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Une affichette de prevention concernant le nouveau Coronavirus (Covid-19) de l'office federale de la sante publique, OFSP, indiquant

Bild: KEYSTONE

«Die Zahlen zu den jungen Coronavirus-Erkrankten sind irreführend»

Der Infektiologe Pietro Vernazza widerspricht den Schlagzeilen aus den USA, die vor einer Gefahr für junge Menschen warnen. Die wissenschaftlichen Zahlen aus China und Italien zeigen das Gegenteil.

Bruno Knellwolf / CH media



Das «10vor10» zeigt einen leidenden jungen Mann in einem italienischen Spital. Die «New York Times» meldet, dass in einem Spital 38 Prozent der eingelieferten Coronavirus-Patienten zwischen 20 und 54 Jahre alt waren. Sind also nicht nur primär ältere Leute über 70 Jahre gefährdet, sondern auch jüngere?

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Der renommierte Infektiologe Pietro Vernazza vom Kantonsspital St.Gallen winkt ab. Die Zahlen seien irreführend. Niemand hat behauptet, dass es keinen jüngeren Menschen treffen kann. Relevant ist aber nicht, dass in diesem Spital in den USA 190 von 508 Patienten jünger als 54 waren. Das sagt über die Gefährlichkeit nichts aus.

Pietro Vernazza: Chefarzt Infektiologie Kantonsspital St.Gallen

Pietro Vernazza: Chefarzt Infektiologie Kantonsspital St.Gallen. Bild: Ralph Ribi / ch media

Entscheidend ist das Verhältnis dieser 190 Betroffenen zu allen angesteckten Menschen in diesem Alter. Also wohl zu Hunderttausenden in dieser Region.

«Wir haben verlässliche Zahlen aus Italien und eine im renommierten Wissenschaftsjournal ‹Science› publizierte Arbeit von Epidemiologen, welche die Ausbreitung in China untersucht haben», sagt Vernazza. Daraus wird deutlich: Rund 85 Prozent aller Infektionen sind erfolgt, ohne dass jemand die Infektion bemerkt hat. 90 Prozent der verstorbenen Patienten sind nachweislich über 70 Jahre alt, 50 Prozent über 80 Jahre.

«Die Infektion ist für junge Menschen mild», erklärt Vernazza, der im Kantonsspital in der Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene mittendrin steht. Zwar stirbt in Italien eine von zehn diagnostizierten Personen, gemäss der Erkenntnisse der «Science»-Publikation, sei das statistisch wohl eine von 1000 angesteckten Personen. Jeder Einzelfall sei tragisch, aber oft treffe es – ähnlich wie in der Grippesaison – Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen.

Kaum Tote allein wegen des Coronavirus

Das deckt sich auch mit den Zahlen des «Istituto Superiore di Sanità», Italiens oberstem Gesundheitsinstitut. Das durchschnittliche Alter der Verstorbenen liegt bei 79,5 Jahren. Die deutlich am stärksten betroffene Altersgruppe sind die 80- bis 89-Jährigen. Nur fünf Menschen waren unter 40 Jahre, alle waren krank, ehe sie sich mit dem Virus infizierten. Lediglich drei Menschen starben offenbar am Coronavirus alleine.

Vernazza fordert deshalb, alle teilweise überstürzt getroffenen Entscheidungen in den letzten Wochen nun zu reflektieren. Wenn fast 90 Prozent der Infektionen unbemerkt bleiben, mache es keinen Sinn alle Leute zu testen. Damit widerspricht er den Aussagen des Lausanner Epidemiologen Marcel Salathé. «Die Tests helfen uns im Spital, Patienten mit schweren Infektionen zu behandeln». Dort muss man wissen, wer angesteckt ist.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse zeige sich, dass viele der Massnahmen vielleicht sogar kontraproduktiv seien. Vor allem die Schulen zu schliessen, hält er für falsch wie auch eine Ausgangssperre im epidemiologischen Sinn nicht das Richtige wäre. Seine Nachfrage beim BAG habe gezeigt, dass die Entscheidung der Schulschliessungen nicht auf wissenschaftlicher Basis erfolgt sei, sondern weil die anderen Länder diese auch durchgeführt haben.

Kinder sollten immun werden

«Wenn wir die Schulen schliessen, verhindern wir, dass die Kinder immun werden», sagt Vernazza. Wenn aber viele Kinder immun werden, wird sich die Krankheit viel langsamer ausbreiten. «Und Kinder werden nicht schwer krank und sterben nie an der Krankheit», sagt Vernazza.

Deshalb wäre es auch zu überlegen, ob die Isolationsmassnahmen vor alle auf gefährdete Personen beschränkt werden sollten und jungen, kaum gefährdeten Menschen den Zugang zu Erholung und Arbeit wieder zugelassen werden sollte. In Holland wird das bereits so praktiziert.

Die Regierung setzt auf die Idee der «Gruppenimmunität», wonach es sinnvoll sei, dass sich möglichst viele junge und gesunde Menschen infizieren, um so eine Art Immunitätsschutz zu bilden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Professor Jogi 22.03.2020 23:23
    Highlight Highlight Der renommierte Infektiologe Pietro Vernazza, hat den richtigen Riecher...
  • Turicum04 22.03.2020 22:44
    Highlight Highlight 2003 bei Sars-1 machte man kein so ein grosses Büro auf. Nach einem halben Jahr waren alle geheilt. Auch damals gab es Tote. Selbst bei einer Grippe soll es Tote geben, fast alles ältere Menschen. Vorsichtig sollte man immer sein und die Hände ab und zu waschen!
  • Krakoki 22.03.2020 20:42
    Highlight Highlight Ich bin dem Land Italien wirklich sehr dankbar, dass alles so gut und ehrlich dokumentiert hat trotz Not und uns allen dies einen grossen Nutzen bringt. Enttäuscht bin ich von den anderen in Europa die vertuschen oder vertuscht haben aus wirtschaftlichen Überlegungen.

