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Forschung

Preis für Wirtschaft: Dreiergespann gewinnt den Fake-Nobelpreis

Dreiergespann gewinnt den Quasi-Nobelpreis für Wirtschaft

14.10.2024, 12:31

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die in den USA tätigen Ökonomen Daron Acemoglu, Simon Johnson und James A. Robinson. Sie werden für ihre Studien dazu ausgezeichnet, welche Rolle Institutionen für den Wohlstand von Nationen spielen.

Favoriten für den Preis für Wirtschaftswissenschaften: Daron Acemoglu
Daron AcemogluBild: keystone

Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt. Acemoglu war vorab von mehreren Ökonomen als ein Favorit auf den diesjährigen Preis genannt worden.

Das waren die Favoriten

Favoriten für den Preis für Wirtschaftswissenschaften: Andrei Shleife
Andrei ShleiferBild: keystone

Fratzscher nennt neben Acemoglu auch Andrei Shleifer als Favoriten. Der vielzitierte Ökonom forscht an der Harvard University und hat ebenfalls mehrere Bücher veröffentlicht - unter anderem zu Russland. «Die beiden Ökonomen verbinden wichtige Bereiche der Sozialwissenschaften und können die Schwächung westlicher Demokratien der vergangenen Jahrzehnte erklären helfen», meint Fratzscher mit Blick auf Shleifer und Acemoglu.

Favoriten für den Preis für Wirtschaftswissenschaften: Janet Currie
Janet CurrieBild: keystone

Janet Currie forscht ebenfalls in den USA - und zwar an der Princeton University. Sie ist die Favoritin von Clemens Fuest, dem Präsidenten des Ifo-Instituts. Fuest lobt Currie «für ihre bahnbrechenden Forschungen zum Zusammenhang zwischen Wirtschaft, der Entwicklung von Kindern und mentaler Gesundheit». Dabei geht es auch um sozioökonomische Unterschiede beim Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Versicherungen.

Favoriten für den Preis für Wirtschaftswissenschaften
Ernst FehrBild: keystone

Ernst Fehr ist Professor für Mikroökonomik und Experimentelle Wirtschaftsforschung am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Zürich. Seine Forschung umfasst die Bereiche der Entwicklung der menschlichen Zusammenarbeit und Sozialität, insbesondere Fairness, Reziprozität und begrenzte Rationalität wie auch der Verhaltensökonomie. Er gehört seit Jahren zu den Geheimfavoriten für den Preis, sagen verschiedene Ökonomen.

Die weiteren Gewinner 2024

In den vergangenen Tagen waren bereits die Nobelpreisträger in den Preiskategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet worden. Das sind die bisherigen Gewinner:

Kein «richtiger» Nobelpreis für Wirtschaft

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht im Gegensatz zu diesen Auszeichnungen nicht auf das Testament des Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) zurück, sondern wird seit Ende der 1960er Jahre von der schwedischen Zentralbank gestiftet.

Dennoch wird der Wirtschaftsnobelpreis ebenso wie die weiteren Preise an Nobels Todestag am 10. Dezember feierlich überreicht. Er ist auch mit demselben Preisgeld wie die anderen Auszeichnungen verbunden – in diesem Jahr sind das elf Millionen schwedische Kronen (knapp 910'000 Franken) pro Kategorie. (leo/sda/awp/dpa)

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