Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jeff Bezos auf dem Mond Teaserbild

Hat im All Grosses vor: Jeff Bezos. montage watson

Jeff Bezos: «Wir müssen auf den Mond zurück – und diesmal für immer»

Der Amazon-Gründer ist überzeugt, dass die Menschheit nur überleben kann, wenn sie das All erobert. Er ist bereit, dafür Milliarden Dollar aus dem eigenen Sack zu bezahlen.



«Der Mann im Mond, der hat es schwer, denn man verschont ihn heut' nicht mehr. Er schaut uns bang' von oben zu und fragt: Wie lang' hab' ich noch Ruh?», sang der Schlagersänger Gus Backus einst in den 60er Jahren.

«Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben.»

Jeff Bezos

Ein halbes Jahrhundert später ist es vielleicht definitiv Schluss mit der Ruhe. Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, ist fest entschlossen, den Mond zu kolonisieren. «Das ist nicht etwas, was wir uns wünschen», erklärte er an einer Pressekonferenz vom vergangenen Wochenende. «Das ist etwas, was wir tun müssen.»

Bezos und Musk meinen es todernst

Die Idee, dass die Menschen das Weltall erobern müssen, teilt Bezos mit Elon Musk. Dieser hat mit seinem Raumschiff-Unternehmen bereits einen Tesla ins All geschossen. Das war zwar ein symbolischer Akt, doch wie Bezos meint es auch Musk todernst. Er will den Mars besiedeln und ist wild entschlossen, das auch noch zu seinen Lebzeiten zu erleben.

Beide Milliardäre sind überzeugt, dass die Menschheit gar keine andere Wahl hat, als nach neuem Lebensraum im All zu suchen. «Die Alternative ist Stillstand», sagt Bezos in einem Interview mit dem «Wall Street Journal». «Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben. Das ist nicht die Zukunft, die ich mir für meine Enkel oder Urenkel wünsche.»

Bezos drängt darauf, rasch zu handeln. «Wir müssen unseren Planeten bald verlassen», sagt er. «Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.»

«Es ist für Menschen tausend Mal attraktiver, in der Wüste Namib zu leben, als auf dem Mars.»

Jürgen Schmidhuber

Der Amazon-Gründer besitzt bereits ein Raumfahrtunternehmen namens Blue Origin. Er würde gerne mit der Regierung und der Nasa zusammenarbeiten. Allerdings: Mit Präsident Trump hat er das Heu nicht auf der gleichen Bühne.

HAWTHORNE-CA-MAY 29: SpaceX CEO Elon Musk unveils the company's new manned spacecraft, The Dragon V2, designed to carry astronauts into space during a news conference on May 29, 2014, in Hawthorne, California. The private spaceflight company has been flying unmanned capsules to the Space Station delivering cargo for the past two years. The Dragon V2 manned spacecraft will ferry up to seven astronauts to low-Earth orbit.   Kevork Djansezian/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Elon Musk vor einer Raumfahrtkapsel seines Unternehmens Space X. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Deshalb greift Bezos tief in die eigene Tasche. Er hat bereits Amazon-Aktien im Wert von rund einer Milliarde Dollar verkauft, um Blue Origin zu finanzieren. Das Unternehmen ist im Begriff, zwei grosse Raketen zu bauen, die Satelliten ins All befördern können. Bezos ist bereit, weiter zu investieren. «Das ist meine wichtigste Arbeit», betont er.

Ist es gescheiter, Roboter ins All zu schicken?

Ob es sinnvoll ist, Menschen auf andere Himmelskörper zu schicken, ist umstritten. Das All ist ein sehr unwirtlicher Ort. Jürgen Schmidhuber, Professor an der IDSIA in Lugano und Experte für künstliche Intelligenz, rät davon ab. «Es is ineffizient und macht wenig Sinn, Planeten im Sonnensystem durch Menschen zu kolonisieren», erklärte er in einem Interview mit watson. «Es ist für Menschen tausend Mal attraktiver, in der Wüste Namib zu leben, als auf dem Mars. Aber geeignet konstruierte Roboter werden auf dem Mars ihre Erfüllung finden.»

So gesehen wäre es vielleicht sinnvoller, Bezos, Musk & Co. würden ihre Milliarden in andere Projekte investieren – in Techniken,  welche die ökologische Zerstörung unseres Planeten Erde verhindern.

