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Portrait von Marwan Barghouti an der israelischen Trennmauer nahe der palästinensischen Stadt Kalandia im Westjordanland. Bild: AP

1300 folgen ihm in den Hungerstreik: Ist er der palästinensische Mandela oder ein Mörder?

Marwan Barghouti führt die bisher grösste Hungerstreik-Aktion in Israels Gefängnissen an. Für die Israelis ist er ein Mörder, für die Palästinenser ein Volksheld. Er könnte ihr nächster Präsident werden, obwohl er seit 15 Jahren im Gefängnis sitzt. Ein Portrait aus vier Blickwinkeln.

20.04.17, 17:53 20.04.17, 18:38

Der Mörder

In den frühen Morgenstunden des 5. März 2002 ist das Restaurant «Seafood Market» im Stadtzentrum von Tel Aviv gerappelt voll. Ein orientalischer Musikabend und ein Junggesellinnenabschied füllen das Lokal, das nur 250 Meter von einem Gemeinschaftszentrum für Holocaust-Überlebende entfernt liegt.

Um 2.10 Uhr eröffnet ein palästinensischer Attentäter das Feuer auf das Restaurant. Nachdem er zwei Magazine seines M16-Sturmgewehrs leergeschossen hat, wirft er zwei Handgranaten. Sie detonieren nicht. Der Mann rennt darauf zu einem benachbarten Restaurant, zieht ein Messer und sticht wahllos auf Zivilisten und herbeigeeilte Polizeibeamte ein.

Als er von herbeigeeilten Sicherheitskräften erschossen wird, sind drei seiner Opfer bereits tot: zwei Restaurantbesucher und ein Polizist. Der Attentäter handelte im Auftrag der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden. Sie sind ein bewaffneter Ableger der palästinensischen Fatah-Partei. Oberster Kommandant der Terrororganisation: Marwan Barghouti, der Generalsekretär der Fatah im Westjordanland.

Einen Monat später wird Barghouti in Ramallah von der israelischen Armee verhaftet und 2004 von einem Gericht verurteilt. Wegen Mord und Anstiftung zu Mord in fünf Fällen, darunter die Opfer im «Seafood Market», wird er mit fünffacher lebenslänglicher Haft bestraft. In 21 Morden, die ebenfalls auf das Konto der Al-Aqsa Märtyrer-Brigaden zurückgehen, wird Barghouti aus Mangel an ausreichenden Beweisen freigesprochen.

Der Häftling

Marwan Barghouti in Sträflingskleidern bei einem Gerichtstermin 2014. Bild: Bernat Armangue/AP/KEYSTONE

Seit 15 Jahren sitzt Marwan Barghouti unterdessen in israelischen Gefängnissen. Am Montag kündigte er in einem Gastbeitrag in der «New York Times» an, dass er gemeinsam mit anderen palästinensischen Gefangenen die Nahrungsaufnahme verweigern werde. Seinem Beispiel folgen etwa 1300 Häftlinge. Sie wollen hungern, bis Israel ihre Haftbedingungen verbessert; längere Besuchszeiten für Angehörige, das Ende der Isolationshaft sowie verbesserter Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung zählen zu ihren Forderungen.

Die «New York Times» bezeichnet Barghouti am Ende des Gastbeitrags als «palästinensischen Führer und Parlamentarier». Über die Taten, die zu seiner Verurteilung geführt haben, verliert sie kein Wort. Barghouti selber schreibt lediglich von seiner Strafe und seiner Weigerung, die Legitimität des Gerichtsverfahrens anzuerkennen.

Damit löste die Zeitung einen Shitstorm aus und musste ein Korrigendum abdrucken. Der Sprecher von Israels Ministerpräsident twitterte sarkastisch, er warte gespannt auf Meinungsbeiträge der Ärzte Bashar Al-Assad und Aiman al-Sawahiri. Der syrische Diktator und der Führer der Al-Qaida haben beide Medizin studiert.

