Schweiz

Billig in die 1. Klasse: Die SBB verkaufen neu Klassenwechsel für teilweise nur fünf Franken Bild: KEYSTONE

Gehackte Kinderpornos, SBB-Upgrade und Schneider-Ammann: Das schreibt die Sonntagspresse

18.06.17, 07:20 18.06.17, 10:31

«SonntagsBlick»:

Umfrage: Auch Schneider-Ammann soll zurücktreten

Nach dem angekündigten Rücktritt von FDP-Bundesrat Didier Burkhalter wünschen sich viele Schweizer auch den Rücktritt seines freisinnigen Kollegen Johann Schneider-Ammann. Das zeigt eine repräsentative Umfrage unter 1100 Stimmbürgern in der ganzen Schweiz im Auftrag des «SonntagsBlicks». Rund 69 Prozent verlangen demnach, dass nunmehr auch die Zeit für Schneider-Ammann gekommen sei und er den Hut nehmen solle. In der Beliebtheitsskala unterbietet er die SVP-Bundesräte Ueli Maurer und Guy Parmelin. Rund 63 Prozent der Befragten forderten zudem, dass nach Burkhalter eine Frau die Vakanz in der Regierung besetzen solle.

SBB: 1.Klass-Upgrade für 5 Franken

Seit einiger Zeit können die Kondukteure der SBB den Passagieren während der Fahrt für einen Aufpreis von lediglich 5 Franken einen Klassenwechsel offerieren. «Das Zugpersonal kann in eigener Kompetenz je nach Situation mit einem Klassen-Upgrade Kunden spontan begeistern, einmal erste Klasse zu fahren», bestätigt ein SBB-Sprecher einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Es gebe keine fixen Strecken für das Angebot; das Zugpersonal könne individuell entscheiden. Der Test dieser Vorgehensweise laufe bis Ende des Jahres. (sda)

Viel zu viel Pestizide im Grundwasser

Die Schweizer Wasserversorger schlagen laut der «NZZ am Sonntag» Alarm. An jeder fünften Trinkwassererfassung würden mittlerweile zu hohe Pestizid-Konzentrationen gemessen, schreiben sie in einem neuen Positionspapier, das der Zeitung vorliegt. «Die festgestellte Trendentwicklung ist besorgniserregend.» Laut Martin Sager, dem Direktor des Vereins des Gas- und Wasserfaches, sei es unbedingt zu vermeiden, dass immer mehr sowie neue Schadstoffe ins Wasser gelangten. Man werde sonst künftig kaum mehr naturnahes Trinkwasser zu einem günstigen Preis anbieten können. Als Gegenmassnahme fordern die Fachleute gezielte Verbote von Pestiziden.

Impfvorräte gehen zu Neige

Bei bestimmten Impfstoffen gibt es derzeit Versorgungsengpässe. So müssten laut einer Meldung des «SonntagsBlicks» viele Ärzte bei Diphtherie, Starrkrampf, Kinderlähmung und Keuchhusten auf weniger geeignete, alternative Impfungen umstellen. Auch der Einzelimpfstoff gegen Polio fehlt offenbar. In Schweizer Praxen und Spitälern sei daher Flexibilität gefragt, erklärte der Kinderarzt und Wissenschaftliche Sekretär der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, Daniel Desgrandchamps, zu der Zeitung. Zum ersten Mal im Verlauf seiner langjährigen Impfexperten-Karriere sehe sich der Experte aufgrund der Lieferschwierigkeiten sogar ausserstande, anfragenden Ärztekollegen valable Alternativen für manche ausdrücklich empfohlene Präventionsmassnahmen aufzuzeigen, sagte Desgrandchamps.

Junge bluten bei Rentenreform

Die älteren Jahrgänge werden bei der Zustimmung des Volkes zur Rentenreform am 24. September als die klaren Gewinner hervorgehen. Das schreibt die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf neueste Berechnungen. Demnach verbessert sich für einen Mann mit Jahrgang 1969 das Budget um 9200 Franken. Wurde die Person dagegen im Jahr 1974 geboren, führt die Vorlage zu einer finanziellen Verschlechterung von 20’700 Franken. Fünf Jahre Altersunterschied bedeuten somit eine Differenz von 30’000 Franken. Die Kalkulation basiere auf einem Lohn von 84’600 Franken und einer mittleren Lebenserwartung von 85 Jahren.

Hacker enttarnen Kinderporno-Ring

Computerspezialisten haben laut Meldungen von «Le Matin Dimanche» und der «Sonntagszeitung» mehrere Seiten von Kinderpornographie gehakt und die erbeuteten Daten ins Internet gestellt. Da unter den Nutzern der Seiten auch Schweizer waren, ermitteln nun die Bundespolizei Fedpol sowie die Zürcher Kantonspolizei. «Wir haben klare Hinweise gefunden, dass es sich um pädokriminelles Material handelt», sagte eine Fedpol-Sprecherin gegenüber den Zeitungen. Nur schon durch den Konsum von verbotener Pornographie drohten drei Jahre Gefängnis.

