Wirtschaft
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epa06305382 An Apple employee walks near an Apple logo during the sale start of the new iPhone X at the Apple store Grosse Bockenheimer Strasse in Frankfurt, Germany, 03 October 2017. Apple's new iPhone X goes on sale in more than 55 countries and territories on 03 November.  EPA/ARMANDO BABANI

Apple zahlt in den USA 38 Milliarden Steuern nach. Bild: EPA/EPA

Triumph für Trump: Apple bringt gigantischen Geldberg in die USA – und schafft 20'000 Jobs

Apple will nach der US-Steuerreform den Grossteil seiner gewaltigen Geldreserven ins Heimatland bringen. Zusätzlich zu einer beispiellosen Steuerzahlung von 38 Milliarden Dollar stellte der iPhone-Konzern massive Investitionen in den USA in Aussicht.



Nach jüngsten Angaben vom Herbst lagerte Apple einen Geldberg von gut 252 Milliarden Dollar ausserhalb der USA. Die Höhe der erwarteten Steuerzahlung legt nahe, dass der Konzern nur wenig davon im Ausland lassen will. Eine spannende Frage wird sein, wie die Entscheidung den Konflikt mit der EU-Kommission um die von ihr geforderte Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro an Irland beeinflussen wird.

US-Unternehmen müssen auf Auslandsgewinne erst Steuern bezahlen, wenn das Geld in die USA überwiesen wird. Dann wurde nach bisherigen Regelungen aber ein hoher Satz von 35 Prozent fällig – und etwa 5 Prozent für den jeweiligen Bundesstaat obendrauf. Unter diesen Umständen zogen es die multinationalen US-Konzerne vor, ihr Geld jahrelang im Ausland zu lagern und auf günstigere Konditionen zu warten.

Diese kommen jetzt: Nach der unter US-Präsident Donald Trump beschlossenen Steuerreform soll Bargeld mit 15,5 Prozent besteuert werden und weniger liquide Werte mit acht Prozent. Die Zahlungen können über acht Jahre gestreckt werden.

Apple Park, «Spaceship», in Cupertino Kalifornien, USA. September 2017.

Blick auf das neue Apple-Hauptquartier in Cupertino, Kalifornien.  Bild: watson

Apple will nun in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden Dollar in den USA investieren, wie das Unternehmen am Mittwoch ankündigte. Gut ein Drittel davon solle in Rechenzentren in den USA fliessen. Der Fonds für den Ausbau von High-Tech-Produktion in den USA – der Zulieferern zugute kommt – wird von einer auf fünf Milliarden Dollar aufgestockt.

Neuer Campus, Boni für Mitarbeiter

Auch wolle Apple einen neuen Campus für seine Mitarbeiter an einem noch nicht genannten Ort (ausserhalb Kaliforniens) eröffnen. Zudem sollen 20'000 neue Jobs an bereits existierenden Standorten entstehen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 hatte Apple rund 80'000 Mitarbeiter in den USA.

Insgesamt werde Apple in den kommenden fünf Jahren 350 Milliarden Dollar zur US-Wirtschaft beitragen, hiess es ohne nähere Aufschlüsselung dieser Rechnung. Der Grossteil davon dürfte aber auf Zahlungen an US-Zulieferer zurückgehen, die bei über 50 Milliarden Dollar jährlich liegen.

Paradise Papers: Die Steuertricks der Reichen und Mächtigen

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Video: srf

Trump verbuchte die Apple-Entscheidung schnell als seinen Verdienst. «Ich hatte versprochen, dass meine Politik es Unternehmen wie Apple erlauben wird, massive Geldbeträge in die USA zurückzubringen», schrieb er bei Twitter. Es sei grossartig zu sehen, dass Apple angesichts der Steuerkürzungen genau das mache. «Ein riesiger Sieg für amerikanische Beschäftigte und die USA!»

Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg sollen die Apple-Mitarbeiter nach der Steuerreform zudem als Bonus Aktienoptionen im Wert von 2500 Dollar erhalten.

EU fordert Steuernachzahlung

Die EU-Kommission fordert die Steuernachzahlung an Irland, wo ein grosser Teil der Auslandseinnahmen landet. Aus Sicht der Brüsseler Behörde verzerrten Apples Steuervereinbarungen in dem Land den Wettbewerb. Der Konzern und Irland wehren sich dagegen.

Die Kommission hatte zudem kritisiert, das der Konzern ein System geschaffen habe, in dem die Auslandsreserven praktisch steuerfrei seien. Apple hatte stets betont, auf das Geld müssten Steuern in den USA bezahlt werden. Auch der US-Fiskus hatte kritisiert, die Europäer wollten an Geld ran, das eigentlich ihm zustehe.

Apples Geldreserven betrugen Ende September 268.9 Milliarden Dollar. Davon lagerten 94 Prozent ausserhalb der USA.

