Wirtschaft
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Ein Viertel der Schweizer Mieter will zügeln – kann es aber nicht

Eine Umfrage des Online-Vergleichsportals comparis.ch zeigt: 26 Prozent der Schweizer Mieter wollen aus ihrer aktuellen Wohnung ausziehen. Aus finanziellen Gründen liegt der Traum der neuen vier Wände aber meist schlicht nicht drin.



Hellere Räume, mehr Platz zum Wohnen und eine spannende neue Umgebung: Viele Schweizer in Mietverhältnissen wünschen sich, aus ihrer aktuellen Mietwohnung auszuziehen und in eine neue Bleibe umzusiedeln. Für rund einen Viertel aller Mieter bleibt dieser Wunsch aber unerfüllt. Ihnen fehlen schlicht die finanziellen Mittel zu diesem Schritt. 

Eine repräsentative Umfrage des Online-Vergleichsportals comparis.ch bei über 4'000 Schweizer Mietern zeigt: 26 Prozent der Mieter wollen aus der aktuellen Wohnung ausziehen. Doch sie können vor allem aus finanziellen Gründen nicht (67 Prozent der Nennungen). Familiäre (14 Prozent) und berufliche Gründe (13 Prozent) sind dagegen weit weniger ausschlaggebend, ebenso wie Haustiere (10 Prozent) und Aus- oder Weiterbildung (8 Prozent).

Umzug Frau Schweiz

26 Prozent der Mieter wollen aus der aktuellen Wohnung ausziehen. Doch dafür fehlt oft das Geld. Bild: shutterstock.com

Dass der finanzielle Aspekt das grösste Umzugshindernis ist, verwundert Nina Spielhofer von Comparis nicht. Sie erklärt: «Immerhin 40 Prozent der Schweizer Mieter müssen sich gemäss unserer Marktbeobachtungen wegen der Mietkosten in anderen Bereichen einschränken.»

Geringe Einkommen und Kinder als Hindernis

Mit 35 Prozent geben Haushalte mit einem Einkommen unter 4'000 Franken im Monat laut der Studie am häufigsten an, am liebsten die Kisten packen zu wollen, aber nicht zu können. Bei den Haushalten mit einem Einkommen von 4'000 bis 8'000 Franken sind es noch 26 Prozent und bei jenen mit einem Einkommen über 8'000 Franken 21 Prozent.

Auch Kinder seien ein Umzugshindernis: So würde gerne ein Drittel der Befragten mit Kindern gerne umziehen. Bei den kinderlosen Haushalten sind es mit 24 Prozent deutlich weniger.

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Grosse regionale Unterschiede

Besonders angespannt ist die Lage in der Westschweiz, kommt die Umfrage des Vergleichsportals zum Schluss. 37 Prozent der umzugswilligen Romands können sich den Wunsch nicht erfüllen.

Bei den Deutschschweizern und den Tessinern sind es mit je 23 Prozent merklich weniger. Die finanziellen Umzugshindernisse wiegen bei den Romands mit 80 Prozent deutlich stärker als in der Deutschschweiz mit 60 Prozent und im Tessin mit 63 Prozent.

Trotzdem: Schweizer Mieter sind mobil

Trotz allem seien die Schweizer Haushalte mobil, wie die Comparis-Studie festhält. So haben in den letzten fünf Jahren mehr als die Hälfte aller Mieter (55 Prozent) mindestens einmal ihren Wohnsitz gewechselt. Und 22 Prozent der befragten Mieter sind in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal umgezogen.

Und diese Umzugsdynamik scheint künftig noch weiter anzuziehen. Denn: Ein Viertel der Haushalte (26 Prozent) plane einen Umzug in den nächsten 12 Monaten. Dabei zeigen sich die Romands und Tessiner umzugswilliger als die Deutschschweizer. Je 33 Prozent der Welschschweizer und Tessiner planen einen Tapetenwechsel (Deutschschweizer: 24 Prozent). (luk / aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 27.04.2018 05:55
    Highlight Highlight Wuest und Partner stellen fest, dass wegen den Verdichtungsbemühungen in der Stadt Zürich, kaum noch Einfamilienhäuser erstellt werden können. Zudem werden alte EFH abgerissen. Die Nachfrage nach diesen sei aber nach wie vor gross (NWCH vom 28.10.2016, Seite 9)
    Ich stelle fest, dass eine Mittelstandsfamilie heute - im Gegensatz etwa zu den 50er Jahren - wegen der hohen Preise kaum noch ein EFH in einer Agglomeration erwerben kann. Selbstverständlich werden sich die Menschen den engen Verhältnissen zwangsweise anpassen müssen. Für Individualisten ein Verlust an Lebensqualität.
  • dmark 26.04.2018 10:41
    Highlight Highlight Anstatt in eine Wohnung, lieber in ein vernünftiges Wohnmobil investieren. Dann kann man zügeln ohne Ende.
    • Katzenseekatze 28.04.2018 10:33
      Highlight Highlight das scheint mir aber auch kompliziert dmark...
  • marcog 26.04.2018 08:17
    Highlight Highlight Ich finde den Text etwas verwirrend: Schweizer Mieter können nicht in eine hellere, grössere, zentralere Wohnung umziehen, weil sie nicht genug Geld haben??? An den meisten Orten ist es eher so: man wohnt schon seit 10 Jahren in der selben Wohnung, und weil die Mietpreise so stark gestiegen sind, bezahlt man selbst für eine deutlich kleinere Wohnung deutlich mehr ais bisher.
    • Katzenseekatze 28.04.2018 10:32
      Highlight Highlight Ja, so ist es. Ich bin länger hier in meiner Wohnung. Zu einem bezahlbaren Preis. Viel Platz. Bahnhof vor dem Haus. AHV: 1900 Franken. Eine andere Wohnung würde ich gar nicht kriegen. Und sie wäre 600 Franken teurer. Mindestens. Also ...
  • Mch 26.04.2018 08:15
    Highlight Highlight Das ist doch ganz normal. Fast jeder Mensch will immer etwas besseres, doch manchmal kann man es sich einfach nicht leisten.
  • N. Y. P. D. 26.04.2018 08:08
    Highlight Highlight 2/3 der Umzugswilligen können aus finanziellen Gründen nicht zu ihrer Wohnung raus, weil die Mietpreise anderer Wohnungen schlicht
    Hors Catégorie
    sind.

