Wirtschaft
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Artifical Intelligence Teaser

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Mehr Daten und hungrigere Unternehmer: Das sind die chinesischen Trümpfe im Kampf um die KI-Lufthoheit.



Wenn sich Donald Trump und Xi Jinping am kommenden Samstag in Buenos Aires treffen werden, dann geht es vordergründig um Handelsverträge, Zölle und Patentrechte. Hintergründig jedoch geht es auch um die Gretchenfrage des 21. Jahrhunderts: Wer wird die führende Nation auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI) sein?

FILE - In this Nov. 9, 2017, file photo, U.S. President Donald Trump and Chinese President Xi Jinping participate in a welcome ceremony at the Great Hall of the People in Beijing, China. Trump is to meet with Xi at the Group of 20 summit in Buenos Aires, Argentina, on Friday, Nov. 30, and Saturday, Dec. 1. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Treffen sich in Buenos Aires: Xi Jinping und Donald Trump. Bild: AP/AP

Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts wäre das eine absurde Frage gewesen. Die USA besassen mit dem Silicon Valley das Epizentrum der digitalen Revolution. Wer es in der KI auf einen grünen Zweig bringen wollte, schlug seine Zelte in der Nähe von Palo Alto auf. Die Chinesen wurden als fleissige, aber harmlose Nachahmer belächelt.

Das war gestern. China werde das KI-Wettrennen klar gewinnen, lautet heute die These, die Kai-Fu Lee in seinem Buch «AI Superpowers» vertritt. Lee ist nicht irgendwer. Bevor er in China seine eigene Firma gegründet hat, war er in führender Position bei Apple und Microsoft tätig gewesen, und er hat Googles Geschäft in China aufgebaut. Sein Buch gilt in der KI-Szene derzeit als must read.

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Hat ein wichtiges Buch geschrieben: Kai-Fu Lee.

Lees These lässt sich wie folgt zusammenfassen: KI ist heute kein akademisches, sondern ein praktisches Problem. Dank dem Deep Learning sind die theoretischen Fragen weitgehend gelöst, es geht nun um die Umsetzung. Auf diesem Gebiet hat China die besseren Karten: Die Unternehmen haben mehr Hunger, es hat mehr Daten und es gibt eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und dem Staat.

Grundlage der KI ist das sogenannte Deep Learning. Will heissen: Man will der Software nicht mehr logisches Denken beibringen, wie das lange der Fall war. Vielmehr geht es darum, Algorithmen zu entwickeln, die es der Software erlauben, dank einer Fülle von Daten selbstständig Muster zu erkennen. In der Praxis bedeutet dies viel und langweilige Routinearbeit.

Unmengen von Fotos und Videos müssen den Robotern gefüttert werden, bevor sie wissen, was ein Auto, ein Rotlicht oder eine Schokolade ist, und dass sie erkennen, dass eine Katze eine Katze ist, unabhängig davon, ob sie weiss oder schwarz ist.

epa04538516 An undated artistic sketch handout picture released by Google on 23 December 2014 shows a prototype of a self-driving car. Google unveiled its first 'fully functional' self-driving car on 22 December 2014, the company said. 'Today we're unwrapping the best holiday gift we could've imagined: the first real build of our self-driving vehicle prototype,' the statement on the company's Google Plus social media site said. Google announced in May 2014 it would develop its own self-driving vehicles, which would use an array of sensors and computers to navigate streets without a driver at the controls.  EPA/Google  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Dank Deep Learning fährt es selbst: das Google-Auto. Bild: EPA/Google

Typische Beispiele, in denen Deep Learning bereits eingesetzt wird, sind die selbstfahrenden Autos oder die Diagnose von Krankheiten. «Wir sind so aufgeregt über Deep Learning, weil seine Kernkompetenz – die Fähigkeit, Muster zu erkennen, sie für einen bestimmten Zweck zu optimieren und Entscheide zu fällen – für viele und verschiedene Alltagsprobleme eingesetzt werden kann», stellt Lee fest.

Weil die theoretischen Fragen gelöst sind, schlägt nun die Stunde der Praktiker. «Der grösste Teil der schwierigen abstrakten KI-Arbeit ist getan», so Lee. «Jetzt müssen die Unternehmer die Ärmel hochkrempeln und die Algorithmen in nachhaltige Businessmodelle umsetzen.»