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 18.01.2018 18:03
    Highlight Highlight Das Umdenken amerikanischer Konzerne könnte aber, neben dem massiv attraktiverem Steuermodell unter Trump, auch ein viel drängenderes Problem sein. China schickt sich an der Technologieleader der Welt zu werden. Das ist für den Platzhirsch USA eine ernstzunehmende Gefahr, weil dank Technologietransfer in das ehemals Billigproduktionsland China Fertigkeiten verloren gingen, die in den USA keiner mehr beherrschte. Apple sendet ein wichtiges Signal dem viele, sehr viele folgen werden. Bin kein Trumpfan aber hier holt er sich vlt. den wichtigsten Sieg seiner Amtsperiode. http://N
  • wezuercher@gmail.com 18.01.2018 10:33
    Highlight Highlight trumps politik zeigt wirkung! steuersenkungen für die wirtschaft führt zu arbeitsplätzen, als folge zu mehr einnahmen an steuern! die linken in der EU, der schweiz wollen immer steuern erhöhen, die wirtschaft, und den mittelstand aus neid ausbluten! das geld an drückeberger, scheinflüchtlinge, sozialschmarotzer, verschwenden! all die milliarden die schon in der dritten welt versikert sind zeigen null wirkung! ausser der kinderproduktion, hat sich nichts gehoben! umverteilung von fleissig nach faul bringt keine früchte!
    es ist nur selbstbefriedigung der selbsternannten schein gutmenschen!




    • Kramer 18.01.2018 11:33
      Highlight Highlight Das Problem, in den USA herrscht mit 4% Arbeitslosigkeit schon fast Vollbeschäftigung.
      Und Steuersenkungen mögen zwar zu mehr Arbeitsplätzen führen, erhöhen in der Realität aber auch das Defizit. Unter Reagan, der gerne als Beispiel angeführt wird, stieg das US Defizit um 186%, mehr als unter jedem anderen Präsidenten seither.
    • redeye70 18.01.2018 20:36
      Highlight Highlight Ist das wirklich deine Mailadresse? Du solltest schleunigst deinen Benutzernamen wechseln. Ich würde keine Mailadresse offen bekanntgeben in einem Kommentarbereich.
  • Lueg 18.01.2018 10:04
    Highlight Highlight Ich dachte immer es gibt nir einen Jobs
  • bcZcity 18.01.2018 08:29
    Highlight Highlight Das kaputte System wird also kurzfristig mit Dollar befeuert und der Trump Wähler hat dennoch keinen Job, da Apple sicher keine Jobs für 15 Dollar pro Stunde schafft. Kurzfristig mag man jubeln, langfristig reiben sixh die oberen 10000 die Hände.
  • Midnight 18.01.2018 08:11
    Highlight Highlight An sich eine gute Sache. Hoffe, die Gelder fliessen dann nicht gleich wieder in die Rüstungsindustrie...
    • Kramer 18.01.2018 11:34
      Highlight Highlight Nein, das Geld fliesst in die Taschen der grossen Shareholder, deren Steuergeschenke finanziert werden müssen.
  • Markus86 18.01.2018 07:57
    Highlight Highlight Fair enough. Mal schauen wie viel dann wirklich bezahlt wird oder in welchen US-amerikanischen Schlupflöchern die Steuern versickern.
    • Töfflifahrer 18.01.2018 09:24
      Highlight Highlight Ist eigentlich egal wieviel die Zahlen. Fakt ist aber, dass, zumindest Heute, Darüber und dazu noch über zusätzliche 20'000 zusätzliche Arbeitsplätze gesprochen wird.
      Ob und wie das umgesetzt wird ist nur zweitrangig, das wird eh erst in einigen Jahren überprüft, wenn überhaupt.
  • Domino 18.01.2018 07:18
    Highlight Highlight Ich denke damit ist ne Lawine losgetreten und viele andere Firmen werden Apple folgen. Und zwar nicht nur Firmen, sondern auch Investoren, die in den nächsten Jahren weltweit ihr Geld zurückziehen und lieber in die USA investieren. Das könnte riesige Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben...
    • Scaros_2 18.01.2018 08:55
      Highlight Highlight Nicht wirklich weil dann fangen unternehmen wieder an steuervorteile zu bieten etc.

      Das ist einfach ein Wettrüsten in der Wirtschaft.
  • Scaros_2 18.01.2018 06:42
    Highlight Highlight Und damit hat Apple genug Geld um sich Netflix zu kauen und damit auch in diesem Geschäft Fuss zu fassen das sie sehr stark verpasst haben.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 18.01.2018 07:29
      Highlight Highlight Hoffentlich nicht, ich würde mein Abo nur ungern kündigen...
    • Scaros_2 18.01.2018 08:18
      Highlight Highlight Naja

      das Geld das Apple frei zu verfügung hat ist 3x so hoch wie Netflix kostet. Und wir reden hier von Infrastruktur. Apple hat das Streaminggeschäft verpasst und Amazone etc. machen Konkurenz.

      Also was wäre wenn Apple nun Netflix kauft, die ganze Infrastruktur übernehmen kann und auch den Kundenstamm?

      Es ist nicht so abwegig.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 18.01.2018 11:26
      Highlight Highlight @Scaros_2

      Abwegig ist es nicht. Allerdings wäre ein Kauf dieser Grössenordnung eines Unternehmens mit derart starkem eigenem Markenkern untypisch für Apple.

      Ich wäre jedenfalls nicht glücklich, denn Apple würde das Unternehmen mit Sicherheit in ihre eigene Verkaufsinfrastruktur einbetten...
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