DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Peloton auf der ersten Etappe 2021 rund um Frauenfeld.
Das Peloton auf der ersten Etappe 2021 rund um Frauenfeld.
Bild: keystone

Nach dem geglückten Test erhalten die Frauen eine «richtige» Tour de Suisse

Der Frauen-Radsport ist im Hoch. Am Samstag findet erstmals eine Ausgabe von Paris–Roubaix für das weibliche Geschlecht statt. Gleichzeitig gaben die Organisatoren der Tour de Suisse bekannt, das Rennen zu verlängern.
01.10.2021, 15:5201.10.2021, 16:39

Nach dem gelungenen Pilotversuch in diesem Jahr wird die Tour de Suisse Women ausgebaut. Im nächsten Juni besteht sie nicht mehr wie 2021 aus zwei, sondern aus vier Etappen. Das teilten die Organisatoren am Freitagnachmittag mit.

«Die Reaktionen vonseiten der Teams, des Publikums wie auch medial auf die Premiere des Frauenrennens zeigten, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt der Direktor der Tour de Suisse, Olivier Senn. «Diesen positiven Schwung wollen wir mitnehmen und die ‹TdS Women› zu einem richtigen Etappenrennen ausbauen.»

Reusser im Leadertrikot?

Eines der Teilstücke der Rundfahrt, die vom 18. bis am 21. Juni über die Bühne gehen wird, wird ein Einzelzeitfahren sein. In dieser Disziplin gehört die Schweizerin Marlen Reusser zu den Besten der Welt. Sowohl an den Olympischen Spielen wie auch an den Weltmeisterschaften gewann die Bernerin in diesem Jahr die Silbermedaille, dazwischen triumphierte Reusser an den Europameisterschaften. Sollte die Tour de Suisse mit dem Kampf gegen die Uhr eröffnet werden, sind ihre Chancen gross, ins Leadertrikot zu schlüpfen, was den Veranstaltern hinsichtlich der Beachtung in der Schweiz bestimmt nicht ungelegen käme.

Unterwegs zu Olympiasilber: Reusser in Tokio.
Unterwegs zu Olympiasilber: Reusser in Tokio.
Bild: keystone

Senn sagte weiter, dass es das Ziel der Veranstalter sei, die Frauen-Ausgabe der Tour de Suisse längerfristig als Fixpunkt im internationalen Rennkalender zu etablieren. «Wir sind überzeugt, am richtigen Ort in die Zukunft zu investieren.»

Premiere in Roubaix

In der Tat wird der Frauen-Radsport nach und nach populärer. Das zeigt sich auch darin, dass am Samstag zum ersten Mal der Eintagesklassiker Paris–Roubaix für Frauen durchgeführt wird. Die letzten 85 Kilometer des Rennens sind identisch mit jenem der Männer vom Sonntag.

«Es gibt für mich keinen Grund, weshalb es kein Paris–Roubaix für Frauen geben soll», sagte David Lappartient, der Präsident des Weltverbands UCI, bei der Ankündigung des Rennens. «Uns ist es wichtig, dass die Gleichstellung der Geschlechter in die richtige Richtung geht. Ich glaube, dass es für Frauen wichtig ist, die gleichen Möglichkeiten wie die Männer zu haben.»

Insgesamt müssen die Frauen auf dem Weg ins Vélodrome von Roubaix 116,4 Kilometer zurücklegen, auf denen 17 Abschnitte mit Kopfsteinpflaster auf sie warten. Dazu gehören die berühmten Sektoren Mons-en-Pévèle und Carrefour de l'Arbre. Nicht auf dem Programm steht bei den Frauen der Wald von Arenberg.

Drei Schweizerinnen dabei

Alle neun Teams der Women's World Tour sind am Start und damit auch jene von Marlen Reusser und der Genferin Elise Chabbey, die an der Tour de Suisse in Frauenfeld die erste Etappe gewonnen hatte. Beide stehen im Aufgebot ihrer Teams. Mit der 20-jährigen Noemi Rüegg geht in Denain eine dritte Schweizerin an den Start.

Chabbey gewinnt in Frauenfeld im Sprint gegen Ex-Weltmeisterin Lizzie Deignan.
Chabbey gewinnt in Frauenfeld im Sprint gegen Ex-Weltmeisterin Lizzie Deignan.
Bild: keystone

Von einem «wichtigen Entwicklungsschritt im Frauen-Radsport» sprach Chabbey gegenüber SRF. Ihre Kollegin Reusser findet es «nichts als zeitgemäss, dass es dieses Rennen nun auch für Frauen gibt.» Wer es sehen will, muss Eurosport einschalten – das Schweizer Fernsehen überträgt stattdessen ein Töffrennen. Das Rennen der Männer am Sonntag wird auch auf SRF zu sehen sein.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Schweizer Medaillen-Gewinner bei Olympia 2020 in Tokio

1 / 14
Alle Schweizer Medaillen-Gewinner bei Olympia 2020 in Tokio
quelle: keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So abrupt enden Velowege in Zürich

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Paris–Roubaix nass und schlammig – die «Hölle des Nordens» verspricht noch mehr Spektakel

Ein Frühlingsklassiker im Herbst: Nach zweieinhalb Jahren des Wartens findet am Sonntag die nächste Ausgabe von Paris–Roubaix statt. Erstmals seit dem Jahr 2002 dürfte es eine sehr nasse und dreckige Angelegenheit werden.

Radsportfans haben sich noch kaum vom fantastischen WM-Rennen am vergangenen Sonntag erholt, da steht am Sonntag gleich das nächste Highlight bevor. Paris–Roubaix ist ja ohnehin ein spektakuläres Rennen, vermutlich das grossartigste Eintagesrennen der Profis. «Ein wildes Rennen, ein Wettkampf für Tiere, der aber von Menschen bestritten wird», beschrieb Jacques Goddet, ein halbes Jahrhundert lang Direktor der Tour de France, den Klassiker einst.

Und in diesem Jahr kommt zu den holprigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel