Nach 1:3-Rückstand: Die Hockey-Nati der Frauen schlägt zum Auftakt Tschechien
Das Eishockey-Nationalteam der Frauen ist erfolgreich in die Olympischen Spiele gestartet. Die Schweizerinnen dürfen nach einer raschen Dusche mit einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen über Tschechien an die Eröffnungsfeier ins San Siro fahren.
Die Startpartie kostete Nerven, denn die Schweizerinnen gerieten schon früh in Rückstand. Den 1:1-Ausgleich durch Laura Zimmermann beantworteten die Tschechinnen bloss 73 Sekunden später mit der neuerlichen Führung. Im Schlussabschnitt führten die Osteuropäerinnen bis zur 50. Minute mit 3:1 und bis 140 Sekunden vor Schluss mit 3:2.
Alina Müller mit einem Powerplaytor und Lara Christen mit einem Weitschuss realisierten im Finish den Ausgleich.
Im Penaltyschiessen ging es ähnlich weiter. Diesmal führten die Schweizerinnen mit 3:1, ehe die Tschechinnen nochmals ausgleichen konnten. Erst mit dem sechsten «Matchpuck» entschied Ivana Wey das Penaltyschiessen. Wey reüssierte als einzige bei zwei Penaltys.
Das Team von Colin Muller feierte den ersten Sieg über Tschechien seit einem 2:1 nach Penaltyschiessen am Heim-Vierländerturnier im August 2024. Seither verloren die Schweizerinnen neun Partien hintereinander gegen Tschechien; bei sechs dieser neun Niederlagen gelang nicht einmal ein Tor.
Für das Schweizer Frauen-Team geht das Olympiaturnier am Samstagabend mit der Partie gegen Goldfavorit Kanada weiter.
Tschechien – Schweiz 3:4 (2:1, 0:0, 1:2, 0:0) n.P.
Mailand. - 8927 Zuschauer. - SR Henriksson/Hiller (SWE/USA), Clarke/Zach (CAN).
Tore: 2. Kaltounkova (Sapovalivova, Hymlarova) 1:0. 8. Zimmermann 1:1. 9. Mlynkova (Mrazova) 2:1. 47. Plosova 3:1. 50. Müller (Wey, Stalder/Ausschluss Trnkova) 3:2. 58. Christen (Enzler, Müller) 3:3.
Penaltyschiessen: Stalder 0:1, Mrazova 1:1; Müller 1:2, Mlynkova - (gehalten); Wey 1:3, Hymlarova - (gehalten); Marti - (gehalten), Kaltounkova - (daneben); Herzog - (gehalten), Sapovalivova 3:3; Mrazova - (gehalten), Müller - (gehalten); Hymlarova - (gehalten), Stalder - (gehalten); Sapovalivova - (gehalten), Wey 3:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Tschechien, 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: Maurer; Christen, Bächler; Miriguet, Vallario; Sigrist, Wetli; Büchi; Stalder, Enzler, Müller; Zimmermann, Wey, Marti; Leemann, Schäfer, Lutz; Quennec, Herzig, Balzer, Ruedi. (riz/sda)