Weshalb überhaupt kann ein seit 15 Jahren inhaftierter, verurteilter Terrorist einen Meinungsbeitrag im New Yorker Weltblatt veröffentlichen? Weil Marwan Barghouti viel mehr als bloss Häftling ist. Sein Hungerstreik hat Folgen weit über die Gefängnismauern hinaus.

Der Politiker

Barghouti ist die mit Abstand populärste Figur der palästinensischen Politik. Die alternde Führung der Palästinenser im Westjordanland um den 82-jährigen Präsidenten Mahmoud Abbas hat wegen Korruption, Vetternwirtschaft und ihrer Kooperation mit der verhassten Besatzungsmacht Israel im Volk kaum mehr Rückhalt. Barghouti hingegen ist während seiner Inhaftierung im palästinensischen Volk zum strahlenden Helden geworden.

Der 82-jährige Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas ist gesundheitlich angeschlagen und im Volk unbeliebt. Bild: reuters

Im Westjordanland geboren, erlebt Barghouti als 9-Jähriger die Besetzung seines Dorfes durch israelische Truppen als Folge des Sechstagekriegs. Mit 15 wird er bei einer Demonstration zum ersten Mal verhaftet. Während der ersten Intifada, die 1989 ausbricht, steigt er zu einer der respektiertesten jungen Führungsfiguren des Aufstands der Palästinenser auf, deren langjährige politische Anführer zu diesem Zeitpunkt im Exil in Tunesien sitzen.

Barghouti unterstützt das 1994 unterzeichnete Oslo-Friedensabkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO. 1996 wird er in den ersten Wahlen ins palästinensische Parlament gewählt. Diesen Sitz hält er seither ununterbrochen, obwohl er in den 15 Jahren seiner Haft an keiner Sitzung mehr teilnehmen kann.

So feierten Palästinenser den zehnten Todestag ihres Übervaters Jassir Arafat

Im Parlament kritisiert Barghouti die Korruption der neuen palästinensischen Verwaltung und die Misshandlungen durch die Sicherheitskräfte von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Nach dem Scheitern des Oslo-Abkommens bricht 2000 die zweite Intifada aus. Barghouti setzt als Anführer der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden wieder auf Gewalt, auch wenn er sich in der Öffentlichkeit gegen Anschläge auf Zivilisten innerhalb Israels ausspricht.

Ab 2002 in Haft, nimmt sein Einfluss weiter zu. Immer wieder gelingt es ihm von der Zelle aus, Waffenstillstandsabkommen zwischen verfeindeten palästinensischen Gruppierungen zu vermitteln. Barghouti ist die einzige Figur, der eine Versöhnung zwischen der Fatah und der islamistischen Hamas im Gazastreifen zugetraut wird.

Der palästinensische Mandela?

Demonstration für die Teilnehmer des Hungerstreiks in Nablus im Westjordanland. In der Mitte ein Foto von Marwan Barghouti. Bild: ALAA BADARNEH/EPA/KEYSTONE

Die Vorstellung eines zukünftigen Anführers, der die zerstrittenen Palästinenser wieder vereint, behagt Israels Premier Netanjahu nicht. Als Reaktion auf den Hungerstreik wird Barghouti sofort in Isolationshaft gesteckt. Israelische Sicherheitskreise hingegen haben sich mehrfach dafür ausgesprochen, Barghouti als Verhandlungspartner zu anerkennen. Denn Barghoutis Rolle könnte schon bald viel grösser sein als bloss der Anführer eines Hungerstreiks.

«Es gibt keinen Zweifel daran, dass Barghouti der nächste palästinensische Präsident sein wird», sagt der ehemalige Justizminister Chaim Ramon vor einem Jahr zur israelischen Zeitung «Ha’aretz». Efraim Halevy, Ex-Boss des israelischen Geheimdienstes Mossad, meint gegenüber «Al-Jazeera»: «Wenn die Palästinenser Barghouti wählen, müssen wir mit ihm reden.»

