der Piste und im Kampf um Medienpräsenz und Werbegelder in der Schweiz, mit Rang 9 schon flott unterwegs ist.

Die Testresultate: 1. Luca Marini (Sp), Kalex, 1:41,146 Min. 2. IkerLecuona (Sp), KTM, 1:41,227. 3. Sam Lowes Gb), Kalex,1:41,286. 4. Brad Binder (SA), KTM, 1:41,368. 5. AlexMárquez (Sp), Kalex, 1:41,370. 6. Jorge Navarro (Sp), Speed Up, 1:41,516. 7. Marcel Schrötter (De), Kalex,1:41,561. 8. Lorenzo Baldassarri (It), Kalex, 1:41,571. 9.Tom Lüthi (Sz), Kalex, 1:41,666. 10. Remy Gardner(Aus), Kalex, 1:41,802. – Ferner: 21. Dominique Aegerter(Sz), MV Agusta, 1:42,510

Alle Schweizer Töff-GP-Sieger

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Alle Schweizer Töff-GP-Sieger
Tom Lüthi: Zwischen 2002 und 2021 17 Siege, 64 Podestplätze und 1 WM-Titel (125 ccm). (Stand: 27.11.2023).
quelle: semedia / luciano bianchetto/semedia
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