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epa08503560 (FILE) - Novak Djokovic of Serbia (C) poses for a photo with volunteers at the Adria Tour tennis tournament in Belgrade, Serbia, 14 June 2020 (reissued 23 June 2020).  According to media reports, Djokovic has tested positive for the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/ANDREJ CUKIC

Liebt Aufmerksamkeit und Anerkennung: Novak Djokovic mit freiwilligen Helferinnen und Helfern an der Adria Tour. Bild: keystone

«Selbst spontan ist er berechnend» – warum Djokovic krampfhaft geliebt werden will

Novak Djokovic hat an seiner Adria Tour nicht nur das Coronavirus aufgelesen, sondern auch die Tenniswelt gegen sich aufgebracht. Ein Experte erklärt, warum der Serbe immer noch krampfhaft auf der Suche nach Liebe und Anerkennung ist.



Es hätte ein Triumphzug werden sollen, doch es wurde zum Desaster. Denn die Adria Tour ist nun der Ursprung von diversen Covid-19-Fällen in der Tenniswelt und darüber hinaus.

Novak Djokovic wollte die aufgrund der Corona-Pandemie entstandene Zwangspause im Tennis-Zirkus nutzen, um seiner Heimat Serbien und der Balkanregion im allgemeinen etwas zurückzugeben. Eine Region, die von Djokovic im normalen Tour-Alltag nicht viel zu sehen kriegt. Eine Region, in der ihm die Herzen zufliegen. Eine Region, die der Spieler selbst ebenfalls liebt.

Doch mit seiner Herkunft gehen auch diverse Komplexe einher. Djokovic wuchs im kriegsversehrten Kopaonik, nahe der serbisch-kosovarischen Grenze auf. Der heute 33-Jährige erlebte die Gewalt des Kosovokrieges aus nächster Nähe und wuchs in Armut auf. «Die Narben aus dieser Zeit sind bis heute nicht verheilt. Nicht auf dem Tennisplatz und schon gar nicht in der Seele von Novak Djokovic», schrieb Tennisjournalist Simon Häring kürzlich in der «Schweiz am Wochenende».

«Wir mussten in einer Schlange für Brot, Milch und Wasser anstehen. Diese Dinge machen dich stärker und hungriger», sagte Djokovic nach seinem Titel am Australian Open dieses Jahres. Dabei geht es laut Häring um mehr als den Erfolgshunger. Es gehe auch um Liebe und Anerkennung.

Sebastiàn Fest, ein Tennisexperte, der unter anderem für die «Zeit», «El Mundo» und den «Blick» schreibt, hat über die Jahre viele Erfahrungen und Begegnungen mit Novak Djokovic gemacht. Nach der missglückten Adria Tour berichtet der Journalist auf Twitter von seinen Erlebnissen mit dem Serben – und gibt so auch Einblick in das Leben Djokovics.

Fest fragte Djokovic einmal: «Musstest du netter sein als alle anderen, weil du von Serbien bist?»

Djokovic antwortete, dass die Leute um ihn herum früher plötzlich viel vorsichtiger agierten, als sie erfuhren, dass er Serbe war. «Das war ein ziemlich hässliches Gefühl. Doch dank meinen Erfolgen konnte ich den Menschen meine wahre Persönlichkeit zeigen. Ich konnte zeigen, dass auch Serben gut sein können», führte die Weltnummer 1 aus.

Trotz oder gerade wegen seiner tragischen Vergangenheit in diesem Land sei Djokovic serbischer Nationalist, schreibt Fest. Er sagt sogar, dass der Tennisstar «vom historischen Recht auf ein Grossserbien überzeugt ist». Und dass sich die Unabhängigkeit des Kosovo für Djokovic angefühlt haben müsse, als würde ihm ein Arm abgerissen.

Ein weiterer grosser Faktor bei Djokovics Suche nach universeller Liebe dürften auch die Eltern sein. Einerseits weil sie ihre eigenen grossen Erwartungen auf ihren Sohn übertragen. Andererseits weil sie ihn mit unüberlegten Aussagen auch immer wieder zurückwerfen und auf jegliche Kritik an ihrem Sohn allergisch reagieren.

Jüngstes Beispiel ist Vater Srdjan Djokovic, der nach der Absage der Adria Tour die Schuld offenbar gerne abschieben möchte. Im serbischen Fernsehen kritisierte Vater Djokovic Grigor Dimitrov: «Er wusste, wie und wo er sich angesteckt hatte. Dass er sich nicht sofort hat testen lassen, ist nicht richtig. Er hat Kroatien, Serbien und uns als Familie grossen Schaden zugefügt.»