 

«Meine Freilassung ist unausweichlich. Früher oder später.»

Marwan Barghouti 

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin lehnt eine Freilassung Barghoutis zurzeit ab. Doch auch er meint, dass Israel in einer nicht allzu fernen Zukunft dazu gezwungen sein könnte. Rivlin glaubt, dass ein zum Präsidenten gewählter Häftling Barghouti eine Wirkung wie einst Nelson Mandela entwickeln könnte. Die internationale Gemeinschaft würde Druck für seine Freilassung ausüben. Dann wäre es gegen Israels Eigeninteresse, ihn im Gefängnis zu behalten.

Der amtierende palästinensische Präsident Abbas ist mit seinen 82 Jahren gesundheitlich angeschlagen und wirkt müde. Seine ordentliche Amtszeit endete 2009, seither regiert er per Dekret und ohne demokratisches Mandat. Abbas hat bis heute keinen eindeutigen Nachfolger aufgebaut. Laut Umfragen würde Marwan Barghouti Neuwahlen mit rund 60 Prozent der Stimmen gewinnen. Gegenüber «Le Monde» liess der mögliche «Mandela Palästinas» vor einem Jahr verlauten: «Meine Freilassung ist unausweichlich. Früher oder später.» Möglich, dass er das Gefängnis als palästinensischer Präsident verlässt.

Es gibt nur einen echten: Das Leben von Nelson Mandela in Bildern

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  • Aron777 09.05.2017 13:21
    Highlight Würde mich schon interessieren, weshalb mein heutiger Kommentar zu dieser Angelegenheit nicht publiziert wird? Unangenehm?
    0 0 Melden
    600
  • demian 21.04.2017 01:37
    Highlight Mandela mit den Terroristen gleichzusetzen ist ja wohl ein Witz.
    15 6 Melden
    • phreko 21.04.2017 02:58
      Highlight Beide Kämpfen gegen Apartheid, bloss die Mittel sind unterschiedlich.
      2 17 Melden
    • satyros 21.04.2017 11:25
      Highlight Mandela war vor seiner Inhaftierung der Anführer des Umkhonto we Sizwe (Speer der Nation), des bewaffneten Arms des ANC, der Anschläge gegen militärische Ziele verübte. Völlig zu Recht im Übrigen.
      2 3 Melden
    600
  • Buri Erich 21.04.2017 01:28
    Highlight Interessanter Artikel. Leider fehlen da paar Zahlen, um sich wirklich ein Bild von Barghouti machen zu können.