Um den Charakter der chinesischen Unternehmer-Generation zu verdeutlichen, schildert Lee folgenden Vorfall. Um die Jahrhundertwende hielt er einen Vortrag an einer Universität in Peking. Spät abends kehrte er auf den Campus zurück. Dabei stellte er fest, dass immer mehr Studenten aus ihren Schlafsälen kamen und sich auf die Strasse setzten.

Bald erkannte Lee den Grund dieses seltsamen Rituals. In den Schlafsälen wurde um 23 Uhr das Licht gelöscht. Die Studenten setzten sich unter Strassenlampen, um so ein paar zusätzliche Lernstunden in ihren schon arbeitsreichen Tag pressen zu können.

Actors Russell Crowe, left and Djimon Hounsou appear in a scene from Dreamworks Pictures

Die römischen Gladiatoren sind in China zu Internet-Gladiatoren mutiert. Bild: AP DREAMWORKS

Die Studenten von damals sind die Unternehmer von heute. Lee vergleicht sie mit römischen Gladiatoren. Wer den erbarmungslosen Wettbewerb in der chinesischen Start-up-Szene überlebt, den kann nichts mehr schrecken.

Das im Westen verpönte Kopieren hat dabei einen speziellen Wert. «Genau dieses weitverbreitete Klonen hat die Unternehmen zur Innovation gezwungen», so Lee. «Wer im Internet-Kolosseum überleben will, muss permanent Produkte wiederholen, Kosten im Griff haben, fehlerlos produzieren, positive PR generieren, Geld auftreiben. […] Dieser Friss-oder-stirb-Wettbewerb, in dem man ständig von rücksichtslosen Nachahmern umgeben ist, hat die hartnäckigste Unternehmensgeneration der Welt hervorgebracht.»

Der gnadenlose Wettbewerb im chinesischen Internet-Kolosseum zeigt Früchte. So hat die UBS kürzlich in einer Vermögensstudie festgehalten, dass in China alle zwei Tage ein neuer Milliardär entsteht. Der «Economist» meldet derweil, dass es inzwischen mehr chinesische Unicorns – Start-ups, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind – gibt als im Silicon Valley.

Selbst der ehemalige technologische Rückstand der Chinesen erweist sich nun als Wettbewerbsvorteil. Desktop-Computer waren bloss einer Elite vorbehalten. Für die normalen Chinesen hat das digitale Zeitalter mit dem Smartphone begonnen. Inzwischen ist es ein «digitales Schweizer Armeemesser» geworden, wie Lee sich ausdrückt.

In this Sept. 11, 2018, photo, people use smartphones in front of an electronic stock board of a securities firm in Tokyo. Asian shares were mostly higher Wednesday, Sept. 19, 2018, despite jitters over the escalating trade dispute between the U.S. and China. (AP Photo/Koji Sasahara)

Chinesen machen alles mit dem Smartphone. Bild: AP/AP

Mit dem Smartphone erledigen die Chinesen praktisch alles. Bargeld ist aus dem Alltag verschwunden. Selbst die Bettler in Peking würden ihre Adressen bei Alipay oder WeChat angeben, spottet Lee. Shoppen, Flirten, Einkaufen, alles spielt sich online mit dem Smartphone ab.

Das wiederum verschafft den Chinesen einen wichtigen Vorteil im KI-Bereich: «Die Daten, die derzeit im mobilen Zahlungsverkehr generiert werden, ermöglichen die besten Einsichten über das Konsumverhalten, das die Welt je gesehen hat», stellt Lee fest. «Sie sind viel präziser als diejenigen, welche den Kreditkartenunternehmen und Online-Detaillisten wie Amazon oder Plattformen wie Google oder Yelp zur Verfügung stehen.»

Bleibt noch die Zusammenarbeit mit dem Staat. In den USA ist staatliche Unterstützung grundsätzlich verpönt. Politiker, die sich für Subventionen einsetzen, gehen ein hohes Risiko ein. Als etwa bekannt wurde, dass der Solarzellenhersteller Solyndra rund 500 Millionen Dollar staatliche Subventionen verbrannte, brach ein Sturm der Entrüstung los.