 Adria Tour - Djokovic Family Novak Djokovic with mother DIjana, brother Djordje and father Srdjan at the Adria Tour tennis tournament in Belgrade, Serbia on June 14, 2020. SrdjanxIlic/PIXSELL

Die Familie Djokovic (von Links: Mutter Dijana, Novak, Bruder Djordje, Vater Srdjan und Ehefrau Jelena) sorgt immer wieder für Aufregung. Bild: imago images / Pixsell

Und so muss Novak Djokovic immer wieder die Wogen glätten. Er wollte von Beginn weg so beliebt sein, wie Roger Federer und Rafael Nadal das seit Jahren sind. Doch weil er das so krampfhaft versucht, erreicht er eher das Gegenteil. So bleibt ihm letztlich nur die Option, erfolgreicher zu sein als seine Rivalen.

Sebastiàn Fest schreibt, dass kaum jemand, der Djokovic einmal persönlich getroffen hätte, ein schlechtes Wort über ihn sagen könne. Der Serbe sei nie unfreundlich. «Er kann jede Person, die er trifft, in deren Landessprache begrüssen und hat immer einen passenden Spruch parat», erklärt Fest.

Ob da jeweils ernst gemeinte Empathie dahinter stecke oder ob es sich doch nur um Kalkül handle, sei jedoch schwierig zu beantworten. Fest ist der Überzeugung, dass Djokovic es für wichtig hält, empathisch zu sein. Doch sein Hirn höre nie auf zu arbeiten: «Selbst wenn Djokovic spontan scheint, ist er berechnend.»

Wie kommt es also, dass ein Mensch, der oft so überlegt agiert und zweifelsohne auch intelligent ist, sich immer wieder derartige Fehltritte leistet? Sebàstian Fest sieht die Antwort in narzisstischen Zügen. «Das ist noch oft so bei Menschen, die in einer Sache die Weltbesten sind. Djokovic glaubt, dass er alles machen kann und hat damit meistens Recht. Er glaubt daran, dass man mit Liebe und guten Schwingungen alles erreichen kann. Dass er mit der Kraft seines Körpers dreckiges Wasser ins sauberes Wasser verwandeln kann.»

Da sei es nur ein kleiner Schritt zur Überzeugung, dass Djokovic mit Körper und Geist stärker sei als das Coronavirus, schreibt Fest.

Doch dieses Mal hat er sich stark verschätzt. Im ersten offiziellen Statement nach seinem positiven Corona-Test stand noch nichts von Reue oder Fehlern. Doch der Serbe meldete sich gestern Abend auf Twitter auch noch selbst zu Wort. Es tue ihm Leid, dass die Adria Tour Schaden angerichtet habe, schrieb er und fuhr fort: «Wir waren überzeugt, die Gesundheitskriterien zu erfüllen. Doch wir lagen falsch. Es war noch zu früh.»

Einmal mehr muss Novak Djokovic Wogen glätten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rene Tinner 25.06.2020 06:09
    Highlight Highlight Als Präsident des Spielerrates ist Djokovic untragbar. Er ist egoistisch und selbstsüchtig. Anstatt sich für die Spieler einzusetzen versucht er, diese zu manipulieren und sucht den eigenen Vorteil. Er ist unsympathisch und ist deshalb auch nicht beliebt. Er sollte sich und vor allem seinen Vater aus dem Rennen nehmen und sich auf das konzentrieren, was er kann, Tennis spielen.
  • Ruedi Rüssel 25.06.2020 01:27
    Highlight Highlight Mit jedem Bashing wird er mir sympathischer. Er hat Ecken und Kanten und ist kein glitschiger Aal wie Roger Federer, der von A bis Z ein PR-Produkt darstellt um möglichst viel Geld zu scheffeln.

    In 3 Jahren ist dieser Federerg-Spuk eh vorbei. Er wird dann die verdiente Nr. 3 sein punkto Grand Slams. Wäre auch irrwitzig, dass einer, der gegen Nadal & Djokovic eine so schlechte Bilanz hat, als GOAT bezeichnet wird.
    • greeZH 25.06.2020 09:30
      Highlight Highlight Der hat nicht wirklich eine schlechte Bilanz gegen Djokovic wenn man bedenkt dass Federer seit gut 10 Jahren einen Nachteil bezüglich des Alters hat. Bei Nadal stimmt das schon, auch wenn Federer da komischerweise im hohen Alter aufholt.

