Fiva nach Skicross-Bronze: «Die Italiener haben gesagt, sie haben Freunde beim Fotofinish»
Alex Fiva sichert sich wie schon vor vier Jahren in Peking eine Medaille im Skicross. Gewann er damals Silber, sicherte sich der Bündner in Livigno diesmal Bronze.
Viel fehlte nicht, und es wäre wieder Rang 2 geworden. Das Zielfoto sprach aber hauchdünn gegen den Schweizer und für den Italiener Federico Tomasoni, der hinter seinem Landsmann Simone Deromedis den Doppelerfolg für die Gastgeber perfekt machte.
«Es war Horror», erklärte Fiva nach dem «strengsten Rennen überhaupt» beim SRF. Schon nach der ersten Runde habe er Krämpfe gehabt, weil der Kurs «so langsam» gewesen sei. Dies steigere den Wert der Medaille noch einmal, sagte der 40-Jährige, «es war Wahnsinn!» Erst habe er zwar gedacht, dass er Silber gewonnen habe. «Das habe ich den Italienern gesagt, aber sie meinten, sie haben Kollegen beim Fotofinish und die haben das Bild noch bearbeitet», spasst Fiva, «aber nein, es ist super, einfach eine Medaille!»
Das sagt Alex Fiva:
Wann ist in der Schweiz Olympia? 2038? Nein, ich weiss noch nicht, wie meine Zukunft aussieht. Im Moment einfach geniessen.»
Deromedis krönte sich zum Nachfolger von Ryan Regez. Der Goldmedaillengewinner von Peking scheiterte im Halbfinal und nach einer Gelben Karte wurde der 31-jährige Berner Oberländer schliesslich nicht für den kleinen Final zugelassen und im 8. Rang klassiert. «Am Ende war es einfach ein Fehler zu viel, dann reicht es halt nicht für Edelmetall», sagte Ryan Regez später mit Tränen in den Augen im SRF-Interview.
Bereits früher ausgeschieden waren die anderen beiden Schweizer. Tobias Baur und Romain Détraz wurden in ihren Achtelfinal-Läufen jeweils Dritte und verpassten damit den Vorstoss in die nächste Runde. (nih/sda)
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