Schweiz

BLS greift die SBB an: Sie will bis Basel und Flughafen Zürich fahren

19.04.17, 09:36 19.04.17, 13:43

Die Berner Bahngesellschaft wird sich für drei Linien im Fernverkehr bewerben, wie sie am Mittwoch in Bern mitteilte. Sie möchte von Brig und Interlaken über Aarau zum Flughafen Zürich fahren sowie von Interlaken nach Basel.

Derzeit hält die SBB das Monopol auf den Fernverkehrslinien. Dass sich die BLS für einzelne Strecken interessiert, liess die Bahngesellschaft bereits durchblicken. Am Mittwoch bestätigte die BLS nun an ihrer Bilanzmedienkonferenz, für welche Linien sie sich bewerben wird.

Lukrative Strecken

Es handelt sich um die Strecken Brig – Bern – Aarau – Zürich – Zürich Flughafen – Romanshorn, Interlaken – Bern – Aarau – Zürich – Zürich Flughafen – St. Gallen sowie Interlaken – Bern – Olten – Basel. Das ermögliche vier Züge pro Stunde zwischen Bern, Aarau und Zürich sowie eine direkte Verbindung vom Flughafen Zürich ins Berner Oberland, teilte die BLS mit.

Was würde sich für die Passagiere ändern?

– Die Züge der BLS befahren die drei Strecken zusätzlich zu   den SBB. Die Kunden haben eine grössere Fahrplan-Aus       wahl.
– Die BLS muss die gleichen minimalen Service-                     Anforderungen erfüllen, wie die SBB. Sie kann aber                 zusätzliche Service-Leistungen anbieten, um ihre Attraktivität   zu erhöhen.
– Die Preise sind bei beiden Anbietern die gleichen, die BLS   kann also die Billette nicht günstiger anbieten.

(whr)

Bald trägt das SBB-Personal freche rote Kragen, aber was war davor? Die Uniformgeschichte in Bildern

Alle angestrebten Strecken sind gewinnbringend. Die BLS begründet ihr Interesse denn auch damit, dass sie mit dem Betrieb der neuen Strecken defizitäre Linien in ihrem RegioExpress-Netz gegenfinanzieren wolle.

SBB befürchten Einbussen

Die BLS betont weiter, dass sie «mit der SBB eine faire partnerschaftliche Lösung» anstrebe. Eine Einigung war im Februar nicht zustande gekommen. Die SBB liess damals verlauten, dass der BLS-Vorschlag für sie erhebliche Einbusse bedeuten würde. Die BLS verteidigte ihren Plan damit, dass sie das Angebot mit mehr und attraktiveren Linien deutlich verbessern würde.

Die Bewerbung beim Bundesamt für Verkehr (BAV) will die BLS bis im kommenden September einreichen. Der Grossteil der Konzessionen läuft im Dezember 2017 aus. (whr/sda)

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  • Pirat der dritte 19.04.2017 23:25
    Highlight Die Konkurrenz zwischen BLS und SBB ist ein Schwachsinn! Wer ist der Hauptaktionär der BLS ? Wohl immer noch der Kanton Bern? Und der hat ja Geld für solche Spiele! Und die SBB soll die frisch bestellten Zūge stehen lassen?
    4 0 Melden
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  • osaliven 19.04.2017 19:19
    Highlight die ICN. Diese kann die BLS nicht selber warten sondern muss dafür extra in eine SBB Werkstatt gehen. Natürlich kostet dann die Wartung noch n bisschen extra. Und das einzige Werk wo die ICN gewartet werden können ist in Yverdon. Also nicht gerade auf der Line welche die BLS bertreiben will. Ich kann mir somit noch nicht ganz vorstellen, wie sich die BLS das vorstellt wie diese Strecke für sie rentabel sein soll
    3 0 Melden
    • Juliet Bravo 19.04.2017 20:30
      Highlight Der ICN ist wohl bereits etwas alt - und mit seiner Neigetechnik kompliziert und teuer in der Wartung. Das Konzept der BLS (auch der SOB) ist wohl Interregio - was von Stadler Rail macht das tipp topp.