    Wie alt war er da: "Während der ersten Intifada, die 1989 ausbricht, steigt er zu einer der respektiertesten jungen Führungsfiguren des Aufstands der Palästinenser auf..."???
    2 0 Melden
    • SemperFi 21.04.2017 05:31
      Highlight Beim 6-Tage-Krieg war er neun. Das war 1967. Man rechne...
      1 0 Melden
    600
  • na ja 20.04.2017 22:21
    Highlight Die Nabka, von dem wird nie was gesagt. War ja mal früher.. aber dass mittlerweile schon die 4. Generation in Flüchtlingslagern aufwachsen muss, ohne Perspektive, verwundert es mich nicht, wenn Israel ein Pulverfass bleibt!
    7 24 Melden
    • Saraina 20.04.2017 22:58
      Highlight Man hätte allerdings die Flüchtlinge auch in den umliegenden arabischen Ländern aufnehmen und integrieren können. Damit will ich nicht die Vertreibung gutheissen, aber die Geschichte hat zwei Seiten.
      32 5 Melden
    600
  • plapperi 20.04.2017 21:15
    Highlight Zur Erinnerung. Auch Menahem Begin war ein Terrorist und Mörder (Sprengstoffattentat King David Hotel 1946, Entführung und Ermordung britischer Soldaten, Massaker von Deir Yasin 1948) bevor er Ministerpräsident von Israel wurde und massgeblich zum israelisch-ägyptischen Friedensabkommen von 1978 beitrug.
    Vielleicht bietet sich ja mit Marwan Barghouti als Präsident erneut eine Chance, den Friedensprozess wieder aufzunehmen?
    16 28 Melden
    600
  • Aron777 20.04.2017 19:55
    Highlight Auch wenn ein Mörder in Hungerstreik tritt, macht ihn das noch lange nicht zum Opfer.
    55 23 Melden
    • phreko 20.04.2017 20:22
      Highlight Er hat jedenfalls deutlich weniger Blut an den Händen als jeder israelische oder US Präsident...
      30 54 Melden
    • Hans Nötig 20.04.2017 21:07
      Highlight Ich kann deine pro-israelischen Kommentare nicht mehr lesen Aron. Man muss sich mal vor Augen führen wie oft israelische Bomben ganze Familien auseinanderrissen.
      Und nein, die Palästinenser haben keine 6 Millionen Juden abgeschlachtet und trotzdem sperrt ihr sie wie Nazi-Offiziere in eure "KZ's".
      24 52 Melden
    • Chrigi-B 20.04.2017 21:14
      Highlight Wenn du so Pro Israel bist, wiso wohnst du nicht dort? Genau wie Erdowahnwähler.
      11 46 Melden
    • plapperi 20.04.2017 21:30
      Highlight Du hast Recht, Aron777, ein Hungerstreik macht ihn nicht zum Opfer. Aber die israelische Besatzung und die israelische Siedlungspolitik macht ihn und das palästinensische Volk zum Opfer.

