Schweiz

Tessiner Grenzwächter melden über 1300 illegale Einreisen in einer Juliwoche

11.07.16, 16:14

Mehr als 1300 Menschen sind in der ersten Juli-Woche nach der illegalen Einreise in die Schweiz im Tessin aufgegriffen worden. Das sind so viele in einer Woche wie noch nie in diesem Jahr. Die meisten stammen aus Eritrea.

Gemäss provisorischen Zahlen, die das Grenzwachtkorps am Montag veröffentlichte, kamen zwischen dem 4. und dem 10. Juli via Tessin 1321 Menschen in die Schweiz. Die meisten von ihnen, nämlich 665, kamen aus Eritrea.

Grenzwächter im Juni 2015 in Chiasso bei einer Personenkontrolle. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

966 der Aufgegriffenen wurden an der Grenze weggewiesen. Nicht alle Menschen, die sich rechtswidrig in der Schweiz aufhalten, seien automatisch auch Flüchtlinge im Sinn der Flüchtlingskonvention, heisst es dazu beim Grenzwachtkorps. Wer in der Schweiz um Asyl bittet, wird an die Empfangszentren des Bundes verwiesen.

Von Januar bis Juni 2016 hatte das Grenzwachtkorps insgesamt 14'602 Menschen aufgegriffen, die sich illegal in der Schweiz aufhielten. Das waren etwa halb so viele wie im gesamten Jahr 2015. Die meisten kamen über das Tessin in die Schweiz.

An anderen Grenzen war es ruhiger: An den Bündner und St. Galler Grenzübergängen wurden in der ersten Juliwoche gemäss provisorischen Zahlen 16 illegal Eingereiste gezählt und an den Übergängen ins Wallis und in die Waadt 157. In den nördlichen Grenzwachtregionen Basel und Schaffhausen wurden 93 illegal Eingereiste aufgegriffen.

(sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Flunderchen 11.07.2016 23:39
    Highlight Solange die Schweiz nicht wieder alle Grenzen sichern, solange wird geschmuggelt und illegal eingereist. Probieren sie es halt woanders.
    15 4 Melden
  • Thomas Rohrer 11.07.2016 22:12
    Highlight Wir sollten weniger die Grenzen schützen und mehr die Menschen.
    6 22 Melden
    • Flunderchen 11.07.2016 23:38
      Highlight Das sind keine Flüchtlinge, diese Personen waren nicht in Not oder wurden bedroht.
      16 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.07.2016 01:11
      Highlight Genau: schützen wir die Menschen endlich vor diesen illegalen Zuwanderern.

      Ist es das was Sie sagen wollten?

      Auf jeden Fall aber, ist es das was Sie sagen sollten.
      14 8 Melden
  • Richu 11.07.2016 17:48
    Highlight Dieser "Ansturm" war voraussehbar, weil praktisch die einzige offene Route für Afrikaner über Italien führt. Alle illegal eingereisten sollten weggewiesen werden (entspricht Schengen/Dublin abkommen)!
    44 6 Melden
    • ahaok 12.07.2016 08:35
      Highlight Wirklich super Idee, schieben wir einfach alle Flüchtlinge an Italien ab, die sind sich dass ja gewöhnt und haben sicher Geld/Platz für weitere Tausende Flüchtlinge. Hätten die sich halt vorher überlegen sollen das Flüchtlinge diese Route wählen, bevor sie ihr Land am Mittelmeer gründeten.
      8 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.07.2016 17:44
    Highlight Aus für gewöhnlich gut unterrichteten Quellen im Bundeshaus wurde verlautet, dass kein Grund zur Besorgnis bestehe. Es handle sich dabei nur um die Darsteller welche für die Tell-Spiel Massenszene eingeplant sind.
    29 2 Melden
  • Wisegoat 11.07.2016 17:01
    Highlight Oh wie ich mich auf den Winter freue bis sich das Theater im Frühling bis zum Sanktnimmerleinstag wiederholt.
    33 3 Melden

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