      Die Distanz nach Yverdon ist 2017 wohl auch nicht mehr sehr entscheidend für die Wartung von Interregiozügen. Winterthur oder so kein Problem.
      4 0 Melden
    • osaliven 19.04.2017 20:40
      Highlight Darum wäre es für die SBB gut diese Züge zu vermieten. Teure Wartungskosten fallen dann weg und gehen an die BLS. Distanz nicht, aber der gesamte Zug fällt damit aus für die Wartung. Für die SBB ist es ein leichtes ein FV fähigen Zug zu finden. Die BLS kann aber nur schwer ihre RV Züge nutzen
      2 1 Melden
    • Juliet Bravo 19.04.2017 21:08
      Highlight Ahh - ein ICN in BLS oder SOB Farben!!?😍
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  • osaliven 19.04.2017 19:17
    Highlight Fragt sich nur wie die BLS das umsetzen wollen. Zurzeit besitz die BLS nic das nötige Rollmaterial um diese Strecken anzubieten. Das heisst wenn die BLS diese Strecke anbieten möchte muss sie das Rollmaterial mieten. Nur wer hat in der Schweiz zugelassenes Fehrnverkrollmaterial? Richtig die SBB. Da eine simultane Bedingungen dieser Strecken von SBB und BLS kaum möglich ist, hat die SBB diese Züge auch übrig zum vermieten. Jetzt hat die SBB zwei Möglichkeiten entweder sie vermieten diese Züge nicht an die BLS und dann schauen diese in Röhre. Oder aber sie vermieten zu hohen Preisen 1/2
    5 1 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 18:11
      Highlight Naja die SBB fährt mit s-Bahn Zügen den Fernverkehr auf gewissen Strecken.
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  • Moelal 19.04.2017 18:30
    Highlight Soll die BLS zuerst mal ein paar zig-Millionen ins SBB Schienennetz auf diesen Strecken investieren, dann kann man wieder darüber diskutieren. Schmarotzertum brauchen wir nicht, das ist kein Argument für mehr "Markt"
    4 6 Melden
    • paper 19.04.2017 21:10
      Highlight Das Schienennetz wird von "SBB Infrastruktur" betrieben und unterhalten. Um darauf rumzufahren werden (vom Bund bestimmte) Trassegebühren verrechnet. Diese Gebühren sind für "SBB Personenverkehr" und die BLS genau gleich. Der Infrastruktur ist es egal, wer den Zug der drauf fährt betreibt. Oder einfacher ausgedrückt: die Schiene merkt nicht welche Farbe der Zug aussen hat.
      8 0 Melden
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  • Juliet Bravo 19.04.2017 17:59
    Highlight Die Südostbahn steht auch in den Startlöchern für die Gotthardbergstrecke. Sowas wie der (IR) Voralpenexpress über den Gotthard. Es wird spannend.
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  • dracului 19.04.2017 16:24
    Highlight Wirtschaftlich ist es nie gut, wenn zu lange keine Konkurrenz herrscht: Macht die BLS diese Fernverkehrsstrecken besser, so muss sich die SBB künftig auch mehr bemühen, klappt es mit der BLS nicht, schätzt die Schweizer Bevölkerung vielleicht den Service der SBB künftig mehr? Darum BLS: Geht mutig voran in Gebiete where no Berner has gone before!
    22 2 Melden
    • Maett 19.04.2017 18:04
      Highlight @dracului: jetzt mal ketzerisch gefragt: was macht die SBB beim Fernverkehr schlecht, bzw. wo gibt's Verbesserungspotential?

      Das einzige was mich nervt ist, dass die Service-Wagen abgebaut werden, ich bestelle gerne ab und an einen Kaffee - aber deswegen wünsch ich mir nicht gleich einen neuen Betreiber.
      7 1 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 18:13
      Highlight @maett auf vielen Linien uraltes Rollmaterial, plumpsklo, keine Steckdosen, keine Klimaanlagen. S-Bahnen als IR. IR zu RE deklassieren.
      Es sollten Minimumstandards defniert werden für die Zugskategorien IC/IR/S-Bahn bzw RE.
      0 2 Melden
    • Maett 20.04.2017 19:16
      Highlight @Fabio74: vielen Dank, ist mir bisher alles noch nicht untergekommen (abgesehen von den Steckdosen, die ich in der 2. Klasse aber auch nicht voraussetze).

      Allerdings ist die BLS ja nicht gerade ein Aufstieg, im Gegensatz zur SBB. Schlechtes, rüttelndes Rollmaterial (z.B. vgl. SBB Flirt zu den BLS Talent/Nina), oft fünf statt vier Sitze pro Reihe und noch ein paar weitere Dinge...