Nicht nur zum Spass schickte Elon Musk dieses Auto ins All

abspielen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

79
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Freebee 28.05.2018 21:50
    Highlight Highlight Was soll so schlimm sein an einer Zukunft ohne Wachstum??? Die Meister Demographic Modelle ergeben, dass sich die Population bei 10 Milliarden einpendeln sollte. Mit Sinnvoller Ernaehrung und sonstigem Kinsum gibt die Erde genug dafuer ab. Wir brauchen also Musk, Bezos und Co nicht, um Ihre Scifi Manie zu stillen...
  • Bynaus @final-frontier.ch 28.05.2018 21:22
    Highlight Highlight Bezos' Vision ist es, dass Millionen von Menschen im Weltraum arbeiten, und alle Schwerindustrie soll von der Erde in den Weltraum ausgelagert werden, so dass die Erde für Wohnen und leichte Industrie "umgezont" (wie er es nennt) werden kann.

    Ja klar, es klingt heute etwas wahnwitzig. Die Bedingungen da draussen sind unwirtlicher als alle Regionen der Erde, aber Menschen sind auch extrem flexibel. Die Kosten scheinen astronomisch, aber das liegt an der Wegwerfmentalität der Raumfahrt heute. Seht es so: nur da oben ist Platz für weiteres wirtschaftliches Wachstum ohne Umweltprobleme!
  • Thadic 28.05.2018 20:48
    Highlight Highlight Und am besten dort bleiben. Da würde sich die Erde bedanken.
  • äti 28.05.2018 20:32
    Highlight Highlight «Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben.»

    Eben, der Wachstum-Rückgang richtet es anders.
  • Menel 28.05.2018 20:32
    Highlight Highlight Ich werde jetzt wohl zu tode geblitzelt, aber ich finde es super!!! 🙌🏻
    Nachdem so viele Länder, allen voran die USA, entschieden haben, dass man lieber Geld in Kriege, anstatt in die Raumfahrt steckt, bin ich so froh, dass sich Privatpersonen nun diesem wichtigen Thema widmen.
    • Bynaus @final-frontier.ch 28.05.2018 21:26
      Highlight Highlight Von mir wirst du geherzelt.
  • Rumbel the Sumbel 28.05.2018 19:56
    Highlight Highlight Ich ginge sonst auf den Hausberg von Bern.....
  • Cedi169 28.05.2018 18:43
    Highlight Highlight Klima schützen! Wachstum stoppen! Es gibt kein unendliches Wachstum.
    • Bynaus @final-frontier.ch 28.05.2018 21:29
      Highlight Highlight Soso, Wachstum stoppen. Sollen die Armen der Welt für immer arm bleiben? Nein, es gibt kein unendliches Wachstum. Aber wenn die Erde reich genug werden soll, dass 1.) alle bequem leben können und 2.) dies auch noch im Einklang mit der Natur geschehen soll, dann brauchen wir dafür einfach die (Energie-, Material- und Platzressourcen) Ressourcen des Sonnensystems.
  • FrancoL 28.05.2018 18:42
    Highlight Highlight Ja Jeff würde viel eher sein Geld auf der Erde für bessere und nachhaltige Visionen einsetzen. Einsetzen um bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen um nachhaltiger mit der Umwelt umzugehen.

    Jeff solche Visionen sind gefragt, aber das interessiert den Mann ja nicht, sonst würde er bei seinem Unternehmen anfangen visionär zu sein nicht nur bei der Gewinnsteigerung.
  • MaskedGaijin 28.05.2018 18:18
    Highlight Highlight Er könnte mit seinen Milliarden auch einfach seine Angestellten ein bisschen besser bezahlen.
    • Stichelei 28.05.2018 19:17
      Highlight Highlight Schätze doch mal, wieviele zusätzliche Leute durch seine Firma Blue Origin einen Arbeitsplatz erhalten . . .
  • Alnothur 28.05.2018 18:05
    Highlight Highlight Müssen seine Mitarbeiter auf dem Mond dann auch in Flaschen pinkeln, weil sie Angst haben müssen, für eine Pinkelpause gefeuert zu werden?
    • D(r)ummer 30.05.2018 13:24
      Highlight Highlight Ne, so schlimm auch wieder nicht.