Verspätete Züge: Zank zwischen SBB und Bombardier

Die Beziehungen der SBB zu Bombardier haben laut einer Meldung von «LeMatin Dimanche» ein neues Krisenniveau erreicht. Die Ursache dafür sind Verzögerungen bei der Auslieferung der neuen Doppelstockzüge. Ein Insider bezeichnete das Verhältnis als «belastet». Der Chef von Bombardier Schweiz, Stéphane Wettstein, bestreitet jedoch das Ausmass der Spannungen. In einer solchen Phase eines Grossauftrages seien Meinungsunterschiede unvermeidbar. Am neuen Zeitplan, der eine Auslieferung von 62 Züge bis 2019 vorsehe, halte Bombardier fest.

Pensionskassen sollen mehr Risiko nehmen

Pensionskassen sollten laut einem Interview von Swissmem-Präsident Hans Hess mit dem «SonntagsBlick» mehr Risikobereitschaft zeigen und die Schweizer Industrie helfen. «Es gibt so viel Geld in der Schweiz, aber es fehlt an Risikobereitschaft, dieses Geld innovativen Firmen zur Verfügung zu stellen», sagte Hess. Damit könnten Start-Ups oder KMU finanziell unterstützt werden. Zudem sagte der Swissmem-Präsident in dem Interview, dass es in der Schweiz ein radikales Umdenken beim lebenslangen Lernen brauche. Ein bisschen weiterbilden reiche nämlich heutzutage nicht mehr aus – vor allem die Bereitschaft zu einer kompletten Umschulung sei mittlerweile vielerorts gefragt.

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Pulo112, 20.12.2016
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  • trio 18.06.2017 12:29
    Highlight Es wird höchste Zeit, diese elenden Pestizideinsätze (genau wie die Insektiziden) endlich massivst zu reduzieren. Es kann doch nicht sein, das wir Unmengen Gift in die Natur bringen und sich dieses langsam überall nachweisen lässt.
    Leider kann sich die Schweiz (immerhin das Wasserschloss Europas) mit diesem Thema überhaupt nicht rühmen.
    36 2 Melden
    600
  • EvilBetty 18.06.2017 11:59
    Highlight WIESO gehen die Impfvorräte zu Ende? Das wäre die wichtigste Information!
    19 0 Melden
    • Hansdamp_f 18.06.2017 13:17
      Highlight https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-i/nsi/nsi-strategie-vollversion.pdf.download.pdf/nsi-strategie-vollversion-de.pdf

      Seite 19. Gern geschehen. ;-)
      7 1 Melden
    • EvilBetty 18.06.2017 16:22
      Highlight Danke schön 👍
      4 1 Melden
    600
  • atomschlaf 18.06.2017 10:51
    Highlight Zu viele Pestizide im Grundwasser.
    Da sieht man wieder mal wie toll unsere glorifizierte Subventions- und Hochpreis-Landwirtschaft wirklich ist... 🙄
    31 6 Melden
    600
  • Bonzino 18.06.2017 09:45
    Highlight Ich bin absolut der Meinung, dass auch Frauen in den Bundesrat gehören, aber nicht auf Quote. Was zählt ist einzig die Kompetenz. Eine weitere Musikerin kann sich die Schweiz nicht leisten.
    24 23 Melden
    • SemperFi 18.06.2017 13:52
      Highlight Im Gegensatz zu Radfahrern die nach oben buckeln und nach unten treten, wissen Musiker wasTeamwork ist.
      10 15 Melden
    600
  • EvilBetty 18.06.2017 09:08
    Highlight hab schon kange keinen SVP Exponenten mehr gehört der drei SVP BRs fordert...
    9 9 Melden
    600
  • Pius C. Bünzli 18.06.2017 07:53
    Highlight Diese Swiss-MEM wird mir immer unsympatischer. Rentenkassen sollen eben genau KEIN Risiko eingehen bei ihren Investitionen...
    10 6 Melden
    • Rendel 18.06.2017 14:02
      Highlight Ja, so war es einmal gedacht, mit Sicherheit lässt sich kein Geld mehr verdienen.
      10 0 Melden
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Moutier entscheidet sich für den Kanton Jura!

Die rund 4500 Stimmberechtigten von Moutier haben entschieden, den Kanton Bern zu verlassen und jurassisch zu werden. Vor Ort herrscht Partystimmung. 

Die Bevölkerung von Moutier hat entschieden: Die Gemeinde wechselt zum Kanton Jura. Sie tun dies mit einem hauchdünnen Resultat: 51,7 Prozent der Stimmbürger sagen Bern «Ade». 

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