    Auch die Krankenkassenprämien werden für viele Bürger zum existenziellen Problem.

    Zu den Mieten : Das Land ist erfolgreich. Hochqualifizierte kommen ins Land. Die Mieten ziehen an.

    Zu den KK : Bald 100 Millarden Ausgaben. Das System ist klinisch tot.

    Wenn diese 2 Themen nicht subito angegangen werden, sehe ich schwarz für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Ich sehe Tendenzen zu einer 2-Klassengesellschaft..
    • miguelito71 26.04.2018 09:10
      Highlight Highlight Haben wir das denn nicht schon? Ich verdiene bei Weitem nicht schlecht. Aber mit Familie, Auto etc. bleibt nach den üblichen Abzügen wie Steuern und KK am Ende des Monats NIX.
    • N. Y. P. D. 26.04.2018 10:43
      Highlight Highlight Meine Cousine sagte mir, sie (40%) und ihr Mann (80%) verdienen zusammen 8500.-
      Sie machen normal Ferien an normalen Orten und die 2 Kinder nehmen Musikunterricht.
      Nichts extravagantes.
      Als sie sagte, was Ende Monat übrigbleibt, war ich doch sehr erstaunt.

      NICHTS

      Wie bei @miguelito71

      Leute, wenn unser Land weiter Richtung Land für Hochverdiener sich entwickelt, werden irgendwann die extrem Rechten übernehmen oder die Direkte Demokratie wird dem Treiben ein Ende setzen.

      Aber es tut noch immer nicht genug weh. Die Zitrone ist noch nicht ausgepresst.

      Benutzer Bild
    • p4trick 26.04.2018 10:50
      Highlight Highlight 2 Kinder und 8500? Kenne eine Familie mit 6000 und 4 Kinder, die machen auch Ferien.
      Also irgend was stimmt hier nicht.
      8500 mit 2 Kindern und nichts übrig haben, da ist schlicht und einfach schlecht gehaushaltet. Sorry. Oder der Wohnstandard zu hoch oder aber der Wohnstandard ist so wichtig dass es halt extra kostet. Selbes gilt fürs Auto.
      Ich habe z.B. ein Hyundai neu gekauft für 20'000 vor 8 Jahren, der ist immer nocht top im schuss. Und dann sehe ich Familien, die alle 4 Jahren eine neue "Luxus" Karre kaufen. Logisch ist da nichts mehr übrig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bebby 26.04.2018 07:49
    Highlight Highlight Bei unserem Mietrecht ist diese Züglerei finanziell ziemlich teuer, ganz abgesehen von den Umzugskosten. Wenn man das Glück hat, 30 Jahre in derselben Wohnung zu bleiben, dann spart man bei sinkenden Zinsen massiv Geld gegenüber denen die zügeln (müssen). Aber verständlicherweise kann sich nicht jeder seinen Arbeitsort aussuchen.
  • Gawayn 26.04.2018 07:46
    Highlight Highlight Ich hab mal gelesen in den Staaten haben gut 20% der Bevölkerung kaum je mehr als 20$ in der Tasche.
    Knapp 50% könnten keine 400$ für Unvorher gesehens locker machen.

    Wir in der Schweiz, scheinen auf bestem Weg dahin zu sein....
    • Hoppla! 26.04.2018 09:30
      Highlight Highlight Ich bin in den 80ern aufgewachsen, untere Mittelschicht. Auto gab es, auf dem Land, kein eigenes. Ferien einmal im Jahr im Camper. Eine Dreizimmerwohnung in einem alten Gebäude für 4 Personen. Kaum Geld auf der hohen Kante. Völlig okay.

      In der Zwischenzeit sind die Erwartungen so stark gestiegen. Urlaube, Autos, Elektrospielzeuge,... Und dann auch eine grosszügige und moderne Wohnung. Das alles kostet und es kann sich nicht jeder leisten (auch früher nicht). Deswegen sind wir aber noch lange nicht auf dem besten Weg zur Armut.

3 Punkte: Wie Kritiker über den Reichen-Report motzen – und was davon zu halten ist

Jedes Jahr sorgt der Oxfam-Bericht über die Kluft zwischen Arm und Reich für ein grosses Medienecho. Doch auch die Kritik an ihm ist nicht leise. Was steckt dahinter – und ist sie gerechtfertigt?

Die Armut in der Welt rückt dank Oxfam wieder in den Fokus. Dazu errechnet die kapitalismuskritische Hilfsorganisation jedes Jahr pünktlich zum Weltwirtschaftsforum in Davos, wie viele Super-Milliardäre über genauso viel Geld verfügen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

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