      Minimumstandards die für alle Unternehmen gelten, wären aber zu begrüssen (allerdings denke ich, dass die schon vorliegen - das BAV müsste aber die Standards wenigstens erhöhen).
      1 1 Melden
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  • Posersalami 19.04.2017 15:39
    Highlight Ja, es macht absolut Sinn die SBB auf lukrativen Strecken zu konkurrenzieren! Privatanbieter haben mMn auf den Bahnstrecken als Konkurrenz zur SBB nichts verloren. Ansonsten haben wir hier demnächst die lukrativen Strecken privatisiert und die SBB darf dann mit tiefroten Zahlen noch die Randregionen bedienen und braucht noch mehr Subventionen.
    20 4 Melden
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  • Harpist 19.04.2017 11:39
    Highlight Die BLS hat nicht mal Rollmaterial um diese Strecken zu betreiben!
    27 8 Melden
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  • Dominik I. 19.04.2017 10:32
    Highlight Eigentlich steht man jetzt vor der folgenden Entscheidung: Will man
    a. Ein Billiges Fernverkehrsnetz
    Oder
    b. Ein Effizientes & Zuverlässiges Fernverkehrsnetz

    Ich bin klar für b. Deshalb würde ich das Angebot der BLS ablehnen.
    54 21 Melden
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  • Baum68 19.04.2017 10:13
    Highlight Das wäre absolut fatal.
    Danach kommt es wie in anderen Staaten, wo zum Beispiel Tickets auf dem eine Zug gültig und dem von der anderen Bahngesellschaft 5 Min später ungültig sind.
    Der ÖV soll sich als ganzes verbessern und nicht in einem Pseudo Wettbewerb auseinander getrieben werden. Das Portemonnaie das diese Abenteuer berappen sind immer die gleichen, nähmlich der Kunden des ÖV und der Steuerzahler.
    Also ich hoffe stark,dass dies das BAV einsieht. Weitere Probleme ziehen nach. Z.B was für Standards sind auf diesen Zügen geplant usw.
    68 23 Melden
    • zettie94 19.04.2017 10:26
      Highlight In der Schweiz wird es nie die Situation geben, dass Billette von einem Verkehrsunternehmen beim anderen nicht gültig sind (ausser bei Sparbilletten, aber die sind sowieso nur auf einem bestimmten Zug gültig).
      Minimalstandards schreibt das BAV vor, zudem sind die bei der BLS eher höher als bei der SBB (z. B. Zugbegleitung bei allen RE).
      28 10 Melden
    • Knut Knallmann 19.04.2017 10:48
      Highlight Wenn die BLS vom Bundesamt für Verkehr die Konzession erhält, wird das GA weiterhin genauso gültig sein wie im ICE der DB, dem EC der Trenitalia oder der S-Bahn der Zentralbahn. Die Integration in das nationale Tarifgefüge ist eine der Grundvoraussetzungen um eine Fernverkehrsstrecke des ÖV überhaupt betreiben zu dürfen. Wenn man die Strecken unter den Unternehmen so verteilen kann, dass das heutige finanzielle Gleichgewicht bestehen bleibt, dann kann ich das ganze nur begrüssen. Konkurrenz in gesunden Mass kann durchaus positive Auswirkungen haben...
      33 6 Melden
    • crik 19.04.2017 10:55
      Highlight Du kannst schon heute mit dem gleichen Billet mit der SBB von Zürich nach Bern fahren, dann auf die BLS umsteigen und danach noch auf das Postauto. Sind alles verschiedene Unternehmen. Also nichts mit Tickets nur auf dem einen Zug gültig.
      33 2 Melden
    • meine senf 19.04.2017 11:04
      Highlight Es würde ja nur so, wie es früher schon mal war, ohne die erwähnten dramatischen Auswirkungen.

      Im Gegensatz zu den fatalen Beispielen in England werden ja weiterhin die Billette übergreifend gültig sein. Wenn kümmert es heute, ob er z.B. in einem BLS- oder SBB-Zug von Bern nach Thun fährt.

      Man vergleiche mal das BLS-Angebot über die Lötschberg-Bergstrecke (direkt bis Bern) und jenes der SBB über die Gotthard-Bergstrecke (Umstieg in Erstfeld).

      Die SBB richtet sich zu sehr nur noch auf Zürich aus. Logisch, dass dann andere ihre Chance sehen, anderen Regionen bessere Angebote zu versprechen.
      26 8 Melden
    • Amboss 19.04.2017 11:16
      Highlight Um das geht es doch gar nicht in diesem Artikel. Dieselbe Leistung wird einfach in einem Zug erbracht, wo BLS drauf steht...