      Die Mitarbeiter stecken ja schon in der Flasche.
      Wird auch Raumanzug genannt.
  • TanookiStormtrooper 28.05.2018 17:56
    Highlight Highlight Der will doch nur auf den Mond, weil er dort keine Steuern zahlen muss... 😒
  • Edwin Schaltegger 28.05.2018 17:04
    Highlight Highlight Jeff Bezos würde gescheiter diese Summen auf unserem Planeten für Ökologie-, Naturschutz-, Erneuerbare Energie-Projekte und zur Geburtenkontrolle auf unserem Planeten investieren. Die viel zu hohe Population ist eines der Haupverursacher für den drohenden ökologischen Kollaps unseres Planeten!
    Sein Gehirn tickt nur auf mehr Wirtschaftswachstum, mehr Konsumund und "mehr Kohle machen". Er scheint keine grosse Ahnung von der Komplexität der humanen Raumfahrt zu haben. Die Besiedlung von Mond und Mars sollten wir intelligenten Robotern überlassen.
    • Bynaus @final-frontier.ch 28.05.2018 21:35
      Highlight Highlight Bevölkerung allein ist kein Problem. Mehr Köpfe, mehr Ideen, mehr Lösungen für Morgen. Entscheidend ist die Verschmutzung pro Kopf.

      Die schlimmsten Verschmutzer (pro Kopf und auch in der Summe) sitzen allerdings in den entwickelten Ländern. Eine solche Geburtenkontrolle, wie Sie sie fordern, müsste also logischerweise hier ansetzen, z.B. in der Schweiz. Ist es das, was Sie wollen?
  • Luzi Fair 28.05.2018 16:41
    Highlight Highlight Ich finde es schon spannend, wie der Begriff "Wachstum" hier negativ konnotiert ist.
    Wachstum ist nichts Schlechtes, Wachstum heißt nicht, dass wir unseren Planeten ausbeuten müssen. Intelligentes Wachstum ist durchaus im Einklang mit der Natur. Nur so ist Wachstum auch nachhaltig.
    Genau darum bin ich nicht einverstanden mit Bezos. Unser Wachstum wird aus ökologischen Gründen nie plafoniert werden.
    • Luzi Fair 28.05.2018 20:32
      Highlight Highlight @Taebneged
      Hast du meinen Post überhaupt gelesen?
      Du verstehst nicht im Ansatz, was ich sagen will.
  • glüngi 28.05.2018 16:35
    Highlight Highlight Bezoz kann gerne wo anders hingehen. Hauptsache so weit weg wie möglich vom rest der Menschheit.
  • Triumvir 28.05.2018 16:31
    Highlight Highlight Aha. Anstatt unseren Heimatplaneten zu retten, soll die Menscheit nun also auch andere Planeten mit ihrer Anwesenheit und langfristiger Zerstörungswut beglücken...Sollten wir es nicht schaffen unseren Planeten auch für künftige Generationen lebenswert zu erhalten, dann haben wir es einfach nicht verdient weiter zu existieren. Punkt.
    • karl_e 28.05.2018 21:42
      Highlight Highlight Keine Bange, die Menschheit wird nie andere, einigermassen erdähnliche Planeten mit ihrer Anwesenheit beglücken. Da ist die Physik dagegen, und auch die riesigen Distanzen dürften leicht problematisch sein. Schon mit Lichtgeschwindigkeit dauert es Jahre bis zum nächsten Habitat und mit realistischen Reisegeschwindigkeiten sogar Jahrtausende. Also...
  • Snowy 28.05.2018 16:23
    Highlight Highlight Unsere wirtschaftliche Prosperität und damit unser Wohlstand gründet auf Wachstum und damit auf Ressourcenverbrauch (auf Kosten der Umwelt) . So weit - so schlecht.

    Wäre ich ein Milliardär/Investor würde ich mein Geld in die Erforschung von Produkten/Dienstleistungen stecken, welche Wachstum generieren und deutlich weniger Ressourcen verbrauchen.
    Wie eine Menschenkolonie auf dem Mars unter dem Strich weniger Ressourcen verbrauchen soll (auf der Erde), leuchtet mir nicht ein. Müsste ja alles was zum Leben notwendig ist, auf den Mars hochgeschossen werden.
    • Bynaus @final-frontier.ch 28.05.2018 21:38
      Highlight Highlight Ich denke im Gegenteil, dass die Erde vom Wissen, das man durch den Bau von Kolonien erlangt, profitieren könnte. Eine Weltraumkolonie MUSS praktisch alles perfekt recyclen, denn Nachschub ist extrem teuer und Aufwändig. Ein sorgfältiger Umgang mit begrenzten Ressourcen dürfte jedem Weltraumkolonisten in die Wiege gelegt werden. Diese Erfahrungen können wir dann auch hier nutzen, um sicherzustellen, dass Menschliche Zivilisation und natürliche Umwelt friedlich koexistieren können.
    • Snowy 29.05.2018 09:44
      Highlight Highlight Friedlich koexistieren in natürlicher Umwelt... auf dem Mars? Der Ressourcenaufwand (hier auf der Erde) damit wir auf dem Mars nur schon atmen können ist gigantisch.