    Grazie mille Italia, buona Fortuna.
  • Kivz ihr zu7 22.03.2020 19:34
    Highlight Highlight Kinder sterben nie? Dann kann man mit seinen Kindern experimentieren - so er denn welche hat.
  • Nony 22.03.2020 18:35
    Highlight Highlight Vor dem Hintergrund, dass es darum geht, die Ressourcen der Spitäler soweit zu entlasten, dass alle infizierten Personen eine vernünftige Behandlung erhalten können, sind die Thesen dieses Herren nicht sonderlich zielführend. Ausserdem sprechen die Todesfallzahlen der Länder, die eine zeitlang auf Herdenimmunisierung gesetzt haben (GB und NL), eine ziemlich klare Sprache. So klar, dass sowohl Johnson als auch Rutte inzwischen schon einen Rückwärtssalto aus dem Stand gemacht haben.
  • Flamme 22.03.2020 18:10
    Highlight Highlight 'Quarks' auf YouTube (Corona, wann ist die Pandemie vorbei) stellt verschiedene mögliche Strategien gegen das Virus vor. Je nach gewählter Strategie und deren Erfolg/Misserfolg werden wir noch lange so leben.
  • crik 22.03.2020 17:05
    Highlight Highlight "Rund 85 Prozent aller Infektionen sind erfolgt, ohne dass jemand die Infektion bemerkt hat."
    "Zwar stirbt in Italien eine von zehn diagnostizierten Personen, [...] sei das statistisch wohl eine von 1000 angesteckten Personen."

    Wenn 10% sterben und 85% undokumentiert sind, stirbt etwa 1 von 100 (nicht 1000) angesteckten Personen. Des weiteren ist 'undocumented' nicht gleich asymptomatisch.

    "Also wohl zu Hunderttausenden in dieser Region." Aufgrund von Zahlen aus Island ist der Anteil asymptomatischer Infektionen tiefer (https://www.buzzfeed.com/albertonardelli/coronavirus-testing-iceland)
  • hgehjvkoohgfdthj 22.03.2020 16:50
    Highlight Highlight Also nur ganz geringe Gefahr für die Jüngeren. Wenn's der Herr Doktor sagt, wird's schon stimmen. Sicher, dass? Ich bin mir da nicht so sicher: es gibt auch dumme Doktoren.
  • Ueli der Knecht 22.03.2020 16:42
    Highlight Highlight Solange es keinen Impfstoff geben wird, bleibt uns gar nichts anderes übrig als eine "gelenkte Durchseuchung".

    Insofern macht es Sinn, die Durchseuchung, bzw. die Ausbreitung des Virus so zu steuern, dass es

    1) nicht unser Gesundheitssystem überlastet und allen schweren Fälle stets die notwendigen und angemessen Behandlungen bereit stehen, und

    2) diejenige möglichst früher zu infizieren, welche wenig bis keine Risiken haben (sprich Kinder und Jugendliche), und gleichzeitig strikte diejenigen zu isolieren, bei welchen eine Infektion mit nicht kalkulierbaren Risiken verbunden wäre.
    • FrancoL 22.03.2020 22:40
      Highlight Highlight Als wären die von dir angesprochenen Gruppen wie Konservendosen schön getrennt im Regal. Das Problem ist dass genau dieses Lenken schwer zu steuern ist und wenn diese Übung aus dem Ruder läuft ist sie nicht mehr zu zügeln. Jugendliche und Kinder kann man nicht isoliert betrachten. Die Betreuung erfolgt durch ältere Gruppierungen, die wiederum nicht zu vereinzeln sind.
    • Ueli der Knecht 23.03.2020 12:20
      Highlight Highlight Das ist klar, FrancoL, dass dies nicht so einfach zu bewerkstelligen ist. Die Realität ist aber nur leider die, dass es gar keine andere Option gibt. Wir können also nur versuchen, diese einzige Option so gut wie möglich durchzubringen.

      Ob diese Übung, in der wir schon mittendrin stecken, aus dem Ruder läuft, wird sich zeigen. Das hängt im wesentlichen auch vom Verhalten jedes Einzelnen ab.

      Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen durch Ältere (<60 Jahre) ist kein grosses Problem. Wichtig ist, die Risikopersonen strikte zu isolieren (>65 Jahre, oder solche mit Vorerkrankungen).
  • Malnachgedacht 22.03.2020 15:41
    Highlight Highlight Zum Glück sind die Lehrpersonen und Krippen-/Hortbetreuer/innen auch alle jung und ohne Risiko !??? Oder unterrichten und hüten die Kinder sich neuerdings selber? Wurde das zu Ende gedacht?
    • wintergrün 22.03.2020 18:06
      Highlight Highlight Sehr guter Punkt.
    • Ueli der Knecht 22.03.2020 20:20
      Highlight Highlight Yep. Daran wurde gedacht:

      Besonders gefährdete Personen müssen besonders geschützt werden. Das heisst:

      Arbeitgeber müssen "mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz" sichertellen, bzw. falls dies (zB. in KiTas, Krippen, Kinderhorte usw.) nicht möglich ist, die Mitarbeiterinnen krankschreiben und nach Hause schicken.
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20200744/index.html#id-5
    • wintergrün 23.03.2020 06:10
      Highlight Highlight Gedacht schon aber nicht gemacht. Die 64 jährigen Lehrer in meinem Kollegenkreis waren froh um den Shutdown.
  • Locutus70 22.03.2020 15:34
    Highlight Highlight Grundsätzlich geht es um das Immunsystem. Je stärker es ist, desto besser kommt es mit einer Infektion klar. Und je geschwächter es ist, umso weniger.
    Vorerkrankungen, nicht diagnostizierte- oder chronische Erkrankungen schwächen das Immunsystem. Dazu kommt, das das Immunsystem mit den Jahren schwächer wird (wenn man nix dagegen unternimmt).
    • ursus3000 22.03.2020 21:29
      Highlight Highlight Ja und im alten Europa , oder war das Dein Modewort gestern ? Sorry man muss es eben auch mal erwähnen
  • Snowy 22.03.2020 15:16
    Highlight Highlight Absolut korrekt was der Mann sagt:

    Die Fälle von schweren Verläufen bei Menschen unter 65 ohne Vorerkrankungen in Norditalien können an einer Hand abgezählt werden.

