Wirtschaft
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Migros hat Einkaufstourismus «ab Tag eins» der Grenzöffnung gespürt



Une personne paie des courses a la caisse a une vendeuse portant un masque sur le visage dans un magasin Migros le mercredi 8 juillet 2020 a Crissier. Les masques sont obligatoires dans les magasins des 10 personnes dans le canton de Vaud a partir d'aujourd'hui. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Während des Lockdowns stieg der Umsatz der Migros. Bild: keystone

Während des «Lockdown» mussten Einkaufstouristen ihr Geld bei den Schweizer Detaillisten ausgeben. Seit Juni kann wieder auf der anderen Seite der Grenzen eingekauft werden. Die Grenzöffnung hat die Migros unmittelbar gespürt.

«Wir haben den Einkaufstourismus ab Tag eins der Grenzöffnung wieder gespürt», sagt Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen am Donnerstag im Interview mit der «NZZ». Der Einbruch lag laut Zumbrunnen im zweistelligen Prozentbereich. Heute lägen die Verkäufe der Migros wieder ungefähr auf dem Niveau von vor den Grenzschliessungen.

Weniger stark sei der Effekt jedoch an der Südgrenze zu spüren gewesen. «Es scheint, dass die Tessiner noch keine grosse Lust haben, in Italien einzukaufen», erklärte der Migros-Chef.

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Insgesamt werde die Migros in diesem Jahr im Detailhandel, dank einem guten Geschäft im Lebensmittel- und Online-Handel, umsatzmässig zulegen. Auch operativ erwartet Zumbrunnen ein besseres Ergebnis. «Wir werden wahrscheinlich ein solides Jahresergebnis liefern», sagte der Migros-Chef.

Die Reorganisation mit den Verkäufen von Globus, Interio und Depot habe das Ergebnis 2019 aber belastet. Die Margen würden nun aber wieder steigen und das Ziel einer EBIT-Marge von 3 bis 5 Prozent sei in diesem Jahr wieder erreichbar.

Weiterhin sei der Verkauf des Shoppingcenter Glatt und der Grosshandelsfirma Saviva geplant. Damit werde die Portfoliobereinigung aber praktisch abgeschlossen. Die Erlöse aus den Devestitionen sollen in den Online-Handel, technologische Verbesserungen und Investitionen in den Gesundheitsbereich und in die Läden fliessen.

Die verschiedenen Technologiesysteme sollen von der Produktion bis zur Distribution zusammengeführt werden. «Damit wollen wir die Wertschöpfungskette optimieren», so Zumbrunnen weiter. Im E-Commerce seien die Logistikkapazitäten bei Digitec Galaxus fast verdoppelt worden und nun sei Le Shop an der Reihe. (sda/awp)

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43
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    Alle Leser-Kommentare
  • iPlan 10.07.2020 18:58
    Highlight Highlight Niemand geht freiwillig nach Deutschland zum einkaufen, es sind die überzogen Preise von den Schweizer Detailhändler welche das Problem verursachen.
  • ususfact 10.07.2020 18:35
    Highlight Highlight Gut so. Einzig richtig. Was macht M selbst anders ? NICHTS.
  • benn 10.07.2020 15:55
    Highlight Highlight Wow eine EBIT marge von 3-5% für einen detailhändler inkl einem kulturprozent ist weltweit gesehen für detailhändler einzigartig hoch. Da liegt noch viel für Preissenkung bereit ohne Mitarbeiter zu entlassen. Also Leute kauft weiter im Ausland ein dann sinken mittelfristig die Preise auf ein anständiges Niveau, danke an die Einkaufstouristen wir haben schon viel erreicht trotz Detailhändler und Politik Propaganda!
  • a.meyer 10.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Die Lohnschere werden immer Grösser. Dann sicher wieder die von Teppichetage. Gerade von Teppichetage habe ich vor kurzen gelesen es gibt genug dumme Laute die den hohen Preisen zahlen. Aber ohne mich, habe kein Mitleid, verschenkt doch mein hart verdiente Geld nicht!
  • Saerd neute 10.07.2020 08:28
    Highlight Highlight Den Schweizer Lohn nimmt jeder sehr gerne hier entgegen, aber Ausgeben will man ihn dann im billigen Ausland.

