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Ein bisschen Anarchie in der Stadt der Liebe – das war Akt 4 der gelben Welle gegen Macron

Die Stimmung vor Ort war eruptiv, die Luft roch nach Tränengas und angestauter Wut. Bild: EPA/EPA

Die Grande Nation gab am Samstag abermals ein düsteres Bild ab: 135 Verletzte im ganzen Land, brennende Autos, Knallkörper und Tränengas in der Hauptstadt. Ein Bericht aus Paris.



Die Atemwege verengen sich, der Mund wird trocken, die Augen tränen: An den «gilets-jaunes»-Protesten am Samstag haben die Tränengas-Geschosse der Polizei nicht nur Chaoten erwischt. Friedliche Demonstranten und Medienschaffende riskierten ebenfalls ins Kreuzfeuer von Ran­da­lie­rern in grellgelben Westen und Polizisten mit Schlagstock, Schutzschild und Flashballs, zu gelangen.

Die Stadt der Liebe brannte.

Wenn unzufriedene Bürger auf den Champs Élysées ein «SOS-Kaufkraft» in die Welt setzen, wohlwissend, dass gleich dahinter eine Louis-Vuitton-Boutique Taschen für 4000 Euro anbietet, kann das nicht gut enden. Besonders, wenn Louis Vuitton die erklärte Lieblingsmarke der «première dame» Brigitte Macron ist.

Und es endete nicht gut. Die Stimmung vor Ort war eruptiv, die Luft roch nach Tränengas und angestauter Wut. Demonstranten zündeten Barrikaden an, schlugen Fensterscheiben ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. Hubschrauber kreisten pausenlos über dem Zentrum. Die Bilanz: 135 Verletzte, zahlreiche Autos fielen den Flammen zum Opfer, Geschäfte wurden geplündert. Der Sachschaden beläuft sich vermutlich in der Höhe mehrerer Millionen Euro.

Doch es gilt zu relativieren. watson-Redaktor William Stern kritisierte letztes Jahr die mediale Berichterstattung zu den Krawallen rund um den G20-Gipfel mit den Worten: «Krieg herrscht in Syrien, nicht in Hamburg». Das gilt auch für den gestrigen Tag in Paris. Man rechnete mit gewalttätigen Ausschreitungen. Bürgerkriegsähnliche Szenen gab es nicht. Tote oder Schwerverletzte auch nicht. Was es sehr wohl gegeben hat: ein Gefühl der Unsicherheit und Angst.

Missglückter Putschversuch

In Paris marschierten 10'000 «gilets jaunes». Ihnen gegenüber standen die 8000 von der Regierung aufgebotenen Polizisten. Sie setzten neben Tränengas auch gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer ein. «Wir müssen gewappnet sein», sagt ein Gendarme beim Triumphbogen. Und erinnert, dass ein selbsternannter Sprecher der «Gelbwesten» erklärt hatte, das Ziel sei es, den Élysée Palast zu stürmen. Eine Art Putschversuch also. In anderen Quartieren der Hauptstadt marschierten währenddessen 17'000 Menschen an der «marche pour le climat». Es war ein Tag des Aufstandes, für den die Franzosen das Geheimrezept halten.

Auf dem Streifzug durch Paris kommt bei den «gilets jaunes» ein tiefes Misstrauen gegenüber den Medien zum Vorschein. Um Interviews zu führen, braucht es mehrere Anläufe.

Mehr dazu:

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Video: streamable

Auf den sozialen Medien beleidigten und bedrohten «gilets jaunes» die watson-Reporterin

Kommt man dennoch ins Gespräch, erzählen die «gilets jaunes» Geschichten von sozialer Ungerechtigkeit, prekären Lebenssituationen. Es sind Schicksale, die bewegen.

Ein Satz, den man zwischen Bastille und Triumphbogen oft hört, lautet: «Wir wollen leben, nicht nur überleben.» Viele Demonstrierende geben an, trotz geregelter Arbeit, ihre Rechnungen nur mit Mühe bezahlen zu können. Fragt man sie nach ihren Vorschlägen zur Besserung, plädieren sie oft für die Rückkehr der Vermögenssteuer, mehr Transparenz bei den Regierungslöhnen und die Möglichkeit eines Referendums, wie es die Schweiz kennt. «Damit das Volk das letzte Wort hat.»