    Das ändert allerdings gar nichts daran, dass wir die Verhaltensregeln des BAG / WHO unbedingt einhalten müssen!
    Schlicht und einfach weil unser Gesundheitswesen sonst aufgrund der vielen alten und kranken Menschen zusammenbricht.

    #StaytheFuckHome ist ein Akt der Solidarität mit älteren und kranken Menschen!
    • Barthummel 22.03.2020 16:44
      Highlight Highlight Das Absurde ist doch, dass diese alten und schwachen Menschen nun am shopen sind, während alle anderen Zuhause bleiben. 🤦‍♂️
      Und nein, das ist kein Seniorenbashing. Aber es spricht mein Humorzentrum an. Um malgewagt zwei Sprichwörter zu vereinen:
      Man schiesst mit Kanonen auf Spatzen, während die Elefanten durch den Porzelanladen trampeln. 👍
    • Hustler 22.03.2020 21:51
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht 👍
  • FrancoL 22.03.2020 15:15
    Highlight Highlight Die Entwicklung in den letzten 2 Tagen in Bergamo ist wohl nicht Bestandteil der Überlegungen von Pietro Vernazza. Zudem legt er das Augenmerk zu einseitig auf die Todesraten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 22.03.2020 15:03
    Highlight Highlight Das sind beruhigende Informationen!
    Sie zeigen, dass sich ein massvoller Mittelweg mit Karantäneschutz für Gefährdete und natürlicher Immunisierung von Jungen und Gesunden abzeichnet.
    Die Massnahmen des Bundesrats sollten aber im Moment noch beibehalten und dann schrittweise gelockert werden, immer mit Augenmerk auf die Situation in den Spitälern.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 22.03.2020 14:58
    Highlight Highlight Egal ob jung oder alt. Bleibt einfach zu hause. Basta!
    • Snowy 22.03.2020 15:43
      Highlight Highlight 100% Deiner Meinung.

      Trotzdem hab ich Mühe damit, dass Medien um Aufmerksamkeit zu erhaschen jeden Fall eines U50 extrem aufbauschen und die Thematik der Vorerkrankungen weglassen.
    • Hiker 22.03.2020 21:16
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • redeye70 22.03.2020 14:41
    Highlight Highlight Dieser Herr richtet sein Augenmerk nur auf die Mortalität der einzelnen Gruppen. Um die geht es aber gar nicht. Bei den massiv anwachsenden Zahlen Infizierter droht das Gesundheitssystem zusammenzubrechen. Gnade Gott demjenigen der dann, auch ohne Coronavirus, zum Notfall wird! Das Chaos in der Gesellschaft, dass dann entstehen würde möchte ich nicht erleben. Ist einmal das Vertrauen weg steht einer Massenpanik nichts mehr im Wege. Die Massnahmen müssen sein, nicht nur wegen dem Virus alleine, sondern auch für die öffentliche Ordnung.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 22.03.2020 14:37
    Highlight Highlight Verwirrt ich bin! Und nu? Da fordern einige eine Regierung der Technokraten. Aber nimmst 4 Virulogen kriegst 8 unterschiedliche Meinungen...
  • DerRaucher 22.03.2020 14:32
    Highlight Highlight Medien reicht es nicht mehr aus dass das Virus übel für alte und vorerkrankte ist. Nein jetzt muss die Panik geschürt werden es sei auch für Junge Menschen schlimmer als erwartet. In Zeiten wo eh jeder schon Panik schiebt absolut unverantwortlich. Merke immer wieder das man auf biegen und brechen Fälle von jüngeren sucht damit man sich darauf stürzen kann und eine neue Angst schürende Schlagzeile bringen kann.
    • FrancoL 22.03.2020 15:20
      Highlight Highlight Es geht nicht um „schlimmer sein“ sondern um die Tatsache der Verbreitung und den doch zunehmenden Fälle von unsanften Krankheitsveräufen auch bei u60.
      Falls Du das nicht ganz schnallst kannst Du gerne aus erster Hand Dich zb bei der ital. Presse orientieren, die eine gute Sicht der Erkrankungen hat.
      Empfehle Dir zb La Repubblica.
    • Hiker 22.03.2020 21:22
      Highlight Highlight Es ist doch ganz einfach. Jetzt ist nicht die Zeit das zu fordern was einem gerade am besten in den Kram passt. Es braucht jetzt keine selbsternannten Experten und Besserwisser. Bleibt Zuhause wenn es geht, und gut ist. Welche Massnahmen die besten gewesen wären kann man getrost auf später verschieben. Damit ist allen am meisten geholfen.
  • John Henry Eden 22.03.2020 14:25
    Highlight Highlight Übel, wie totalitäre Massnahmen gegen die Gesamtbevölkerung verteidigt werden. Noch übler, dass der Staat Pflegepersonal, Social Media, Prominente usw. für diese Propaganda einspannt.

    Zur Anregung eurer Gedanken. Was wäre, wenn das Virus zu 99 % für junge, gesunde Kinder und Teenager potenziell tödlich wäre?

    Müsste dann die ganze Bevölkerung zuhause bleiben? Gäbe es dann den Ruf nach einer Ausgangssperre?

    Nein, ganz sicher nicht. Nur Kinder und Jugendliche würden abgeschottet werden. Ansonsten würde alles ganz normal weitergehen. Inklusive Fussball und Eishockey.
    • Hustler 22.03.2020 21:53
      Highlight Highlight Das stimmt so einfach nicht. Glaub an die Menschheit ❤
  • Resche G 22.03.2020 14:14
    Highlight Highlight Es gibt unzählige Meinungen... Es sterben nur alte mit Vor -Erkrankungen, In Italien und China sterben so viele wegen der schlechten Luft und die Massnahmen deswegen für alle sei masslos übertrieben...

    Dies mag alles sogar teilweise richtig sein, aber was währe dann die alternative. Die alten Leute im Spital abweisen. Sorry du bist alt geh nach hause sterben... am besten bitte alleine.

    Oder sollen Länder mit sauberer Luft darauf hoffen, dass es bei ihnen milder verläuft. Und was ist wenn nicht ?