      Selbst wenn es dereinst auf dem Mars eine Art Kolonie gäbe und alles perfekt recyclet würde: Der Ressourcenverbrauch wäre immer noch abartig hoch, da der Mars nunmal 200 Millionen (!) Kilometer entfernt von der Erde liegt und es da nichts zu essen (und zu atmen) gibt.
    • Snowy 29.05.2018 09:47
      Highlight Highlight @Bynaus: Finde die Diskussion sehr spannend. Falls Du vom Fach (oder zumindest mehr vom Fach als ich) bist, wovon ich aufgrund Deines Avatars ausgehe, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Carlitos Fauxpas 28.05.2018 16:15
    Highlight Highlight Guten Flug Jeff! Dein ergaunertes Geld kannst du grosszügierweise für gute Zwecke hinerlassen.
  • Ökonometriker 28.05.2018 16:13
    Highlight Highlight An alle zufriedenen Schweizer die fragen, ob es das Wachstum braucht: lebt mal ein Jahr mit dem global durchschnittlichen BIP pro Kopf von 10000 Franken pro Jahr. Oder wer an PPP glaubt eben mit 16000 um die Kaufkraftunterschiede auszugleichen. Das ist nicht der Median und nur ein Teil davon ist Einkommen, d.h. weit über 50 Prozent der Erdbewohner haben weniger.
    Da ist nix mehr mit grosser Wohnung, Auto, Ferien usw.

    Wer satt und zufrieden an der Spitze der globalen Wohlstandspyramide sitzt kann natürlich gut moralisieren.
    • xname 28.05.2018 17:15
      Highlight Highlight Was hat das mit dem Artikel zu tun?
      Einfach mal Sozialkritik rauslassen?
      Und "Ihr Schweizer" ist auch ziemlich kontraproduktive allgemein Kritik.
    • Silent_Revolution 28.05.2018 17:16
      Highlight Highlight Ich wurde hier reingeboren, würde gerne aussteigen, was aber unmöglich ist. Jedes Stück Land ist einem Besitzer zugeordnet, der Rest gehört dem Staat. Somit ist es illegal in und von der Natur zu leben, solange man sie nicht auf dem Papier besitzt.

      Habe keine grosse Wohnung, kein Auto und mache keinen Urlaub ausserhalb der Schweiz. Trotzdem ist mein Energie und Konsumverbrauch im Vergleich zur dritten Welt natürlich jenseits von gut und böse.

      Muss ich mich also mit der Kritik zurückhalten, nur weil ich in ein reiches Land geboren wurde, dessen Wirtschaftssystem ich verachte?
    • FrancoL 28.05.2018 17:29
      Highlight Highlight Nun die Logik fehlt mir gänzlich bei Deinem Kommentar. Sollen wir nun weil wir mehr haben gleich auch noch zusätzlich wachsen? Sollen wir weil wir nicht mit einem BIP von 10'000 auskommen könnten unseren BIP gleich noch mehr ansteigen lassen?

      Es geht darum den Wachstumswahn in unseren Breitengraden zu hinterfragen und ja ihm auch entgegen zu wirken, damit mitunter auch andere Gegenden durch Wachstum etwas vorwärts kommen ohne gleich die Erde gänzlich zu versauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 28.05.2018 16:08
    Highlight Highlight Ist es jetzt eigentlich nicht an der Zeit, dass sich Hugo Stamm mal zu diesen zwei äussert?!
  • Basswow 28.05.2018 16:06
    Highlight Highlight Super 👍🏽 die Jungs können dann auch gleich das Trump Sack und Pack mitnehmen!
    Dann wird es hier wieder ein bisschen mehr „Himmel auf Erden“
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 28.05.2018 16:02
    Highlight Highlight Wieso auch nicht. Ich kann mir einige Personen vorstellen (Trump, Erdogan, Putin, Kim etc.), die ich lieber auf dem Mond als auf der Erde sehe würde. Am liebsten "für immer".
  • lilie 28.05.2018 15:59
    Highlight Highlight Wie kommt Bezos überhaupt auf die Idee, dass wir im Weltall überleben können?

