Wirtschaft
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epa08486906 An aircraft Airbus A220-300 (HB-JCS) of Swiss International Air Lines takes off at the Geneva Airport, in Geneva, Switzerland, 15 June 2020. Flights of the Swiss International Air Lines are partially resuming following a lockdown implemented to stem the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus that causes the COVID-19 disease.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Wegen Corona sind über der Swiss dunkle Wolken aufgezogen. Bild: keystone

Swiss-Rettungspaket in der Schwebe: «Das ist ein Powerplay von Deutschland und der EU»

Die Schweiz will die Swiss mit Milliardenkrediten in der Luft halten. Weil der Deutsche Staat nun plötzlich Lufthansa-Aktionär ist, braucht es dazu grünes Licht aus Berlin. Dies lässt auf sich warten. Die Folgen sind ungewiss.



Um was geht es?

Die Swiss und ihre Mutter Lufthansa streichen wegen der sich ausbreitenden Coronavirusinfektion sämtliche Flüge von und nach China bis zum 9. Februar. (Archiv)

Bild: KEYSTONE

Die Corona-Krise trifft die Airlines mitten ins Herz: Jeden Tag verbrennen die Lufthansa und ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Swiss Millionen. Swiss-Boss Thomas Klür machte von Anfang an klar: Ohne Staatshilfe überlebt selbst die einstige Cash-Cow des Lufthansa-Konzerns den Corona-Sturzflug nicht. In Windeseile zimmerte der Bund darum ein 1,275 Milliarden Franken schweres Rettungspaket für die Schweizer Airline. Die Verträge liegen seit Wochen unterschriftsreif bereit.

Deutschland unterstützt die Lufthansa mit neun Milliarden Euro. Die EU-Kommis­sion hat die ­Hilfe aus Berlin Ende Mai nach harten Verhandlungen bewilligt. Als Gegenleistung für die Milliardenhilfe hat die Deutsche Regierung Anfang Woche über den Wirtschaftsstabilitätsfonds (WSF) 20 Prozent des Lufthansa-Aktienkapitals übernommen. Dies, nachdem Grossaktionär der Lufthansa, Heinz Hermann Thiele, nach einem langen Poker grünes Licht für das Finanzpaket gegeben hat.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Was ist das Problem?

epa08380258 (FILE) - Lufthansa aircraft are parked on the North West runway at the Fraport International airport in Frankfurt/Main, Germany, 23 March 2020 (reissued 23 April 2020). German carrier Lufthansa on 23 April 2020 released their 1st quarter 2020 results, saying the Lufthansa Group revenues dropped by 18 per cent or 1.2 billion euro to 6.4 billion euros, compared with 7.8 billion euros in 2019, in the first quarter. The company said that in March alone, revenues declined by almost 1.4 billion euros or 47 per cent. Cost reductions could only partially offset the revenue decline in the quarter.  EPA/THORSTEN WAGNER

Die Kranich-Airline ist durch Corona arg ins Trudeln geraten. Bild: EPA

Die 9-Milliarden-Staatshilfe für die Kranich-Airline ist in der EU umstritten. Denn der Lufthansa-Konzern mit seinen Tochertfirmen Swiss, Eurowings, Austrian, Brussels Airlines hat in Europa trotz der Billig-Carrier eine grosse Marktmacht. So hat Ryanair bereits Klage gegen das Hilfspaket eingereicht.

Wie der Blick berichtete, darf der gesamte Lufthansa-Konzern laut EU-Vorgaben inklusive Tochtergesellschaften nicht mehr als 9 Milliarden Staatshilfen beziehen. Sonst wäre dies ein Verstoss gegen das EU-Wettbewerbsrecht.

Doch was passiert jetzt mit den 1,275 Milliarden aus der Schweiz? Formell muss nun der WSF das Schweizer Rettungspaket abnicken. Berlin entscheidet also, ob Bern die Schatulle öffnen darf oder eben nicht. Akzeptieren die Deutschen die Schweizer Hilfe, müssen sie das Rettungspaket für die Deutsche Lufthansa wohl um diesen Betrag stutzen. Ausser es wird nochmals mit der EU verhandelt.

Wie Tamedia berichtete, besuchte SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Montagabend seinen Amtskollegen Peter Altmeier in Berlin. Parmelin-Sprecher Urs Wiedmer sagt zu watson, der Bundesrat habe nochmals die Position der Schweiz dargelegt. Ohne jedoch eine konkrete Antwort zu erhalten. Die Schweiz dürfe «bald» eine Entscheidung des Deutschen Staates über das Schweizer Rettungspaket erhalten.

Was bedeutet das Hickhack für die Swiss?

Ob mit oder ohne Rettungspaket: Wegen der Coronakrise kommt es bei der Swiss, wie bei den meisten anderen Airlines, zu einem Stellenabbau. Denn viele Flugzeuge stehen nach wie vor herum. Bis im Herbst will die Swiss 40 Prozent der ursprünglich geplanten Flüge anbieten. So hat die Swiss laut Inside Paradeplatz dem Flugpersonal in Ausbildung 1000 Franken angeboten, wenn sie von sich aus kündigen.