      Zu deinen Ecken und Kanten, Djokovic ist trotzdem uninteressant. Nicht wie ein Mc Enroe. Ganz zu schweigen von der öden, wenn auch beindruckend effizienten Spielweise von Djokovic. So bleibt Federer & Nadal > Djokovic.
    • Das etwas 25.06.2020 13:44
      Highlight Highlight ohne djokovic sportliche leistung schmälern zu wollen muss man aber sagen, das er seine ersten erfolge relativ leicht einfahren konnte. federer und nadal haben sich über jahre gegenseitig ausgelaugt bevor djokovic aufschloss. die ersten titel konnte er mangels konkurenten relativ einfach gewinnen.
      wenn sich die kontrahenten gesundheitlich fit gegenüberstanden sieht es relativ ausgeglichen aus zwischen ihnen.
  • Huckleberry 24.06.2020 23:08
    Highlight Highlight Irgendwie kann er einem langsam schon fast leid tun.
    Hoffentlich endet das nicht noch böse!
  • Samurai Gra 24.06.2020 22:46
    Highlight Highlight Ich sehe den Djoker eher als Tragische Figur die in Zeiten der Not sich für seine Familie verantwortlich fühlte und dann ggf. schon damals mit Religion und Spiritualität / Esoterik in Kontakt kam was eine Toxische Kombination sein kann (in abgemildeter Form zumindest so selbst erlebt).
    Würde seine Verbissenheit erklären aber Geld und Erfolg ist nicht alles, ev. möchte er fehlende oder nicht in benötiger Form erhaltene Liebe Kompensieren.

    Der Nationalismus geht wohl auf das Konto der Orthodoxen Kirche (analog Russland).

    Aber nur Spekulationen und Novak ist für sich selbst Verantwortlich
  • Robba 24.06.2020 20:59
    Highlight Highlight Es ist sehr schwer für mich, mich in die serbische Denkweise hineinzuversetzen. Vielleicht sogar unmöglich.
    Der Krieg hat viele Menschen dort in den Selbstmord getrieben. Inwieweit seine Karriere hilft das zu vergessen kann ich nicht einschätzen.
    Aber es wäre schön wenn er ein Vorbild sein könnte (was er jetzt sicher nicht mehr ist).
    Aber das geht vielen Spitzensportlern so.
  • Resi 24.06.2020 20:58
    Highlight Highlight Novak Djocovid ist und bleibt der besste!
  • K_ariv 24.06.2020 20:12
    Highlight Highlight Papa Djocovid schiebt die Schuld auf Kyrgios.... klasse Vorbild!
    Benutzer Bild
    • Boaty McBoatface 25.06.2020 13:24
      Highlight Highlight Nein, er schiebt es auf Grigor Dimitrov. Kyrgios hat dies nur kommentiert.

      Aber ja, klasse Vorbild
  • Hippokrates 24.06.2020 19:44
    Highlight Highlight Darwin award for Djokovic ! 🥇
    • ThePower 25.06.2020 11:13
      Highlight Highlight Dafür erfüllt er die Bedingungen nicht. Um für den Darwin Award nominiert werden zu können, muss man sich nämlich selbst aus dem Genpool katapultieren, sprich entweder sterben oder zeugungsunfähig werden, ohne zuvor Nachwuchs erzeugt zu haben. Das wünsche ich wirklich niemandem😬
  • massi.lucca 24.06.2020 19:30
    Highlight Highlight ...und natürlich muss sich jetzt auch Papa Djokovic zu Wort melden und seine Meinung breit machen, die ja bekanntlich in Serbien als Gesetz gilt. In einem Interview mit Rtl Serbia (serbische Medien, wer sonst!) hat er den schuldigen ausfindig gemacht: Grigor Dimitrov! Der Bulgare habe durch sein unverantworliches Handeln den Kroaten, den Serben und vor allem der Familie Djokovic geschadet. Er sei schuld, dass sich viele unschuldige Personen während der Adria Tour angesteckt haben. Ein weiterer Meilenstein nach unten in der Beliebtheitskala seines Sohnes...
  • rodman 24.06.2020 17:36
    Highlight Highlight Unbeantwortet bleibt immer noch, warum Djokovic "immer noch krampfhaft auf der Suche nach Liebe und Anerkennung ist".

