Die Schweizerinnen unterliegen Finnland und bekommen im Viertelfinal schwereren Gegner
Die Hoffnungen der Schweizerinnen waren gross gewesen, die Finninnen zum zweiten Mal in Folge zu bezwingen. Daraus wurde jedoch nichts, was auch an zu vielen Strafen lag. Zwei der drei Tore – das 0:1 durch Viivi Vainikka (24.) und das 1:3 von Sanni Vanhanen (38.) – kassierten sie im Boxplay. Das 1:3 fiel nur 35 Sekunden nach dem Anschlusstreffer von Alina Müller, die in Unterzahl entwischte und der finnischen Keeperin Sanni Ahola keine Chance liess. Das 2:0 der Finninnen, die in den ersten beiden Partien an diesem Turnier torlos geblieben waren, erzielte die bei Ambri-Piotta tätige Julia Liikala (30.).
In ihrem ersten Spiel an diesem Turnier hatten die Schweizerinnen gegen Tschechien (4:3 n.P.) in den letzten elf Minuten einen 1:3-Rückstand aufgeholt. Diesmal blieb eine Reaktion aber aus, waren die Nordländerinnen dem 4:1 näher – sie scheiterten im Schlussabschnitt nicht weniger als dreimal an der Torumrandung.
Das Schussverhältnis lautete 31:15 zu Gunsten der Finninnen. Bei den Schweizerinnen machte sich das Fehlen von Captain Lara Stalder bemerkbar; sie wurde beim Aufwärmen von einem Puck am Kopf getroffen.
Mit einem Sieg hätten die Schweizerinnen die Gruppe A auf dem 3. Platz abgeschlossen und wären damit im Viertelfinal auf Schweden, den Erstplatzierten der schwächeren Gruppe B, getroffen. Nun bekommen sie es in der ersten K.o.-Runde wohl erneut mit den Finninnen zu tun – ausser diese gewinnen am Donnerstag ihre letzte Partie gegen Kanada, das im Topspiel gegen die USA gleich mit 0:5 unterging. Dann trifft die Schweiz auf Tschechien.
Finnland - Schweiz 3:1 (0:0, 3:1, 0:0)
Mailand. 3790 Zuschauer. SR Hiller/Mantha (USA/CAN), Todd/Welsh (CAN).
Tore: 24. Vainikka (Vanhanen, Nieminen/Ausschluss Büchi) 1:0. 30. Liikala (Nylund, Vesa) 2:0. 38. (37:00) Müller (Ausschluss Christen!) 2:1. 38. (37:35) Vanhanen (Karvinen, Schalin/Ausschluss Christen) 3:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: Maurer; Christen, Bächler; Büchi, Vallario; Sigrist, Wetli; Meriguet; Leemann, Müller, Zimmermann; Enzler, Wey, Marti; Balzer, Rüedi, Lutz; Quennec, Herzig, Schaefer.
Bemerkungen: Schweiz ohne Stalder (beim Aufwärmen vom Puck am Kopf getroffen) und Wagner (Ersatztorhüterin). (nih/sda)
