So viel brachten Trumps Schweiz-Zölle den USA bisher ein
Der Zollsatz der USA für die Schweiz glich im vergangenen Jahr ein wenig einer Achterbahn. Zeitweise wussten Firmen nicht einmal, welche Tarife nun für sie gelten. Erst waren es 10 Prozent, dann kündigte US-Präsident Trump plötzlich 39 Prozent an, seit Mitte November sind es 15 Prozent – vorläufig zumindest. Jetzt liegen konkrete Zahlen vor, wie hoch die Zolleinnahmen auf Schweizer Waren tatsächlich sind.
Der Tages-Anzeiger hat die Daten des Bureau of the Fiscal Service ausgewertet und hat errechnet, dass sich der Betrag zwischen Januar 2025 und November 2025 auf rund zwei Milliarden Dollar summierte, also etwa sechsmal so viel wie noch 2024.
Der grösste Teil dieser Zölle betraf die Techbranche, also beispielsweise die Maschinen-, Elektro- oder Metallindustrie, deren Belastung rund 13 Mal höher war als im Vorjahr. Knapp 1,1 Milliarden Dollar entfielen hier auf die Zölle. Doch auch die Uhrenbranche litt unter den hohen Zöllen, rund 486 Millionen Dollar betrugen die Zolleinnahmen hier.
Auf dem dritten Platz steht die Chemiebranche mit 176.6 Millionen US-Dollar, etwa doppelt so viel wie noch 2024. Am wenigsten zu spüren bekam die US-Zölle die Pharmabranche. Waren es 2024 noch 400'000 Dollar, stieg der Betrag 2025 auf 3.2 Millionen Dollar.
Was für viele Firmen erst einmal happig klingt, trifft ganz am Schluss jedoch die amerikanische Bevölkerung selbst. Exporteure würden nämlich lediglich rund vier Prozent der Zolllast selbst tragen, 96 Prozent werden an die USA weitergegeben, also deren Importfirmen, Produzenten und Konsumenten, wie die Zeitung aus einer Studie vom Kiel Institut zitiert. (vro)