    Schon mal daran gedacht dass die Deutschen prozuental das doppelte für Lebensmittel bezahlen als wir?
    In dem Sinne sind bei uns die Lebensmittel viel zu günstig.
    • Vecchia 10.07.2020 11:46
      Highlight Highlight Darum gehen die Deutschen als Grenzgänger in die Schweiz arbeiten...

      Die Wohnungen ennet der Grenze haben sich auch massiv verteuert seit pensionierte Schweizer sich dort steueroptimiert einrichten. Deren Nachkommen wäffeln dann gegen die Personenfreizügigkeit...
    • ususfact 10.07.2020 18:37
      Highlight Highlight Wieder mal die ewige Mär vom hohen Lohn, der nie unser Höchstpreise rechtfertigt.
  • tinu77 09.07.2020 20:17
    Highlight Highlight Heul leise liebe Migros...
  • Ricardo Santiago 09.07.2020 19:54
    Highlight Highlight Warum soll Otto Normalverbraucher nicht dasselbe tun wie die Konzerne? Er ist noch viel mehr darauf angewiesen seine Finanzen zu optimieren.
    Und so lange wie Schweizer Produkte welche vom Steuerzahler subventioniert werden, im Ausland günstiger sind, solange ist das gerechtfertigt.
    • Saerd neute 10.07.2020 08:30
      Highlight Highlight Kriegst du deinen Lohn auch vom Ausland?
    • Ricardo Santiago 10.07.2020 14:21
      Highlight Highlight @Saerd neute

      Ja, ABB zum Beispiel ist zwar scheinbar eine Schweizer Firma, aber der Konzern ist im Ausland angesiedelt, deshalb gibt es ohne Zustimmung von Schweden in der Schweiz keinen Lohn und vom Gewinn wird ein gutes Stück abgeschöpft und geht ins Ausland.
      Und das Aluminium für ABB kommt auch nicht aus der Schweiz, sondern aus China wo die Produkte vorfabriziert werden, in die Schweiz geschifft, hier wird 1 (ein) Arbeitsschritt gemacht und retour.

      So wie meine Schweizer Fränkli ennet der Grenze die Zweifel Chips günstiger kriegen als in Spreitenbach, vor der Haustüre des Produzenten.
    • Tagedieb 10.07.2020 14:39
      Highlight Highlight @saerd : als ob die Migros 100% Produkte aus der Schweiz verkaufen würde. Ich wohne zu weit weg von der Grenze, ich kaufe brav hier ein. Möglichst lokal. Aber dein pseudomoralisches Argmument wird auch durch Wiederholung nicht besser.
      Wenn die Wirtschaft (bzw: deren Bosse) wieder auf die Menschen schauen, liegt den Menschen vielleicht auch wieder was daran.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl F. 09.07.2020 19:41
    Highlight Highlight Was soll diese Bezeichnung „Einkaufstourismus“ eigentlich? Wieso gibt es nicht „Politiktourismus“ wenn Politiker ins Ausland gegen? Oder „Arbeitstourismus“ wenn Leute in einem anderen Land arbeiten?

