Sport
Stan Wawrinka

Wawrinka zittert sich zum Sieg – und macht Schweizer Duell perfekt

Indian Wells, 1. Runde
Stanislas Wawrinka – Marton Fucsovics 6:4, 6:7 (5:7), 7:5
Roger Federer – Peter Gojowczyk 6:1, 7:5
Stan Wawrinka of Switzerland shouts as he wins a hard-fought first set against Steve Johnson of the U.S., at a Mexican Tennis Open round 2 match in Acapulco, Mexico, Wednesday, Feb. 27, 2019. (AP Phot ...
Bild: AP/AP

Wawrinka zittert sich zum Sieg – und macht Schweizer Duell perfekt

11.03.2019, 05:5011.03.2019, 06:29

Am Tennisturnier in Indian Wells kommt es am Dienstag schon in der 3. Runde zum Schweizer Duell zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka. Vor zwei Jahren bestritten die beiden in der Oase mitten in der Mojave-Wüste noch den Final.

Stan Wawrinka (ATP 40) machte das Duell gegen Federer mit einem dramatischen, packenden 6:4, 6:7 (5:7), 7:5-Sieg über den Ungar Marton Fucsovics (ATP 31) perfekt. Wie schon in der Startrunde gegen den Briten Dan Evans wurde Wawrinka alles abverlangt. Erst nach drei Stunden und 24 Minuten und mit dem fünften Matchball sicherte sich Wawrinka den Sieg.

In diesem Marathon befand sich lange Wawrinka im Vorteil, obwohl Fucsovics im ersten Satz zweimal mit einem Break (2:1 und 4:3) führte. Unter Druck packte Wawrinka aber sein bestes Tennis aus. Und Wawrinka erspielte sich ausreichend Möglichkeiten, um die Partie in zwei Sätzen und rund anderthalb Stunden zu gewinnen.

Aber plötzlich lief für den Romand die Partie aus dem Ruder. Wawrinka vergab im zweiten Satz zehn Breakbälle (!) und verlor den Satz schliesslich im Tiebreak. Es folgte im dritten Satz eine Abnützungsschlacht. Zum Glück für den Schweizer nützte in diesem Satz aber der Ungar seine Chancen nicht mehr. Fucsovics realisierte aus zwölf Breakmöglichkeiten nur einen Aufschlagdurchbruch. Das ermöglichte Wawrinka, obwohl er bei 5:3 drei Matchbälle nicht nützte und später den Gegner nochmals ausgleichen lassen musste, den glückhaften Sieg.

Die Partie gegen Federer wird für Wawrinka zur Standortbestimmung. Wawrinka wähnt sich im Prinzip in Form. In den ersten zwei Monaten der Saison stand er schon in Doha, Rotterdam (Finalist) und Acapulco in den Viertelfinals, nachdem es ihm in der ganzen letzten Saison nur in vier Viertelfinals gereicht hatte. Aber es wäre noch mehr möglich gewesen: Sowohl am Australian Open gegen Milos Raonic wie in Acapulco gegen den späteren Turniersieger Nick Kyrgios trauerte Wawrinka vergebenen Chancen nach. Es mangelt Wawrinka an Effizienz - was ihm in Indian Wells gegen Evans (6:7, 6:3, 6:3 in 2:12 Stunden) und Fucsovics mindestens drei Stunden zusätzliche Strapazen bescherte.

Gegen Federer tritt Wawrinka als Aussenseiter an. «Aber primär geniesse ich es, überhaupt wieder hier und auf diesem Niveau spielen zu können», so Wawrinka. Vor einem Jahr hatte Wawrinka auf die US-Turniere im Frühling wegen seiner Knieverletzung verzichten müssen.

In bislang 24 Direktbegegnungen gegen Federer siegte «Stan the Man» erst dreimal, alle dreimal auf Sandplätzen (2009 und 2014 in Monte Carlo und 2015 am French Open). Seit Wawrinkas letztem Sieg vor vier Jahren in Paris gewann Federer bereits wieder fünfmal (und 12:3 Sätze) gegen seinen Landsmann. Erst einmal, vor 13 Jahren in Dubai, kam es so früh wie diese Woche in Indian Wells (in den Sechzehntelfinals) zum Schweizer Duell. (vom/sda)

Das Hut-Interview mit Stan Wawrinka:

Video: watson/Angelina Graf

Federer vs. Wawrinka – die bisherigen Duelle:

1 / 29
Federer vs. Wawrinka – die bisherigen Duelle
Gemeinsam wurden sie Olympiasieger und holten den Davis Cup. Aber Stan Wawrinka und Roger Federer standen auch schon oft als Gegner auf dem Platz. 23 der 26 Duelle gingen dabei an Federer.
quelle: ap/ap / mark j. terrill
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Vier Jahre vor dem grossen Desaster wird der EHC Arosa ein letztes Mal Meister
23. Februar 1982: Der Titel 1980 kam überraschend, der 2. Rang 1981 war dann die Bestätigung und mit der neunten Schweizer Meisterschaft meldet sich Arosa definitiv im Konzert der ganz Grossen zurück. Der Klub wird als gesundes, erfolgreiches Unternehmen gelobt – doch vier Jahre später folgt der überraschende Abschied aus dem Profisport.
Die Poltera-Brüder hatten den EHC Arosa in den 1950er Jahren berühmt gemacht. Von 1951 bis 1957 spielten Ueli und Gebi Poltera, Hansmartin Trepp und ihre Teamkollegen die Gegner schwindlig. In der Nationalmannschaft war der «Aroser Sturm» legendär. Die Schweiz holte 1948 Olympia- und 1950 und 1951 WM-Bronze. Im Klub konnte sie niemand stoppen. Sieben Meistertitel in Serie, die Dominanz war erdrückend. Die Sturmlinie eine der besten Europas.
Zur Story