DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05746052 Roger Federer of Switzerland in action during his Men's Singles quarter-final match against Mischa Zverev of Germany at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Victoria, Australia, 24 January 2017.  EPA/LUKAS COCH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Roger Federer will im Australian-Open-Final aus dem Vollen schöpfen. Bild: EPA/AAP

«Der erste Final, den ich nicht gewinnen muss»

Roger Federer steht am Australian Open zum fünften Mal im Final und hat am Sonntag die Chance, seinen 18. Grand-Slam-Titel, den ersten seit Wimbledon 2012, zu gewinnen. Unter Druck fühlt er sich deswegen nicht.



Roger Federer wiederholte es auch nach dem gewonnenen Fünfsatz-Krimi gegen Stan Wawrinka: «Nie hätte ich mir vorstellen können, bereits wieder so gut und so konstant zu spielen.» Als es im vierten Satz nicht mehr so gut lief, habe er sich gesagt: «Relax! Das Comeback ist jetzt schon grossartig. Lass es einfach von deinem Racket fliegen.» Diese Einstellung hat ihn in den Final gebracht, und sie soll ihn auch da zum Erfolg führen.

«Das ist vielleicht zum ersten Mal ein Final, den ich nicht gewinnen muss», erklärte der 17-fache Grand-Slam-Champion (vier in Australien). «Ich muss es entspannt angehen, als ob ich nichts zu verlieren habe. Das hat bis jetzt tiptop funktioniert, also ziehe ich das weiter.»

abspielen

Die Pressekonferenz mit Roger Federer nach dem Wawrinka-Match. Video: YouTube/Australian Open TV

Nicht ganz so überrascht vom starken Comeback ist Coach Severin Lüthi, auch wenn er sagt, der fünfte Satz gegen Wawrinka hätte «in beide Richtungen kippen» können. Der Schweizer Davis-Cup-Captain spürte aber bereits beim Training im November und Dezember in Dubai, dass Federer wieder stark sein würde. «Er hat brillant trainiert. Ich sagte ihm: Du kannst das Australian Open gewinnen.»

Nadal oder Dimitrov?

Dafür muss der 35-jährige Basler am Sonntag (9.30 Uhr Schweizer Zeit) Rafael Nadal oder Grigor Dimitrov bezwingen. Gegen den Spanier hat er sechs von acht Grand-Slam-Finals (viermal in Paris, einmal in Wimbledon sowie 2009 in fünf Sätzen in Melbourne) verloren, gegen den als Nummer 15 gesetzten Bulgaren in fünf Partien noch nie verloren. Dimitrov steht erst zum zweiten Mal nach Wimbledon 2014 (Viersatz-Niederlage gegen Novak Djokovic) in einem Grand-Slam-Halbfinal.

«Es wird gegen jeden der beiden kompliziert», weiss Federer. Zumindest die Adduktoren, die er sich nach dem vierten Satz behandeln liess, sollten kein Hindernis sein. Er habe sie während des gesamten Spiels gegen Stan gespürt und sie hätten ihn langsamer gemacht. «Aber es ist nichts, das mir für den Final sorgen macht.»

Federers Bilanzen

Bild

Das Head-to-Head gegen Nadal. bild: atpworldtour

Bild

Das Head-to-Head gegen Dimitrov. bild: atpworldtour

Lustiges Detail am Rande: Neben Federer steht auch bei den Frauen die Nummer 17 der Welt, Venus Williams, im Final. Und der letzte Spieler, der als Nummer 17 des Turniers einen Grand-Slam-Final erreichte, war Pete Sampras am US Open 2002. Der Amerikaner gewann dann seinen 14. und letzten Major-Titel.

Und letztmals gewann Federer am French Open 2009 zwei Fünfsatz-Matches im gleichen Turnier (gegen Tommy Haas und Juan Martin del Potro) – und am Ende den Titel. «Das kann man als gutes Omen sehen», meinte der Schweizer lächelnd, bevor er in die Melbourner Nacht verschwand. Froh über zwei freie Tage. (pre/sda)

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

1 / 32
Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
quelle: epa/epa / nic bothma
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Tennis-Geschichten

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Link zum Artikel

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Link zum Artikel

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

Link zum Artikel

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Link zum Artikel

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg

Link zum Artikel

Eine krachende Vorhand rettet Federer auf dem Weg zum Karriere-Slam

Link zum Artikel

Paris verliebt sich in Nadal, das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

Chang treibt Lendl mit Mondbällen und «Uneufe»-Aufschlag in den Wahnsinn

Link zum Artikel

Mit einem Return für die Ewigkeit beendet Federer die Wimbledon-Ära des grossen Sampras

Link zum Artikel

Oh là là! Eine Flitzerin stiehlt den Wimbledon-Finalisten kurz die Show

Link zum Artikel

Mit 16 wird Martina Hingis die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

Link zum Artikel

Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

Weil sich Courier von Kuhglocken irritieren lässt, darf die Schweiz vom Davis Cup träumen

Link zum Artikel

Frankreich holt sich den dramatischsten Davis-Cup-Triumph der Geschichte

Link zum Artikel

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Nach Federers Gegensmash schmeisst Roddick frustriert sein Racket weg

Link zum Artikel

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Djokovic schenkt jungem Fan das Racket – und der flippt komplett aus 😍

Novak Djokovic hat beim French Open dank eines 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4-Erfolgs gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 5) seinen 19. Grand-Slam-Titel geholt. Damit fehlt dem «Djoker» nur noch eine Major-Trophäe, um mit Roger Federer und Rafael Nadal gleichzuziehen. Seine beiden Erzrivalen stehen derzeit bei 20. Grand-Slam-Titeln.

Während bei der serbischen Weltnummer 1 die Emotionen in den Runden zuvor immer wieder hochgingen, blieb Djokovic nach seinem zweiten French-Open-Titel …

Artikel lesen
Link zum Artikel