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Die Lust nach Weihnachtspartys ist bei den Mitarbeitenden gross – doch manche Firmen ziehen bereits die Reissleine.
Die Lust nach Weihnachtspartys ist bei den Mitarbeitenden gross – doch manche Firmen ziehen bereits die Reissleine. Bild: shutterstock

SBB, Swisscom und Co. streichen wegen Corona Weihnachtsfeiern – andere machen Lichtshows

Lange Gesichter bei Mitarbeitenden von SBB, Swisscom, Migros & Co. Wegen der rapide steigenden Fallzahlen streichen manche Unternehmen die Christmas-Party. Andere warten ab – oder verschärfen die Zutrittsregeln.
24.11.2021, 05:4624.11.2021, 11:46

Aus der wilden Weihnachtssause mit den Bürogspändlis wird auch dieses Jahr nichts. Zumindest für die Angestellten der SBB. Die Konzernleitung um SBB-Chef Vincent Ducrot hat am Dienstagmorgen entschieden, aufgrund der aktuellen Lage die geplanten Weihnachtsanlässe abzusagen. «Dieser Entscheid fiel nicht leicht, da solche Anlässe gerade in der Weihnachtszeit gegenüber Teams und Mitarbeitenden ein schönes Zeichen der Wertschätzung sind», sagt SBB-Sprecher Martin Meier zu watson. Die Anlässe sollen, wenn möglich, im Frühling nachgeholt werden.

Die Airline Swiss verzichtet wegen der Pandemie und der wirtschaftlichen Lage auch in diesem Jahr auf eine grosse Winterparty. Ebenso auf Geschenke, wie ein Swiss-Mediensprecher sagt.

Auch die Swisscom zieht wegen der stark steigenden Corona-Zahlen die Reissleine. «Wir wissen, dass sich viele Mitarbeitende auf diese Team-Anlässe gefreut haben. Das Risiko einer Ansteckung – gerade bei grösseren Feiern – erachten wir jedoch als zu gross», begründet Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher. Ursprünglich hätte man diese mit der 3G-Regel durchführen wollen.

«Wir wissen, dass sich viele Mitarbeitende auf diese Team-Anlässe gefreut haben. Das Risiko erachten wir aber als zu gross.»
Sabrina Hubacher, Swisscom

Nicht nur staatsnahe Betriebe wie die SBB und die Swisscom ziehen die Notbremse. Auch die Migros Aare – mit 12'000 Angestellten die grösste Migros-Genossenschaft – kippt die Christmas-Anlässe der Mitarbeitenden. «In Absprache mit dem Corona-Krisenstab wurde beschlossen, auch dieses Jahr darauf zu verzichten», so Sprecher Raphaël Wyss. Das entsprechende Budget werde auf 2022 verschoben. Dann könne man hoffentlich ein grösseres Fest durchführen.

Die Migros Aare streicht die Weihnachtsfeiern.
Die Migros Aare streicht die Weihnachtsfeiern. Bild: MIGROS

Bei Grossverteiler Coop hingegen finden «in kleinerem Rahmen» wieder Weihnachtsanlässe in den einzelnen Teams statt, wie es seitens der Medienstelle heisst.

Testpflicht für alle bei der EMS-Chemie

EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher muss ebenfalls einen Corona-Test machen.
EMS-Chefin Magdalena Martullo-Blocher muss ebenfalls einen Corona-Test machen. Bild: sda

Das Blocher-Unternehmen EMS-Chemie plant die Weihnachtsfeiern 2021 unter dem Motto «Hightlights» durchzuführen – inklusive Lichtshow. Eine Impfung alleine reicht für die Teilnahme am Fest nicht aus. «Es gilt eine Testpflicht für alle», sagt EMS-Generalsekretär Marc Ehrensperger.

Beim Online-Warenhaus Digitec-Galaxus plant man nach einem Jahr Pause ein grosses Winterfest. «Voraussichtlich wird dieses im März 2022 stattfinden. Da wollen wir auch die Feier zu unserem 20-jährigen Jubiläum nachholen», so Sprecher Alex Hämmerli.

«Wir bitten auch die geimpften und genesenen Mitarbeitenden, auf freiwilliger Basis, zusätzlich einen Schnelltest zu machen.»
Dino Graf, Amag

Der Automobilhändler Amag will die Weihnachtsfeiern als 3G-Anlass durchführen. Doch es drängt sich offenbar ein schärferes Test-Regime auf: «Wir bitten auch die geimpften und genesenen Mitarbeitenden, auf freiwilliger Basis, zusätzlich einen Schnelltest zu machen», so Amag-Sprecher Dino Graf. Die Kosten würden natürlich vom Unternehmen übernommen.

Feiern weiter auf der Kippe

Bei der Raiffeisenbank wird auf Feierlichkeiten im grossen Stil verzichtet. «Weihnachtsanlässe können mit Überprüfung des Covid-Zertifikats im kleineren Rahmen auf Team- oder maximal Abteilungsebene durchgeführt werden», so Raiffeisen-Sprecher Jan Söntgerath. Die Geschäftsleitung behalte sich jedoch Änderungen vor, sollte sich die Lage weiter verschlechtern.

Bild: www.imago-images.de

Bei Globetrotter fand bereits im Oktober ein grosser Mitarbeiteranlass statt. «Im Vordergrund standen der gemeinsame persönliche Austausch und gemeinsam etwas Sinnvolles zu tun», so Sprecherin Sandra Studer. So habe man für die Anti-Foodwaste-Firma Foodoo Gemüse geschnetzelt – und dann abends noch einen Dreigänger gegessen.

Findet in deinem Betrieb ein Weihnachtsessen statt?

Feiern im kleinen Chörli

Der Medienkonzern Ringier hat die zwei grossen Weihnachtsfeiern abgeblasen. Aber «O du fröhliche» kann dennoch angestimmt werden – einfach nur im kleinen Chörli. «Weihnachtsessen im kleineren Abteilungskreis können entlang unserer Corona-Policy stattfinden», so eine Sprecherin zu persoenlich.com. Je nachdem, wie sich die Corona-Lage entwickelt, soll es als Ersatz für die grosse Christmas-Party im kommenden Jahr ein Frühlings- oder Sommerfest geben.

Bei der NZZ finden die Anlässe wie geplant auf Teamstufe statt. «In diesem Jahr können die Weihnachtsaktivitäten im geplanten Rahmen stattfinden – natürlich unter Einhaltung der Schutzvorgaben der Gaststätten und Lokale, in denen sie ausgetragen werden», sagt Karin Heim, Leiterin der NZZ-Unternehmenskommunikation, weiter zum Branchenportal.

Bei den Berner Verkehrsbetrieben Bernmobil sind Weihnachtsfeste erlaubt. «Die Weihnachtsessen dürfen dieses Jahr unter Beachtung der Corona-Schutzmassnahmen wieder stattfinden», so Sprecher Rolf Meyer.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

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quelle: keystone / peter klaunzer
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