Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05740960 A fan of Switzerland's Roger Federer during the Men's Singles fourth round match between Roger Federer of Switzerland and Kei Nishikori of Japan at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Victoria, Australia, 22 January 2017.  EPA/DEAN LEWINS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA/AAP

15 Fan-Typen, die jeder Federer-Fan kennt



Der leicht Abergläubige 

Der Abergläubige meint, sein Handeln habe direkten Einfluss auf Federers Spiel: «Immer wenn ich schaue, spielt er schlecht» – ein typischer Satz eines Aberglaubens-Beginners. Deshalb schliesst er bei entscheidenden Punkten gerne die Augen – oder er kontrolliert nochmals die Rechnungen von Mike Shiva. 

Der Aberglaubens-Profi

Über solche Banalitäten kann der Aberglaubens-Profi nur lächeln. Er erkennt in JEDER seiner Handlungen eine Einflussnahme. Vernichtete er beim ersten verwerteten Satzball von Federer gerade ein Bier, wird er sich auch fürs Ende des zweiten Satzes in Stellung bringen – und beim dritten, und auch beim ersten Satzball des Gegners, denn vielleicht gewinnt Federer ja jedes Spiel, bei dem der Aberglaubens-Profi ein Bier vernichtet. Aufs Klo gehen kommt aber nicht in Frage – das könnte den Bann brechen. Manchmal muss man für den Sieg seines Lieblings Opfer bringen.

Der Tennisbanause 

Der Tennisbanause zeichnet sich im besten Fall nur durch mangelndes Fachwissen aus. Schlimm sind aber diejenigen, die das Spiel nicht lesen können, es nicht fühlen, und trotzdem lautstark mitfiebern. Auch Gebrüll braucht Timing und ein Schrei zum falschen Zeitpunkt ist etwa so angebracht wie Mirkas Pulli im Halbfinale.

Der, der nicht hinschauen kann

Er ist die ärmste Sau im Federer-Fan-Lager. Die Aufregung rund um den geliebten Star wird während den Spielen so gross, dass die Gesundheit leidet. Hurra Herzkasper. Während Roger die Fitze schwingt, verkriechen sich solche Fans in der Regel mit dem Hund in den Wald. Ohne Smartphone. Dass der Spaziergang dann aber doch am Bahnhof und am laufenden TV im Kiöskli vorbei führt, ist reiner Zufall.

Zwischendurch einige der besten Punkte zwischen Federer und Nadal:

abspielen

Video: streamable

Der, der nur halb hinschauen kann 

Er fiebert mit, er leidet mit. Aber die wichtigsten Momente im Spiel verpasst er allesamt. Denn wenn's brenzlig wird, verzieht er sich in der Regel auf das WC. Er beugt damit zwar einem Herzkasper vor, ist aber beim Smalltalk nach dem Spiel das fünfte Rad am Wagen. Denn über den dritten Punkt im zweiten Satz spricht danach keine Sau. Da waren nämlich alle anderen auf dem WC.

Der Überemotionale 

Ab dem ersten Ballwechsel geht der Überemotionale mit, wie Murrays Mutter. Und das bereits in der ersten Runde gegen die Weltnummer 145. Scheidet Federer aus, heult er wie ein Schlosshund. Auch wenn's nur eine Exhibition war.

Der Fedi-Schnödi

Im ersten Aufschlagspiel von Federer steht es 0:15 und der Schnödi bringt seinen Spruch: «Der ist durch. Aufhöööööööören!» Winner werden konsequent ignoriert, Fehlschläge dafür aber archiviert. Egal, wie überirdisch Roger spielt. Ihm ist es nie gut genug. Er motzt unablässig. Zufrieden gibt es nicht. Vor allem aber weiss er alles besser. «Hätte er doch Backhand gespielt» oder «Warum ging er nicht ans Netz?» sind Sätze, die er liebt. Oft steht er dazu auf und zeigt an, wie es Federer besser hätte machen sollen.

Die Inbrunst, mit der der Fedi-Schnödi sich den Mund zerreisst, ist mehr als nur verdächtig: Tief im Inneren liebt der Schnödi nämlich seinen Schützling. Genauso wie Trolle auch watson lieben.

Der Desinteressierte 

Er versteht nicht, weshalb sich alle Schweizer so für Tennis interessieren. Denn er findet Tennis doof. Der Desinteressierte hofft, dass das ganze Tamtam möglichst rasch vorbei ist, damit er auf watson endlich wieder noch mehr wichtige Artikel zu Donald Trump (Nr. 345), zur MEI (Nr. 231) und zur USR III (Nr. 666) lesen kann. 

Der hervorragend (über-) integrierte Deutsche 

Er ist deutsch und wahnsinnig gut integriert in der Schweiz. Der Überintegrierte kauft sich im Athleticum ein Hop-Schwiiz-Retro-Shirt und malt sich auf beide Backen Schweizerkreuze. Allein deshalb (und ja, schon auch wegen dem spitzen «Grützi») fällt der Überintegrierte an jedem Stammtisch auf. Was er eigentlich gar nicht will. Aber auch nicht merkt. 

Der Party-Fan

Er redet mit jeder und jedem über das anstehende Finale, über die grandiosen Spiele, die Federer bis ins Endspiel gebracht haben. Er redet auch über jeden Netzroller, obwohl er selber keinen gesehen hat. Der Party-Fan tut, als sei er schon immer ein grosser Federer-Fan gewesen. Am Samstag feiert er dann aber so ausgelassen («Wooooo! Woooooo!»), dass er am Sonntagmorgen das Spiel grandios verpennt.