Laut Swiss-Sprecherin Karin Müller soll es nicht nicht zu Entlassungen kommen. «Es ist nach wie vor das oberste Ziel, das Unternehmen mit der gesamten Belegschaft durch diese Krise zu führen», sagte Müller auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Vielmehr solle der Stellenabbau durch natürliche Fluktuationen, Pensionierungen und neue Teilzeitmodelle in allen Personalgruppen erreicht werden.

Das Unternehmen hat für die gesamte Belegschaft bis Ende Februar 2021 Kurzarbeit angemeldet.

Zwei statt 25 neue Flugzeuge

Swiss verschiebt Flugzeugauslieferungen

Um ihre Sparziele zu erreichen, muss die Swiss auch ihre Flotte verkleinern. Bis 2024 hätte die Schweizer Airline 17 Flugzeuge des Typs A320neo und acht A321neo erhalten sollen. Zwei der neuen A320neo wurden bereits geliefert. «Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Coronapandemie werden die weiteren Neuauslieferungen verschoben», sagte Swiss-Sprecherin Müller. Ob auch bereits getätigte Bestellungen gestrichen würden, gab sie jedoch nicht bekannt.

Inwiefern sich das Hickhack um das Rettungspaket auf die Airline selbst auswirkt, ist ungewiss. Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigte sich in einem Interview mit der NZZ zuversichtlich, was die Entwicklung der Swiss angeht.

Der Chef der Lufthansa Carsten Spohr will Privatpersonen für Flugreisen gewinnen, indem die Fluggesellschaft die Kosten für eine allfällige Rückreise übernimmt, falls Touristen am Zielort etwa nicht einreisen dürften. (Archivbild)

Lufthansa-Chef Carsten Spohr Bild: sda

Eine der Bedingungen, die die Lufthansa mit den Schweizer Staatshilfen akzeptieren müsste, ist die Erhaltung des Flughafens Zürich als wichtiges Drehkreuz der Lufthansa. Für Spohr offenbar keine schwierig einzuhaltende Auflage: «Die Swiss ist so erfolgreich und der Schweizer Markt so lukrativ, dass wir das schon aus betriebswirtschaftlicher Logik so machen.» Sprich: Die Swiss setzt auch nach der Corona-Pandemie auf einen starken Hub Zürich.

Gegenüber Tamedia liess sowohl die Swiss wie Lufthansa verlauten, dass die Swiss die Mittel zum Überleben erhalten werde – unabhängig vom Entscheid des deutschen Staates.

Was sagt der «Swiss-Politiker»?

«Das ist ein politisches Powerplay von Seiten Deutschland und der EU.»

Thomas Hurter, SVP

Der SVP-Nationalrat und Swiss-Pilot Thomas Hurter ist überzeugt, dass die beiden Länder zuletzt eine Lösung finden werden. «Das ist ein politisches Powerplay von Seiten Deutschland und der EU. Deutschland und die Schweiz haben ein sehr hohes Interesse daran, dass die Swiss mit der Edelweiss nicht geschwächt wird. Denn die beiden Airlines waren vor Covid-19 höchst rentable Airlines und haben den Wirtschaftsstandort Schweiz selbstständig angebunden.» Davon habe auch die Lufthansa profitiert. Hurter geht davon aus, dass die Verträge bis Mitte Juli unter Dach und Fach sind.

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139Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Toni.Stark 08.07.2020 21:44
    Highlight Highlight In wie fern wäre es möglich anstatt Geld einzuwerfen, schlicht die SWISS oder Lufthansa für eine Übergangsphase als unbankrottierbar zu erklären?
  • El Estupidoburro 08.07.2020 18:43
    Highlight Highlight Der Bundesrat sprach mal von einem Plan "B", falls die Hilfe von der Schweiz nicht zustande kommen sollte. Wäre interessant zu wissen was dahinter steckt und ob dieser Plan "B" immer noch aktuell ist.
  • B-Arche 08.07.2020 15:14
    Highlight Highlight In den 9 Milliarden des WSF ist die Swiss enthalten weil sie zum Lufthansa-Konzern gehört. Eigentlich ist das Angebot der Schweiz doch toll, die Bundesrepublik Deutschland muss damit weniger in die Lufthansa stecken.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.07.2020 16:15
      Highlight Highlight Sie wird dann weniger in die Lufthansa stecken können. Es handelt sich um einen Kredit, der zurückbezahlt werden will. Und wenn das Geld dann in die LH fliessen würde, ginge die Swiss leer aus. Damit wäre nichts gewonnen.
      Für die LH sind die 9 Mia. Hilfe und damit einhergehend eine Beteiligung des Staats ganz sicher interessanter als ein Kredit.
  • Der Kritiker 08.07.2020 14:53
    Highlight Highlight lasst sie bankrott gehen, damit überschuldet sich die lufthansa und geht ebenfalls zugrunde.
  • Stambuoch 08.07.2020 14:14
    Highlight Highlight Wieso muss man mit Steuermilliarde eine Fluggesellschaft retten, welche a) einem deutschen Unternehmen gehört und b) nicht einmal alle Landesflughäfen bedient?