Gelbe Weste als Deckmantel

Mitten auf der berühmtesten Avenue der Welt, werfen Demonstranten mit Gasmasken und Skibrillen vor dem Gesicht Flaschen und Knallkörper in Richtung Polizei. Es ist das Dilemma der ganzen Bewegung.

Auch unter den Gelbwesten gibt es «casseurs», die Gewalt nicht scheuen. Doch das gelbe Gilet ist zum praktischen Utensil für gewalttätige Gruppierungen geworden. Unter dem grellen Deckmantel tobt sich eine unübliche Truppe aus gewaltbereiten Rechts- und Linksextremen aus. Sie werden sich neben dem Hass auf Macron noch in einem weiteren Punkt einig: dem Hass auf den Liberalismus.

An diesem Samstag randalierten auch junge Männer aus den Banlieues in gelber Weste. Ihr Erkennungszeichen: Sie halten jede ihrer Gesten auf Facebook fest. «Ich schmeisse die Flasche in ihre (Anm. Red: Polizei) Richtung und du filmst!», beauftragt ein 18-Jähriger seinen Kollegen beim Bahnhof Saint Lazare am frühen Abend. Vorher rückt er noch schnell seine Gasmaske zurecht und überprüft das Resultat im Rückspiegel seines Motorrollers.

Nach Einbruch der Dunkelheit zogen die friedlichen Demonstranten ab. Ohne sie gaben im Stadtzentrum dann zeitweise die radikalen Aktivisten den Ton an.

Zum Thema:

Zu autoritärer Regierungsstil

Erklärungsansätze dafür, wie Frankreich in diese Krise schlittern konnte, gibt es zahlreiche. Einer bezichtigt Macron des zu oft autoritären Regierens per «ordonnance». Auch sein zurückhaltendes Verhalten der letzten Woche könnte sich kontraproduktiv ausgewirkt haben. Die Stimmung ist so aufgeheizt, dass es am Samstag auch keine Rolle mehr spielte, dass die Regierung zurückgekrebst ist und den Diesel-Preis nicht mehr erhöhen will. Es ist ein spannender Werdegang: Macron wollte das alte System hinwegfegen und sieht sich nun selber einer Revolte gegenüber.

Denn die Gelbwesten sind schon lange nicht mehr Macrons einziges Problem. Gymnasiasten blockierten letzte Woche ihre Schulen und lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei. Studenten bestreiken die Universitäten, um gegen eine stärkere Selektion bei der Studienplatzvergabe anzukämpfen. In der kommenden Woche wollen nun auch noch Lastwagenfahrer und Landwirte streiken. Für gewisse Experte ist somit klar: Es handelt sich nicht mehr nur um eine politische Krise, es ist eine Regime-Krise, ein Moment der Revolution.

Auf Facebook formierten sich am Samstagabend bereits Gruppen, die einen Akt fünf für nächsten Samstag planen. «Schachmatt», lautet der vielsagende Titel des Facebook-Events. Bereits 27'000 Personen geben an, sich für den Protest zu interessieren.

Macron seinerseits will am Montag aus seiner Stille treten und eine Ansprache halten. Wie sich die Lage der Nation danach entwickeln wird, darüber lassen sich keine verlässlichen Prognosen stellen. Sicher ist, um die Revolution der «Neo-Sansculottes» zu stoppen, wird Macron in seiner Trickkiste wühlen müssen.

So sah es letzten Samstag auf den Champs Élysées aus:

Da war die Stimmung noch ausgelassen: Macron lud zur Techno-Party vor dem Élysée-Palast ein

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • I don't give a fuck 09.12.2018 22:08
    Highlight Highlight Vollidioten
  • Beat Galli 09.12.2018 16:06
    Highlight Highlight Es ist schon lustig. Heute morgen habe ich ein Post gemacht, welche ich anprangere, dass alle glauben sollen, dass ohne die Steuern der Reichen nicht gehen soll. Dass die uns alle durchfutten.

    Der wurde spannenderweise nicht veröffentlicht.

    Da könnte man Meinen, dass dies nicht erwünscht ist.

    Dies würde ja das Weltbild auf den Kopf werfen, wenn klar würde, dass der Reichtum der einen armut für andere bedeutet.

