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Weihnachtsbaum essen: Schweden widerspricht belgischen Behörden

Belgien rät vom Weihnachtsbaum-Essen ab – jetzt widerspricht Schweden

09.01.2025, 07:4809.01.2025, 07:49

Belgische Behörden haben vor dem Verzehr von Weihnachtsbäumen gewarnt. Schwedische Experten widersprechen und empfehlen die Nadeln junger, unbehandelter Bäume zur Herstellung von Lebensmitteln wie aromatisierter Butter.

Schöne Weihnachtsgeschenke unter Tannenbaum auf dem Boden im Zimmer
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum – wie verzehrbar sind deine Blätter?Bild: Shutterstock

Die schwedische Behörde für Lebensmittelsicherheit erklärte am Mittwoch, sie stimme mit ihren belgischen Kollegen darin überein, dass im Handel gekaufte Weihnachtsbäume nicht als Lebensmittel geeignet seien, da sie möglicherweise mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden, «die für essbare Pflanzen nicht zugelassen sind».

Anneli Widenfalk, Toxikologin bei der schwedischen Behörde, erklärte in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP, dass der schwedische Brauch, Nadeln von jungen Bäumen zu sammeln und in Nahrungsmitteln zu verwenden, in begrenzten Mengen sicher sei. Dies geschehe zumeist «im Mai oder Juni, wenn sie noch klein und zart sind und der Baum wahrscheinlich noch nicht mit Chemikalien behandelt wurde», betonte sie. Die Nadelbäume können etwa zur Herstellung von aromatisierter Butter, Tee, Sirup oder auch zur Aromatisierung von Alkohol verwendet werden.

Lebensmittelbehörde warnte vor «tödlichen Folgen»

Die belgische Lebensmittelsicherheitsbehörde AFSCA hatte am Dienstag gewarnt, es gebe «keine Garantie für einen sicheren Verzehr von Weihnachtsbäumen weder durch Menschen noch durch Tiere» und riet mit Blick auf den Einsatz von Pestiziden beim Anbau vom Verzehr ab.

Anlass für die Warnung war eine Aufforderung der Stadt Gent, Weihnachtsbaum-Nadeln zu essen. Auf der Website der als Hochburg von Klimaschützern geltenden Stadt in der nordbelgischen Region Flandern wurde begeistert auf Beispiele aus Skandinavien verwiesen. So wurde unter anderem vorgeschlagen, die Nadeln zu blanchieren und zu trocknen, um sie etwa für die Herstellung von aromatisierter Butter zu verwenden – ein traditionelles schwedisches Rezept.

Die AFSCA in Belgien hielt von der Idee offenbar gar nichts. «Weihnachtsbäume sind nicht dazu bestimmt, in die Nahrungskette zu gelangen», hiess es in einer Erklärung der Behörde. Der Einsatz von Flammschutzmitteln könne «sogar tödliche Folgen haben», warnte die Behörde.

Die Genter Stadtverwaltung beherzigte die Warnung offenbar und änderte den Hinweis auf ihrer Website daraufhin von «Essen Sie Ihren Weihnachtsbaum» in «Skandinavier essen ihre Weihnachtsbäume». (dab/sda/afp)

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