    Versteckte einseitige Staatshilfe für den Flughafen Zürich?
    • Pafeld 08.07.2020 16:13
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um den patriotischen Akt der Rettung einer Nationalikone, sondern um die wirtschaftliche Unterstützung unserer wichtigsten Türen in die Welt. Wer das noch immer partout nicht begreifen will, könnte doch zur Abwechslung mal den Schnabel halten.
  • Warnung_420 08.07.2020 12:29
    Highlight Highlight Jeden Tag verbrennen die Lufthansa und ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Swiss Millionen. Swiss-Boss Thomas Klür machte von Anfang an klar: Ohne Staatshilfe überlebt selbst die einstige Cash-Cow des Lufthansa-Konzerns den Corona-Sturzflug nicht. In Windeseile zimmerte der Bund darum ein 1,275 Milliarden Franken schweres Rettungspaket für die Schweizer Airline.
    Lul, eine Firma die zu 100% einem Deutschen Unternehmen gehört ist doch nicht eine Schweizer Firma. Ihr habt sie gekauft allso schaut selber zu Ihr, ohne das wir Milliarden hinein Pumpen.
  • Woichbinistvorne 08.07.2020 12:22
    Highlight Highlight In Wahrheit ist das Swiss-Paket ja 1,9 Mrd. schwer und der Bundesrat sagte dies bedingungslos zu. In Österreich war man schlauer, da gibt es nur Geld, wenn die Klimaziele erreicht werden.
    Sein wir doch ehrlich, wir brauchen weder Swiss noch Edelweiss dringend, letztlich ist es eh nur Grufthansa. Lasst die Milliarden im Land und senkt damit die Krankenkassenprämien um 50%. Davon haben alle was, erst recht in der Coronazeit.
  • Cpt. Jeppesen 08.07.2020 12:17
    Highlight Highlight Ich habe nie verstanden warum die Schweiz ein Deutsches Unternehmen subventionieren will. Es ist allgemein bekannt, dass die Swiss keine Schweizer Fluglinie ist. Wenn Bern erst heute drauf kommt, dass es eine Schweizer Fluggesellschaft mit angehängter Infrastruktur braucht, dann sind sie 20 Jahre zu spät.
    Bestenfalls könnten die Milliarden vom Bund dafür verwendet werden wieder eine eigene Schweizer Airline aufzubauen. Aber diese würde sich nicht rechnen, wurde vor 20 Jahren gesagt, als die Lufthansa die Reste der Swissair übernommen hatte...
    • B-Arche 08.07.2020 15:16
      Highlight Highlight Was ist eine "Schweizer Fluglinie"? Zurück zum wirtschaftlichem Nationalismus?

      Die meisten Angestellten der Swiss sind Schweizer. Die Swiss hat ihren Firmensitz in der Schweiz und bezahlt Steuern in der Schweiz.

      Nach Ihrer Definition ist kein einziges Grossunternehmen in der Schweiz ein Schweizer Unternehmen.
  • Goldjunge Krater 08.07.2020 11:59
    Highlight Highlight Also die perfekte Situation für den Schweizer Steuerzahler. Der Schweizer Kredit wird nicht benötigt und Angst haben, dass die Lufthansa die Swiss fallen lässt muss niemand haben. So blöd ist die Lufthansa nicht, die Swiss ist ihre ertragsstärkste Airline im Konzern.

    • Ueli der Knecht 08.07.2020 13:44
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Ueli der Knecht 08.07.2020 17:51
      Highlight Highlight "So blöd ist die Lufthansa nicht, die Swiss ist ihre ertragsstärkste Airline im Konzern."

      Allerdings nur, weil die Erträge des Konzerns so gut wie möglich zur Swiss in die steuergünstige Schweiz verlagert wurden.

      Dieses Steuergeschenk gibt es wohl künftig nicht mehr, nachdem der deutsche Staat zum grössten Lufthansa-Aktionär avanciert hat. Eher wird nun die Swiss von der Lufhansa ausgepresst wie eine Zitrone (wie schon damals die Sabena von der Swissair).

      Insofern musst du vielleicht mal über deine Nasenspitze hinweg denken, Goldjunge Krater.
  • Ueli der Knecht 08.07.2020 11:44
    Highlight Highlight Die vielen Steuerzahler, die sich hier zu Wort melden, ignorieren den Umstand, dass die Swiss nur deshalb so rentabel und im Lufthansa-Cashcow ist, weil der Lufthansa-Konzern zwecks Steueroptimierung alle Gewinne möglichst in die steuergünstige Schweiz ausgelagert hat.

    Nachdem nun der deutsche Staat zum grössten Lufthansa-Aktionär avanciert, wird dieser Steueroptimierung vermutlich ein Riegel geschoben werden.

