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FILE - In this Friday, Feb. 12, 2016 file photo, Lara, who is less then 3-months old and was born with microcephaly, is examined by a neurologist at the Pedro I hospital in Campina Grande, Paraiba state, Brazil. On Wednesday, April 13, 2016, the U.S. Centers for Disease Control and Prevention said there's enough evidence now to declare that the Zika virus during the mother's pregnancy causes the microcephaly birth defect and other brain abnormalities. (AP Photo/Felipe Dana, File)

Verursacht durch das Zika-Virus: Kind aus Brasilien mit Mikrozephalie. 
Bild: Felipe Dana/AP/KEYSTONE

Endlich Klarheit: Zusammenhang zwischen Zika und Babys mit kleinem Kopf ist erwiesen



US-Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und der Geburt von Kindern mit ungewöhnlich kleinen Köpfen nachgewiesen. Das teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Der Zusammenhang war bislang nur stark angenommen worden. Es gab jedoch auch berechtigte Zweifel daran. 

CDC-Forscher seien auf der Basis der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu der gesicherten Schlussfolgerung gelangt, dass das Virus die sogenannte Mikrozephalie und andere schwere Gehirnschäden verursache, hiess es in der Mitteilung. Entsprechende Ergebnisse wurden im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht.

Der Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und der Mikrozephalie war bislang nicht nach strikten wissenschaftlichen Kriterien bewiesen worden. Nun aber sei der «Wendepunkt» erreicht und der Zusammenhang klar, erklärte CDC-Chef Tom Frieden.

Es blieben aber noch viele Fragen offen, etwa wie häufig eine Ansteckung mit dem Virus tatsächlich Mikrozephalie auslöse, sagte Frieden. Auch wenn der Nachweis erbracht sei, bedeute das nicht, dass jede Zika-Infektion Ungeborenen tatsächlich schade. Zika wird auch mit Frühgeburten und Augenproblemen in Zusammenhang gebracht.

An aedes aegypti mosquitoe is seen inside a test tube as part of a research on preventing the spread of the Zika virus and other mosquito-borne diseases at a control and prevention center in Guadalupe, neighbouring Monterrey, Mexico, in this March 8, 2016, file photo. Researchers around the world are now convinced the Zika virus can cause the birth defect microcephaly as well as Guillain-Barre syndrome, the World Health Organization said March 31, 2016. REUTERS/Daniel Becerril/Files

Überträger des Zika-Virus: Die Ägyptische Tigermücke.
Bild: DANIEL BECERRIL/REUTERS

Auf Basis anderer Studien

Die Schlussfolgerung wurde teilweise auf Basis einer Serie von Studien in Brasilien gezogen, das von der Ausbreitung des Virus am stärksten betroffen ist. Hinzu gekommen sei die wachsende wissenschaftliche Expertise aus mehreren anderen, kürzlich veröffentlichen Studien sowie «die sorgfältige Anwendung bewährter wissenschaftlicher Kriterien».

Das Zika-Virus wird von der Ägyptischen Tigermücke (Aedes aegypti) übertragen. Für Erwachsene ist das Virus meist harmlos, doch gab es zahlreiche Fälle, bei denen während der Schwangerschaft infizierte Mütter Babys mit sehr kleinem Kopf zur Welt brachten. Die Mikrozephalie kann schwere Entwicklungsverzögerungen zur Folge haben.

In Brasilien wurde das Zika-Virus erstmals Anfang 2015 identifiziert. Neun Monate später gab es in dem südamerikanischen Land eine Welle von Geburten von Kindern mit Mikrozephalie. (cma/sda/afp)

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