    Ich möchte weder Massnahmen bestimmen noch Patienten einteilen. Drum mache ich was gesagt wird
  • Dong 22.03.2020 14:07
    Highlight Highlight Dieses „Durchseuchungs“-Szenario ist ein gemeingefährliches Hirngespinst!
    - Niemand hat das bei Corona bisher testen können
    -Falls man das kontrolliert durchführen könnte (was man NICHT kann!) würde es Jahre dauern mit den verfügbaren Spitalkapazitäten
    -Die 85% unbemerkten Verläufe sind eine Annahme.
    - Man müsste das dann auch durchziehen, wenn man wie alle bisherigen Durchseuchungs-Desperados dann angesichts der Realität kalte Füsse bekommt hat man nur den Schaden.
  • Smeyers 22.03.2020 14:03
    Highlight Highlight Eine Ausgangssperre wie in Uri hat schon Sinn gemacht. So ist die gefährdete Gruppe am besten geschützt.
    • Hiker 22.03.2020 21:27
      Highlight Highlight Und woher wissen Sie das? Experte oder einfach nur nachplappern? Was ist Ihr Fachgebiet? Seuchenexperte?
    • Smeyers 23.03.2020 07:53
      Highlight Highlight @hiker; Logik reicht manchmal. Ausgangsperre für Senioren und der Rest läuft auf dem Minimum.

      Und was ist ihr Fachgebiet?
  • GeriKurt 22.03.2020 13:49
    Highlight Highlight Endlich mal ein Experte der es richtig sieht. Leider fürchten sich die Verantwortlichen zu sehr und haben nicht den Mut zu solchen sinnvolle Schritte.
    Risikopatienten systematisch isolieren und in Quarantäne stecken. Zivilschutz/Militär zu deren Versorgung einsetzen, anstelle einfach in Panik zu verfallen und immer weitere schädigende Massnahmen ansetzen.
    • Biindli 22.03.2020 19:40
      Highlight Highlight Was machst du mit den jungen Risikopatienten? Z.b. mit mir Mutter von 2 Kindern. Soll ich dann weg in die Isolation und meinen Mann mit 2 Kindern (ohne Schule und Kita) alleine lassen? So einfach ist das nicht...
    • Hiker 22.03.2020 21:33
      Highlight Highlight Mann, schon wieder so ein selbsternannter Experte! Woher nehmen Sie diese Erkenntnis? Sind Sie Seuchenexperte Arzt und Virologe in Personalunion? Das geht mir echt auf die Nerven was hier wieder einmal an Pseudowissen herum geboten wird. Tragen Sie Verantwortung für das was Sie hier herum labern? Na also, dann lassen Sie es bitte.
  • Cirrum 22.03.2020 13:16
    Highlight Highlight Bin mal gespannt, was für Ausreden das kommen werden, wenn herauskommt, das die Massnahmen Übertrieben waren und alle diejenigen, die vor Panikmache gewarnt haben in der Luft zerrissen wurden.. Aber wahrscheinlich wird es unter den Tisch gekehrt und das einzige was übrig bleibt, sind lustige Memes von WC Papier
    • dä dingsbums 22.03.2020 13:42
      Highlight Highlight Wart noch ein paar Tage.

      In Italien oder Spanien kommt niemand mehr auf die absurde Idee, dass die Massnahmen übertrieben sind.
    • Hiker 22.03.2020 21:36
      Highlight Highlight Natürlich, weil Sie und all die anderen Pseudoexperten es schon immer alles besser gewusst haben. Seien Sie doch einfach still und lassen Sie diejenigen entscheiden, die mit dem Hirn statt mit dem .... denken, deal?
  • mrmikech 22.03.2020 13:08
    Highlight Highlight Was Herr Vernazza auch nicht erwähnt ist dem Effekt auf alle andere die Spitalpflege brauchen: Unfälle, geplante OPs, usw. Es ich nicht alsob unsere Spitäle normalerweise leer sind...
  • mrmikech 22.03.2020 12:54
    Highlight Highlight Alle kinder infizieren? Dann werden die Eltern auch infiziert... Und junge und gesunde einfach normal weiterleben lassen... Er spricht also für durchseuchung, und einfach alle sterben lassen die sterben, ohne hilfe oder pflege - weil soviele pflegekräfte gibt es einfach nicht. Wäre ziemlich krass einfach 10.000 (oder mehr) menschen sterben zu lassen in die Schweiz, oder? Klar, alle gefährdete menschen zu isolieren wäre super, dann soll man sie aber einsperren, weil sonst gehen sie eh auf die strasse, das sieht man jetzt auch. Was für dilemma...
  • Ökonometriker 22.03.2020 12:41
    Highlight Highlight Wir haben in der Schweiz schon seit Jahrzehnten immer wieder einen Mangel an Intensivpflegebetten. In Deutschland sterben jährlich 40'000-50'000 Menschen an einer Lungenentzündung, viele davon durch die Grippe verursacht. Auch dort könnte mit einer besseren medizinischen Infrastruktur noch einige Lebensjahre für die hauptsächlich älteren Personen herausgeholt werden.

    Wir stehen wiedereinmal vor der brutalen Frage: wie viel ist uns ein zusätzliches Lebensjahr im Alter wert?
    • Barthummel 22.03.2020 16:49
      Highlight Highlight Danke, dass es doch noch Mensche gibt, die den Fokus auf das Wesentliche nicht verloren haben! Nicht das Virus ist das Problem, sondern unser kaputtgespartes Gesundheitssystem, welches um jeden Preis profitabel sein muss. Diesen Preis zahlen wir nun! Und es wird sich nach Corona wohl nichts daran ämdern. In diesem Sinne: Bis zu nächsten Pamdemie. 🙄
    • Ökonometriker 22.03.2020 17:32
      Highlight Highlight @Barthummel: Ich weiss nicht, ob wir das so vereinfachen können. Die Spitäler sind ja grösstenteils staatlich... aber klar, die Leistung, die sie erbringen, muss von den Krankenkassen vergütet werden.
      Einerseits wollen wir zwar alle eine bessere Pflege, andererseits wollen wir auch tiefere Prämien. Zudem wollen wir ja keine Mehrklassenmedizin, wo gewisse Leute von gewissen Leistungen ausgeschlossen werden.

