Sport
Wendy Holdener

Weltcup-Final: Holdener fährt im Slalom aufs Podest, Shiffrin siegt

Slalom der Frauen, Hafjell
1. Mikaela Shiffrin (USA) 2:07,61
2. Wendy Holdener (SUI) +1,32
3. Emma Aicher (GER) +1,36
12. Melanie Meillard (SUI) +3,15
13. Camille Rast (SUI) +3,30
18. Eliane Christen (SUI) +3,79

Switzerland's Wendy Holdener celebrates at the finish area of an alpine ski, women's slalom race, at the Lillehammer World Cup Finals, in Hafjell, Norway, Tuesday, March 24, 2026. (AP Photo/ ...
Mikaela Shiffrin fährt zum Abschluss der Slalom-Saison erneut aufs Podest.Bild: keystone

Holdener holt Podest zum Abschluss der Slalom-Saison – Shiffrin baut Vorsprung aus

Mikaela Shiffrin fährt beim Saisonfinale in Hafjell im Slalom in einer eigenen Liga und zu ihrem 110. Sieg im Weltcup. Direkt hinter der Amerikanerin klassiert sich Wendy Holdener.
24.03.2026, 09:3024.03.2026, 15:57

Shiffrin spielte ihre Qualitäten auf dem nicht allzu steilen Hang voll aus und distanzierte die Konkurrenz um 1,32 Sekunden und mehr. Soweit nichts neues, schliesslich war es bereits ihr sechster Sieg in dieser Saison mit mehr als einer Sekunde Vorsprung. Der 110. Triumph auf höchster Stufe war dennoch ein spezieller. Es war ihr neunter Slalom-Sieg in der zu Ende gegangenen Weltcup-Saison. Etwas, das weder ihr noch einer anderen Fahrerin zuvor gelungen war. Hinzu kommt der Olympiasieg in Cortina d'Ampezzo.

«Es war eine spektakuläre Saison», sagte Shiffrin nach dem Rennen gegenüber SRF und reichte die Lorbeeren weiter an ihr Team, in dem alle jeden Tag hart für den Erfolg arbeiten würden. Zum bereits neunten Mal stemmte sie die kleine Kristallkugel in die Höhe, die sie logischerweise bereits vorzeitig gesichert hatte.

Camille Rast verhinderte mit ihrem Sieg in Kranjska Gora die perfekte Slalom-Saison von Shiffrin. Auf dem flachen Gelände in Hafjell kam die Weltmeisterin aus dem Wallis, die mit körperlichen Problemen kämpft, jedoch nicht auf Touren. Sie klassierte sich unmittelbar hinter Teamkollegin Mélanie Meillard im 13. Rang.

Happy End für Holdener

Wendy Holdener war beim Saisonfinale in der Umgebung von Lillehammer «best of the rest». Die Schwyzerin lag bereits bei Halbzeit auf Platz 2 und verteidigte ihre Position im zweiten Lauf souverän. Sie stieg im zweiten Slalom in Folge auf das Podest und zum dritten Mal in dieser Saison. «Eine Saison so beenden zu dürfen ist cool», so die 32-Jährige, die eine Medaille an den Olympischen Spielen und damit ihr grosses Saisonziel als Vierte knapp verpasst hatte. In der Folge habe sie grosse Schwankungen im Gefühlsbereich gehabt, «es war ein Chaos in mir drin».

Mit einem Kurztrip nach Hongkong gönnte sich Holdener eine kurze Verschnaufpause, ehe es in der Heimat wieder zurück auf die Ski ging. «Ich habe wieder ein gutes Gefühl bekommen und konnte dieses in den Weltcup mitnehmen. Ich habe die Freude wiedergefunden.» Die Disziplinenwertung schloss sie hinter Shiffrin und Camille Rast auf dem 3. Platz ab.

Die minimale Chance von Aicher

Beim letzten Slalom der Saison blieb sie knapp vor Emma Aicher. Die junge Deutsche vertagte damit die Entscheidung um die grosse Kristallkugel. Vor dem abschliessenden Riesenslalom am Mittwoch hat sie einen Rückstand von 85 Punkten auf Shiffrin. Aicher muss das Rennen gewinnen und gleichzeitig auf einen «Nuller» von Shiffrin hoffen. Letztere sagte, angesprochen auf den Ausgang bei den Männern: «Es kann alles passieren. Man muss bis zur letzten Ziellinie der Saison alles geben.» (nih/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup
1 / 13
Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

Abfahrt Männer: Marco Odermatt gewinnt am 17. Januar 2026 in Wengen.

quelle: keystone / peter schneider
Auf Facebook teilenAuf X teilen
YouTuber wagt sich gegen Ski-Star Marco Odermatt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
2
José Mourinho wird Doktor – und überrascht mit seiner Dankesrede die Fussballwelt
23. März 2009: José Mourinhos übergrosses Ego wird noch mehr aufgeplustert: «The Special One» wird zum Ehrendoktor ernannt. Seine Reaktion ist allerdings so unglaublich bescheiden, dass die Kinnladen reihenweise runterfallen.
Je zweimaliger Champions-League- und Europa-League-Sieger sowie einmaliger Conference-League-Sieger, Meister mit Porto, Chelsea, Inter Mailand und Real Madrid, mit allen Klubs auch Cupsieger – José Mourinhos Titel-Palmarés lässt sich sehen. Noch umfangreicher ist nur seine Sammlung arroganter Sprüche. Der Portugiese ist nie um eine schlagfertige Antwort verlegen. So gibt er bereits bei seiner Vorstellung 2004 bei Chelsea den Tarif durch mit dem Kult-Satz: «Ich bin nicht einfach irgendeiner, ich bin ‹a special one›!»
Zur Story