      @Chrigi-B hast du vielleicht ausser dummen Sprüchen auch etwas Substantielles zum Thema zu bieten?
      16 15 Melden
    • Pointer 20.04.2017 21:38
      Highlight @Hans Nötig: dann lass es doch bleiben. Leider wird die palästinensische Zivilbevölkerung oft als Schutzschild missbraucht.
      27 4 Melden
    • phreko 20.04.2017 22:22
      Highlight @Pointer, wohin soll man denn abhauen, wenn man im Gaza lebt?
      13 19 Melden
    • Pius C. Bünzli 20.04.2017 22:54
      Highlight Auch die Zionisten sind Mörder und betrachten sich als "Opfer". Man kann also beides sein Aaron
      11 22 Melden
    • satyros 20.04.2017 22:58
      Highlight @Hans Nötig: Deine Relativierung des Holocoust hilft den berechtigten Anliegen der Palästinenser nichts. Das ist einfach nur grauslig und dumm.
      26 3 Melden
    • Chrutondchabis 21.04.2017 02:22
      Highlight Gut gemacht Aaron, zeig uns doch noch ein wenig wie Ignoranz gelebt wird. Und die Menschenfeinde blitzen fröhlich weiter... Ihr Pro Israelis seid echt widerlich!
      7 17 Melden
    • Hans Nötig 21.04.2017 07:49
      Highlight Relativierung des Holocaust? Schibeds bi dir?
      Nur sollte nicht ein ganzes Volk hinter Mauern gesperrt werden aufgrund eines Anspruchs aus einem Buch und einem Erlebnis, mit dem die Bevölkerung Palästinas herzlich wenig zu tun hatte.
      5 7 Melden
    • satyros 21.04.2017 11:20
      Highlight "sperrt ihr sie wie Nazi-Offiziere in eure "KZ's"". Ist die klassische Relativierung des Holocoust. Was in Palästina abläuft sind Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen des Internationalen Rechts (keine Annexion durch Krieg, keine Ansiedlung der eigenen Bevölkerung). Deswegen die Israelis als Nazis zu bezeichnen ist antisemitischer Schwachsinn. Was im Zweiten Weltkrieg mit den Juden gemacht wurde, ist in keiner Weise zu vergleichen, mit dem was heute in Plästina passiert.
      8 2 Melden
    • Aron777 21.04.2017 12:35
      Highlight Hans Nötig Israel hat freiwillig den Gaza-Streifen völlig geräumt und 9.000 eigene Landsleute sogar gewaltsam evakuiert. Trotz Beschuss mit über 10.000 Raketen von Seiten der Hamas hat Israel weiterhin für 70 % des Stroms und 40 % des Wassers im Gaza-Streifen gesorgt und Nahrungsmittel sowie Medikamente in enormer Menge geliefert.
      7 5 Melden
    • Aron777 21.04.2017 12:35
      Highlight Bei Staatsgründung Israels gehörten über 70 % des Gebietes der britischen Mandatsregierung und gingen nach Völkerrecht auf Israel über. Nur 3,3 % gehörten Arabern, die dort lebten; 16,5 % Arabern, die das Land verlassen hatten, 8,6 % waren schon jüdisch gewesen (lt. offizieller Statistik der britischen Regierung).
      Und den Golan und Judäa & Samaria hat Israel in einem ihm aufgezwungenen Verteidigungs-(!)Krieg zurückerobert.
      7 5 Melden
    • Aron777 21.04.2017 12:38
      Highlight Hans Nötig die Araber selber lehnten 1947 den Teilungsbeschluss ab. Man wollte keine Juden als Nachbarn, man wolte sie militärisch bezwingen und vernichten. Da dies mehrmals gescheitert ist, was selbst die Araber selber erkennen, machen sie seither auf die typische islamische Opferrolle inklusive Ermordung von Zivilisten.
      7 5 Melden
    • Pius C. Bünzli 21.04.2017 13:22
      Highlight Was in Gaza passiert gleicht sehr dem Warschauer Ghetto. Das ist keine relativierung sondern ein Vergleich, dass sieht jeder Sonderschüler. Tüpflischisseren können sie auch woanders.
      3 9 Melden
    • Pius C. Bünzli 21.04.2017 13:29
      Highlight aaron du sagst es ja selbst, sie bestimmen was raus geht und was rein geht. Was soll das? Eine schlimmere Missachtung der Menschenrechte gibt es ja gar nicht, sie fangen Hilfsgüter ab. Hallo nicht mal der Kongo geht so vor.
      3 9 Melden
    • satyros 21.04.2017 14:44
      Highlight Sorry Aron, aber wer von Judäa und Samaria sowie von Rückeroberung spricht, ist wohl religiös verblendet. Der Staat Israel hat ein Recht zu existieren. Allerdings in den völkerrechtlich anerkannten Grenzen von 1967. Die Thora ist kein Grundbuch, das irgendwelche Gebietsansprüche rechtfertigt.
      2 6 Melden
    • satyros 21.04.2017 14:48
      Highlight Und Bünzli: Nein, nichts was in Gaza passiert, gleicht dem Warschauer Ghetto. Es verhungern dort nicht täglich Kinder. Es patrouillieren dort keine israelischen Soldaten, die willkürlich Bewohner umbringen. Und es gibt auch keine israelischen Züge, die die Bewohner nach Auschwitz fahren. Im Übrigen hätte Gaza auch noch eine gemeinsame Grenze mit Ägypten. Nicht für alles was in der Region passiert, ist Israel verantwortlich.
      7 1 Melden
    600
  • sven_meye 20.04.2017 19:52
    Highlight Naja und im Gegenzug hat Israel wahrscheinlich ein ganzes Wohngebiet in Schutt und Asche gelegt^^ Der ewige Teufelskreis.
    23 35 Melden
    • Pius C. Bünzli 21.04.2017 13:23
      Highlight Oder eine Mauer durch ein paar Wohnsiedlungen gezogen
      4 4 Melden
    600
  • Posersalami 20.04.2017 19:36
    Highlight Hey, das liest sich doch wie die Biographie eines zukünftigen Friedensnobelpreisträgers!

