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C.J. Gardner-Johnson lächelt Tom Brady nach dessen Fumble frech ins Gesicht.
C.J. Gardner-Johnson lächelt Tom Brady nach dessen Fumble frech ins Gesicht.bild: screenshot youtube

Viel Häme nach Bradys Zu-null-Niederlage – und 9 weitere Aufreger des NFL-Weekends

Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers blieben im Duell mit den New Orleans Saints ohne Punkt, was den «GOAT» sichtlich frustrierte. Unterdessen führte Aaron Rodgers seine Green Bay Packers als erstes Team fix in die Playoffs.
20.12.2021, 15:1421.12.2021, 07:17

Die Resultate

Bevor wir zu den Highlights kommen, hier zunächst die Resultate von Week 15:

» Hier geht's zu den aktuellen NFL-Standings.

Das Playoff-Picture

Die Green Bay Packers haben sich als erstes Team das Playoff-Ticket definitiv gesichert.

Diese Teams wären aktuell in den Playoffs.
Diese Teams wären aktuell in den Playoffs.bild: ran nfl

Die Highlights

Brady lässt seinem Frust freien Lauf

Historische Nacht in der NFL: Nach 255 Partien schaffte es Tom Brady mal wieder nicht, mit seiner Offense einen Punkt zu skoren. Gegen die New Orleans Saints verlor der «GOAT» mit seinen Tampa Bay Buccaneers mit 0:9, zuletzt beendete der siebenfache Super-Bowl-Champion 2006 in Miami eine Partie ohne Zähler.

Das Duell mit Angstgegner New Orleans wurde für Brady mal wieder zum Albtraum: In der ersten Halbzeit fielen die Star-Receiver Chris Godwin und Mike Evans verletzt aus, dann wurde er ständig gejagt und musste gleich vier Sacks hinnehmen. Richtig fies: Nach einem Brady-Fumble, den Saints-Verteidiger C.J. Gardner-Johnson aufnahm, lächelte ihm dieser auch noch hämisch ins Gesicht.

Der Fumble von Brady am Ende des dritten Viertels.Video: streamja
C.J. Gardner-Johnson sagt Brady mit einem Lächeln die Meinung.Video: streamable

Am Ende der Partie gelang Gardner-Johnson nach einem missglückten Brady-Pass dann auch noch eine Interception. Für den 44-jährigen Routinier war das zu viel: Nach dem Fehlpass schmiss Brady sein Tablet weg und zerstörte es.

Die Interception von Brady im Schlussviertel.Video: streamja

Rodgers egalisiert Favre-Rekord

Die Green Bay Packers zitterten sich gegen stark aufspielende Baltimore Ravens zu ihrem elften Saisonsieg und haben durch das 31:30 als erstes Team ihr Playoff-Ticket gesichert. Packers-Quarterback Aaron Rodgers verbuchte 268 Passing Yards und drei Touchdowns, durch die der Routinier den Franchise-Touchdown-Rekord von Packers-Legende Brett Favre (442) egalisierte.

Trotz eines zwischenzeitlichen 31:17-Vorsprungs wurde es am Ende noch einmal eng, weil Ravens-Quarterback Tyler Huntley, der für den verletzten Lamar Jackson zum Einsatz kam, plötzlich zur Hochform auflief. Der 23-jährige Backup zeichnete für alle vier Ravens-Touchdowns verantwortlich – zweimal lief er in die Endzone, zwei passte er in die Endzone.

Der zweite Rushing-Touchdown von Huntley lässt die Ravens noch einmal hoffen.Video: streamable

45 Sekunden vor Schluss ging Ravens-Trainer John Harbaugh dann aber volles Risiko: Statt sich mit einem Extrapunkt in die Overtime zu retten, entschied er sich für eine Two-Point-Conversion. Packers-Cornerback Eric Stokes fing den Pass von Huntley auf Ravens-Tight-End Mark Andrews jedoch ab und sicherte den Packers so den Sieg.