      In diesem Möglichkeitsraum einen Kompromiss zu finden ist schwer...
      Wir zwei hätten zwar gerne eine bessere Leistung. Andere Leute hätten dafür gerne tiefere Prämien. Doch wer hat recht?
    • blueberry muffin 22.03.2020 17:57
      Highlight Highlight @Ökonometriker
      Wie wärs mit beidem? Staatliche Einheitskasse spart Geld durch stärkere Verhandlungsbasis, keine Werbung, weniger Overhead (da 1 backoffice anstatt 40), etc.

      Also wiedermal: Danke an die Privatisierung für Death Panels, höhere Prämien und weniger Leistung.
  • malu 64 22.03.2020 12:35
    Highlight Highlight Man sollte endlich aufhören mit dieser Panikmache. Die gefährdeten Leute sollen zu Hause bleiben und möglichst keinen Kontakt mit andern haben. Es ist absurd das der gesündere Teil der Bevölkerung sich einsperren soll. Jedes Jahr sterben rund 1000 Leute in der Schweiz an der Grippe. Das Leben dauert nicht ewig. Das wird jeder von uns eines Tages erfahren.
    • Riccardo Romano 22.03.2020 15:51
      Highlight Highlight Jeder stirbt irgendeinmal. Trotzdem möchten wir alle weiterleben. Du etwa nicht?
    • mrmikech 22.03.2020 18:08
      Highlight Highlight Leider würden bei unkontrollierte durchseuchung 10.000-30.000 sterben, oder noch viel mehr... Deine eltern und grosseltern vielleicht. Schlimm? Musst du entscheiden...
    • malu 64 22.03.2020 19:21
      Highlight Highlight Solange wie möglich! Aber mit dieser sinnlosen Panikmache hilft man überhaupt Niemanden. Pro Jahr sterben in der Schweiz rund 65‘000.- Personen. Rund 2000 wegen Grippe.
      Es ist traurig nahestehe Personen zu verlieren, aber wir können es nicht ändern.
  • KarlWeber 22.03.2020 12:29
    Highlight Highlight Woher kommen eigentlich plötzlich all diese Berichte, dass auch jüngere Menschen betroffen sind ? Das ist wirklich reine Panikmache.

    Denn es ist längst bekannt, dass Personen ab 20+ schwer erkranken und sterben können. Die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufes steigt mit dem Alter und Vorerkrankungen. Das weiss man aber schon seit 2 Monaten anhand der Daten aus China.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.03.2020 14:15
      Highlight Highlight Whatsapp?
    • mrmikech 22.03.2020 14:17
      Highlight Highlight Weil offensichtlich viele jüngere dachten sie sind immun, deswegen ist es für diese gruppe einen schock zu hören dass es eben nicht nur ältere sind...
    • esmereldat 22.03.2020 14:18
      Highlight Highlight Vielleicht weil in den letzten Tagen oft Stimmen laut wurden, die ähnlich klangen wie "einfach die Alten einsperren, bei uns Jungen ists ja egal, ob wir krank werden".
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 22.03.2020 12:14
    Highlight Highlight Herdenimmunittät ist epidemiologischer Neoliberalismus.
    Der Artikel ist sehr interessant dazu:
    "Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Großbritannien und die Niederlande auf diese Strategie setzen wollten, denn diese Staaten fahren schon lange Jahre einen neoliberalen Kurs."
    https://kontrast.at/corona-herdenimmunitaet-neoliberalismus-grossbritannien-niederlande/
  • Posersalami 22.03.2020 12:08
    Highlight Highlight Ich kanns nicht mehr lesen! Die Meinung von 1 Promille der Fachleute darf nicht gleichwertig behandet werden wie die der restlichen 99.99%.

    Das gleiche wie beim Klimawandel. Ein paar Einzelmeinungen prominent platziert erzeugen einfach ein komplett falsches Bild.
    • Rolf_N 22.03.2020 15:39
      Highlight Highlight Wirklich unglablich dass Watson solchen Leuten eine Platform gibt. Dabei gäbe es in der Schweiz genügend Leute die am Virus forschen.
  • Alnothur 22.03.2020 12:07
    Highlight Highlight Wisst ihr was, schicken wir den Kerl doch nach Bergamo. Er soll dort etwas helfen, dann sieht er auch die Situation. Er kann sich ja dort um die ganzen milden Fälle kümmern, diese Jungen auf der Intensivstation die beatmet werden müssen. Dieser 38-jährige Italienische Arzt, der beatmet werden muss, liegt bestimmt auch noch dort.
  • chrimark 22.03.2020 12:06
    Highlight Highlight Der Satz "Und Kinder werden nicht schwer krank und sterben nie an der Krankheit" sagt eigentlich schon alles. Es ist wie mit dem Klima und dem Wetter, hier halt Statistik und Einzelfall.
  • medmi 22.03.2020 12:06
    Highlight Highlight Schon verrückt. Absolute Fehlinterpretationen eines wissenschaftlichen Artikels - ich habe ihn auch gelesen. (Substantial undocumented infection facilitates the rapid dissemination of novel coronavirus (SARS-CoV2))

    Leute wie Herrn Vernazza kosten unsere Gesellschaft am Schluss Milliarden. China, Singapur etc. werden die grossen Gewinner sein. Bitte Watson, lasst solche Leute nicht zu Wort kommen.
  • Hypatia 22.03.2020 11:57
    Highlight Highlight Die Lage wird zunehmend unübersichtlich, zumal wenn selbst Virologen sich nicht darin einig sind, welche Massnahmen berechtigt und zielführend sind.

    Fakt ist, dass dieses Virus virulent bleiben wird und potentiell jedeN anstecken wird. Das heisst, dass gefährdete Personen einer höheren Sterblichkeitsrate ausgesetzt werden, ob nun das Virus ursächlich für den Tod verantwortlich ist oder nur als "Katalysator" wirkt. Eine Verlangsamung der Ausbreitung wird dies nicht grundsätzlich verhindern.

