Wirtschaft
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Die Schweiz hat 2017 wieder mehr Kriegsmaterial ausgeliefert – am meisten an Deutschland



Die Schweiz hat 2017 mehr Rüstungsgüter ausgeliefert als im Vorjahr. Schweizer Unternehmen exportierten für 446.6 Millionen Franken Kriegsmaterial in 64 Länder. Nach einem tiefen Wert im Vorjahr beträgt das Plus 8 Prozent – trotz insgesamt rückläufiger Exportzahlen.

Die Ausfuhr von Kriegsmaterial hatte im vergangenen Jahr einen Anteil von 0,151 Prozent an der gesamten Warenausfuhr der Schweizer Wirtschaft. Das geht aus der am Dienstag publizierten Statistik vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hervor.

Dazu ein total passendes Video: Waffenexporte! Jeeee!

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Video: watson/Renato Kaiser

Knapp die Hälfte aller Ausfuhren ging nach Europa – Tendenz sinkend. Über ein Viertel der Lieferungen entfällt auf Asien (steigender Trend), nach Amerika gingen 14,3 Prozent (+3,2 Prozentpunkte) der Ausfuhren. Stark zurückgegangen sind die Exporte nach Afrika (-4,9 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent).

Ein MOWAG Piranha der Militaerpolizei bei einer Uebung  auf dem Gelaende des CONEX 15 Volltruppenuebungsplatzes im Industriegebiet von Muttenz BL am Freitag, 18. September 2015. Vom 16.-25. September 2015 fuehrt die Territorialregion 2 in der Nordwestschweiz und am Jurasuedfuss die Truppenuebung

Einer der Schweizer Exportschlager: der Piranha von der Mowag in Kreuzlingen Bild: KEYSTONE

Die drei Hauptabnehmerländer waren Deutschland mit Lieferungen im Wert von 117.7 Millionen Franken (diverse Munitionsarten und -komponenten), gefolgt von Thailand mit 87.6 Millionen Franken (Fliegerabwehrsysteme) und Brasilien mit 32.9 Millionen Franken (Feuerleitgeräte zu Fliegerabwehrsystemen).

Gemäss dem vor einem Jahr veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri rangiert die Schweiz auf Platz 14 der grössten Waffenexporteure. In den vergangenen Jahren gingen die Kriegsmaterialausfuhren aber tendenziell zurück – bis 2017 der Trend gestoppt wurde. (sda)

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 28.02.2018 06:04
    Highlight Highlight Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz verbieten!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankgeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das Rotkreuz-Ursprungsland
  • Jagr 27.02.2018 12:00
    Highlight Highlight Interessant wäre zu wissen, welche Firmen verkauft haben. Der Mowag-Panzer auf dem Bild z.B. ist wohl eher US-amerikanisch als schweizerisch, da die Unternehmung General Dynamics gehört.
    • Eskimo 27.02.2018 12:23
      Highlight Highlight Sieht halt ein wenig reisserischer aus einen Panzer abzubilden als das was wirklich exportiert wird. Aber was erwartest du von einem linkspopulistischen Portal..?
    • JoeyOnewood 27.02.2018 14:01
      Highlight Highlight Der Piranja wird doch in Kreuzlingen produziert, oder nicht? und die Mowag ist eine Schweizer Unternehmung, wem die gehört ist für Exporte nicht wirklich entscheidend. Oder wem gehört Glencore? oder Novartis?
    • TheDude10 27.02.2018 14:29
      Highlight Highlight Das ist kein Panzer und Mowag bzw. General dynamics beliefert sehr zwielichtige Gestalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smarties 27.02.2018 11:53
    Highlight Highlight Die Dual Use Güter sind auch spannen. Also solche, die fürs Militär oä und Privat genutzt werden können. Die sind deutlich laxer als für "reine" Kriegsgüter.
    m.srf.ch/radio-srf-virus/aktuell/bytes-pieces-dual-use-schweizer-exporte-im-schatten-der-kriegsindustrie
  • MARC AUREL 27.02.2018 11:19
    Highlight Highlight Wenn man Kohle machen kann spielt die hoch geliebte Neutralität keine Rolle mehr. Wir Schweizer spielen regelmässig an vordester Front mit! Indirekt mischen wir uns so ein daher sollten Waffenverkäufe an Ländern wie die Saudis usw verboten sein!
  • Snowy 27.02.2018 10:58
    Highlight Highlight Interessanterweise sind es dieselben Kreise, welche bei jeder Gelegenheit unsere Neutralität hochhalten, welche den Export von Kriegsmaterial sogar noch erleichtern wollen.

    Für die Schweiz muss es absolut tabu sein Waffen zu exportieren. Im speziellen dürfen keine Waffen an Länder geliefert werden, welche gerade Krieg führen: Ob dieser Krieg nun "gerecht" ist, darf dabei kein Kriterium sein.