    Geht es nicht darum, dem einfachen Volk zu verbieten was jeder gute Unternehmer tut: dort einkaufen wo es günstig ist?
    • Saerd neute 10.07.2020 08:33
      Highlight Highlight Karl F, schon gut, aber dann wieder über die Ausbeutung von Drittweltstaaten jammern. Jeder von uns hat es in der Hand dort zu kaufen wo wir auch leben und arbeiten sowie unseren Lohn beziehen.
      Grenzt hart an Heuchelei.
  • Blindschleiche 09.07.2020 19:23
    Highlight Highlight Ich habe in DE beinahe das Gestell mit Mehlen abgeknutscht, mit Maske natürlich. Freudentränen habe ich verdrückt als ich die verschiedenen Mehltypen sah. Diese Auswahl finde ich nicht einmal bei Alnatura. Diese Grossen Packungen herrrrrlich aber den Abfall retour bringen und weiter dumme Verpackungen machen. Ja ja.
    • Vecchia 10.07.2020 11:42
      Highlight Highlight Verschiedene Mehlsorten finde ich auch in der Mühle im Zürcher Unterland. Erst noch ohne Zusatzstoffe und ohne GVO. Herkunft und Produktionsbedingungen des Getreides kann mir der Müller ebenfalls exakt angeben. Die Grösse der Packung kann ich selbst bestimmen.
  • Lupe 09.07.2020 19:10
    Highlight Highlight Ist gut so, die verlogene Migros hat nichts mehr mit einer Genossenschaft zu tun, nur noch Lüge und Abzocke, ich kaufe auch in Deutschland ein.
    • Kruk 09.07.2020 20:53
      Highlight Highlight In deutschland ist ja alles so viel besser! Dort gibt es keine Lüge und auch keine Abzocke und schon gar keine schlechten Arbeitsbedingungen.

      Am besten esst ihr auch alle Tönnies-Fleisch und solchen kram, es gibt dort für jede Warengattung solche Fabriken.

      Aber eigentlich kauft man am besten in China ein.
    • Hansdamp_f 10.07.2020 20:47
      Highlight Highlight Dann ist Dir Deine Zeit zu wenig wert.

      Ich kaufe zwei Minuten von Zuhause ein und würde niemals nach D zum einkaufen fahren.
  • tömu 09.07.2020 18:52
    Highlight Highlight Ich kaufe (fast) nichts im Ausland, zumindest versuche ich dies. Hätte oft genug die Gelegenheit, aber ich verdiene meinen Lohn hier und bin ein massiver Gegner dieses Arbeitnehmerherumgescheuche (genannt FZA oder PFZ). Bei gewissen Kosmetika habe ich allerdings Verständnis, manchmal auch bei Fleisch (bei Leuten mit eher wenig Geld) oder bei Produkten, welche hier einfach nicht zu finden sind, ABER: Mir geht das Geheuchle "der Wirtschaft" und nota bene der Linken (alle für PFZ, aus verschiedenen Gründen) gehörigst auf den Keks. Was hat der Bürger davon, was, ausser die üblichen "Versprechen"??
  • Töfflirocker1970 09.07.2020 17:53
    Highlight Highlight Da hatte ich keinen Einfluss.
    “Ich bin ein ALDI-Kind!”

    😂


    Nein, ich wohne einfach zu weit von der Grenze weg, dass sich die Fahrt lohnen würde.
    Wenn ich natürlich mit dem LKW unterwegs bin, nehme ich gerne mal etwas mit, was in der Schweiz dreimal soviel kostet, oder schlicht nicht erhältlich ist.
  • Der Buchstabe I 09.07.2020 17:04
    Highlight Highlight Ein Grosskonzern verliert Geld, weil die Leute lieber keine überteuerten Preise bezahlen.

    Mimimi
  • Dixety 09.07.2020 16:58
    Highlight Highlight Gut so! Denn, wie schlecht kann man sein? Da hat man die einmalige Chance, dass per Gesetz alle wieder in der Schweiz einkaufen müssen, und man macht nichts um die zu halten? Die haben es verdient.

    Dafür hat die Migros 200'000 neue Papiertüten entsorgt, die Welt vor Mohrenköpfen gerettet, 5 Mio. in ein marktfremdes Fintech verlocht, und man probiert jetzt das Schweizer Entsorgungskonzept zu zerstören.
    • Sarkasmusdetektor 09.07.2020 21:09
      Highlight Highlight Ich weiss zwar nicht, was die Migros da vorhat, aber das Entsorgungssystem kann eigentlich nur besser werden. Alles muss man woanders hinbringen, total mühsam.
    • Hardy18 10.07.2020 06:35
      Highlight Highlight Dixety...