    Das bedeutet letztlich, dass die Swiss künftig spürbar weniger, oder gar keine Steuern mehr zahlen wird. Dieses Loch werden schliesslich die Steuerzahler stopfen müssen.
    • Woichbinistvorne 08.07.2020 22:16
      Highlight Highlight Meine Rede. Wir brauchen keine Swiss, wir können genausogut mit der franz. AirFrosch oder der deutschen Grufthansa in die Ferien. Die Flüge ab Frankfurt sind meistens eh viel günstiger als ab Zürich. Andererseits braucht man nicht wirklich fliegen nur wegen Ferien, Europa ist sehr vielseitig und fast alles ist auch mit dem Auto erreichbar. Das ist auch vile besser fürs Greta... äh... Klima. :-)
  • De-Saint-Ex 08.07.2020 11:15
    Highlight Highlight Tja so läuft das halt... für ein Butterbrot fliegen wollen aber überrascht sein, wenn bei der geringsten Krise die Airlines subito vor dem Aus stehen. Aber keine Angst... die sind „systemrelevant“, also wird der Steuerzahler dafür sorgen, dass auch in Zukunft geflogen wird... natürlich zum niedrigsten Tarif... bis zur nächsten „Krise“... es sei denn der Konsument würde endlich mal checken, dass er es ist, der den Hals nicht voll genug kriegt. Aber das wäre dann warten auf Godot.
  • Simon 08.07.2020 11:15
    Highlight Highlight Der Markt wirds richten... Blabla
  • dommen 08.07.2020 10:54
    Highlight Highlight Grounden das Zeugs und etwas weniger dekandenter Lifestyle?
  • Erwin 08.07.2020 10:53
    Highlight Highlight Noch mals vielen, vielen an die damaligen Bundesräte, die nun wirklich alles andere als gut waren, solche einseitige Geschäfte macht man nicht und die Swissair hätten diese mit etwas mehr muht zu 100% retten können, rechnen sollte man als Bundesrat schon können
  • landre 08.07.2020 10:37
    Highlight Highlight Wird die Swiss nun in Tandem-Regie von Berlin und Bruxelles zerschlagen?

    ...Es stecken Milliarden Schweizer Steuergelder und unzählig viele Existenzen drin.

    Können die Kantone nicht einen präventiven Kaufvorschlag setzen, so das die Lufthansa mit Berlin im Rücken die Swiss politisch und technisch nicht allzu heftig übers Ohr hauen können?
    • Erba 08.07.2020 11:46
      Highlight Highlight Welche Milliarden Steuergelder stecken in der Swiss?
  • koks 08.07.2020 09:52
    Highlight Highlight Erst bezahlen wir Milliarden an Subventionen, und in 2-3 Monaten stehen trotzdem alle weniger privilegierten Büezer auf der Strasse.
  • Lupe 08.07.2020 09:42
    Highlight Highlight Vergesst endlich die Swiss, sie ist Deutschland auch wenn Swiss drauf steht, man könnte auch Swisshansa sagen denn nur wegen dem Gratisschoggeli ist sie nicht besser als viele andere Flieger. Wir wollen doch CO2 sparen, also keinen Luftverpestern helfen und wer fliegen will fliegt auch ohne Swiss, oft mit besserem Service. Das Personal findet sicher dann auch Arbeit zu besserem Lohn bei anderen Fliegern, habs selber erlebt, schon EasyJet zahlt etwas besser !
    • Saraina 08.07.2020 11:38
      Highlight Highlight Es geht eigentlich darum, die Arbeitsplätze vom Hub Zürich nach Frankfurt oder München zu verlagern. Das bedeutet: weniger Arbeitslose in D, mehr Arbeitslose in CH. Weniger Steuereinnahmen in CH, mehr Steuereinnahmen in D.

      Falls du sagen willst, EasyJet zahle Piloten besser als die Swiss, möchte ich bemerken: Quatsch! Zudem, wieso sollte Easy Schweizer Piloten und Flight Attendants einstellen? Es gibt 10‘000de Entlassungen im Moment. Auch Easy hat sein Netzwerk verkleinert.
    • cyrill.kuechler 08.07.2020 11:44
      Highlight Highlight Über das Unwissen gewisser Mitmenschen bin ich immer wieder erstaunt. Der Service an Board der SWISS ist ganz bestimmt besser als in manch anderen Airlines (Qualität der Lebensmittel (70% kommt aus der Schweiz), gratis Snackbar und Alkohol, korrekter Umgang mit Familien u.v.m.). Aber okay, ist halt eine Interpretationssache. Was aber ganz sicher nicht zu interpretieren ist, sind die Gehälter. Die SWISS zahlt dem Kabinenpersonal als Einstiegslohn CHF 3400.–, die EasyJet aber nur CHF 3160.–. Bei der SWISS kommen aber noch grosszügig Spesen dazu und es besteht die Möglichkeit auf Karriere.
    • iudex 08.07.2020 12:13
      Highlight Highlight @cyrill.kuechler: Alkohol und Snacks sind aber ganz bestimmt nicht gratis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas G. 08.07.2020 09:17
    Highlight Highlight Schweizer kauft den Laden zurück & die Freihet gleich mit! Wir lassen uns von Berlin und Brüssel sicher NICHT vorschreiben wen oder was wir retten!
    • Lupe 08.07.2020 10:52
      Highlight Highlight Wie müssen uns das aber vorschreiben lassen wie viel anderes auch, wir "verkaufen" unser Land, weisst du was man im Herbst stimmen sollte ?
    • Erba 08.07.2020 11:48
      Highlight Highlight Wir sollen aber eine Deutsche Airline retten? Berlin lässt sich auch nicht vorschreiben ob wir die Swiss retten oder nicht.
    • DemonCore 08.07.2020 11:58
      Highlight Highlight Pure Polemik. Für wie blöde halten sie ihre Mitleser?
  • Atavar 08.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Im März storniert - im Juli noch keine Rückzahlung.
    So geht wohl CRM bei der Swiss (und den meisten anderen Airlines).