    - Die meisten guten Dinge, die wir auf der Erde haben, haben wir auf dem Mond nicht (Wasser, Atemluft...)
    - Die meisten Probleme, die wir hier auf der Erde haben, werden wir auch auf dem Mond (irgendwann) haben
    - ... und welche zusätzlichen Probleme wir auf dem Mond kriegen werden, wissen wir noch nicht

    Träumen ist ja schön. Aber es ist doch gut, dass es auch Milliardäre wie Bill Gates gibt, die zuerst überlegen, welche Probleme man auf der Erde lösen könnte!


    • Silent_Revolution 28.05.2018 18:04
      Highlight Highlight Ja klar, Bill Gates löst Probleme auf der Erde.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_%26_Melinda_Gates_Foundation

      Einfach runter auf Divestment scrollen und den kurzen Text durchlesen.

      Solche Stiftungen der Schwerreichen ermöglichen steuerfreie Investitionen. Dabei geht es nicht im geringsten um die nach Aussen kommunizierte soziale Gerechtigkeit.

      Ist eben nicht zu umgehen, das eine oder andere soziale Projekt zu starten, wenn man diese Stiftungen beibehalten will.

      Die Stiftung investiert viel mehr in Firmen wie Glencore, Coca Cola, Shell und CO als in soziale Projekte.
    • lilie 28.05.2018 18:30
      Highlight Highlight @Silent: Die Investitionen einer Stiftung dienen nicht der persönlichen Bereicherung, sonder dazu, Ausschüttungen zu generieren, welche Projekten im Sinne des Stiftungszweckes zugeführt werden können. Jede Stiftung funktioniert so.

      Dass die Bill Gates-Stiftung auch in Firmen der Erdölindustrie etc. investiert, ist natürlich nicht sympathisch.

      Auch andere Aspekte der Bill Gates-Stiftung finde ich zweifelhaft, z.B. die Förderung von Hybridsamen und der Pharmaindustrie zur Erreichung der Stiftungsziele.

      Von dem her wärs vielleicht besser, er würde seine Milliarden auf den Mond schiessen...
    • Silent_Revolution 28.05.2018 19:15
      Highlight Highlight Man müsste dann ja davon ausgehen, dass Bill Gates wirklich so dumm ist zu glauben, dass eine Stiftung Kapital in Firmen pumpen kann, welche die soziale Ungleichheit, die Umweltverschmutzung und Wasser - Landprivatisierungen fördert (sie damit zu stärken) um mit dem Ertrag die globale Entwicklung und Gesundheit wiederum verbessern kann.
      Das ist er sicher nicht.

      Viel eher geht es um Steuervermeidung und seinen Ruf in der breiten Öffentlichkeit.

      Vielleicht nicht gerade auf den Mond ;) Ressourcenschonendes Vernichten wäre aber bestimmt sinnvoller als diese Stiftung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • el heinzo 28.05.2018 15:57
    Highlight Highlight Ich hätte da schon eine ordentliche Liste von Zeitgenossen, von denen ich es wünschenswert fände, dass sie den Mond permanent besiedeln würden.
  • Bert der Geologe 28.05.2018 15:53
    Highlight Highlight Amazon wollte ich sowieso schon länger auf den Mond schiessen und Zalando auch dazu. Also weitermachen.
  • karl_e 28.05.2018 15:49
    Highlight Highlight Bezos könnte seine Milliarden, die er auf durchaus unehrenhafte Art und Weise verdient hat, gescheiter auf dieser Erde einsetzen. Beispielsweise für intelligente Lösungen für die paar kleinen Problemchen unserer Zeit.
    Im übrigen wünsche ich ihm einen schönen Aufenthalt auf dem Mond. Da gehört er auch hin, aber auf die Hinterseite.
  • Unicron 28.05.2018 15:27
    Highlight Highlight Die Menschheit braucht grosse Ziele auf die man hin arbeiten kann. Die Besiedlung des Mars ist solch ein Ziel. Ich hoffe dass ich den ersten Menschen auf dem Mars noch erleben darf.
    Und an die, welche die Kosten kritisieren: Das Geld wird nicht auf den Mars geschossen, sondern auf der Erde investiert und finanziert somit viele hochqualifizierte Arbeitsplätze. Besser als es auf der Bank liegen zu lassen.
  • Yippie 28.05.2018 14:59
    Highlight Highlight Bezos und Musk sind Kapitalisten. D.h. sie wollen Wachstum, der ist aber auf unserer Kugel (oder Scheibe^^) beschränkt. Eine Expansion ins All ist aus deren Sicht dementsprechend zwingend notwendig, damit das kapitalistische System weiter funktionieren kann.
    • Scaros_2 28.05.2018 15:29
      Highlight Highlight Ich würde Bezos und Musk nicht vergleichen und beide auf das gleiche Level setzen.