  • stadtzuercher 09.12.2018 13:45
    Highlight Highlight Finde es unterträglich, wenn die Medien den Gilets Jaunes nur Beachtung schenken, wenn sie Autos anzünden. Friedlichen Protest aber komplett ignorieren. Aber, man muss es feststellen, die Medien sind halt auch Teil des Pariser Wohlfühl-Bubbles des Macrons, der Reichen und der Macht.
  • Amenokal 09.12.2018 13:25
    Highlight Highlight Titelkorrektur: "Ein bisschen Anomie in der Stadt der Liebe"
  • DreadPirate 09.12.2018 12:23
    Highlight Highlight Die Franzosen sind einfach Weltmeister im Demonstrieren und Streiken...
  • Selbst-Verantwortin 09.12.2018 11:29
    Highlight Highlight Wenn die Bevölkerung über Jahre mehr vom Staat will, Staatsquoten von weit über einem Drittel erreicht und das dann total überraschend über Steuern zu bezahlen ist, zeigt die Ökonomie seit jeher, dass dies zulasten des Wohlstands geht.
    Benutzer Bild
    • Revolutionärer Abbau Zürich 09.12.2018 12:49
      Highlight Highlight Socialism - not even once
    • Selbst-Verantwortin 09.12.2018 14:21
      Highlight Highlight Danke rev. Aufbau 😂😂😂
      Dein Beitrag ist vorzügliche Satire oder genau was das Bildli sagt. Ich hoffe, du meintest das satirisch.
  • Myk38 09.12.2018 11:25
    Highlight Highlight Wird das der europäische Frühling?
    • Sebastian Wendelspiess 09.12.2018 15:19
      Highlight Highlight Sieht so aus. Auch in anderen Ländern gehen die Leute auf die Strasse. Viele sympathisieren mit den Franzosen.
  • Tatwort 09.12.2018 11:22
    Highlight Highlight "Ein bisschen Anarchie in der Stadt der Liebe" - schöner Titel zwar, der aber an der politischen Realität vorbeizielt. Richtiger wäre wohl: Ein bisschen Faschismus...
    • Sebastian Wendelspiess 09.12.2018 15:20
      Highlight Highlight Meinst damit die ausführende Staatsgewalt?
  • rodolofo 09.12.2018 10:55
    Highlight Highlight Gestern habe ich beobachtet, wie beim Wohnblock nebenan ein Mann mit einer gelben Weste das Haus verlassen hat und dann in Richtung Stadt ging.
    Unwillkürlich stieg ein mulmiges Gefühl in mir hoch.
    Aber ich hörte dann kein Geknalle, keinen Rauch und keine Sirenen.
    Ich nehme also an, es war einfach ein Mann, der zu seiner eigenen Sicherheit eine gelbe Weste angezogen hatte und kein mit gelber Weste gekennzeichnetes Sicherheitsrisiko...
  • iisebahnerin 09.12.2018 10:35
    Highlight Highlight Sorry, Camille, aber Krawalle als ein Bisschen "Anarchie" zu bezeichnen, ist nicht ganz richtig. Anomie wäre eher treffend...
    Anarchie ist und bleibt wohl ein unerreichbarer Wunsch, denn Anarchie, gemäss ursprünglicher Definition, setzt ein höchstes Mass an Moral und Ethik voraus....
  • SemperFi 09.12.2018 10:07
    Highlight Highlight Nein, liebe Frau Kündig. Die Stadt der Liebe hat definitiv nicht gebrannt.
  • Gugguseli1963 09.12.2018 09:33
    Highlight Highlight Warum, schreiben die Medien nie etwas Schlechtes über Marcon. Marcon und noch Andere sind Stiefkinder der Medien. Hingegen, wenn ein Osteuropäischer Staatschef sagt er wolle in seinem Land die christlichen Werte und die Ehe Mann-Frau schützen wird er angegriffen und auch von Schweizer Politiker und Medien aufs übelste beschimpft.
    • rodolofo 09.12.2018 11:04
      Highlight Highlight Macron, auch nicht Maccaroni, oder Micron (Änderung-Vorschlag der Auto-Korrektur).
      Aber, wenn ich's mir recht überlege, dann hat die Künstliche Intelligenz möglicherweise doch recht!
      Wir können ja gerade dabei zuschauen, wie ein aufgeblasener und hoch gejubelter MAKROn immer mehr zusammenschrumpft zu einem MIKROn.
      Bald nehmen sie ihm die Gelbwesten-Randalierer auch noch das Mikrophon weg und schreien selber hinein: "Nous sommes le peuple! Nous aimons l'huile, la force atomique et le gazoline bon marché!"
    • Doppelhorn 09.12.2018 12:03
      Highlight Highlight 1. Es gibt keine „die Medien“ und selbst in diesem Artikel wird Macron kritisiert, wenn man gut hinsieht. 2. Menschen auszugrenzen bedeutet keine christlichen Werte, und Kritik für undemokratisches, diktatorisches Verhalten seitens der Machthaber bedeutet keine Beschimpfung
  • josh89 09.12.2018 09:13
    Highlight Highlight Warnwestenhändler in Frankreich müsste man sein.
  • Roterriese #DefendEurope 09.12.2018 09:00
    Highlight Highlight Es gibt glaubwürdige Informationen, dass diverse linksextreme Vereinigungen aus der Schweiz an den Protesten beteiligt sind.
    • elco 09.12.2018 09:26
      Highlight Highlight Sowas lässt man sich garantiert nicht entgehen...
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 09.12.2018 10:21
      Highlight Highlight ... ein gewisser Soziopath aus Georgien soll auch dabei gewesen sein, munkelt man. 😒
    • Roterriese #DefendEurope 09.12.2018 10:45
      Highlight Highlight @Zerpheros ich munkle nicht, ich habe Belege.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 09.12.2018 08:48
    Highlight Highlight Die Medienskepsis der Demonstranten ist nachvollziehbar: Macron ist ein Produkt der Medien.
    • Baba 09.12.2018 09:48
      Highlight Highlight Aber gewählt wurde er von den französischen Bürgern!