    Meine Frage aber ist, ob damit dem Virus nicht die Zeit und Möglichkeit gegeben wird, zu mutieren.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.03.2020 14:20
      Highlight Highlight Es hat schon mutiert. Es gibt inzwischen die Typen L und S. Aber Coronaviren mutieren generell langsam, während Influenzaviren im Vergleich dazu mit der vierfachen Geschwindigkeit daran "arbeiten".

      Die Lage ist eigentlich überhaupt nicht unübersichtlich. Aber wenn man panisch wird und die Besonnenheit abhanden kommt, kann man schnell den Verstand verlieren.
  • lilie 22.03.2020 11:54
    Highlight Highlight Seine Gedanken in Ehren, aber er blendet mE zwei wesentliche Aspekte aus:

    - Wer genau stirbt, ist immer noch nicht das grosse Problem, die sind ja (auch wenns sonst traurig ist) aus der Statistik raus - das wirkliche Problem sind jene, die längere Zeit im Spital verbringen müssen, um ihr Leben zu retten
    - Kinder immunisieren ist eine tolle Idee, aber dazu müsste man sie ja von den Erwachsenen abschotten - sonst ist es kontraproduktiv
  • medmi 22.03.2020 11:49
    Highlight Highlight Geht es nur um Tote? Fakt ist, dass etwa 3% einen schweren/kritischen Verlauf haben mit einer interstitiellen Pneumonie. Fakt ist, dass dies auch junge treffen kann. Klar, junge gesunde überleben einen solchen Verlauf dank intensivmedizinischer Behandlung viel eher als 80 jährige polymorbide, deshalb erscheinen sie nicht in den Todesstatistiken. Wissen wir etwas über das outcome wenn jemand einen schweren Verlauf überlebt? Die wahrscheinlichkeit dass eine fibrotische Lunge zurück bleibt (vernarbungen) ist gross.
    Wir wissen zu wenig, als dass wir eine Ausbreitung zulassen können.
  • champedissle 22.03.2020 11:43
    Highlight Highlight Nur in der Schweiz grassiert diese "ü65 Fieber". Noch vor Kurzem verlangten die Parteien, dass man das Pensionsalter ruhig bis 70 ausdehnen soll. Die Leute seien heute in einer derart guten Verfassung, das sei kein Problem. Plötzlich sind in der Schweiz alle "Ü65" Gebrechlich und Krank und sollen sich zu Hause einschliessen. Merkwürdig wie sich das Immunsystem innert 2 Wochen verändern kann. Das ist natürlich absoluter Unsinn, genauso wie dieser "ü65" Bashing. Es kommt nicht aufs Alter sonder das Immunsystem ab, und das richtet sich vor allem nach Fitness und Ernährung.
    • wilbur 22.03.2020 14:32
      Highlight Highlight türkei hat ausgangssperre für alte leute verhängt, soweit ich gehört habe ;)
  • Nevermind 22.03.2020 11:36
    Highlight Highlight Wenn wir dann in 2 Wochen sehen, dass wir überreagiert und die Infektionsrate auf fast Null abgewürgt haben und die Spitäler ganz entspannt funktionieren, dann können wir auch langsam lockerlassen und mit der Herdenimmunität experimentieren. Das wird unsere Wirtschaft nicht umbringen.

    Da aber alle Massnahmen sich nur mit 7-14 Tagen verzögerung auf die Wirksamkeit überprüfen lassen und wir exponentielle Zuwachsraten haben ist ein zu schwaches Reagieren schwer bis unmöglich zu korrigieren und richtet dann menschlich und finanziell massiv Schaden an.
    • FCK NATO PACT 22.03.2020 12:09
      Highlight Highlight Ein sehr guter Freund von mir arbeitet im Uni Spital in Basel. Die Lage ist sehr entspannt und es sind ca. 18 Personen auf der Intensivstation. Und bei den Patienten handelt es sich um
      ältere Personen! Aus diesem Grund glaube ich immer wie mehr, dass wir hier irregeführt werden. Hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun.Aber die Menschheit wurde in der letzten 20 Jahre mehrmals irregeführt mit den Kriegen in Jugoslawien, Irak,Syrien und 911!
    • O.Brady 22.03.2020 16:34
      Highlight Highlight Das gleiche in Lausanne zwischen 10-14 patienten.
    • Hoci 22.03.2020 16:40
      Highlight Highlight Seh ich auch so.
  • irgendwie so: 22.03.2020 11:23
    Highlight Highlight Die Schulen sind nicht primär wegen der Kinder geschlossen worden - es geht darum, dass möglichst viele Patienten gut und fair behandelt werden können, was bei einer Überlastung der Spitäler nicht mehr möglich ist.
    Alles zu, damit nicht alle Kranken auf einmal an die Spitaltüren klopfen.
    Wir (fast) alle werden früher oder später Corona kriegen, die Frage ist, wie man uns im schwierigen und schweren Fall behandeln kann - und wenn dann keine Spitalbetten mehr frei sein sollten....
    • Szabolcs 22.03.2020 22:06
      Highlight Highlight Die Frage ist auch wie lange die Ausnahmezustand dauert, weil es mit der "milderen" Ablauf 1-2 Jahre dauern wird. Und beim nächsten Virus bzw. Mutation dann evtl. nochmals 1-2 Jahre. Möchten wir jahrelang unsere Wirtschaft und Leben auf Sparflamme stellen? Ich sicher nicht.
  • blueberry muffin 22.03.2020 11:22
    Highlight Highlight Also muss doch niemand zu Hause bleiben?
  • Musta Makkara 22.03.2020 11:21
    Highlight Highlight Mittlerweile ist die Herden-Immunität in Holland ja auch schon wieder Schnee von Gestern.