In China sieht man das nicht so eng. «Chinesische Regierungsvertreter sind bereit, einen Verlust zu verkraften, um hoch gesteckte Ziele zu erreichen», stellt Lee fest. «Der potenzielle Nutzen einer erfolgreichen Transformation lohnt sich für sie.»

A video screen plays footage of Chinese People's Liberation Army (PLA) soldiers on a robot from Chinese robot maker Jiangsu Eastern Golden Jade Intelligent Robot Co. at the World Robot Conference in Beijing, China, Wednesday, Aug. 15, 2018. The annual conference is a showcase of China's burgeoning robot industry ranging from companion robots to those deployed on manufacturing assembly line and entertainment. (AP Photo/Mark Schiefelbein)

Chinesischer Armee-Roboter. Bild: AP/AP

«Wer die KI beherrscht, beherrscht die Welt», soll Wladimir Putin gesagt haben. Tatsächlich wird KI automatisch in Verbindung gebracht mit Cyberwar, Robotersoldaten, Drohnen, etc. Für Lee liegt die Gefahr nicht im militärischen, sondern im ökonomischen Bereich. Wegen der KI wird sich die bereits bestehende grosse Ungleichheit nochmals massiv verstärken. Rund 40 Prozent der Arbeitsplätze werden gemäss Lee verschwinden. Und all dies wird sehr bald der Fall sein.

Die eigentliche Herausforderung der KI ist daher das Schaffen einer Gesellschaftsordnung, die in der Lage ist, die Würde der Menschen zu erhalten. Der Markt wird es nicht richten. «Die sich selbst korrigierenden Mechanismen des freien Marktes werden in einer Wirtschaft, die von KI getrieben wird, zusammenbrechen», so Lee. «Tiefe Arbeitskosten haben keinen Vorteil gegenüber Maschinen, und Daten-Monopole werden sich fortwährend am Leben erhalten.»

