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Uhren-Gigant Swatch will Umsatz verdoppeln – und setzt dabei voll auf eine Autobatterie



ARCHIV - Eine Filiale des Uhrenherstellers Swatch an der Zuercher Bahnhofstrasse, aufgenommen am Mittwoch, 21. August 2002. - Der weltgroesste Uhrenkonzern Swatch hat 2014 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn fiel gegenueber dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Franken. Der Umsatz des Konzerns mit seinen 20 Marken weitete sich netto um 3,0 Prozent auf 8,7 Mrd. Fr. aus, wie die Swatch Group am Donnerstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen waere Swatch um 4,5 Prozent gewachsen, Waehrungseffekte drueckten die Erloese aber um 1,5 Prozent oder 138 Mio. Franken. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Uhrenhersteller Swatch setzt auf Elektroautos und will die Batterien dafür liefern. Bild: KEYSTONE

Swatch-Chef Nick Hayek verfolgt ehrgeizige Pläne mit der neuen Autobatterie für Elektrofahrzeuge. Bis 2020 könnte der Konzern mit der neuen Technologie einen Umsatz von 10 bis 15 Milliarden Franken erzielen, glaubt er. Das wäre fast doppelt so viel wie heute.

Ein Sprecher von Swatch bestätigte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda Hayeks Äusserungen im Wirtschaftsmagazin «Bilanz». Die Tests mit der neuen von der Swatch-Tochter Belenos gefertigten Batterie starten demnach bereits im März in China. Bis zur Zertifizierung durch die chinesischen Behörden dürfte es aber noch zwei bis drei Jahre dauern.

Nick Hayek Jr, Swatch Group Chief Executive, lights a cigar during the Swiss watch maker annual news conference in Plan-Les-Ouates near Geneva in this March 20, 2014 file photo. Swiss companies are cutting prices, asking suppliers for discounts, paying staff in euros and demanding new hours to protect profits from a soaring franc currency. Hayek said Swatch would not follow other industries in cutting jobs to combat the strong franc. REUTERS/Denis Balibouse/Files (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS)

Nick Hayek hofft auf gute Geschäfte. Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Viele Vorteile

Die Batterie verspricht im Vergleich zu bisherigen Technologien 30 Prozent mehr Leistung. Laut Hayek würde sich die Reichweite eines Tesla S damit theoretisch von 530 auf 780 Kilometer erweitern. Hauptbestandteil ist Vandadium Peroxid - von Belenos nach einer streng gehüteten Rezeptur weiterverarbeitet.

Die Ladegeschwindigkeit und Lebensdauer soll sich gegenüber einer herkömmlichen Batterie verdoppeln. Zudem stehe die Energie schneller zur Verfügung, was ein schnelleres Beschleunigen ermöglicht. Und sicherer sei die Vanadium-Batterie, die in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich entwickelt wurde, noch dazu, schwärmt Hayek.

Ehrgeiziger Plan

Die Erwartungen der Swatch-Gruppe, die in zehn Jahren zwischen 25 und 30 Millionen Franken in die Technologie investiert hat, sind hoch.

Bild

Klein, aber leistungsstark: Hayeks neue Batterie. bild via youtube

Unter der Annahme, dass 2020 weltweit 75 Millionen Autos und 10 Millionen Nutzfahrzeuge produziert werden - und davon 20 Prozent elektrisch fahren - sei der potenzielle Markt 17 Millionen Fahrzeuge gross, rechnet Hayek vor. Mit einem Marktanteil von 15 Prozent würden jährlich etwa 2.5 Millionen Fahrzeuge mit der Belenos-Batterie ausgestattet.

Der ehrgeizige Plan sieht vor, inklusive dem Verkauf der Technologie an andere Hersteller, bereits 2020 einen Umsatz zwischen 10 und 15 Milliarden Franken zu erreichen. Im vergangenen Jahr unterzeichnete Swatch mit dem chinesischen Auto- und Motorradhersteller Geely bereits eine Absichtserklärung zur Nutzung der Belenos-Batterie.

Während sich Belenos auf grössere Batterien für Autos, Drohnen und E-Bikes konzentriert, setzt Renata, die zweite Batterie-Tochter von Swatch, auf kleinformatige Energiespeicher. Dazu gehören zum einen sogenannte Knopfzellenbatterien. Zum anderen stellt die Firma auch extrem dünne und biegsame Batterien, sogenannte Thin-Film-Cells, her. Das Unternehmen profitiert dabei auch vom Know-how von Belenos.

(sda)

Tesla enthüllt Super-Batterie

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Tesla enthüllt Super-Batterie
quelle: x03007 / patrick t. fallon
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