    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/11911120

    Auch wenn sie aus epidemologischer Sicht ihre Logik haben mag, das Risiko, dass der Schuss nach hinten losgeht ist ethisch wohl nicht tragbar. Ausserdem ist sie wohl auch gesellschaftspolitisch und psychologisch nicht durchsetzbar, wie das Beispiel Holland zeigt.
    • rodolofo 22.03.2020 15:16
      Highlight Highlight Die Schwierigkeit im Umgang mit diesen Corona-Viren besteht gerade darin, dass sie weder "Killer-Viren", noch ähnlich schwach gefährlich wie Grippe-Viren sind!
      Was bei den Grippe-Viren noch möglich war, nämlich ein weitgehendes "Frei laufen lassen mit natürlicher Immunisierung und besonderem Schutz für Gefährdete" wäre zwar im Umgang mit den Corona-Viren auch möglich, würde aber zu sehr hässlichen "Kollateralschäden" führen, wie wir sie gerade in Italien beobachten können.
      Darum sollte die Gesellschaft das Schwergewicht mehr auf die Seite der Schutzmassnahmen verschieben, aber "mit Augenmass".
  • Töfflifahrer 22.03.2020 11:18
    Highlight Highlight Das Problem wird dann jedoch sein, die Jungen von den älteren abzuschotten. Zudem Schüler -> Eltern -> Arbeitskollegen–> ......
    • Herr Pragel 22.03.2020 11:53
      Highlight Highlight Lieber Herr Töfflifahrer ... Bei Ihrer Kette von Infizierten lassen sich meines Erachtens keine „alten“ Menschen ausmachen, da sowohl die Eltern als auch deren Arbeitskollegen nicht zu den „alten“ Menschen (ü65) gehören.
    • Coolcat 22.03.2020 11:55
      Highlight Highlight Am besten setzt Du Dich jetzt endlich auf dein Töffli und fährst davon.
    • Töfflifahrer 22.03.2020 15:22
      Highlight Highlight @Herr Prager: die ..... bedeuten und es geht weiter.
      @Coolcat: War ich schon
    Weitere Antworten anzeigen
  • ETH1995 22.03.2020 11:17
    Highlight Highlight Ok, neuer Infektiologie, neues Glück. Ist es wirklich sinnvoll, einzelne Leute so zum Wort kommen zu lassen? Hier ist einer, der sagt, übertrieben, eventuell sogar kontraproduktiv. Vorher kommen 10 die sagen, alles gut mit den Massnahmen, eher zu schwach.
    Die Leute wollen dem "Experten" glauben , der ihnen die Freiheit wieder geben will. So wie wir auch den Arzt für den besten halten, der uns die beste Prognose liefert. Alles menschlich!
    Aber medial verantwortungsvoll handeln ist anders. Soll Watson doch mal versuchen, eine Diskussion zwischen "experten" zu arrangieren und online zu stellen.
  • Spellbinder 22.03.2020 11:11
    Highlight Highlight Mir gefallen die Aussage so unreflektiert nicht.
    Die Todesfallrate ist nicht das einzig Relevante.
    Wenn genügend junge Menschen Spitalpflege oder sogar intensivpflege benötigen, haben wir ein riesen Problem.
    Und das scheint durchaus der Fall zu sein.

    Bezüglich Holland habe ich gehört das sie bereits recht stark auf die europäische Linie eingeschwenkt sind.
    Gemäss einem Arbeitskollegen war da Mitte dieser Woche auch schon nicht mehr viel los.
    Und wenn die Fallzahlen steigen knicken diese Regierungschefs wie im Beispiel UK schnell ein.
  • Pummeleinhorn 22.03.2020 11:06
    Highlight Highlight Ob Alt oder Jung ist jetzt wirklich egal es gibt, auch jüngere wo von ihrer Vorerkrankung nichts wissen wir sollten uns jetzt wirklich ALLE darauf konzentrieren das sich das Virus nicht weiter ausbreitet jeder weitere Todesfall ist, zu viel
  • Rundlauf 22.03.2020 11:02
    Highlight Highlight Je mehr Berichte man zu diesem Thema liest, desto mehr kommt man ins Grübeln. Ich kenne junge Mitmenschen, die aufgrund der Berichterstattung in den letzten Tagen über junge Patienten nun Angst haben.

    Dann liest man, dass Corona alleine sehr selten tötet, und zudem - wie bei anderen Krankheiten auch - meistens ohnehin die Altersschwachen betroffen sind.

    Dann schwenkt man zur PK des Bundes und sieht, wie das gesellschaftliche Leben lahmgelegt und Knall auf Fall 42 Mia. CHF ausgegeben werden.

    Ist das wirklich verhältnismässig, wenn Corona mit anderen möglichen Erkrankungen verglichen wird?
    • blueberry muffin 22.03.2020 11:21
      Highlight Highlight Wann haben sie das letzte mal gehoert, das die Spitaeler ueberfuellt sind und wie oft kommt es in der Grippe Saison zu Massengraeber?

      Ach, nie? Komisch.
    • TodosSomosSecondos 22.03.2020 11:22
      Highlight Highlight Ist es echt bei gewissen Leuten immer noch nicht angekommen, was das Problem ist.

      Corona ist sehr ansteckend und hat mit etwa 5% sehr viele kritische Verläufe.. beides zusammen führt dazu, dass ohne entsprechende Massnahmen das Gesundheitswesen innert kurzer Zeit kollabiert..

      das betrifft dann alle, die Intensivpflege benötigen.. schwer kranke, Leute, die einen Unfall haben, einen Herzinfarkt, Krebspatienten.. etc. etc.

      Ganz zu schweigen, von dem moralischen Dilemma, dass man entscheiden werden müssen wird, wer eine Chance zu leben bekommt und wer nicht.
    • Now 22.03.2020 11:29
      Highlight Highlight Ob die Massnahmen verhältnismässig waren, werden wir leider erst im Nachhinein analysieren können.

      Was ich jedoch perfide finde ist, dass Zahlen in den Medien rumgeistern, die völlig unreflektiert auf Todesraten von gegen 5% hindeuten und auch auf eine hohe Gefährlichkeit für junge Menschen.

      Jedem sollte klar sein, dass die Dunkelziffer enorm ist und nicht einfach das Verhältnis von bestätigten Infizierten zu Todesfällen herangezogen werden kann.

