Schweiz

Rost an den Brennstäben: AKW Leibstadt bis Februar 2017 vom Netz

06.10.16, 11:12 06.10.16, 11:42

Oxidationen an den Brennelementen: AKW Leibstadt. Bild: KEYSTONE

Nach Block 1 des AKW Beznau fällt nun auch das AKW Leibstadt für längere Zeit aus. Wegen Rost an Brennelementen und einer damit notwendigen Neubeladung des Reaktorkerns bleibt das Kraftwerk voraussichtlich bis Februar nächsten Jahres vom Netz.

Während der Jahreshauptrevision seien lokale Verfärbungen an mehreren Hüllrohren der Brennelemente bzw. der Brennstäbe entdeckt worden, schreibt die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die notwendigen Untersuchungen hätten zu einer Verlängerung der Jahreshauptrevision geführt.

Seit August wurden mehrere visuelle Inspektionen und Oxidschichtmessungen durchgeführt. Nun hat sich laut der KKL-Mitteilung gezeigt, dass mehr Brennelemente Anzeichen für eine Oxidation aufweisen und die Wiederinbetriebnahme der Anlage nur mit einer neuen Kernauslegung möglich ist.

In den nächsten Wochen werden die betroffenen Brennelemente in Stand gestellt oder ausgetauscht. Parallel dazu werden die Berechnungen der neuen Reaktorkernbeladung dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) zur Prüfung eingereicht. Die Beladung soll im Januar 2017 erfolgen. (sda)

Tschernobyl, Fukushima und Co.: Die 15 teuersten Störfälle in AKWs

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • pamayer 06.10.2016 20:12
    Highlight Das stimmt alles nicht, ist eine fiese falschinformation der linken grünen greenpeace extremisten. Unseren akws geht's ausgezeichnet.
    Alles strahlt und liefert Devisen.
    Und grün sind die wiesen.

    Bis... eines Tages die Rechnung folgt.

    Bei diesem business wahrscheinlich Ohne mahnstufe direkt zur gerichtlichen zwangsräumung.
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  • meine senf 06.10.2016 15:07
    Highlight Im November könnten wir endlich den geordneten Ausstieg beschliessen.

    Denn dass der Ausstieg kommt, ist ohnehin klar. Die Frage ist nur noch, ob man das mit einer Planung macht oder ob man mittels einer Larifari-Politik die AKWs weiterbetreibt, bis sie plötzlich ungeplant abgeschaltet werden müssen, so wie Beznau I und jetzt auch noch Leibstadt.

    Welches dieser beider Szenarien für die Versorgungssicherheit besser ist, steht wohl ausser Frage.

    Die Atomlobby will doch nur noch vor dem absehbaren Ende möglichst viel absahnen.

    Geordneter Ausstieg statt Investionsruinen!
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  • kleiner_Schurke 06.10.2016 14:48
    Highlight Die Brennelemente eine AKW bestehen aus Zirkon, eine Zirkonium Verbindung. Zirkon rostet nicht. Als Rost bezeichne man die Korrosionsprodukte von Eisen mit Sauerstoff, also Eisenoxid. Insofern ist der Titel grob irreführend.
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    • Gelöschter Benutzer 06.10.2016 19:26
      Highlight Und ich hatte mich schon gefragt. Danke :-)
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    • SemperFi 06.10.2016 22:32
      Highlight Watson ist ja kein Chemiebuch. Oxidation mit Rost zu übersetzen ist zwar wissenschaftlich nicht korrekt, aber nicht "grob irreführend", sondern einfach vouchstümlich. Aber wenn wir schon genau sein wollen: Brennelemente bestehen natürlich aus Uranoxid und sind von einer Zirkalloy-Hülle ummantelt. Das enthaltene Zirkonium oxidiert exotherm unter Bildung von Wasserstoff. So oder so: Korrosion im Herzen eines Kernreaktors finde ich nur bedingt sexy.
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    • kleiner_Schurke 06.10.2016 22:43
      Highlight Ich sehe nicht was an der Korrekten Wiedergabe der Fakten falsch sein könnte. Denn plötzlich geistern dann eben Geschichten von verrosteten Brennelementen herum obwohl doch jedes Kind weiss dass man Chromstahl nehmen könnte, oder warum eigentlich kein Kunststoff? und so weiter und so fort. Solche Geschichten führen letztlich ein Eigenleben und enden als Chemtrails oder Homöopathie die angeblich wirken soll.
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