      Ich fände es aber gut, gäbe es zumindest auf einzelnen Strecken noch ÖV-Verbindungen mit einer anderen Tarifstruktur.
      Denn unser ÖV-System sperrt etwa die Hälfte der Bevölkerung quasi aus. Wer kein Halbtax besitzt und den vollen Tarif bezahlen muss, für den ist der ÖV unerschwinglich.
      Der benutzt das Auto. Und wir wundern uns über volle Strassen...
      Und über volle Züge mit gratis fahrenden GA-Kunden...
      4 35 Melden
    • Arutha 19.04.2017 13:16
      Highlight @Amboss
      es wird ja niemand gehindert ein Halbtax zu kaufen.
      23 1 Melden
    • spiox123 19.04.2017 13:31
      Highlight Halbtax ist ja auch so teuer. Wer sich das nicht kauft ist selbst Schuld. Bereits ab wenigen Fahrten lohnt es sich.
      21 2 Melden
    • zettie94 19.04.2017 15:54
      Highlight @Amboss: Sparbillette gibt es auch noch, da hast du deine "andere Tarifstruktur"...
      Und ja, das Halbtax lohnt sich bereits ab wenigen Fahrten.
      9 1 Melden
    • Amboss 19.04.2017 21:51
      Highlight @zettie, spiox, arutha:

      Zwischen "könnte ein Halbtax-Abo kaufen" und "besitzt ein Halbtax-Abo" besteht ein klitzekleiner Unterschied. Nämlich etwa 3Mio Leute, die vom ÖV abgehalten werden.

      Unser ganzes ÖV-System ist drauf angelegt, dass man nur Mittel- bis Vielfahrer möchte.
      Gelegentliche Nutzer sollen gefälligst das Auto nehmen.

      Das kann's doch nicht sein
      1 6 Melden
    • zettie94 19.04.2017 23:02
      Highlight @Amboss: Es gibt genügend Möglichkeiten, wie man auch als Gelegenheitsfahrer zu einer günstigen Zugfahrt kommt: Sparbillette, Gemeindetageskarten, RailAway-Aktionen, Mitnahme-GA, 9-Uhr-Tageskarten, usw.
      Und wer häufiger fährt muss sich halt überlegen ein Halbtax zu kaufen. Ein Halbtax lohnt sich auch für die meisten "gelegentlichen Nutzer", lange nicht nur für Mittel- und Vielfahrer. Und von den GA-Besitzern fahren längst nicht alle gratis, viele bezahlen "zu viel" und besitzen das GA aus Bequemlichkeit (u. a. viele Rentner).
      4 0 Melden
    • Baum68 20.04.2017 07:59
      Highlight Die BLS besitzt im Moment weder die Fahrzeuge noch die Wagen um diese Aufgabe zu stemmen. Wenn man sieht wie lange es braucht eine Zugsgeneration im Fernverkehr zu schaffen. Ist die BLS nicht vor 5 Jahren bereit für diese Herausforderung.
      3 0 Melden
    • Amboss 20.04.2017 09:34
      Highlight @zettie: Auch bei Sparbilleten gilt das Halbtax. Rsp hat man keines, so sind sie auch teuer.

      Aber wo wäre das Problem, wenn es neben dem bisherigen ÖV-System noch private Anbieter mit eigenen Tarifen gäbe?
      Potential haben solche Anbieter nur bei den Leuten, die aktuell voll zahlen müssten und deshalb den ÖV meiden.
      GA und halbtax-Besitzer wechseln doch nicht.
      Dh. man nimmt SBB und co nichts weg.

      Und mehr Leute, auf öffentlichen Verkehrsmitteln kann man ja nicht schlecht finden, oder?
      1 3 Melden
    • Baum68 20.04.2017 16:13
      Highlight Im Moment sie zahlreiche Billete und Abos gültig. Aber Pflicht ist dies nicht. Z.b. Gleis 7 wird heute noch unterschiedlich gehandhabt. Auch Bergbahnen usw. sind Konzesionierte Trasportunternehmen. Das GA ist aber auch dort teilweise ungültig.
      Also ist es möglich das auf einmal Marktpreise gelten wie im TGV.
      Also Bahnfahrten sollen nicht nur erschwinglich bleiben sondern auch ohne eine Ohne Hemmschwelle benutztbar. Bereits heute können nur Leute vom Spartarif profitieren die online lösen. Die anderen sind im Hintertreffen. Mehr Bahnen mehr durcheinander.
      4 0 Melden
    • meine senf 20.04.2017 16:55
      Highlight Marktpreise können nur mit Reservationspflicht funktionieren. Innerhalb der Schweiz gelten auch für die TGV die ganz normalen Preise.

