Wissen
Raumfahrt

Die Welt geht nicht unter, aber heute trifft ein Sonnensturm die Erde

epa04261627 A handout picture provided by NASA on 16 June 2014 shows a stream of plasma bursting out from the sun, but since it lacked enough force to break away, most of it fell back into the sun, 27 ...
Plasma-Eruption auf der Sonne. Bild: EPA

Stromausfälle möglich – heute trifft ein Sonnensturm auf die Erde

14.03.2018, 02:1214.03.2018, 06:04

Falls jetzt wieder mal die Backofenuhren spinnen sollten, wissen wir wieso. Zwischen dem 14. und 15. März trifft ein Sonnensturm auf die Erde. Nördlich des 60. Breitengrades. 

«Es kann zu geringen Auswirkungen auf das Stromnetz oder Satelliten führen», warnt die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA. Die so genannten Sonnenstürme entstehen, wenn durch die Sonne elektromagnetische Impulse freigesetzt werden.

Der stärkste Solarsturm aller Zeiten

Der angekündigte Solarsturm ist allerdings relativ schwach. Der stärkste Sonnensturm der jüngeren Geschichte entlud sich übrigens am 1. September 1859 über der Erde. Damals waren angeblich sogar bis hinunter nach Rom und in Havanna Polarlichter zu sehen. In den Telegrafenämtern Europas und Nordamerikas schlugen Funken aus den Leitungen, einige Stationen fingen sogar Feuer. Da es damals sonst aber noch keine grosse Elektrifizierung gab, war der Schaden durch den Sonnensturm vergleichsweise gering.

In jüngster Zeit wurden besonders intensive Sonnenstürme in den Jahren 1989 und 2003 festgestellt, was, im ersten Fall in der kanadischen Provinz Quebec, und im zweiten Fall in Südschweden, zu Stromausfällen führte.

So entstehen Sonnenstürme

(amü)

So nah waren wir der Sonne noch nie

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Affäre Nina: Spionage im Genf der 1930er-Jahre
Eine Tänzerin, ein Genfer Kabarett und geheime Pläne für eine Waffe: Unter dem Namen «Nina» bewegte sich die Italienerin Virginie Rota zwischen Bühne, Diplomatie und Nachrichtendienst. Ihre Geschichte spielte im Genf des Völkerbunds, einer Stadt, in der internationale Politik und Spionage eng beieinanderlagen.
Virginie Rota wurde am 28. April 1907 in Lugano oder möglicherweise in Bergamo als Tochter von Albert Rota und Marie Arrigoni geboren. Schön, intelligent und abenteuerlustig trat Virginie in den 1930er-Jahren in den Dienst des faschistischen Italiens. Sie soll für die erste Abteilung des militärischen Nachrichtendienstes Servizio informazioni militari (SIM) tätig gewesen sein. Zwischen 1934 und 1935 wurde sie von ihren Vorgesetzten auf eine Mission nach Genf entsandt, wo sie in der Pension Clermont in Champel eine Unterkunft fand. Da sie von Beruf Tänzerin war, fiel es der jungen Frau nicht schwer, in einem Kabarett vor Ort engagiert zu werden, wo sie sich «Nina» nannte.
Zur Story