    Aber Hauptsache die hohle Hand machen. Geschäftsmodell scheint nicht tragfähig ohne massive Subventionen. Und alle ultraliberalen Marktjünger schreien nicht auf, wenn es Finanzspritzen geht.

    Was für eine bigotte Einstellung... zum Kotzen!
    • Coffeetime ☕ 08.07.2020 10:11
      Highlight Highlight 500 CHF x Anzahl Passagiere.... Die Firma hat einfach nicht mal gerade so viel Cash auf dem Bankkonto. Sie wird zurückzahlen oder umbuchen. Etwas Geduld sollte schon da sein.

      Aber eben, zuerst schön den Frust rauskotzen tut gut, oder?
    • The Destiny // Team Telegram 08.07.2020 10:38
      Highlight Highlight Du hast sicher via Kreditkarte gezahlt, ruf doch mal bei denen an ;)
    • bendr 08.07.2020 11:14
      Highlight Highlight Ich habe bei einer anderen Airline innerhalb 7 Tagen die Rückzahlung erhalten.
      Die Swiss missbraucht ihre zahlenden Kunden offenbar als Mikro-Kredit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super8 08.07.2020 09:08
    Highlight Highlight Das hat man nun davon, dass man zuerst die Swissair gegrounded und dann die Swiss ins Ausland verschebelt hat. Da kann ich als Zugfahrer nur laut lachen.
  • Beat_ 08.07.2020 08:59
    Highlight Highlight Wenn ein Pilot und SVP-ler behauptet, es ist Powerplay von Deutschland und EU, dann beinhaltet diese Aussage wahrscheinlich mehr Wahlkampf als Fakten.
  • iudex 08.07.2020 08:58
    Highlight Highlight Unabhängig vom Ausgang dieser Geschichte, werde ich diesen Laden nie mehr berücksichtigen. Wer gestrichene Flüge einfach aus der Buchungsübersicht verschwinden lässt und bei der Rückzahlung so offen auf das geltende Recht pfeift, hat keinen Fortbestand verdient.

  • Slender Man the Mohrenkopf 08.07.2020 08:56
    Highlight Highlight Gut, dann soll BR Parmelin mit Deutschland verhandeln und sicher stellen, dass genügend Geld in die Swiss pumpt damit der Hub erhalten bleibt und die Swiss nicht schlechter gestellt wird als die Muttergesellschaft, bezahlen soll es die Muttergesellschaft mit dem Geld der Deutschen Regierung, die profitiert ja auch, wenn es der Swiss wieder besser geht. 1.2 Milliarden gespart.
    • Erba 08.07.2020 11:51
      Highlight Highlight Deutschland bezahlt derLufthansa. Ob die LH damit die Swiss unterstützt entscheidet die LH und nicht die Schweiz.
      Wir haben hier nichts mehr zu sagen.
    • Slender Man the Mohrenkopf 08.07.2020 12:36
      Highlight Highlight @Erba
      Die LH hat in der Swiss eine der rentabelsten Fluglinien ihrer Gruppe, selbstverständlich kann die Schweiz da mitreden, wenn Gelder vom Bund gesprochen werden sollen. Die 1.2 Milliarden können auch in andere Flugnahe Betriebe fliessen und die Swiss selber leer ausgehen. Wenn in einem Land Geld verdient werden kann gibt es auch andere Fluggesellschaften, die gerne in die Bresche springen. Etwas Kreativität und Mut täte einigen Leuten gut.
  • mrgoku 08.07.2020 08:55
    Highlight Highlight Ich bin jahrelang ausschliesslich mit SWISS geflogen. Einfach aus Prinzip weil immer alles super war.

    Nun warte ich auf CHF 1'900.- Rückzahlung von SWISS wegen stornierten Flügen.

    Gemäss Reisebüro zahlt SWISS bis ca. September zurück. Von mir aus ok. Eine Bestätigung oder sonst was aber nie gesehen. Zudem nun dieses ganze Theater. Dazu drei Fälle von Bekannten wo nun aktuell Sachen geboten werden, da würde ich am Rad drehen....

