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This image released by ABC shows Roseanne Barr, left, and John Goodman in a scene from the comedy series

Roseanne Barr und John Goodman in der abgesetzten Serie «Roseanne». Bild: AP/ABC

«Roseanne» wird nach rassistischem Tweet gefeuert – und macht dann alles noch schlimmer



Die US-Sitcom «Roseanne» ist nicht mehr. Nach einem rassistischen Tweet der Hauptdarstellerin Roseanne Barr zog die Produktionsfirma ABC die Notbremse und kündigte das sofortige Ende der Fernsehserie an. 

Der Tweet, der das Ende der Sitcom bedeutete

Roseanne Barr twitterte: «Die muslimische Bruderschaft und der Planet der Affen haben ein Baby bekommen=vj». Mit «VJ» meinte sie Valerie Jarrett, eine ehemalige Beraterin von Barack Obama im Weissen Haus. Jarrett wurde im Iran geboren und ist die Tochter afroamerikanischer Eltern.

Roseanne Barr entschuldigte sich in Folge bei der angegriffenen Person und bei allen Amerikanern. Es tue ihr wirklich leid, so die Schauspielerin. «Mein Witz war geschmacklos.» 

Gleichzeitig kündete Barr an, Twitter sofort zu verlassen. 

Rund elf Stunden herrschte dann auch Ruhe auf besagtem Kanal. Doch dann kehrte die 65-Jährige zurück und machte alles noch viel schlimmer. 

Barrs Twitter-Sturm

In den letzten Stunden setzte Barr über 50 Tweets und Retweets ab: ein Mix aus Verschwörungstheorien und Erklärungsversuchen.

Zunächst entschuldigte sich die gefeuerte Schauspielerin erneut. Vor allem bei den Mitarbeitern, die aufgrund ihres Tweets den Job verloren haben. 

Dann wandte Barr sich an ihre Unterstützer, sie wolle nicht verteidigt werden. Sie habe den Tweet morgens um zwei Uhr abgesetzt und es sei «Memorial-Day» gewesen, erklärte sie ihren Fehltritt. 

Doch wie ernst Barr ihre Entschuldigung meint, bleibt fraglich. Denn gleichzeitig retweetete sie die Meinungen von Personen, die ihren rassistischen Tweet verteidigten. Etwa die Aussage eines Users, der argumentierte, dass es wissenschaftlich Sinn mache, Menschen mit Affen zu vergleichen, da die DNA zu 96 Prozent übereinstimme. 

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screenshot: twitter

Barr retweetete gar die Behauptung, sie habe ihre Entschuldigung nicht ernst genommen. 

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Doch damit nicht genug: Barr verbreitete auch Bilder, die sich schon lange als «fake» herausgestellt hatten. Etwa ein gefälschtes Foto bei dem Schauspielerin Whoopi Goldberg ein T-Shirt trägt, auf dem sich Donald Trump in den Kopf schiesst. Mittlerweile löschte sie den Retweet wieder. 

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Barr retweetete dieses Fake-Foto.  screenhsot: snopes.com

Das Goldberg-Foto war nicht der einzige Fake, den sie retweetete, doch auf weitere Beispiele verzichten wir hier. Sie waren jedenfalls derart fehl am Platz, dass sogar der rechtskonservative TV-Sender «Fox News» nicht darum herumkommt, Barr zu kritisieren

Barr steht nicht erst seit gestern in der Kritik. Ihre Tweets sorgten bereits mehrere Male für Wirbel. So verglich sie erst kürzlich Chelsea Clinton mit dem Esel aus «Shrek». (cma)

Fake bleibt Fake: Diese manipulierten Bilder machen im Netz immer wieder die Runde

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Video: srf

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