Der Superfan (Version 1) 

Er ist Roger, seine Freundin nennt er Mirka: Seit Jahren wünscht er sich doppelte Zwillinge und seinen Trainings-Partner ruft er nur noch «Seve». Als Federer wegen Knieproblemen der Tour fern blieb, kam auch der Superfan nur noch mit Krücken und Künzli-Schuhen ins Büro. Jetzt ist aber wieder alles Roger.

Der Superfan (Version 2) 

Er ist wie der Superfan 1. Aber er geht noch einen Schritt weiter. Er sieht Roger eigentlich immer live. Seine Ferien richtet er nach Federer. Und heisst seine Freundin nicht Mirka, schafft sie es kaum in die zweite Runde.

Der Gourmet 

Er liebt grosse Federer-Spiele und er zelebriert diese. Mit weissem Gedeck, feinem Essen und auserlesenen Weinen. Er bleibt eher ruhig vor dem TV. Denn er geniesst nicht nur das Spiel, sondern auch das Essen. 

Der Verbundene 

Der Verbundene ist überzeugt, dass es zwischen ihm und Federer eine tiefe Connection gibt. Ist Federer verletzt, ist die berufliche Karriere der Verbundenen ganz sicher auch in Gefahr. Hat der Verbundene Dünnpfiff vor einem Federer-Spiel, sinken die Chancen auf einen Sieg gegen null. Der Verbundene glaubt auch nicht, dass er die Situation mit einem Imodium beeinflussen kann. Federer und er, das ist eine lebenslange Schicksalsgemeinschaft.

Die Federer-Hasser

Ja, die gibt es auch. Für die Federer-Hasser ist Roger der Inbegriff des bösen Kapitalismus. Verantwortlich für die ungerechte Verteilung der Gelder auf der Welt. Dass er ungleich viel mehr Geld verdient als sie selbst, damit könnten sie noch leben. Dass ihm aber niemand übel nimmt, dass er in einem steuergünstigen Ort wohnt, können sie nicht verstehen. Vor allem aber können sie nicht verstehen, warum es niemanden gibt, der Federer nicht mag, «diesen Langweiler».

Roger Federers Major-Titel – ALLE Grand-Slam-Titel des Schweizer Tennisstars

Wieder etwas Luft für den «Maestro»: So nah ist Djokovic an Federers Rekorden

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blackjack 28.01.2017 19:01
    Highlight Highlight Ihr habt den Besserwisser/besser Könner vergessen: Er weis immer wie der Satz endet, wer gewinnt, und hätte jeden Punkt besser gemacht wenn Fedi Mal ein Fehler passiert, er analysiert jeden Schlag und korrigiert alle anderen Fanaussagen
  • newname 28.01.2017 18:56
    Highlight Highlight 😄👌 Super Beschreibungen. Die Nr. 7 passt perfekt auf meinen Vater. Aber bei jeder Sportart, die er schaut🙉
    • Boogie Lakeland 28.01.2017 23:54
      Highlight Highlight Ich glaube wir haben den selben Vater. Bei Auftritten von Shaqiri und Gut verhält es sich ähnlich
  • Lutz Pfannenstiel 28.01.2017 17:38
    Highlight Highlight 1, ein bisschen 5, und 6.
    Es ist wirklich so: Haben sich meine Nerven beruhigt, schalte ich zurück von der Sendung mit der Maus auf SRF2. 0:40, Federer hat drei Break-Bälle. Yeah, com'on, meine Sieges-Faust ballt sich!! Feder schlägt Ball ins Netz, 15:40. Aufschlag-Winner, 30:40. Unforced Error, 40:40. Jetzt aber, nein, der Smash ins Netz, Spielball. Vorhand ins Out, Game Aufschläger. Tamisiechnomol, gitzjogarned.
    • Nasi 29.01.2017 12:46
      Highlight Highlight Mir gehts genau gleich....ich schwöre ich bringe Federer Pech immer wenn ich schaue, kann man sicher sein, dass irgenwas schief geht...drum schalt ich auch dauernd um und kann nicht hinsehen. Und mein Herz... mein armes Herz.
  • Schreiberling 28.01.2017 17:30
    Highlight Highlight Also meine Position auf dem Sofa hat jeweils auch direkten Einfluss auf die Leistungen der Schweizer Tennisspieler 😄
  • Scrj1945 28.01.2017 17:17
    Highlight Highlight Wenn ich mein glücks cap anhabe beim eishockeyspiel gewinnt rappi 80 prozent der spiele. Wenn ich beim fcb basel match popcorn esse,schiessen die basler tore. (Funktioniert nur bei sl spielen)
    • Altorez 28.01.2017 18:50
      Highlight Highlight Hättest du das mit der Cap doch nur schon gewusst als sie noch in der NLA waren ;)
    • mister_michael 28.01.2017 23:27
      Highlight Highlight Kontaktiere doch einmal die Wettmafia, mit deinem Talent köntest du gutes Geld verdienen. ;)

Danke für dieses Geschenk! Federer will auch 2020 noch spielen

Diese Nachricht hören Schweizer Sportfans natürlich extrem gerne: Roger Federer plant, auch 2020 noch Turniere zu bestreiten. Das sagte er nach seinem 100. Turniersieg heute in Dubai.

Vor Roger Federer gewann erst ein Tennisspieler 100 oder mehr Turniere. Der Amerikaner Jimmy Connors sammelte von 1972 bis 1989 109 Turniersiege. Seinen letzten Titel holte Connors in Tel Aviv als 37-Jähriger, Federers aktuellem Alter. Sein letztes Profiturnier bestritt Connors mit 43. Auch Federer macht weiter: In Dubai gab er offiziell bekannt, dass er auch im nächsten Jahr wieder antreten wird – und sicher nicht nur in Dubai.

Dabei ist eins sicher: Federer liebt seine Heimturniere. Den 99. …

Artikel lesen
Link zum Artikel