Es wird daher noch sehr viel menschlichen Verstand und noch mehr Empathie brauchen, wenn wir nicht in einem dystopischen Techno-Oligopol enden wollen. «Ich will nicht in einer neuen technischen Kastengesellschaft leben, in der sich eine KI-Elite abschottet, in unvorstellbarem Luxus lebt und den Rest der Menschheit mit Krümeln abspeist», so Lee. «Ich möchte in einer KI-Welt leben, die für alle Wohlstand kreiert. In einer Gesellschaft, die mehr Mitgefühl und Liebe hat.» Dass Lee zuerst an Krebs erkranken musste, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, ist eine andere Geschichte.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rednerpult Tester 01.12.2018 11:00
    Highlight Highlight Witz des Jahrtausends: Wenn IT Technik affine Personen wie Putin mit totalitären Aissagen trumpfen wollen, schaffe ich nicht einmal mehr ein müdes lächeln.
    Sorry, bin fachlich auf der Höhe. Höher als Putin, jedenfalls.
  • Rednerpult Tester 01.12.2018 10:55
    Highlight Highlight Der chinesische KI Selbstversuch wird dem Rest der Welt zeigen wie man es besser macht. Die neuen Techniken sind rasch geklaut und an Daten fehlt es auch hier nicht um die Chips zu füttern.
  • Rellik 30.11.2018 22:54
    Highlight Highlight Steile These, das Deep-Learning die Krone der Entwicklung ist...
    Das Neuronale Netzwerke theoretisch jede Funktion approximieren können wusste im Prinzip schon Turing (und wahrscheinlich etliche Mathematiker sogar vor ihm...). Durch mehrere "Layer" (aka Deep) wird die Anzahl der Parameter durch einen cleveren Trick verkleinert und mit den heutigen Datenmengen können die verbleibenden Parameter für einige Aufgaben einigermassen geschätzt werden. Wie das menschliche Hirn aber fähig ist aus extrem wenigen Beispielen zu lernen, davon haben wir noch sehr wenig Ahnung!
    • fant 01.12.2018 01:11
      Highlight Highlight Sorry für den Blitz. Wurstfinger!
  • zeromaster80 30.11.2018 21:21
    Highlight Highlight Es braucht keine hoch entwickelte KI um diesen Artikel als inhaltslosen Schmarren abzutun. Die Chinesen können nur kopieren und das wird auch so bleiben. Quasi alles an KI kommt aus den USA und nichts, ausser Chinesische Propaganda, deutet für die Zukunft auf was anderes hin. Klar abgesägt ist Europa, dank der Entwicklungsfeindlichen EU.
    • one0one 01.12.2018 10:47
      Highlight Highlight You are a dreamer...
    • zeromaster80 01.12.2018 12:11
      Highlight Highlight Du wirst mir sicher paar chinesische Errungenschaften im digitalen Zeitalter nennen können... Not.
    • illoOminated 01.12.2018 18:26
      Highlight Highlight @zeromaster80 China's Kopien bzw. verbesserte Versionen von Facebook, Uber, Yelp, etc mögen dir nicht bekannt und bei uns nicht verbreitet sein, bestimmen aber das Leben von hunderten Millionen Menschen weitaus stärker als es die entsprechenden Plattformen bei uns tun - und sie sind "dank" staatlichem Engagement fast nahtlos ineinander integriert. Die chinesische "App-Welt" ist der westlichen mittlerweile voraus in Sachen Kundennähe und gebotenem Service - sich vor so nem Kommentar etwas schlau machen lohnt sich.
  • #Klartext# 30.11.2018 19:34
    Highlight Highlight China hat eh schon die USA überholt und das ist gut so. Ein neues Zeitalter, eine neue Weltordnung wird bald kommen. China will rule!
    • zeromaster80 30.11.2018 21:12
      Highlight Highlight Überholt? Wo? Die Amis führen die Welt, erschreckenderweise, noch immer in fast allen Belangen vor.
    • Jungleböy 30.11.2018 23:43
      Highlight Highlight Du wirst dir noch weinend die amerikaner zurück wünschen, versprochen.
  • paddyh 30.11.2018 19:17
    Highlight Highlight Das ist meiner Meinung nach sehr kurzfristig gedacht. Die Bahauptung, dass KI kein akademisches Problem mehr ist, ist schlicht falsch. Deep Learning ist tatsächlich ein Ingenieursproblem und kein akademisches mehr, aber man spricht schon seit einigen Jahren von einem Deep-Learning-Plateau. Soll heissen, dass der Fortschritt sich verlangsamt, da Deep-Learning halt nicht der Weisheit letzter Schluss ist und es noch sehr viel braucht, um wirklich intelligente Maschinen zu entwickeln. Man sollte also solche Aussagen mit Vorsicht geniessen.
    • fant 01.12.2018 11:22
      Highlight Highlight Genau dazu gibt es im aktuellen Linux-Magazin (12/18) mit dem Titel 'Heisse Luft - wie intelligent künstliche Intelligenz wirklich ist'. Sehr zu empfehlen, leider online nicht verfügbar.

      Viel gute Info, mein Highlight: '... Ist zu konstatieren, dass KI-Systeme bisher über keine der angeführten Fähigkeiten in nennenswertem Ausmass verfügen.'
  • Platon 30.11.2018 17:57
    Highlight Highlight Tja, die Amerikaner werden für ihren McCartyism früher oder später ihren Preis zahlen. Die aktive Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik kann man noch so gerne leugnen, schlussendlich triffts die Wirtschaft selbst. Naja, wir kennen dieses laissez faire ja zur Genüge mit JSA...
  • äti 30.11.2018 14:25
    Highlight Highlight Bei KI ist Trump einsame Spitze (KI = Keine Intelligenz).
  • DerTaran 30.11.2018 13:01
    Highlight Highlight Was für ein Plädoyer für Parteidiktatur, Überwachungsstaat und Raubtierkapitalismus.