      Wenn man zuerst reservieren muss und sich auf einen bestimmten Zug festlegen und stundenlange Preise vergleichen und durchrechnen, könnte man nicht mehr so einfach an den Bahnhof gehen und den nächsten Zug nehmen.

      Bei planbaren Fernreisen (z.B. Paris, vielleicht Tessin) mag das vielleicht noch gehen, aber nicht für den Pendler, der täglich 50 km fährt und nicht genau im voraus weiss, wann er Feierabend hat.
      3 0 Melden
    • zettie94 20.04.2017 18:45
      Highlight @Amboss: "teuer" ist relativ. Wer kein Halbtax besitzt, der muss halt etwas mehr zahlen, das ist nur richtig so. Die privaten Anbieter kannst du auf unserem dicht befahrenen Schienennetz vergessen, da gibt es schlicht keinen Platz. Zudem könnten diese kaum günstigere Billette anbieten als es die SBB mit den Sparbilletten macht.
      Einzige Chance für günstigere Fahrten wäre die Strasse, aber auch da nur mit ausländischen Chauffeuren zum dortigen Mindestlohn (oder wieso denkst du, fahren die Flixbusse nach Milano so billig?).
      3 0 Melden
    • Amboss 20.04.2017 20:26
      Highlight @zettie: Platz hätte es schon - einfach nicht auf allen Strecken und zu allen Zeiten.
      Aber bestimmt wäre es nicht einfach für private Bahn-Anbieter. Die Distanzen in der Schweiz sind zu klein.
      Aber: Wenn man es gar nicht versucht, wie will man es wissen?
      Dasselbe mit Fernbussen...
      Die hätten wohl bessere Chancen. Sie müssen einfach jeden Platz verkaufen können und nicht Kapazitäten freihalten müssen für Leute, die nicht dafür bezahlen (GA)
      Dann könnten sie eine gute Ergänzung in unserem ÖV darstellen, denke ich. So man will. Dass auch die zu CH-Löhnen arbeiten müssen, versteht sich von selbst.
      0 3 Melden
    • zettie94 20.04.2017 23:40
      Highlight Auf den Strecken und zu den Zeiten, wo ein privates Unternehmen einen Zug gewinnbringend betreiben könnte, hat es keinen Platz.
      Auch GA-Besitzer bezahlen für ihren Platz. Je nachdem bezahlen sie sogar zu viel. Der Anteil von GA-Besitzern, die wirklich viel zu wenig bezahlen, dürfte nicht besonders gross sein (ich habe das unter einem anderen Artikel ja mal zu belegen versucht, allerdings sind dazu kaum Zahlen zu finden).
      Fernbusse könnten eine Alternative darstellen, allerdings wirklich nur für wenige - wer nimmt denn Zürich - Bern den Bus, wenn er mit dem Zug halb so lange braucht?
      1 0 Melden
    • zettie94 20.04.2017 23:46
      Highlight Wie schon erwähnt: "teuer" ist relativ. Wird genügend früh im Voraus geplant, dann kann eine Gemeinde-Tageskarte für ca. CHF 40.- gekauft werden, teurer wird eine Reise also auf keinen Fall.
      Eine Retourfahrt mit dem Fernbus von Bern nach Zürich wäre höchstwahrscheinlich auch nicht günstiger, würde aber deutlich länger dauern.
      1 0 Melden
    • Amboss 22.04.2017 08:06
      Highlight Ha, solche Zahlen sind wirklich kaum zu finden. Interessant fände ich zB auch der Anteil an Fahrten für die Volltarif-billete gekauft werden.
      Warum wird da so ein Geheimnis gemacht...??

      Ich denke private Anbieter ausserhalb des bestehenden ÖV, ob Bus oder Bahn , hätten es schwierig. ( ihr Potenzial sähe ich eher in Verbindungen Stadtrand-Stadtrand als voll ins Zentrum rein, wo eigentlich gar niemand hin will).

