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The 2018 Nobel Prize laureates for Chemistry are shown on the screen from left, Frances H Arnold of the US, George P Smith of the US, and Gregory P Winter of Britain, during the announcement at the Royal Swedish Academy of Sciences in Stockholm, Tuesday Oct. 3, 2018. (Jonas Ekstromer/TT via AP)

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr zur Hälfte an Frances Arnold (USA) und zu je einem Viertel an George Smith (USA) und Gregory Winter (Grossbritannien). Bild: AP/TT News Agency

Frauenpower bei den Naturwissenschaften: Chemie-Nobelpreis geht an Ehren-Doktorin der ETH



Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr zur Hälfte an Frances Arnold (USA) und zu je einem Viertel an George Smith (USA) und Gregory Winter (Grossbritannien). Die drei entwickelten mit den Prinzipien der Evolution Proteine für Biokraftstoffe und Medikamente.

Frances Arnold hat 2015 die Ehrendoktorwürden der ETH Zürich erhalten. Die Innovationskraft ihrer Forschungen hätten «viele Forschende weltweit geprägt, auch an der ETH Zürich», hiess es damals in der Laudatio.

Der Preis gehe an eine «auf Evolution basierende Revolution», teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Den drei Preisträgern sei es gelungen, Kontrolle über die Evolution zu gewinnen und dies für Zwecke zu verwenden, die der Menschheit grössten Nutzen gebracht haben.

Frances Arnold

Nobelpreisträgerin Frances Arnold.

Bereits am Dienstag ging der Nobelpreis für Physik an eine Frau. Donna Strickland (Kanada), Arthur Ashkin (USA) und Gérard Mourou (Frankreich) werden für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik geehrt. 

Frances Arnold gelang es erstmals, Enzyme gezielt in eine gewünschte Richtung zu entwickeln. Solche Enzyme werden heute für die Herstellung zahlreicher Stoffe genutzt, etwa Biokraftstoffe und Pharmazeutika.

George Smith entwickelte eine Methode, bei der sogenannte Bakteriophagen - Viren, die Bakterien infizieren - genutzt werden, um neue Proteine entstehen zu lassen. Dieses Phagen-Display genannte Verfahren nutzte Gregory Winter zur Produktion neuer Pharmazeutika.

Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 177 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn sogar zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang vier Frauen, etwa Marie Curie 1911, welche die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckt und ihre Eigenschaften untersucht hatte. (whr/sda)

Schweizer Nobelpreisträger

Erster Schweizer Nobelpreis seit 15 Jahren geht an Lausanner

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 03.10.2018 12:42
    Highlight Highlight man könnte ja auch einfach schreiben wies ist. der preis geht an diese drei personen aufgrund der arbeit xy. denn alle haben viel geleistet. mir ist dabei scheissegal ob die person nun einen schniedel hat oder nicht. dieser artikel ist einseitig und blendet die leistung ihrer kollegen aus. schade, denn es ist eine grosse leistung aller beteiligten.
  • rauchzeichen 03.10.2018 12:12
    Highlight Highlight nicht ein wort zu ihrer leistung, lediglich eine erwähnung dass eine frau den nobelpreis gewonnen hat. ich hab eich gestern schon drauf aufmerksam gemacht, dass ihr, die wert auf eine gesunde gender-diskussion legt, keine solchen dinge tun sollt. entweder widmet der wissenschaftlerin einen artikel für ihre leistung, und erklärt dies, oder ihr lasst es ganz bleiben. sie kriegte den nobelpreis nicht, weil sie eine frau ist! gender ist irrelevant! hatte gemeint, ihr wäret da besser sensibilisiert. würde wohl weniger klicks geben. cash gegen objektive berichterstattung? schlechter deal!
  • Der Kritiker 03.10.2018 12:05
    Highlight Highlight Vielleicht eine dumme Frage, aber wieso spielt es nun eine Rolle, welches Geschlecht die oder der Nobelpreisgewinner(in) hat? Das Resultat der Forschung ist entscheidend. Ihr seid in der Emanzipation stehen geblieben!

Was siehst du hier: Einen See – oder eine Mauer?

Wer erinnert sich noch an das Kleid, dessen Farbe zu erregten Diskussionen führte? Die einen fanden es klar blau-schwarz, während die anderen der Meinung waren, es sei weiss-goldfarben.

Ob die Frage «Siehst du hier einen See oder eine Mauer» ebenso schwierig zu beantworten ist, bezweifle ich eher. Immerhin sieht man hier ganz deutlich einen See. Moment – es ist doch eine Mauer! Nein, ein See! Ach, guck doch selbst!

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