Sport
Olympia 2026

Olympia 2026: Schon wieder landet Ragettli neben dem Podest

Andri Ragettli of Switzerland reacts during the men's Freestyle Skiing Freeski slopestyle final at the 2026 Olympic Winter Games in Livigno, Italy, on Tuesday, February 10, 2026. (KEYSTONE/Peter  ...
Schon wieder verpasst Andri Ragettli die Olympiamedaille ganz knapp.Bild: keystone

«Ich glaube, mein Vater ist im Himmel stolz auf mich»: Ragettli wird schon wieder Vierter

Andri Ragettlis Traum von einer Olympiamedaille bleibt auch 2026 unerfüllt. Der Bündner Freeskier muss sich im Slopestyle-Final wie vor vier Jahren mit Rang 4 abfinden.
10.02.2026, 13:4710.02.2026, 15:20

Nach den Rängen 7 und 4 in Südkorea und China hatte der Flimser Ragettli an seinen gefühlten Heimspielen in Norditalien gegen den norwegischen Ausnahmekönner Birk Ruud, den Amerikaner Alex Hall und den Neuseeländer Luca Harrington das Nachsehen. Bronze verpasste der 27-Jährige um 6,5 Punkte.

Bei schwierigen Sichtverhältnissen startete Ragettli ordentlich in den Final der besten zwölf. Während er sich nach dem ersten von drei Runs aber nicht mehr steigern konnte, wurde er noch von den Podesträngen verdrängt. Nach dem ersten Durchgang lag er an zweiter Stelle, nach dem zweiten auf Platz 3.

Kim Gubser, der zweite Schweizer Finalist, klassierte sich nach zwei missglückten Runs und einem verpassten Grab im letzten Sprung des dritten im 10. Rang. Fabian Bösch (22.) und Nils Rhyner (25.) waren am Samstag in der Qualifikation hängengeblieben.

Ragettli hatte den Olympischen Spielen in Livigno in den letzten vier Jahren alles untergeordnet. Mit dem Fokus auf den Slopestyle, seine Paradedisziplin, verzichtete er in dieser Saison auf Starts im Big Air. Zwar waren die Resultate in den letzten Wochen nicht die allerbesten, der Weltmeister von 2021 und WM-Dritte von 2023 wähnte sich aber gewappnet, um sein letztes grosses Karriereziel in Norditalien zu erreichen - zumal er seine grösste Schwäche an den Rails ausgemerzt hat. Er sei in seiner «Prime», auf seinem besten Level überhaupt, sagte er im Januar. Nationalcoach Dominik Furrer schwärmte von Ragettlis beeindruckendem Grundniveau und dessen Zielstrebigkeit und Professionalität.

Ein enttäuschter Ragettli sagte nach dem Wettkampf gegenüber SRF: «Meine Leistung war sehr gut. Ich hatte einen sehr coolen ersten Lauf. Aber ich muss nicht lügen, der vierte Platz ist nicht das, was ich wollte.»

Ein wenig später brach Ragettli während des Interviews in Tränen aus und dachte dabei an seinen verstorbenen Vater: «Ich ging heute da raus und wollte meinen Vater stolz machen, ich glaube, er ist im Himmel trotzdem stolz auf mich.» Der Bündner stellt klar, dass er trotzdem weiterkämpfen wird.

Birk Ruud ist gleichwohl ein logischer Sieger. Der 25-jährige Norweger gehört zu den Ausnahme-Athleten in der Freestyle-Szene. Vor vier Jahren gewann er in Peking bereits Gold im Big Air, im Weltcup steht er bei 16 Siegen und sieben Kristallkugeln.

Nach dem Spielen 2022 traute sich Ruud zwischenzeitlich sogar zu, in Livigno als Skifahrer und als Snowboarder um Medaillen zu springen. Das waghalsige Unternehmen brach er jedoch nach anfänglich vielversprechenden Ansätzen wieder ab. (riz/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026
1 / 52
Die besten Bilder der Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026

Arianna Fontana hält ein Schild mit dem Gesicht der neuen Olympiasiegerin in der Mixed-Staffel im Shorttrack.

quelle: keystone / stephanie scarbrough
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Olympia: Hier staubt die Schweiz vier Medaillen ab
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
11
Gleich vier Spieler wurden vom Platz gestellt: Heftige Schlägerei schockt die NBA
Beim NBA-Spiel zwischen den Detroit Pistons und den Charlotte Hornets kam es zu einer wüsten Auseinandersetzung. Daraufhin wurden gleich vier Spieler vom Platz verwiesen.
Das dritte Viertel lief seit etwas mehr als sieben Minuten, als es zum grossen Skandal kam. Jalen Duren von den Detroit Pistons wurde bei einem Angriffsversuch von Moussa Diabate gefoult und verlor danach die Nerven. Die beiden standen sich Kopf an Kopf gegenüber. Als Duren seinem Gegenspieler in das Gesicht schlug, wurde die Situation noch hitziger. Diabate versuchte, mit einer Faust zurückzuschlagen, verfehlte aber seinen Gegner.
Zur Story