      Aber eben: Wenn man es nicht versucht, weiss man es nicht... Man könnte wirklich mal versuche starten. Man verliert ja nichts dabei

      1 0 Melden
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  • Hackphresse 19.04.2017 10:07
    Highlight Und so beginnt die Englandisierung unserer Bahn. Profitable Filetstücke an Private und der Rest an den Staat. Und dann sich wundern wenn die SBB mehr Gewinn mit Immobilien macht aber immernoch Subventionen vom Steuerzahler braucht.
    52 19 Melden
    • zettie94 19.04.2017 10:28
      Highlight Die BLS ist auch nicht wirklich privat und genauso durch den Steuerzahler finanziert wie die SBB, das ist mit England nicht vergleichbar.
      22 7 Melden
    • Knut Knallmann 19.04.2017 10:38
      Highlight Die BLS ist genauso ein Staatsbetrieb wie die SBB. Im Gegensatz zur SBB ist bei der BLS aber der Kanton Bern der Hauptaktionär. Der Bund ist ebenfalls Aktionär und hält ca. 20% der Aktien. Man muss es vielleicht nochmal betonen: ÖV ist nicht gleich SBB...
      33 3 Melden
    • Posersalami 19.04.2017 15:41
      Highlight Und wo liegt der Sinn darin, zwei mal einen Wasserkopf zu finanzieren? Das gehört alles unter ein Dach, mit einer möglichst schlanken Führung, weil es einfach weniger kostet.
      5 1 Melden
    • Hackphresse 19.04.2017 15:45
      Highlight Ach na dann... Gebt den Bernern die Strecken, die haben sie nötig! Vielleicht brauchen sie mit dem Gewinn aus den Strecken weniger aus dem Kantonalen Finanz Ausgleich 😁😛
      War halt heute etwas zu faul zum nachschauen 😂
      1 2 Melden
    • Pdu 19.04.2017 16:51
      Highlight England ist gar nicht so schlimm sehr modernes Zug Material
      Children raylways und CrossCountry machen ihre arbeit Super
      5 3 Melden
    600
  • Donald 19.04.2017 10:06
    Highlight Also will die BLS SBB-Verbinungen übernehmen oder zusätzliche Verbindungen aufbauen? Dies ist leider nicht klar geschrieben... Und offenbar ist der Titel falsch. Scheinbar wollen sie ja bis Romanshorn fahren. Ich wäre echt froh, wenn ihr eure Artikel aus Leser-Perspektive schreiben würdet...
    46 1 Melden
    • zettie94 19.04.2017 10:29
      Highlight Die BLS will Verbindungen von der SBB übernehmen. Für so viele zusätzliche Verbindungen besteht weder Nachfrage noch Kapazität.
      19 3 Melden
    • Jaing 19.04.2017 10:47
      Highlight Das ist eine SDA-Meldung. Solche sind fast immer schlecht geschrieben oder sonst fehlerhaft.
      18 3 Melden
    600
  • oXiVanisher 19.04.2017 09:55
    Highlight Vielleicht fährt meine BLS S-Bahn Verbindung dann nicht mehr 3 Minuten BEVOR meine Verbindung Olten-Langenthal-Herzogenbuchsee > Bern ankommt. Gogo BLS 😊👍
    10 41 Melden
    • zettie94 19.04.2017 10:43
      Highlight Das glaube ich nicht. Der Fahrplan nimmt keine Rücksicht darauf, von welchem Unternehmen eine Linie betrieben wird. Da wird drauf geschaut, wo es überhaupt freie Trassen für einen Zug gibt, was in unserem dichten Schienennetz nicht gerade einfach ist. Freie Kapazität in den Knotenbahnhöfen für die S-Bahnen gibt es vor allem um die Minuten 15/45, wenn keine Fernverkehrszüge fahren. Im Wangental wird sich aber in den nächsten Jahren an den S-Bahn-Fahrlagen noch einiges ändern.
      23 1 Melden
    600
  • Züribueb 19.04.2017 09:47
    Highlight Ui das klingt spannend. Das wäre doch mal was; eine Alternarive zur SBB. Ich glaube das täte auch der SBB mal gut..
    22 50 Melden
    • Caturix 19.04.2017 10:08
      Highlight Nein das glaube ich nicht. Wenn sich alle um die Lukrativen Strecken bewerben und die SBB diese verliehrt, dann kann man mit der Zeit unrentable Strecken schliessen, was nicht im Sinne der Bevölkerung ist.
      46 8 Melden
    • zettie94 19.04.2017 10:48
      Highlight @Caturix: Das wäre so, wenn die Herausforderer private gewinnorientierte Unternehmen wären. Da die BLS aber de facto nicht privat ist und sondern ebenfalls Subventionen erhält (und defizitäre Linien betreibt), spielt das in diesem Fall nicht so eine Rolle.
      15 10 Melden
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