    Am besten die Demokratie und die Menschenrechte gleich abschaffen!
    • Platon 30.11.2018 18:03
      Highlight Highlight @DerTaran
      Gar nichts da! Es ist ein Plädoyer an eine aktivere Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik. Der bürgerliche Glaube, dass Private letztendlich alles besser machen ist vermutlich der grösste Irrglaube, den es gibt in der Politik. Wenn man alles auslagert gewinnen ein paar Reiche, aber für die Allgemeinheit ist nichts getan. Der Staat muss seine aktive Rolle wahrnehmen, damit sowohl Wirtschaft wie auch Gemeinwohl profitieren. In China ist es nur leider so, dass nur die Wirtschaft profitiert...
    • Meitlibei 30.11.2018 19:28
      Highlight Highlight Tja in diesem Bereich ist das aber (leider) klar ein Vorteil. Diese Bürokratie bricht Europa diesbezüglich das Genick. Die nächsten 10 Jahre werden spannend, finden aber wohl zum grossen Teil ohne Europa statt.
  • Ökonometriker 30.11.2018 11:27
    Highlight Highlight Tönt nach einer neuen Fassung von "Le Péril Jaune", Novikow, 1897.
    Sucht man wieder Rechtfertigungen für einen modernen Kolonialismus?
  • Hexentanz 30.11.2018 10:52
    Highlight Highlight Bin gespannt wann in China die ersten Drohnen Flugzeuge auf Flugzeugträger Landen, oder wann die erste chinesische Weltraumrakete ihre erste Stufe wieder auf der Erde landet.. oder auf einem Drohnenschiff.

    Keine Ahnung, bisher hab ich die meisten Hightech ANWENDUNGEN in den USA gesehen .. oder bin ich einfach nur Blind?

    • D(r)ummer 30.11.2018 11:24
      Highlight Highlight In Sachen Weltraumforschung sind die Chinesesen egoisten und dazu noch zu doof um Erfindungen abzukupfern.
      Aber eben nur in Sachen Weltraumforschung.
  • Ichsagstrotzdem 30.11.2018 10:11
    Highlight Highlight Nö, bedingungsloses Grundeinkommen brauchen wir nicht, wofür auch?
    • patientzero 01.12.2018 10:53
      Highlight Highlight Ich sehe auch nicht, wie der Wettbewerb im Namen von Nationalstaaten ausgetragen wird. Das ist ja eher Apple vs. Samsung oder so und hat mit all den coolen Völkern nicht viel zu tun.
  • Donald 30.11.2018 09:49
    Highlight Highlight Kann ich nicht bestäigen. Amerikanische Firmen sind auch sehr hungrig und Bargeld wird in China noch überall verwendet.
  • Scaros_2 30.11.2018 09:46
    Highlight Highlight Ich glaube man braucht für solch eine Analyse kein Studierter AI Experte zu sein. Das China im digitalen Zeitalter in der Welt die Nase vorn haben wird ist offensichtlich. Die Partei definiert alles in diesem Land. Mit ihren gigantischen Projekte, der Seidenstrasse etc. treiben sie den Handel voran von Physischen Güter und mit ihrer rigiden Kontrolle des Internets und allem drum herum kontrollieren sie alles, jedes einzelne Byte. Und dank Konzernen wie Huawei etc. haben sie auch den direkten Kontakt zur Bevölkerung.
    • rudolf_k 30.11.2018 13:32
      Highlight Highlight So ein unfassbarer Schwachsinn. In der Grundlagenforschung holen die Chinesen zwar auf, die überragende Mehrzahl der bahnbrechenden Papers wird aber immer noch in westlichen Institutionen geschrieben. Gerade in meinem Institut gab es 3 chinesische Doktoranden in genau diesem Gebiet (Deep Learning), die würden nicht in den Westen kommen falls China da so führend wäre. Dazu kommt, dass extrem viele chinesische Millionäre das Land verlassen wollen, da sie dort zwar gerne Geschäfte machen, die Zukunft Ihrer Familie jedoch dann auch lieber in einer freien Gesellschaft sehen.
    • Meitlibei 30.11.2018 19:34
      Highlight Highlight Die kommen solange hierher, wie sie das Wissen noch nicht haben, das geht aber keine 3 Jahre und sie sind rechts an uns vorbei gezogen. Da sind die Europäer in meinen Augen wohl zu kritisch/ängstlich/zuwenig flexibel (siehe dsvgo) .
  • Sauäschnörrli 30.11.2018 09:37
    Highlight Highlight Ist dass eine Buchzusammenfassung?

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