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Wer dieses Akanji-Interview hört, versteht, wieso er mal ein ganz Grosser werden kann



Manuel Akanji erwischte gegen Portugal nicht seinen besten Tag. Mit einem fahrlässigen Fehlpass leitete er die erste grosse Chance Portugals ein und auch sonst wirkte er nicht so souverän, wie wir es von ihm gewohnt sind. Bei den Toren zum 1:2 und 1:3 kann er Ronaldo nicht daran hindern, seinen Hattrick zu komplettieren.

Wenn Fussballer nach durchwachsenen Leistungen und bitteren Niederlagen überhaupt zu Interviews erscheinen, dann sind sie meist niedergeschlagen und wortkarg. Mehr als die immergleichen Floskeln gibt es sowieso selten zu hören.

Doch Manuel Akanji erscheint direkt nach der Partie, also etwa 15 Minuten nach den Toren 2 und 3 von Ronaldo, beim SRF zum Interview. Mit einer gesunden Mischung aus Selbstkritik und Selbstvertrauen erklärt er gefasst, welche Überlegungen er beim 1:2 machte und warum es so schwer war, in dieser Situation gegen Ronaldo zu verteidigen:

«Ich sehe, der Ball geht raus zu Bernardo Silva, und dass ich Ronaldo im Rücken habe. Ich versuche so zu stehen, dass der Ball nicht vor mir durch kann und ich dann nicht mehr rankomme. Wenn er hinter mir steht, dachte ich, kann ich ihn noch irgendwie abblocken. Von dort ist es ja schwerer, das Tor zu schiessen, als wenn er vorne durch kommt. Ich versuche dann zuzumachen, doch er hat einen kleinen Raum und haut ihn perfekt in die Ecke. Das zeichnet ihn halt aus.»

Manuel Akanji

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Das 1:2 durch Ronaldo. Video: streamja

Die Analyse des 3:1 fällt etwas kürzer aus:

«Es ist sehr schwer für mich. Ich versuche das Tempo etwas rauszunehmen bei ihm, aber er macht das wirklich überragend.»

Manuel Akanji

Beeindruckend ist dann vor allem, welche Lernbereitschaft der Schweizer zeigt.

«Ich muss mir nochmals genau anschauen, was ich das nächste Mal besser machen kann, wenn ich gegen ihn im 1-gegen-1 spiele.»

Als ihm Interviewer Jeff Baltermia sagt, dass er eine gewisse Fassungslosigkeit spüre, unterbricht ihn Akanji sofort:

«Nein, das ist keine Fassungslosigkeit, man sieht ja immer wieder, was er kann. Ich habe es nun das erste Mal live miterlebt. Ich freue mich, gegen so gute Gegenspieler zu spielen, dann weiss ich selbst, woran ich noch arbeiten kann.»

Manuel Akanji

Dass jüngere Spieler gegen Weltstars eines Formats von Cristiano Ronaldo Lehrgeld bezahlen, ist normal. Dass Manuel Akanji das selbst einordnen kann, ohne sein Selbstbewusstsein zu verlieren, ist für einen 23-jährigen Innenverteidiger elementar und spricht für dessen ausserordentliche mentale Stärke.

Der BVB-Legionär lässt dann auch nicht aus, sein Team für die Leistung zu loben: «Wir waren mindestens so gut wie sie, haben viel in das Spiel investiert. Schlussendlich war es die Effizienz, welche das Spiel entschieden hat.»

(zap)

Das sind die Noten der Nati-Spieler zum 1:3 gegen Portugal

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Das sind die Noten der Nati-Spieler zum 1:3 gegen Portugal
quelle: ap/ap / luis vieira
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