      😘 meine Rede.
  • Linksanwalt 09.07.2020 16:10
    Highlight Highlight Und deshalb muss man gleich 63-jährige Mitarbeiter kündigen? Stichwort Thomas Assfalk. Mit einem Grosskonzern habe ich kein Mitleid.
  • Hierundjetzt 09.07.2020 15:05
    Highlight Highlight Vor Corona war ich ein extremer Verfechter von: Schweizer kauft in der Schweiz.

    Danach kam die Migros:

    - beschriftet überstürzt 200‘‘000 Desserts neu
    - stampft 100‘000 Papiersäcke ein
    - fährt ein gesamtes Entsorgungskonzept an die Wand, weil man „vergass“ die Gemeinden zu informieren
    - gründet mit 5’000’000 ein Fintech Firma (Factoring) die kein Mensch interessiert und schliesst diese nach 6 Monaten wieder (guten Morgen Marktabklärung!!)

    Seither weiss ich:
    die Migros schwimmt nur so im Geld.

    Morgen gehe ich das erste Mal im Leben zu den Nachbarn einkaufen.

    Ich freue mich
    • Vecchia 09.07.2020 16:49
      Highlight Highlight Die Migros ist also massgebend ob man nach D einkaufen geht?

      Ich habe aus andern Gründen nie ennet der Grenze eingekauft und spätestens seit dem "Lockdown" erst recht nicht. Ich wohne in der Grenzregion und sehe seit Jahren zu, wie Laden um Laden (Stellen und Lehrstellen) eingeht.

      Als die Grenze zu war, standen diese Einkaufstouristen bei CHer Detailhändlern, wo sich das Sortiment eben wegen dieser fehlenden Kunden stetig reduziert, fordernd und klugscheissend auf der Matte. Jetzt stehen sie wieder am Zoll....Geiz-ist-geil, das Fleisch ist billig...
    • Hierundjetzt 09.07.2020 17:07
      Highlight Highlight Um das gehts nicht.

      Wenn ein 30 Mrd Konzern (!) dermassen viel Geld hat, soll er zuerst:

      - anständige Lieferantenpreise bezahlen (tut Migros nicht. Nope)

      - die Preise senken

      - und nein, nicht im Rappenbereich und dafür eine 800‘000.- PR und TV Kampagne machen. Nope

      DANN mein Lieber bleiben wir alle hier.

      Migros hat das Geld aber nicht den Willen.
    • Kruk 09.07.2020 17:08
      Highlight Highlight Geh doch ins Coop,
      oder hier zum Aldi, oder in dem quartierladen, oder, oder, oder

      In der Schweiz gibt es nicht nur die Migros wenn du diese nicht mehr magst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • karl_e 09.07.2020 14:54
    Highlight Highlight Die Migros darf nicht über Einkaufstourismus jammern, da sie schon seit Jahrzehnten dasselbe tut und ausländische Dienstleistungen bevorzugt, sobald die ein paar Rappen billiger sind als einheimische.
    • MasterPain 09.07.2020 16:30
      Highlight Highlight Und Fondue Caquelons (wie schreibt man den Sh*t?) in China produzieren lässt.
    • Hierundjetzt 09.07.2020 17:01
      Highlight Highlight Waaaarum? In Polen drucken ist ein M-Besser! Für 5’000km (sinnlose!) LKW Fahrten nach Polen und Ungarn um 1’000 Fränkli zu sparen, weil dort der Drucker nur 500.- verdient gibt das grüne M-Label das uns den polnisch gedruckten (!) Plakatwänden arrogant bleehrt.

      Einfach zum 🤮
    • JaneSodaBorderless 09.07.2020 19:15
      Highlight Highlight Hier&jetzt, ich geh mir dir einig was die Migros betrifft.
      Befremden tut mich allerdings, dass du ebenso wie die Migros für ein paar Fränkli weniger (sinnlose) Fahrten ins benachbarte Land unternimmst. Du tust das Gleiche im Kleinen wie die Migros im Grossen. Schade.
      In der Schweiz gibt‘s doch genug Alternativen?
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