      Die aktuelle Krise zeigt, sorry, einfach wieder einmal ein riesiges Medienversagen. Spektaktel statt Nüchternheit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black hat (minus hat) 22.03.2020 10:58
    Highlight Highlight Das Problem ist: Eigentlich wissen wir nicht, wie wir uns verhalten sollen. Woher auch? Es ist kein Szenario, dass man üben kann, worauf man sich vorbereiten kann. Es gibt so viele Unbekannten und die Parameter sind völlig anders als bei vorherigen Epi-/Pandemien.
    Wir müssen einfach ausprobieren was funktioniert, was sinnvoll ist und daraus lernen.
    • redeye70 22.03.2020 14:59
      Highlight Highlight Kommt daher dass wir einfach noch viel zu wenig wissen über das Virus. Somit kann niemand ganz genau sagen, wie das Ende aussehen wird.
  • MartinZH 22.03.2020 10:56
    Highlight Highlight Differenzierte Meinungen sind stets willkommen. Allerdings fokussiert der Infektiologe Pietro Vernazza zu sehr auf die Gefährlichkeit bezüglich der Altersgruppen und blendet das Chaos in den Spitälern vollkommen aus. Wenn ein Infektologe sagt, dass "rund 85% aller Infektionen erfolgt sind, ohne dass jemand die Infektion bemerkt hat", dann müsste er doch einen Schritt weiterdenken, wie sich das mathematisch auf die Verbreitung auswirkt und wie viele ältere Menschen davon betroffen sind. Ein Blick nach Italien reicht..! Die absurden Ideen des Ökonomen Reiner Eichenberger haben schon gereicht! 😔
    • TodosSomosSecondos 22.03.2020 11:51
      Highlight Highlight Es geht bei diesem Artikel darum, dass irreführende Zahlen verbreitet werden, also werden auch die Aussagen des Experten zu diesem Thema in dem Artikel wiedergegeben und nicht irgendetwas anderes.

      Wahrscheinlich hast du dir die Herzen für diesen komischen Kommentar wieder grösstenteils selber verteilt.... kenne wir ja.
    • nichtMc 22.03.2020 12:18
      Highlight Highlight Er spricht ja nicht von kompletter Aufhebung der Massnahmen, sondern von der Fokussierung auf die Risikogruppe.
      So falsch scheint mir diese These nicht, ich würde sie sogar begrüssen, um negative Seiteneffekte eindämmen zu können.
    • MartinZH 22.03.2020 12:59
      Highlight Highlight @Todos: Bring' besser 'mal einen gescheiten Kommentar, statt immer diese "Wadenbeisser-Kommentare" beizusteuern. Vielleicht erhältst Du dann auch einmal ein Herz... 😉
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  • Bort? 22.03.2020 10:50
    Highlight Highlight Ich bin verwirrt...1 von 1000 Infizierten wäre ja dann wieder eine normale Grippe.

    Langsam wird es echt unübersichtlich 😫
    • TodosSomosSecondos 22.03.2020 11:23
      Highlight Highlight Das Problem ist die viel schnellere Verbreitungsgeschwindigkeit und die daraus resultierende Überlastung des Gesundheitswesen..

      Ist das wirklich so schwer zu verstehen??
    • Töfflifahrer 22.03.2020 11:29
      Highlight Highlight Ich nehme solche Aussagen zur Kenntnis, aber da diese Aussagen nur eine Gruppe, die Jungen, betreffen und das Gesamtbild ausser Acht lassen sind diese für mich nicht relevant.
    • Kong 22.03.2020 11:56
      Highlight Highlight ich find überall verschiedene Zahlen, aber ich glaube ein Unterschied könnte sein, dass sich die Grippe weniger stark verbreitet (ergo weniger schwere Fälle) und Covid19 stärker als die normale Grippe auf die Lunge gehen kann.
      Soweit meine Laienüberlegung.
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  • Test User 22.03.2020 10:47
    Highlight Highlight Es ist relevant das die Jungen nicht denken das Sie unbesiegbar sind ich verstehe schon das Amerika so handelt. Mann sollte schon verstehen, wenn nicht mal in der Schweiz genug Betten vorhanden sind,wie das in Amerika aussehen wird. Die Ballungsräume sind um Welten grösser wenn in einer Stadt wie NY der Virus ausbricht,sprechen Wir schnell mal von 500000 Infizierten, wenn Sich die Jungen nicht an die Regeln halten. Venazza sollte sich vielleicht jetzt intensiv um unsere Probleme kümmern wir haben genug davon als Amerika was zu erklären wollen. Die haben genug eigene Experten.
  • TodosSomosSecondos 22.03.2020 10:42
    Highlight Highlight Danke! Der momentane Trend in den hiesigen Medien und auch den Kommentarspalten, herbeireden zu wollen, dass Junge viel gefährdeter für schwere Covid-19 Fälle seien, als man ursprünglich gedacht hat, ist schlicht falsch.

    Klar, wenn man sieht, das Gruppen von Jugendlichen immer noch zusammen rumhängen, verstehe ich Leute, die solche Informationen verbreiten.

    Aber was wir brauchen sind Fakten, seriöse wissenschaftliche Studien, Meinungen von Experten und schlicht die Wahrheit. Alles andere schadet langfristig nur.

Von wegen unnütz: Masken schützen vermutlich gegen schwere Krankheitsverläufe

Auf Kreuzfahrtschiffen und in Hamsterkäfigen zeigte sich ein wichtiger Effekt der Maske: Selbst wenn sie nicht komplett schützen konnte, werden Infizierte sehr wahrscheinlich weniger heftig krank. Masken wären also umso wichtiger, wenn sich die Pandemie nicht stoppen lässt.

Ein paar Viren dringen immer durch. Selbst an Orten, wo Maskenpflicht gilt, infizieren sich einige Pechvögel mit dem neuen Coronavirus. Doch viele von ihnen haben Glück im Unglück: Sie landen nicht auf der Intensivstation, sondern haben nur leichte oder gar keine Symptome. Diesen glimpflichen Verlauf haben sie möglicherweise den Masken zu verdanken. Denn ohne Masken hätten sie anfänglich mehr Viren abgekriegt, und die anfängliche Virenlast hängt vermutlich mit der Schwere des Verlaufs zusammen.

Gesichert …

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