Das machen Polizisten aus Katar bei Olympia in Italien
Am Freitagabend wurden die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina feierlich eröffnet. Für den Schutz sorgte dabei nicht nur italienisches Sicherheitspersonal, sondern auch Polizistinnen und Polizisten aus dem Ausland. Unter anderem katarische Spezialeinheiten.
So wird Italien von der Lekhwiya unterstützt, wie die Welt berichtet. Dabei handelt es sich um eine bewaffnete Einheit, die direkt dem Emir unterstellt ist. Eigentlich ist Lekhwiya zuständig für den Schutz des Emirs oder hochrangiger Persönlichkeiten in Katar sowie die Sicherung von Häfen und Spezialoperationen gegen Terrorismus. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens zwischen den Polizeikräften Katars und Italiens helfen sie nun aber während der nächsten Wochen bei den Olympischen Spielen mit.
«Der Einsatz umfasst Patrouillen und Fahrzeuge, die an den Veranstaltungsorten und in deren Umgebung stationiert sind, sowie Fusspatrouillen, Rollerpatrouillen und Skipatrouillen, die eine umfassende Einsatzbereitschaft und ein hohes Mass an professioneller Sicherheitsleistung demonstrieren», schreibt Lekhwiya bei Instagram.
Neben den Mitgliedern der Spezialeinheit im Camouflage-Look gehören auch katarische Polizeikräfte zu den insgesamt 6000 Sicherheitskräften, die bei den Olympischen Spielen zum Einsatz kommen. Auf deren Jacken und Schutzwesten steht «Qatar Polizia» oder «Qatar Police», auch um den Fussballtempel San Siro, wo die Eröffnungsfeier stattfand, waren sie zu sehen.
Aber nicht nur aus Katar sind Sicherheitskräfte angereist. Die US-Offiziellen werden unter anderem von Angehörigen der US-Einwanderungsbehörde ICE geschützt. Diese steht wegen des brutalen Vorgehens gegen Migranten und der beiden Todesfälle in der Stadt Minneapolis in der Kritik. In Mailand gab es deshalb bereits Demonstrationen mit Plakaten wie «ICE Out» oder «No ICE in Milano».
Gegen die Gäste aus Katar, dem immer wieder menschenrechtswidriges Verhalten vorgeworfen wurde, wurde bisher gemäss dem Bericht der deutschen Zeitung nicht demonstriert. Katarische Spezialkräfte halfen bereits bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. (nih)
- Diesen Moment von Fahnenträger Pinheiro Braathen konntest du im TV nicht sehen
- Wir haben KI gefragt, wie viele Medaillen die Schweiz holt – so dumm waren die Antworten
- Weshalb die Abfahrt in Bormio bei Olympia nicht so gefährlich ist wie im Weltcup
- Zwei olympische Feuer brennen – so lief die Eröffnungsfeier in Mailand