      Musk ist ein Visionär der nicht in erster Linie dem Kapitalismus dient. Er will dinge vorantreiben das die Menschen daraus einen Nutzen haben

      Bezos ist da schon eher der Kapitalist, der zwar einen Nutzen der Menschheit geben will aber davon profitieren möchte.
    • Adumdum 28.05.2018 15:51
      Highlight Highlight Wachstum ist böse - aber selber verzichten will auch irgendwie keiner. Immer wollen alle nur an das Geld der anderen, der „Reichen“. Dabei sind wir alle selbst die „Reichen“ im Vergleich zu zB denen, die ihr Leben riskieren um als „Wirtschaftsflüchtlnge“ aus Afrika zu kommen... und dann? Bloss nicht mit denen teilen. Hach Mensch...
  • Silent_Revolution 28.05.2018 14:58
    Highlight Highlight Was für eine schlaue Idee. Millarden die man fürs Zumüllen der Erde erhalten hat, ausgeben um die Raumfahrt zu fördern, welche das Klima noch mehr schädigt um irgendwann den Mond zu besiedeln um mit dem gleichen Wirtschaftssystem weiterzufahren.

    "Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben." So in etwa "denkt" auch Musk.

    Dass ewiges Wachstum aber überhaupt nicht nötig wäre, darauf kommen diese Schlaumeier natürlich nicht. Auch nicht, dass auch der Mond ökologisch beschränkt sein wird.

    Die beiden sind Teil des Problems, nicht der Lösung!
    • Adumdum 28.05.2018 15:52
      Highlight Highlight Immerhin sind die nicht mit Rüstung oder dem Verwalten von Schwarzgeldern aus Diktaturen reich geworden... Ubs...
    • Maya Eldorado 28.05.2018 16:02
      Highlight Highlight Ja, sie treiben eben dieses Problem massiv voran.
      Von da her können wir froh sein, wenn sie sich und andere ihrer Genossen, sich auf den Mond zurückziehen. So kann das Leben auf der Erde noch eine gute Weile länger dauern.
    • Silent_Revolution 28.05.2018 16:55
      Highlight Highlight adumdum

      Moralischer Reichtum in diesem Ausmass ist nicht möglich, auch wenn es natürlich andere gibt die noch mehr Dreck am Stecken haben könnten. Was die Umweltverschmutzung anbelangt sind sie allerdings an vorderster Front. Auch Musk. Ob andere Bereiche schlimmer sind, ist Ansichtssache.