    Nun ja...ist halt so wenn man in den Händen von anderen Playern ist und selbst NULL zu sagen hat.
    • Erba 08.07.2020 11:52
      Highlight Highlight Ich hatte einen Flug von Emirates gebucht. Anstandslos innerhalb einer Woche zurückerstattet.
    • Saraina 08.07.2020 13:55
      Highlight Highlight Emirates muss auch nicht wirtschaftlich sein.
  • Heini Hemmi 08.07.2020 08:42
    Highlight Highlight Warum sollen wir Steuerzahler eine deutsche Firma retten? Pleite gehen lassen, dann übernehmen und eine Swiss daraus machen, die auch wirklich swiss ist. Jetzt ist es ja nur ein Etikettenschwindel.
    • Knety 08.07.2020 09:31
      Highlight Highlight Wenn der Staat Gewinn erzielen kann, wie damals bei der UBS Rettung, dann soll er es tun.
      Ansonsten gibt es andere Airlines die sich über die freiwerdenden Slots freuen werden.
    • 7immi 08.07.2020 09:58
      Highlight Highlight @heini
      Weil die Swiss keine deutsche Firma ist, sondern eine Schweizer Airline mit Sitz in der Schweiz, die einer Deutschen Mutterfirma gehört, wie sehr viele KMUs auch. Auch diese beschäftigen Leute in der Schweiz und bezahlen hier Steuern. Auch die Arbeitslosen (9500 bei der Swiss) fallen in der Schweiz an. Ich denke, das sollte deine Frage beantworten.
    • Warnung_420 08.07.2020 12:43
      Highlight Highlight Am Ende des Tages ist es eine Deutsche Firma. Die haben es gekauft, also schaut selbst. Steuern bezahlen sie wie jede Grossfirma 3 mal nichts. Wegen den Arbeitslosen ist es natürlich ärgerlich und sollte nicht sein. 1 Milliarde für 9500 Mitarbeiter ist zu viel. Vorallem wird es nicht bei dem bleiben. Der Flugverkehr braucht dringend eine revorm, es bringt nichts unendlich Geld in die Fluggesellschaft zu stopfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Buchstabe I 08.07.2020 08:21
    Highlight Highlight Kein Geld für diesen Umweltsvhädlichen Saftladen. Mit den Millionen würde man lieber KMU und selbstständige unterstützen. Oder die Clubs, dann könnten die nämlich noch geschlossen bleiben, ohne gleich einzugehen.
    • Max Dick 08.07.2020 08:42
      Highlight Highlight Wenns die Swiss lupfen würde, hätte die CH ein derart wirtschaftliches Problem, dass erst recht kein Geld da wäre um überflüssige Clubs zu retten.

      Und wenn Sie KMU retten wollen, kommt es am günstigsten, der Swiss die nötige Liquidität zu geben. Da hängen unzähhlige KMU mit am Tropfen.
    • Oly photographer 08.07.2020 08:48
      Highlight Highlight Nun die Luftfahrt beschäftigt wohl doch noch mehr Leute als die Clubs – und diese sind nun auch nicht sooo umweltfreundlich. Ich bin aber einverstanden, es muss sich was ändern, weniger Mobilität, weniger Bevölkerungswachstum (auch bei uns) und wir sollten nicht immer so tun als könnten wir ewig weitermachen wie bisher. Änderungen tun oft weh.
    • disear 08.07.2020 08:51
      Highlight Highlight @Max Dick
      Warum hätte die Schweiz ein wirtschaftliches Problem? Könnten Sie das noch etwas erläutern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rundlauf 08.07.2020 08:16
    Highlight Highlight Wenn der Deutsche Staat Aktionär bei der Lufthansa ist und potenziell andere Länder blockt beim Unterstützen dieser Airline-Familie, wieso unterstützt er all diese Lufthansa-affinen Airlines nicht gleich selber?

    Ein Grounding der Swiss wäre primär wegen dem Namen schade; aber wie schon nach der Swissair käme auch nach der Swiss eine neue Airline an den Platz Schweiz.

