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In Dubai wird der teuerste Kaffee der Welt serviert – CHF 790 pro Tasse

Video: extern/sainath bovary

Dieser Kaffee kostet ... einfach wirklich verdammt viel

Natürlich wird der teuerste Kaffee der Welt in Dubai serviert – aufgebrüht aus panamaischen Bohnen. Florale und fruchtige Noten, für die man tief in die Tasche greifen muss. Sehr tief.
15.11.2025, 19:0515.11.2025, 19:05

In Dubai, wo Luxus zum Alltag gehört, serviert ein Café jetzt den teuersten Kaffee der Welt. Gebraut aus panamaischen Bohnen, die zu Goldpreisen gehandelt werden – fast 800 Franken pro Tasse.

Im ehemaligen Industrieviertel, das sich inzwischen zum Hotspot für Kaffeeliebhaber gemausert hat, liegt das Julith. Laut Mitgründer Serkan Sağsöz plant das Café, rund 400 Tassen des edlen Gebräus pro Tag zu servieren.

Venu du Panama, le café le plus cher du monde s'invite à Dubaï
Der aufgebrühte Kaffee schmeckt milder, ausgewogener und weniger bitter als herkömmlicher heisser Kaffee – weil die Kaltaufguss-Methode die feinen Aromen entfalten lässt, ohne die durch Hitze entstehende Bitterkeit.Image: Julith

Der Kaffee kostet 3600 Dirham – rund 794 Franken. Das sind gut 100 Franken pro Schluck. Dafür bekommt man ein Getränk mit blumigen und fruchtigen Noten, das eher an Tee erinnert. «Es ist wie Honig – zart und weich», beschreibt Sağsöz, der in seiner Heimat Türkei sieben Jahre lang ein Café führte, bevor er im vergangenen August das Julith eröffnete.

«Noten von weissen Blüten wie Jasmin, dazu Zitrusfrüchte – Orange, Bergamotte – und ein feiner Hauch von Aprikose und Pfirsich.»
Serkan Sağsöz

Dubai, Tempel des Luxus, ist bekannt für seine extravaganten Projekte – vom höchsten Turm der Welt über prunkvolle Hotels bis hin zu künstlichen Inseln. «Wir hatten das Gefühl, dass Dubai der perfekte Ort für dieses Investment ist», sagt der Unternehmer weiter.

Nächster Rekord in Dubai

Schon im September schaffte es das Emirat ins Guinness-Buch der Rekorde – damals mit dem teuersten Kaffee der Welt, serviert vom Café Roasters für 2500 Dirham, also rund 550 Franken. Dass dieser Rekord in einer Stadt voller Millionäre nun schon wieder gebrochen wurde, überrascht daher kaum.

In einer Mitteilung erklärt das Café, es habe beim Kaffeebohnen-Auktionsverkauf in Panama den höchsten Preis aller Zeiten bezahlt. Rund 20 Kilo der kostbaren Bohnen gingen dort nach einer regelrechten Bieterschlacht mit 549 Geboten für etwa 2,2 Millionen Dirham – also rund 485'000 Franken – über den Tisch.

«Die Auktion dauerte 13 Stunden. Wir haben uns mit vor allem asiatischen Unternehmen gemessen, die solche Verkäufe sonst meist für sich entscheiden, (...). Entsprechend gross war die Überraschung, als unser Name verkündet wurde.»
Serkan Sağsöz

Der Kaffee, Nido 7 Geisha genannt, stammt von den Plantagen der Hacienda La Esmeralda in der Nähe des Vulkans Barú, dem höchsten Punkt Panamas. Bei der renommierten Verkostung «Best of Panama» erreichte er laut den Organisatoren eine Rekordbewertung von 98 von 100 Punkten.

Das Julith gibt an, bereits zahlreiche Anfragen von asiatischen Käufern und emiratischen Kaffeefans erhalten zu haben – darunter sogar Sammler seltener Bohnen. Doch abgesehen von einer kleinen Menge, die für Dubais Herrscherfamilie reserviert ist, will das Café sein kostbares Geheimnis lieber für sich behalten. (sbo/AFP/hde)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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benedoc
15.11.2025 19:32registriert April 2017
Die Bitterstoffe entstehen nicht beim brühen, sondern beim (übermässigen) Rösten.
Und Cold Brew holt meistens gerade nicht die speziellen Aromen aus dem Kaffee heraus, aber die Bitterstoffe auch nicht. So bekommt man aus den meisten Kaffees - ob Luxus- oder Migrosbohnen - ein mittelmässiges, harmloses und charakterarmes Getränk. Und das auf sehr ineffiziente Weise, weil das meiste von der Bohne gar nicht rausgelöst wird.

Fazit: Aus einer Luxusbohne auf ineffiziente Weise ein durchschnittliches Produkt erzeugen und für exorbitante Preise verkaufen: Typisch Dubai, würd ich sagen.
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Nino F.
15.11.2025 21:29registriert April 2017
Die Menschheit steht vor einer wichtigen Aufgabe: Den Überreichen ihr Geld wegnehmen.
Das mein ich total unironisch. Es reicht.
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Markus Maag
15.11.2025 21:19registriert Mai 2024
Bekommen die Kaffebauern auch entsprechenden Lohn? Wird wohl kaum so sein! Sowas ist einfach nur noch pervers!
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