      Maya

      So funktioniert das leider nicht. Die werden so lange hier bleiben, wie das Leben auf der Erde lebenswert ist, aber die ersten sein die gehen wenn sich die Rohstoffe dem Ende zuneigen. Und bis dahin beschleunigen sie den Raubbau massiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 28.05.2018 14:58
    Highlight Highlight «... werden wir kein Wachstum mehr haben.» Wachstum, Wachstum, Wachstum... richten wir also den nächsten Planeten auch zu Grunde... WIR sind die Heuschrecken der Galaxie ...
    • Stichelei 28.05.2018 19:30
      Highlight Highlight Etwas gar melodramatisch! Orientiere dich mal konkret über die Grösse allein unserer eigenen Galaxie. Dann siehst du schnell, dass es etwas mehr braucht als die eventuelle Besiedlung eines kleinen Trabanten und eines unbedeutenden Planten, um als „Heuschrecken der Galaxie“ zu gelten.
  • Fumia Canero 28.05.2018 14:57
    Highlight Highlight Bezos und Musk müssen gar nicht mehr darauf warten, dass ihnen die kosmische Strahlung die DNA verbrutzelt, die sind jetzt schon ziemlich verstrahlt. Aber von mir aus kann sich Bezos gerne mit ein paar Säcken Zement, Pflastersteinen und Maurerkelle auf den Mond schiessen lassen. Ich schau mir sein Habitat dann vielleicht an, wenn's fertig ist - sofern die Bar gut bestückt ist.
  • Drummer 28.05.2018 14:55
    Highlight Highlight Na dann, spielen wir mal den Jazzstandard „Fly me to the Moon“ :-)
    • D(r)ummer 28.05.2018 16:05
      Highlight Highlight Eyns! zwo! drey! vier! und los ;)
  • elias776 28.05.2018 14:50
    Highlight Highlight Jetzt hoffe ich nur noch das irgend ein dritten Miliardär dahergelaufen kommt und sich vornimmt die Erde zu retten.
    • elias776 28.05.2018 17:31
      Highlight Highlight dritter
    • Bynaus @final-frontier.ch 28.05.2018 21:46
      Highlight Highlight Schon mal von Tesla gehört? Oder vom Hyperloop (der eines Tages die meisten Kurzstreckenflüge ersetzen könnte)?
  • FrancoL 28.05.2018 14:50
    Highlight Highlight «Ohne Kolonien im All werden wir wegen den ökologischen Beschränkungen kein Wachstum mehr haben.»

    Ja brauchen wir denn diesen Wachstum? Sind wir nur überlebensfähig wenn wir immer Wachsen? Reicht eine ausgeglichene Bilanz denn nicht um zufrieden auf der Erde leben zu können.

    Ich kenne genügend Unternehmen die seit Jahren nicht wachsen und bestens überleben und deren Belegschaft geht es nicht schlecht.

    Muss sich die Ganze Menschheit mit dem Wachstumsgedanke anstecken lassen? Wir werden eher etwas zurückschrauben müssen und das ist nicht schädlich.
    • Adumdum 28.05.2018 16:00
      Highlight Highlight Das eigentliche Problem für die Umwelt ist nicht „Wachstum“, sondern die Verringerung der Säuglingssterblichkeit, dass wir nicht mehr alle im Schnitt mit 55 über die Wupper gehen... Zu den Zeiten würde ich aber auch nicht gern zurück. Wachstum an sich ist nicht schlecht, aber man müsste Umweltverschmutzung etc. wesentlich besser regulieren... T-Shirts für 5 Euro, das Kilo Fleisch für 10 Euro sind allerdings mit Sicherheit kein Weg nach vorne... Keine Geschwindigkeitsbegrenzung uf Autobahnen, Beharren auf Verbrennungsmotoren, Schimpfen auf billige Solartechnik aus Fernost etc sind’s auch nicht.
    • D(r)ummer 28.05.2018 16:08
      Highlight Highlight "Wenn wir es nicht machen, macht's ein anderer"
      Finde ich fast übler und auch eine der Ursachen des Wachstumsdenken...
      Nicht?
    • sterpfi 28.05.2018 16:28
      Highlight Highlight Der Kapitalismus ist ein Schneeballsystem... ein Schneeballsystem muss wachsen. Was passiert mit einem Schneeballsystem wenn es nicht mehr wächst? Es bricht zusammen!
    Weitere Antworten anzeigen

Warum verschwenden wir so viele Lebensmittel? – «Weil wir es uns leisten können»

Wir alle verurteilen Foodwaste. Aber warum schmeissen wir rund einen Drittel unserer Nahrung in den Abfall? Antworten gibt Claudio Beretta, Spezialist für Foodwaste am Institut für Umweltingenieurwissenschaften an der ETH.

Was essen Sie am liebsten? Jetzt gerade hätte ich grosse Lust auf eine frische Aprikosenwähe.

Sind Sie Vegetarier oder Veganer? Ich esse vorwiegend pflanzliche Produkte. Wenn ich jedoch weiss, dass ein Stück Fleisch von einem Tier stammt, das ein artgerechtes Leben geführt hat und mit Bio-Futter ernährt wurde, dann mache ich selten auch Ausnahmen.

Fällt Ihnen der Verzicht auf tierische Produkte schwer? Was Fleisch betrifft, überhaupt nicht. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der wenig …

Artikel lesen
Link zum Artikel