    Mit Airlines sollte aber sowieso nicht zimperlich umgegangen werden. Als aktive Treiber der Klimakrise können sie in einem freien Markt natürlich weiterhin geschäften, sollen sich aber auf Turbulenzen einstellen müssen.
  • Tutu 08.07.2020 08:10
    Highlight Highlight Also wenn der Deutsche Staat kein grünes Licht gibt, bin ich gerne bereit, die 1,275 Mrd zu übernehmen...
    • Coffeetime ☕ 08.07.2020 10:14
      Highlight Highlight Bist du so kreditwürdig? Die Swiss muss ja wieder alles zurückzahlen. Könntest du das auch?
    • Tutu 08.07.2020 13:29
      Highlight Highlight Je nach Konditionen.... Kredite sind ja derzeit mit Minuszins behaftet, also bei -0.5% pro Jahr würde ich mich verpflichten, in 10 Jahren 1.213 Mrd zurückzahlen. Der Rest (schlappe 62 Mio) sind dann meine "Verwaltungskosten"...
  • Spooky 08.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Wo ist das Problem? Jetzt ist doch genau das passiert, wovon die Klimajugend immer geträumt hat!
    • Super8 08.07.2020 09:11
      Highlight Highlight Nicht nur die Klimajugend, sondern jeder vernünftige Mensch.
  • p4trick 08.07.2020 07:59
    Highlight Highlight Super dann zahlen wir nicht und beschränken die Start und Landungen in Zürich auf 25%
  • bebby 08.07.2020 07:36
    Highlight Highlight Wir als Steuerzahler können ja dankbar sein, wenn Deutschland zahlt. Das wird eh keinen Einfluss darauf haben, wie viel Stellen in Zürich gestrichen werden, da diese Entscheidung letztlich beim Management und VR der Lufthansa liegt, da die Schweiz nur Kredite sprechen wollte und kein Eigenkapital.
    • anundpfirsich 08.07.2020 08:30
      Highlight Highlight Wenn Deutschland zahlt 🤣 Ich denke eher das wir si mit unserem Paket mitfinanzieren.
  • Kong 08.07.2020 07:33
    Highlight Highlight Vielleicht muss die Einsicht sein, dass wir keine eigene Airline brauchen. Nicht jeder besitzt ein Auto. Der Vergleich mag hinken, aber für unser Ego brauchen wir keine „eigene“ Fluggesellschaft. Über 1 Mrd für das zweite Grounding ist schon heftig...
    • soulpower 08.07.2020 07:45
      Highlight Highlight Wir haben gar keine "eigene" Fluggesellschaft mehr. Der Entscheid über "sein oder nicht-sein" der Swiss hängt zur Zeit viel mehr von andern Ländern ab und auch von der weiteren Entwicklung des Virus. Da brauchts auch keine "Einsicht, dass wir keine eigene Airline brauchen". Der Entscheid unsererseits liegt höchsten noch darin, dass wir irgendwann mal die Swiss nicht mehr finanziell unterstützen können, weil irgendwann wird es, wie Sie sagen, zu "heftig"....
    • Nate Smith 08.07.2020 07:49
      Highlight Highlight Vor allem zahlen wir das gefühlt alle 10 Jahre. Diese Branche braucht eine gehörige Portion Markt. Es herrscht ein gigantisches Überangebot und die meisten Airlines sind konstant am finanziellen Limit mit ihren Race to Bottom angeboten. Es ist dringend notwendig dass die Schwachen vom Markt verschwinden. Man muss nicht kapitalistische Marktwirtschaft predigen als Staatsdoktrin und dann in jeder kleinen und grossen Krise den Markt komplett aushebeln.
    • 7immi 08.07.2020 08:27
      Highlight Highlight @Kong
      Irgend eine Airline wird sicher übernehmen, keine Frage. Allerdings zahlt diese dann keine Steuern und hat kein Schweizerkreuz an der Heckflosse. Ausserdem sind die Anstellungsbedingungen schlechter (Die der Swiss sind auch nicht gut aber besser als die anderen). Ausserdem stellt sich die Frage der Landesversorgung, so war die Swiss sehr wichtig während der Coronakrise. Und solange die Swiss in normalen Zeiten rentiert hat sie scheinbar ihren Platz am Weltmarkt...
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  • Itallion 08.07.2020 07:16
    Highlight Highlight Die Seele wurde schon wegen Corona davor wie auch aktuell an China verkauft. Nicht zu sprechen von der Pharma. Das gleiche ist auch bei der Swiss. Nur ist es Deutschland oder soll man sogar sagen an die EU.....
  • Der Rückbauer 08.07.2020 07:10
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Der Rückbauer 08.07.2020 07:08
    Highlight Highlight Allein schon, dass der Swiss offenbar Gelder gegen den Willen von Brüssel und Berlin aufs Auge gedrückt werden sollen, ist skurril und erinnert mich an die Swissair, welche nach Sanierung mit Milliarden für ein Butterbrot an die LH verschenkt wurde.
    Lasst die Swiss Konkurs gehen und gründet eine Auffanggesellschaft, die CH-beherrscht ist und gleich viele Mitarbeiter haben wird wie unter LH.. Viel zuviele Flüügerli und Personal sind vorhanden. Die in der Wüste stehenden Apparate können direkt eingeschmolzen oder nach Afrika verklappt werden.
  • THINKdifferent 08.07.2020 06:59
    Highlight Highlight Echt jetzt? Ein Marktriese wie Lufthansa der in "guten Zeiten" so hart gewirtschaftet hatt dass die Konkurrenz grosse Marktanteile an sie verloren hat, bekommt in Kriesenzeiten ene Finanzspritze weil sie keinen Rappen auf der Seite haben und ja keinen Marktanteil an die Konkurrenz verlieren wollen? Und das soll freie Marktwirtschaft sein?
    • The Destiny // Team Telegram 08.07.2020 10:44
      Highlight Highlight Frei von Konkurrenz ^^
  • Telomerase 08.07.2020 06:48
    Highlight Highlight Ich checks nicht. Wieso ist die Schweiz so erpicht darauf, Geld in die Swiss zu pumpen, wenns Deutschland sowieso macht?
    • soulpower 08.07.2020 08:34
      Highlight Highlight ok...vielleicht wegen den 10'000 oder wieviele auch immer gefährdeten Stellen? Es waren übrigens nur Kredite..
    • Shabbazz 08.07.2020 08:55
      Highlight Highlight @Telomerase, die Deutschen pumpen das Geld in den Lufthansa Konzern, wie viel davon dann an die Tochter Swiss fliesst wird meines Wissens im Artikel nicht erwähnt! Und genau das ist wohl der Knackpunkt: Die Schweiz möchte die Swiss unterstützen und den Flughafen ZH direkt unterstützen. Ob von den vielen Milliarden welche die Lufthansa kriegt, dann auch 1.2 an die Swiss gehen ist unklar...
    • p4trick 08.07.2020 11:43
      Highlight Highlight @soulpower die 9500 gefärdete Stellen könnten mit den 1.275Mia 3 Jahre mit Sozialhilfe versorgt werden, was übrigens auch nur geliehenes Geld ist. In diesen 3 Jahren müssen sie einen anderen Job finden und dann die Sozialhilfe wieder zurückzahlen.
      Wahrscheinlich würde es höchstens 1/3 der Stellen kosten wenn überhaupt und das kostet uns dann auch deutlich weniger
  • soulpower 08.07.2020 06:39
    Highlight Highlight Alle die sich weniger Flugzeuge am Himmel gewünscht haben können sich freuen. Alle die hier unten auf Erden ihren Job in Frage gestellt sehen betrachten dies sicher anders. Es hat meist alles zwei Seiten. Auf der einen Seite wurde die Swiss zum Schnäppchenpreis verkauft und ist nun abhängig von Entscheidungen anderer Länder. Aber in der jetzigen unvorhergesehenen Situation kann man nur erahnen, wieviel mehr Geld der Bund auf den Tisch legen müsste, wenn die Swiss noch uns gehören würde.
    • Nikl 08.07.2020 08:50
      Highlight Highlight Ich denke nicht viel mehr die 1,25 mrd sollten die Kosten für das laufende Jahr decken. Das kostet gleich viel egal wem die Swiss gehört
    • bruuslii 08.07.2020 09:03
      Highlight Highlight soulpower: "...kann man nur erahnen, wieviel mehr Geld der Bund auf den Tisch legen müsste, wenn die Swiss noch uns gehören würde"