    [/Sarcasm off]
    39 7 Melden
    • phreko 20.04.2017 20:20
      Highlight Wenn der tatsächlich den nahen Osten befrieden könnte, sollte er noch ein paar zusätzliche Preise erhalten. Oder hälst du die Aufgabe für lösbar?
      5 21 Melden
    • Pius C. Bünzli 21.04.2017 13:24
      Highlight Wenn man sich die letzten Paar Friedensnobelpreisträger so ansieht ist das vielleicht gar nicht so Sarkastisch ausgedrückt
      2 3 Melden
    600
  • Captain Downtown 20.04.2017 19:27
    Highlight ich will den mann nicht in schutz nehmen und verurteile seine taten. aber die grundsätzliche moralfrage wegen zivilen opfern stellt sich mir schon. ist ein bombenabwurf oder ein artillerieschlag auf bewohntes gebiet wirklich so viel besser, auch wenn zivilisten nicht das "primäre" ziel sind? und ob der kommandant eines solchen angriffs ein mörder oder ein präsident sein kann, hängt offensichtlich stark mit der perspektive oder dem gesetz des militärisch überlegenen zusammen.
    25 27 Melden
    600
  • reolon 20.04.2017 18:49
    Highlight Barghouti ist ein Terrorist und Mörder der eine fünf mal lebenslangliche Haftstrafe absitzt.
    Ihm in der New York Times eine Plattform zu geben ist einfach total daneben. Und das jetzt viele Journalisten diese Plattform vergrössern wie hier, wo der hinterlistige Terrorist als eventueller "palästinensicher Mandela" verherrlicht wird, ist mehr als beschämend und eine abgrundtiefe Beleidigung von Mandela.
    Mandela war ein grosser Mann, Barghouti ist nur ein mieser Terrorist.
    63 27 Melden
    • bokl 20.04.2017 19:41
      Highlight @reolon
      Einer Person, die offenbar viele Unterstützer hat, eine Plattform zu geben, kann nicht falsch sein. Totschweigen ist keine Lösung. Seine Aussagen zu hinterfragen und bewerten, darf aber natürlich auch jedermann.
      14 32 Melden
    • Christoph Bernet 20.04.2017 19:54
      Highlight @reolon
      Hallo reolon. Meine Absicht war keinesfalls, Barghouti oder seine Taten zu verherrlichen. Deshalb habe ich auch bewusst das Attentat und die Opfer von Tel Aviv an den Anfang des Textes gestellt. Die Aussage des Textes ist auch nicht, dass Barghouti und Mandela moralisch auf einer Ebene stehen. Doch besitzt Barghouti halt grossen Rückhhalt bei den Palästinensern. Sollte er als Häftling gewählt werden, könnte sich daraus eine ähnliche "symbolische Dynamik" wie bei Mandela entwickeln - ob zu Recht oder nicht. Dass diese Eventualität auch in Israel diskutiert wird, wollte ich aufzeigen.
      27 14 Melden
    • phreko 20.04.2017 19:56
      Highlight Und andere nennen ihn ein Freiheitskämpfer.

      Was sollen denn Palästinenser sonst tun?
      9 28 Melden
    • MaskedGaijin 20.04.2017 21:00
      Highlight @bokl, mit dieser logik könnte man auch neonazis, holocaustleugnern, is sympathisanten usw. eine plattform bieten. die haben auch viele unterstützer
      25 8 Melden
    • phreko 20.04.2017 22:20
      Highlight @maskedgaijin, natürlich. Ab und zu darf man auch die befragen. Jürgen Todenhöfers reise zum IS war auch sehr aufschlussreich.
      5 9 Melden
    • Saraina 20.04.2017 23:02
      Highlight Mandela hat vor seiner Haft auf Robben Island den bewaffneten Kampf gegen das Apartheitregime gutgeheissen. Er hat sich klar von Gandhis Gewaltlosigkeit distanziert. Seine Grösse, und die Grösse seines Volkes zeigte sich in der Fähigkeit zur Rekonziliation.
      10 6 Melden
    • Maracuja 20.04.2017 23:44
      Highlight @Saraina

