Wolfshund verfolgte Langläuferinnen – Athletin: «Hatte Angst, dass er mich beisst»
Die Schweizerinnen Nadine Fähndrich und Nadja Kälin liefen im Langlauf-Teamsprint zu Silber. Nur die Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist waren noch schneller. Die beiden Duos hatten aber womöglich Glück, dass ein Hund, der im Val di Fiemme auf die Piste rannte, nur ausser Konkurrenz teilnahm.
Der Wolfshund sorgte am Morgen in der Qualifikation für Unterhaltung, als er plötzlich auf der Zielgeraden auftauchte. Er verfolgte die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bis ins Ziel, wo er zudem die Argentinierin Nahiara Diaz Gonzalez beschnupperte. Hadzic fürchtete sich während des Laufens vor dem Vierbeiner. «Im ersten Moment dachte ich, es wäre ein Wolf, und ich halluziniere aufgrund des anstrengenden Rennens. Er war extrem gross, und als ich vorbeilief, hatte ich Angst, dass er mich vielleicht beisst.»
Doch der Hund war ganz brav, wie die Griechin Charalampidou ergänzte. «Er verfolgte die Kamera auf der Zielgeraden, war süss und hat das Rennen zum Glück auch nicht gestört. Es war lustig», so Charalampidou, «Er hat mich das Rennen vergessen lassen, denn es war nicht gut. Dank ihm bin ich jetzt berühmt, deshalb muss ich ihm danken.»
Bei den Rennverantwortlichen holte sich Nazgul, wie der tschechoslowakische Wolfshund gemäss dem US-Portal NPR heisst, noch eine kleine Streichelkur ab, bevor der Vierbeiner wieder zu seiner eigentlichen Familie gebracht wurde. Diese wohne direkt neben dem Skistadion und habe ihren Hund am Mittwoch alleingelassen. «Er sucht immer nach Menschen und ist ein sturer, aber sehr lieber Hund», sagte der Besitzer, der anonym bleiben wollte.
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(msh/nih)