    Eine unbelegte Behauptung von zwei Tennisjournalisten-Hobbypsychologen reichen mir da nicht aus.
  • FrancoL 24.06.2020 15:00
    Highlight Highlight Ich frage mich immer wieso so viele hier im Netz von GOAT sprechen und werten. Hat jemand von den GOAT-Ranking Fans etwas von diesem Ranking? Wer einen gesunden Ehrgeiz und eine gesunde Eigeneinschätzung hat, der kann gut Tennis schauen sich ab den guten Matchs erfreuen ohne gleich immer an das GOAT Ranking zu denken. Und es ist nun mal so dass auch Djokovic einige gute Match abgeliefert hat, sonst wäre er wohl nicht die Nummer 1.
    • ostpol76 24.06.2020 16:15
      Highlight Highlight Eben darum weil Djokovic diesen GOAT Status krampfhaft erreichen möchte.
    • JonathanFrakes 24.06.2020 16:36
      Highlight Highlight @FrancoL: Im Sport geht es nun mal darum, herauszufinden, wer der Beste ist. Dass man auch immer wieder über den Besten aller Zeiten diskutieren will, ist ja völlig normal. Im Fussball ist das ja nicht anders mit Messi und Ronaldo. Dass Novak in diese GOAT-Debatte miteinbezogen wird, adelt ihn schon als einer der Besten aller Zeiten.
    • FrancoL 24.06.2020 17:49
      Highlight Highlight Das ist eher eine Erscheinung der Neuzeit. Ich verfolge seit ich ein ganz passabler Junior war das Tennis und das sind nun schon mehr als 40 Jahre, im Vordergrund stand lange eher die Spielart und die wurde als attraktiv oder weniger attraktiv gewertet. Heute geht es leider immer mehr um diese Auszeichnungen, finde ich persönlich sehr schade.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 24.06.2020 14:51
    Highlight Highlight Warum auch immer. Der Djoker ist ein Komplexhaufen. Und seine Eltern ebenfalls. Dass er ein grossartiger Tennisspieler ist, verblasst leider daneben.
    • Dr. Unwichtig 24.06.2020 15:17
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht ganz. Die Qualität seines Spiels steht in engem Zusammenhang mit seiner Persönlichkeit. Kein echter Zauber, keine spürbare Freude am Spiel, kein wirklicher "Touch" - aber Konstanz und mentale Stärke bis an die Grenze der Perfektion.

      Man muss schon ziemlich speziell drauf sein, um permanent so Tennis spielen zu können...
  • lily.mcclean 24.06.2020 14:42
    Highlight Highlight Wie kann man diesen Krieg selber miterlebt haben, aber noch immer von einem Grossserbischen Reich träumen??? Ich könnte im Strahl kotzen. Genau wegen solchen grosskotzigen "Idealisten" ist es doch überhaupt zum Krieg (und Völkermord) gekommen...
    • TheRealSnakePlissken 24.06.2020 16:41
      Highlight Highlight Bin auch immer wieder erstaunt und ernüchtert, zu sehen, dass selbst Menschen ("mit Migrationshintergrund"), die in der Schweiz aufgewachsen und gut integriert sind, die übelsten Sprüche in diesem Sinne und Geiste von sich geben. Offenbar der Einfluss des familiären Umfelds, da haben unser Alltag, unsere Medien unser Erziehungssystem einen geringeren Einfluss.
    • Johnny Marroni 24.06.2020 16:43
      Highlight Highlight Danke. Genau das habe ich auch gedacht ...
    • Topfuel 24.06.2020 17:39
      Highlight Highlight So was von falsch. Aber die Yugozeit war doch toll oder? Grosskotzig bist aber auch du mit solchen rassistischen Aussagen. Hätte da auch einige bezgl. den ex Yugos.
      Diesen ethnischen Krieg haben die amerikaner angezettelt (wie viele andere Konflikte auch) und habe alle wie gegen alle aufgehetzt. Dann war der Krieg, Flüchtlinge und ganz Europa wurde von den Balkanesen überschwemmt. Die Amis haben wohl kaum Flüchtlinge aufgenommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grubinho 24.06.2020 14:34
    Highlight Highlight "Er sagt sogar, dass der Tennisstar «vom historischen Recht auf ein Grossserbien überzeugt ist». Und dass sich die Unabhängigkeit des Kosovo für Djokovic angefühlt haben müsse, als würde ihm ein Arm abgerissen."
    Ich könnte im hohen Bogen loskotzen.
  • Atavar 24.06.2020 14:23
    Highlight Highlight Djokovic ist der stärkste Tennisspieler der Gegenwart. Dank seinem eisernen Willen und seiner mentalen Stärke im Spiel (nebst natürlich viel Talent).

    Sebastiàn Fest scheint den Nagel auf den Kopf zu treffen. Dieser innere Zwang, geliebt zu werden und nicht das Gefühl haben, geliebt zu werden...