    Ausnahmen könnten für Länder gemacht werden, welche seit Jahren bewiesen haben, dass sie keine Soldaten im Ausland stationieren und daher die Waffen einzig aus Gründen der Selbstverteidigung benötigen.
    • Eskimo 27.02.2018 12:24
      Highlight Highlight Was hat das mit der Neutralität zu tun?
    • Snowy 27.02.2018 13:51
      Highlight Highlight Falls ernst gemeint: Als neutraler Staat verpflichten wir uns zur Parteilosigkeit bei kriegerischen Auseinandersetzungen.

      Waffen sind ziemlich essentiell für jeden Krieg.
    • JoeyOnewood 27.02.2018 14:03
      Highlight Highlight Eskimo: Du solltest das, was dein Emoji im Anzeigebild tut, öfters auch tun. Nachdenken. Verkauft man der einen Seite Waffen, kann man nicht neutral sein. So einfach ist das.
    Weitere Antworten anzeigen
  • why_so_serious 27.02.2018 10:45
    Highlight Highlight Wer Krieg sät, der wird Flüchtlinge ernten.
    • silver*star 27.02.2018 13:02
      Highlight Highlight Das Gegenteil war ja im Kosovo der Fall.
      Da verhinderten Waffen, eine grössere Flüchtligsbewegung.
    • Hugo Wottaupott 27.02.2018 13:13
      Highlight Highlight Wer Flüchtlinge erntet hilft der verarmten heimischen Wirtschaft.
  • deepmind96 27.02.2018 10:14
    Highlight Highlight Ich finde es immer wider witzig, wohin es Schweizer überall schaffen trotz unserer vermeintlichen Neutralität.

    Wieso liefert man an Deutschland soviele Waffen? Die gehören janzu den ganz grossen Kriegstreibern dort im nahen Osten und verschachern Ihre Waffen an jeden der genug bezahlt, zusammen mit den Amis und Russen...
    • SeineEminenz 27.02.2018 11:13
      Highlight Highlight Ich glaube die deutschen werden kaum unsere munition (das kaufen die von uns) in den nahen osten weiterverticken
    • Hallo123 27.02.2018 11:13
      Highlight Highlight Was hat denn die Neutralität mit dem Verkauf von Waffensystemen zu tun? Das ist ein ganz normales wirtschaftliches Interesse von Rüstungsunternehmen.
    • silver*star 27.02.2018 12:45
      Highlight Highlight @K3tsch, 96m_fur

      Dann hätte man eurer Meinung nach auch im Kosovo nicht eingreifen sollen?
  • Blaugrana 27.02.2018 10:11
    Highlight Highlight Steht in diametralem Widerspruch zu unserem (folkloristisch erhöhten) Anspruch auf Neutralität. Kriegsmaterial - Exporte sollten sofort zu 100% verboten werden. Der wirtschaftliche Schaden daraus wäre ohne Probleme verkraftbar, die Fachkräfte in der Produktion wären auch für friedliche Zwecke einsetzbar. Sofort aufhören mit diesem Business, das ist heuchlerisch und falsch!
    • Fabio Haller 27.02.2018 11:05
      Highlight Highlight Wenn man schon von Neutralität hier redet dann bräuchte man ja auch kein Militär hier. Wo ich aber in Bezug auf den Wehrdienst dagegen bin.

      Schweizer Neutralität und Demokratie ist auch gleich gebunden mit freiem Handeln solange es nicht rechtswidrig ist und da ein Export von Waffen aus der Schweiz nicht rechtswidrig ist. Wird dass auch so bleiben.

      Unsere schweizerischen Waffen unternehmen kümmern sich einen "scheissdreck" über unsere Neutralität. Sie werben eher mit unserer vielfältigen Umwelt und strategischen "Fähigkeiten".
    • Kimbolone 27.02.2018 12:09
      Highlight Highlight Wenn du schon von Neutralität redest, dann sollte das Gesagte wenigstens stimmen.

      Das Haager Abkommen bezüglich Neutralitätsrecht verpflichtet den neutralen Staat klar und deutlich, seine Selbstverteidigung sicherstellen zu können, und dafür braucht die Schweiz sehr wohl ein Militär.
    • silver*star 27.02.2018 12:59
      Highlight Highlight

      Wenn sie in einem Rüstungsbetrieb arbeiten würden, und eine Familie zu ernähren hätten, sähen sie dies womöglich etwas anders.

      Ist es nicht auch heuchlerisch, eine Exportstopp für Waffen zu fordern, obwohl wir genau wissen, es änder überhaupt nichts, außer das die Waffen einfach von anderswo bezogen werden.

      Man könnte ja fast meinen, ein Exportstopp würde die Welt irgendwie friedlicher werden lassen.

      Oder geht es etwa bloss darum, den Saubermann spielen zu wollen?




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  • Bürger Ric 27.02.2018 10:06
    Highlight Highlight Und in der Sicherheits-Kommission des SR diskutiert man über die Lockerung für den Export von Waffen in Krisengebiete (auch die RUAG will das). Gleichzeitig fehlt die Kohle in der AHV, KK, usw. - wie neutral und ursachenblind ist unser Parlament? Geht das schon unter die Verweigerung des normalen Menschenverstands?

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