      Ich mag mich nicht erinnern, dass Umkhonto we Sizwe Angriffe auf zivile Ziele wie Restaurants durchgeführt hat.
      <Die erste Phase des bewaffneten Kampfes galt vor allem der „selektiven Sabotage“ militärischer, industrieller und ziviler Ziele. Diese Form des Kampfes wurde laut Nelson Mandela gewählt, da der Verlust von Leben „Verbitterung“ erzeuge und einer gemischt-rassischen Demokratie der Zukunft im Wege stehen könnte.> (Wikipedia)
      6 1 Melden
    600
  • Kramer 20.04.2017 18:07
    Highlight Israel hat kein Interesse an geeinten Palästinensern die für ihren Staat kämpfen. Er wird also im Gefängnis bleiben.
    26 39 Melden
    • reolon 20.04.2017 18:42
      Highlight Geeignete Palästinenser???
      Barghouti ist ein Terrorist und Mörder.
      Ihn mit Mandela im gleichen Atemzug zu nennen ist ein schändliche Beleidigung des grossen Südafrikaners!
      44 22 Melden
    • TheMan 20.04.2017 19:03
      Highlight So ein Seich. Israel wollte seit Anfan an eine 2Staatenlösung. Die Palästinenser und die Arabische Liga war dagegen. Er wird im Gefängnis bleiben, da er ein Mörder ist.
      41 33 Melden
    • Devante 20.04.2017 19:20
      Highlight Er wird im Gefängnis bleiben, weil er ein Mörder ist...hat mit "geeignet / ungeeignet" gar nix zu tun sorry
      15 17 Melden
    • phreko 20.04.2017 19:58
      Highlight Noch mancher Freiheitskämpfer sass lange im Knast oder wurde schlicht umgebracht.

      @theMan, du machst wohl Witze? Unter welchen Bedingungen? Wo steht die Mauer? Wer wohnt wo?
      7 21 Melden
    • reolon 20.04.2017 22:06
      Highlight Barghouti ist kein Freiheitskämpfer - er ist bloß Terrorist.
      21 5 Melden
    • TheMan 20.04.2017 22:16
      Highlight phreko, du weisst, Rechtmässig gehört Israel den Juden. Steht sogar im Koran. Du nennst einen Mörder Freiheitskämpfer? Mandela hat soweit ich weiss, niemand umgebracht. Gandhi auch nicht.
      20 6 Melden
    • phreko 20.04.2017 22:19
      Highlight Naja, in Gross-Israel herrscht Apartheid, da ist es ganz bestimmt auch ein Freiheitskampf derjenigen, die benachteiligt sind.

      7 21 Melden
    • phreko 20.04.2017 23:09
      Highlight @theman, worauf beziehst du dein "Rechtmässig"? Aufs alte Testament?

      5 8 Melden
    • TheMan 21.04.2017 01:55
      Highlight phreko lesen hilft. Dies steht sogar im Koran. Für ein Moslem, ist der Koran ein Gesetztesbuch. Es muss eingehalten werden.
      5 2 Melden
    • phreko 21.04.2017 03:02
      Highlight Es ist ziemlich egal was im Koran steht. Ist genau gleich irrelevant was in der Bibel, im Buch der Mormonen oder was auch immer...
      2 6 Melden
    • Gavi 21.04.2017 09:49
      Highlight @theman: endlich einer, der die Zweistaatenlösung begriffen hat und warum sie nicht zustande kam. Grazie mille
      2 1 Melden
    • TheMan 21.04.2017 12:29
      Highlight Und für alle, die auf Menschenrechte setzten. Die Islamischen Menschenrechte sind anders. Überall steht: wen Allahs Wille ist. Sprich, wen Allah es möchte, hat man Religionsfreiheit. Wen Allah es will, hat man Recht auf Leben. Wen Allah will, hat man Meinungsfreiheit.
      3 1 Melden
    600

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