      das stimmt, auf der anderen seite müsste man sich aber auch fragen, wieviel einnahmen die swiss für uns generiert hätte, würde sie noch uns gehören (sofern diese nicht mit steuervermeidungstricks versteckt worden wären).

      soviel ich weiss, haben z.b. die rettungsinvestitionen der ubs damals (2008) dem staat sogar gewinn gebracht. https://bit.ly/2ZNlhll

      die frage ist doch, wieviel unternehmertum/dienstleistungen der staat selbst aufbringen/erbringen soll.
    • soulpower 08.07.2020 10:30
      Highlight Highlight bruuslii...verstehe deine Einwände, nur besteht halt 2020 der dringende Verdacht, dass die Welt nie mehr so sein wird wie vor einem Jahr, ganz bestimmt auch für die Airlines nicht. Bis da wieder Gewinne fliessen könnte es sehr sehr lange dauern. Zur Zeit wird wohl auch niemand die parkierten Flugzeuge kaufen. Und wenns Corona nicht schafft diese zu grounden, dann der Klimahype mit öko-Steuern. Ich denke da eher an unabsehbare Jahre ernsthafter Implikationen, deshalb bin ich ehrlich gesagt aus Sicht des Steuerzahlers im Moment eher froh, dass die Swiss nicht mehr unserm Staat gehört...
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  • easy skanking 08.07.2020 06:30
    Highlight Highlight genau jetzt wäre der moment auf die swiss und militärjets ein häufchen zu setzen und in erneuerbare energie zu investieren.
    alles andere wäre ignorant.
  • Trasher2 08.07.2020 06:26
    Highlight Highlight Ich bin mittlerweile nicht mehr bereit mein Steuergeld in diesen Saftladen zu stecken.

    Wie die Swiss mit ihren Kunden rumspringt, die im Frühling nicht fliegen konnten, ist unter aller Kritik.

    Unser Flug wurde gecancelt, wir wurden nicht informiert.
    Auf tel. Nachfrage wurde eine Rückzahlung versprochen. Bestätigung gab es keine.
    Weil immer noch kein Geld Da ist, habe ich dieses unsäglich gut versteckte Rückzahlungsformular ausgefüllt. Wieder keine Bestätigung.
    Geld habe ich, wie viele Andere immer noch keins.

    Diese Firma vertritt m.E. eh keine „schweizerischen Werte“ mehr.


    • De-Saint-Ex 08.07.2020 07:17
      Highlight Highlight Mein Mitgefühl.
      Nur, welche CH-Grosskonzerne vertreten denn noch „schweizerische“ Werte? Die Banken, die Pharma?
    • Irene Adler 08.07.2020 07:18
      Highlight Highlight Was sind "schweizerische Werte"?
    • Nate Smith 08.07.2020 07:46
      Highlight Highlight Ob Unternehmen "schweizer Werte" vertritt (was soll das sein?), sollte sowieso Wurst sein und kein Kriterium für Staatshilfen. Unternehmen in Privatbesitz sollen sich via Anleihen und Kapitalerhöhungen finanzieren. Dies darf dann der Staat meinetwegen auch kaufen, wenn sie eine gute Rendite versprechen oder zur Mitsprache berechtigen. Too big too fail wird einfach masslos ausgenutzt.
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