Die spielentscheidende Szene 45 Sekunden vor Schluss.Video: streamable

Der Letzte schlägt den Ersten

Die bislang chronisch erfolglosen Detroit Lions haben mit einem völlig unerwarteten 30:12 gegen die Arizona Cardinals ihren zweiten Saisonsieg eingefahren. Matchwinner für das Liga-Schlusslicht war Quarterback Jared Goff, der drei Touchdowns warf und insgesamt 216 Yards verbuchte. Spektakulär war aber auch die Interception von Amani Oruwariye im dritten Viertel.

Der zweite Touchdown-Pass von Goff auf Reynolds.Video: streamable

Die Cardinals-Offense um Star-Quarterback Kyler Murray erlebte einen rabenschwarzen Tag und schaffte es erst in den Schlussminuten zum einzigen Mal in die Endzone der Lions. Bereits im vierten Quarter strichen die Cardinals frühzeitig die Segel und brachten Ersatz-Spielmacher Colt McCoy für den enttäuschenden Murray.

Die spektakuläre Interception von Oruwariye.Video: streamable

Die nächste Horrorverletzung

Eine schwere Verletzung von Quarterback Teddy Bridgewater überschattete die 10:15-Niederlage der Denver Broncos gegen die Cincinnati Bengals. Der Broncos-Spielmacher versuchte bei einem Rush einen Bengals-Verteidiger zu überspringen, fiel dabei aber unglücklich auf die Schulter sowie das Schlüsselbein und blieb regungslos auf dem Boden liegen. Nach einigen bangen Minuten wurde er mit der Trage vom Platz gefahren.

Schnell kam glücklicherweise die Entwarnung: Wie die Denver Broncos auf Twitter vermeldeten, könne der Spielmacher seine Extremitäten bewegen, aus Sicherheitsgründen sei er in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden. Bridgewater soll sich lediglich eine Gehirnerschütterung zugezogen haben.

Für die NFL-Fans war es der zweite grosse Schock innert weniger Tage: Am Donnerstag war Donald Parham von den Los Angeles Chargers in der Partie gegen die Kansas City Chiefs regungslos liegen geblieben und hatte zunächst Lähmungserscheinungen gezeigt. Parham meldete sich mittlerweile aus dem Krankenhaus zu Wort und erklärte, dass es ihm gut geht.

«Big Ben»-Sneak bringt Steelers das Comeback

Mit ihrem siebten Saisonsieg haben sich die Pittsburgh Steelers im Kampf um die Playoff-Plätze zurückgemeldet. Zwar lag das Team von Quarterback Ben Roethlisberger zur Halbzeit noch mit 3:13 zurück, dank 16 Punkten in Folge resultierte am Ende aber doch noch ein 19:13-Erfolg.

Bei den Steelers zeichnete «Big Ben», der während des Spiels auf Platz 5 in der All-Time-Passing-Yards-Rangliste rückte, mit einem Quarterback Sneak für den einzigen Touchdown seines Teams verantwortlich. Die restlichen Punkte wurden allesamt von Kicker Chris Boswell erzielt.

Begünstigt wurde das Comeback der Steelers auch durch vier Turnover der Titans-Offense, darunter eine Interception von Quarterback Ryan Tannehill und drei verlorenen Fumbles. Ohne Star-Running-Back Derrick Henry tat sich Tennessee erneut schwer: Insgesamt erzielte die Offense nur 169 Yards, Tannehill steuerte 154 Passing Yards bei. Am Ende besiegelte ein erfolgreicher Tackle von Steelers-Cornerback Joe Haden gegen Nick Westbrook-Ikhine bei 4th & 6 die dritte Titans-Niederlage in den letzten vier Spielen.

Westbrook-Ikhine stoppt Haden genau zum richtigen Zeitpunkt.Video: streamable

Jets tricksen bei sechstem Dolphins-Sieg in Serie

Die Miami Dolphins feiern beim 31:24 gegen die New York Jets den sechsten Sieg in Folge. Das musste natürlich standesgemäss gefeiert werden: Christian Wilkins legte nach seinem Touchdown eine kleine Tanzeinlage ein. Unter anderem zeigte er «The Worm» – inspirieren lassen hatte er sich beim früheren Wrestling-Star «Scotty 2 Hotty».