    Ich muss zugeben - ich habe mich einige Male in diesem Text wiedererkannt.
  • ATHENA 24.06.2020 14:09
    Highlight Highlight Im serbischen Fernsehen kritisierte Vater Djokovic Grigor Dimitrov: «Er wusste, wie und wo er sich angesteckt hatte. Dass er sich nicht sofort hat testen lassen, ist nicht richtig. Er hat Kroatien, Serbien und uns als Familie grossen Schaden zugefügt.»

    Tschuldigung, aber den grösste Schaden an der Familie Djokovic richtet die Familie Djokovic selbst an.
  • Ein Starwars Star wars! 24.06.2020 14:07
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wieso, aber nach dem gefühlt 150.ten negativen Artikel über Djokovic drifte ich langsam von neutral zu sympathisierend. Ich kann selber nicht sagen, was für ein psychologisches Phänomen sich hier äussert... möglicherweise eine Art Gerechitigkeitssinn. ??
    • invisible 24.06.2020 14:44
      Highlight Highlight Ich habe keine abschliessende Meinung über diesen Mann, aber nach diesem Artikel tut er mir irgendwie leid, das eine oder andere kam mir dezent bekannt vor. Das ändert aber nichts daran dass er es mir in letzter Zeit schon ziemlich schwer macht ihn ernst zu nehmen... verzwickt 🙄
    • Ludwig.Van 24.06.2020 18:05
      Highlight Highlight Danke für diese beiden differenzierten Kommentare (@Starwars und invisible). Klar sind gewisse Aussagen und Taten Djokovics sehr fragwürdig aber kein Mensch ist nur gut oder nur schlecht. Jeder ist geprägt und hat andere Voraussetzungen. Aber viele Menschen fühlen sich wohler wenn sie andere Menschen kategorisieren und schubladisieren können, die Wahrheit ist aber meistens komplexer.
    • invisible 24.06.2020 22:30
      Highlight Highlight Ist leider so, Ludwig.Van. Echt schlimm mit wie wenig man sich manchmal zufriedengibt wenn einem die Details nicht aufs Auge gedrückt werden. Passiert mir auch immer wieder mal und ist mir jedesmal wieder unangenehm.
  • code-e 24.06.2020 14:06
    Highlight Highlight Wie der Vater so der Sohn. Von irgendwo muss er es ja haben. Ich werde ihn nie mögen, nicht heute, nicht morgen und auch gaaaanz viel später nicht. Er ist ein super Tennisspieler aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
  • GreenBerlin 24.06.2020 14:06
    Highlight Highlight Rücksichtslos, selbstgefällig, gefährlich und obendrein an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Zumindest gestaltet sich die GOAT-Diskussion von nun an etwas einfacher.
    • Ivan se Terrible 24.06.2020 14:17
      Highlight Highlight Ich sehe da durchaus Parallelen zu Persönlichkeiten wie Trump oder Bolsonaro ...
    • FrancoL 24.06.2020 14:59
      Highlight Highlight Ich frage mich immer wieso so viele hier im Netz von GOAT sprechen und werten. Hat jemand von den GOAT-Ranking Fans etwas von diesem Ranking? Wer einen gesunden Ehrgeiz und eine gesunde Eigeneinschätzung hat, der kann gut Tennis schauen sich ab den guten Matchs erfreuen ohne gleich immer an das GOAT Ranking zu denken. Und es ist nun mal so dass auch Djokovic einige gute Match abgeliefert hat, sonst wäre er wohl nicht die Nummer 1.
  • meliert 24.06.2020 13:58
    Highlight Highlight er kann es noch so krampfhaft versuchen, ich werde ihn nie "lieben"
    höchstens seine sportlichen Leistungen "würdigen"
  • LifeIsAPitch 24.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Ein grandioser Tennisspieler, aber in vielerlei Hinsicht zu verbissen. Dass er dazu den Charme einer Steuererklärung versprüht, hilft ihm in der Beliebtheitsskala und der Frage nach dem Tennis-GOAT auch nicht weiter. Deshalb wird die Antwort auf diese Frage - zumindest ausserhalb des Balkans - auch künftig einen anderen Namen tragen (den wir aus Rücksicht auf Novaks Dad hier nicht extra erwähnen wollen).
    • c-bra 24.06.2020 14:46
      Highlight Highlight ..den Charme einer Steuererklärung..

      genial, den merk ich mir 😄👍
  • Pepe Le Pew 24.06.2020 13:54
    Highlight Highlight Psychologie Studium beendet. Er ist nicht der einizig der schwierige Zeiten erlebt hat und sich mit der Familie herumschlagen muss. Solche Väter gibt es zu Millionen auf dieser Welt. Wenn das Leben so einfach wär, wäre es ja extrem langweillig. Also nicht rumheulen.

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