Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Yann Marti of Switzerland throws his racket as he reacts during a first round game at the Suisse Open tennis tournament in Gstaad, Switzerland, Monday, July 17, 2016. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Marti in Gstaad: Schon vor zwei Jahren war das nicht nur Liebe. archiv: KEYSTONE

Tennis-Rüpel Marti beschimpft Federer-Coach Lüthi – nun droht eine Sperre

Tennisspieler Yann Marti sorgt wieder einmal für einen Eklat. In der Qualifikation für die Swiss Open in Gstaad ist der 30-jährige Walliser disqualifiziert worden.

Simon häring



Während Roger Federer sich ein paar freie Tage gönnt, weilt sein Trainer Severin Lüthi kraft seines Amtes als Davis-Cup-Captain beim Turnier in Gstaad. Dort verfolgt er am Samstag den Qualifikations-Match zwischen Adrian Bodmer und Yann Marti.

Der Walliser setzt sich mit 6:4, 6:3 durch, doch viel entscheidender ist, was danach passiert. Yann Marti (30) baut sich vor Lüthi auf, dreht den Schläger um und sagt: «Das kannst Du dir in den Hintern stecken.» Das bestätigen mehrere voneinander unabhängige Quellen.

Martis Pech: Im Publikum sitzen ein Linienrichter und der französische ATP-Referee Stéphane Apostolou. Sie bestätigen gegenüber Supervisor Carlos Sanches den Wortlaut. Nach Sichtung von Videoaufnahmen wird Marti am Sonntag disqualifiziert. Marti war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch Severin Lüthi äusserte sich nicht zum Vorfall. Yann Marti droht nun eine mehrmonatige Sperre und eine Busse im vierstelligen Bereich.

Eine ganze Reihe Eklats

Seine Entgleisung hat eine Vorgeschichte, die sich im März 2015 abspielt. In Abwesenheit von Roger Federer und Stan Wawrinka wird er vor dem Davis-Cup-Achtelfinal in Belgien von Lüthi nach Hause geschickt. Marti hatte sich geweigert, die Rolle des Reservisten auszufüllen. Vater und Trainer Jean-Marie warf Lüthi daraufhin Vetternwirtschaft vor. Für den Final im November 2014 sei sein Sohn nur darum nicht aufgeboten worden, «weil Federer mit seinen Kumpels den Davis Cup gewinnen wollte.»

Swiss tennis player Yann Marti, left, speaks with Swiss Davis Cup Team captain Severin Luethi, right, during a training session on the eve of the Davis Cup World Group - First Round, 1/8 final tennis match Belgium against Switzerland, at the Country Hall, in Liege, Belgium, Thursday, March 5, 2015. Switzerland will face Belgium in its first tie as a reigning Davis Cup champion. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Marti (links) und Lüthi beim Davis Cup 2015 in Lüttich. Bild: KEYSTONE

Marti machte geltend, ihm seien Prämien versprochen worden, die er nie erhalten habe. Swiss Tennis löste daraufhin den Fördervertrag mit dem Walliser auf. Im Oktober 2015 wird Marti wegen aggressiven Verhaltens vom Tennis-Weltverband ITF für vier Monate gesperrt und mit einer Busse von 1000 Dollar belegt. Im gleichen Jahr endet der Final der Schweizer Meisterschaft mit einem Eklat. Marti zielt beim Aufschlag gegen den Kopf seines Gegners und wird deswegen verwarnt. Zu Beginn des zweiten Satzes gibt sein Gegner entnervt auf.

Sportlich bewegt sich Marti im Niemandsland, zuletzt spielte er drittklassige Future-Turniere in Frankreich, Belgien und Portugal. Derzeit ist er noch die Nummer 810 der Welt. Marti selber sieht sich als Ausgeschlossener. «Ich spiele nicht für die anderen, sondern für mich und alle diejenigen, die mich unterstützen. Ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber, was die Gegner über mich denken», sagte er vor drei Jahren. Viel Gutes dürfte es nicht mehr sein.

Diese Sportler haben den perfekten Namen für ihre Sportart

Knackeboul im Bett mit Madeleine – ein Albtraum in 10 Akten

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Berset will 1000er-Grenze ab Oktober aufheben

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 25.07.2018 08:11
    Highlight Highlight So ein Kindskopf!
  • ujay 23.07.2018 04:02
    Highlight Highlight Ein schlechter Verlierer auf der ganzen Linie.
  • Pianovilla 22.07.2018 23:08
    Highlight Highlight Habe bis heute noch nie etwas von diesem Nobody gehört, das hat sicher seinen Grund. Man hätte also eigentlich gar nichts über ihn schreiben müssen, denn er scheint nur mit Unflätigkeiten und Dummheit auf sich aufmerksam machen zu können.
  • Sloping 22.07.2018 20:04
    Highlight Highlight Manche lernens nie...

Mit diesen 4 neuen Regeln will die ATP das Tennis revolutionieren

Heute beginnt in Mailand die erste Austragungen der «Next Gen Finals». Beim Masters der besten U21-Spieler werden neue Regeln getestet, die das Tennis spektakulärer und moderner machen sollen.

Das Rampenlicht auf der ATP-Tour gehört mehrheitlich den etablierten Spielern. Die Hälfte der Top 20 ist derzeit 30-jährig oder älter. Um den Jungen eine Plattform zu bieten, hat die ATP die Kampagne «Nextgen» lanciert, nach dem Vorbild der «New Balls», zu deren Aushängeschilder vor 16 Jahren spätere Grössen wie Roger Federer, Andy Roddick, Marat Safin, Gustavo Kuerten, Juan Carlos Ferrero oder Lleyton Hewitt gehörten.

Von den aktuellen Hoffnungsträgern ragt Alexander Zverev heraus, der in …

Artikel lesen
Link zum Artikel