Gut aufgelegt zeigten sich aber auch die Jets, die aufgrund ihrer mageren Saisonbilanz nichts mehr zu verlieren hatten. Gleich zweimal setzte das Team um Rookie-Quarterback Zach Wilson deshalb zum Trickplay an. Zunächst warf Wide Receiver Braxton Berrios den Ball nach der Übergabe durch Wilson zurück zu seinem Spielmacher, der zwar umgehend in Bedrängnis geriet, dann aber doch noch Tight End Ryan Griffin zum neuen First Down fand.

Beim zweiten Mal überraschte Wide Receiver Jamison Crowder nach einem erfolgreichen Catch mit einem weiteren Pass auf seinen Receiver-Kollegen Berrios, der noch einige Yards gutmachen konnte.

Barkleys One-Hander als einsames Highlight

Den Dallas Cowboys ist die Playoff-Teilnahme nach dem zehnten Saisonsieg kaum noch zu nehmen. Gegen völlig harmlose New York Giants setzte sich «America's Team» dank einer starken Defensivleistung mit 21:6 durch. Die Cowboys-Defense liess keinen einzigen Touchdown zu und forcierte zudem vier Turnovers.

Giants-Backup Mike Glennon, der für den verletzten Stamm-Quarterback Daniel Jones spielte, tat sich extrem schwer. Ihm gelangen nur 99 Passing Yards und er war für drei Interceptions mitverantwortlich. Auch beim einsamen Giants-Highlight machte Glennon keine gute Figur. Sein kurzer Pass auf Saquon Barkley war eigentlich in den Rücken geworfen, der Running Back konnte den Ball mit einer Hand aber dennoch akrobatisch unter seine Kontrolle bringen.

Der einhändige Catch von Barkley.Video: streamable

Bosa und Garoppolo spielen gross auf

Die San Francisco 49ers haben ihre Playoff-Ambitionen mit dem achten Saisonsieg erneut unterstrichen. Beim 31:13 gegen die überforderten Atlanta Falcons lief die Offense von Head Coach Kyle Shanahan erneut zu Höchstform auf und erzielte insgesamt vier Touchdowns. Quarterback Jimmy Garoppolo verbuchte 235 Yards und auch Running Back Jeff Wilson überzeugte mit 110 erlaufenen Yards.

Gute Arbeit lieferte aber auch die Defense ab: Das entscheidende Play lieferte wieder einmal Nick Bosa. Der NFL-Rookie des Jahres 2019 sackte Falcons-Quarterback Matt Ryan kurz nach der Halbzeit bei 3rd & 8 und provozierte so gleich noch einen Fumble. Für Bosa war es der 15. Sack der Saison, damit liegt er hinter T.J. Watt von den Pittsburgh Steelers auf Rang 2.

Taylor beendet Siegesserie der Patriots

Die Erfolgsserie der New England Patriots ist gerissen: Nach sieben Siegen hintereinander musste sich das Team von Bill Belichick den Indianapolis Colts mit 17:27 geschlagen geben. Der zuletzt gross aufspielende Quarterback Mac Jones erwischte für einmal einen schlechten Tag: Der 23-Jährige brachte nur 26 seiner 45 Pässe an den Mann und er warf neben zwei Touchdown-Pässen auch zwei Interceptions.

Überragender Mann der Colts, die den Playoffs einen grossen Schritt näher gekommen sind, war einmal mehr Running Back Jonathan Taylor. Er war mit 170 erlaufenen Yards und dem entscheidenden Touchdown rund zwei Minuten vor Schluss mal wieder nicht zu bremsen.

Jaguars-Fan rennt bei Touchdown aufs Spielfeld

Beim Duell Not gegen Elend feierten die Houston Texans gegen die Jacksonville Jaguars mit 30:16 den dritten Saisonsieg. Highlight aus Sicht der Texans: der 98-Yard-Kick-Return durch Tremon Smith.

Highlight aus Sicht der Jaguars: Nach dem einzigen Touchdown durch James Robinson sprintet läuft torkelt ein Fan in die Endzone und feiert den Touchdown ausgelassen. «Icke, bist es du?», dachten sich wohl viele deutschsprachige Zuschauer, doch wir können Entwarnung geben. Er war es nicht.

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