      Bei den Franzosen ist es bei jedem Präsidenten dasselbe. Einer verspricht Reformen/Änderungen, wird gewählt, versucht umzusetzen und es wird demonstriert. Dieses Mal etwas heftiger (und sinnfreier, da massive Zerstörungen damit verbunden sind 🤬).
    • Skeptischer Optimist 09.12.2018 10:11
      Highlight Highlight Die Medien haben dem französischen Bürger eine Mogelpackung untergejubelt.

      Und der Bürger hat es gemerkt und die gelbe Weste hervorgeholt.

      So ist das.
    • Baba 09.12.2018 11:03
      Highlight Highlight Soso, die pösen pösen Medien und die armen Bürger, die selbst nicht denken können...*kopfschüttel*
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erarehumanumest 09.12.2018 08:19
    Highlight Highlight Das ist das Ende von Europa, was zZ. in Frankreich und Deutschland passiert. Zitiert mich in 10 Jahren bitte.
    • Crissie 09.12.2018 09:49
      Highlight Highlight "errare"
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 09.12.2018 10:13
      Highlight Highlight Dito. 😂
  • elco 09.12.2018 07:12
    Highlight Highlight "Und so überrascht es auch nicht, was an diesem Samstag die zahlenmässig deutlich bedeutsamere Demo war: Der Marsch fürs Klima. 25'000 Personen gingen am Samstag allein in Paris für eine entschiedenere Umweltpolitik auf die Strasse."

    Leider haben sie es verpasst Autos an zu zünden und Geschäfte zu plündern. Somit muss man sie auch nicht Ernst nehmen geschweige denn darüber berichten.
    • elco 09.12.2018 09:36
      Highlight Highlight Quelle: Tagi.ch
    • ingmarbergman 09.12.2018 10:06
      Highlight Highlight Diese Demonstrationen sind quasi die off-line version des internets: laut schreiende wutbürger unter sich.
      Dass die vernünftige mehrheit ganz anders denkt ist ihnen egal. Leider auch den medien.
    • Joshuuaa 09.12.2018 12:20
      Highlight Highlight 1: Die 《gj》demonstrieren nicht erst seit gestern. Die Wichtigkeit des Ereignisses auf Samstag zu reduzieren ist falsch.
      2: Unter Slogans wie 《Gilets jaunes, gilets verts, on exprime la même colère》 haben viele 《gj》am Klimamarsch mitgewirkt. (Da sie ursprünglich gegen höhrere Benzinpreise demonstriert haben) sind sie vereinzelt als antiökologisch dargestellt worden. Dagegen hat man sich gewehrt.)
      3: Nein, der Klimamarsch drückt den Willen der Pariser (Banlieus) nicht besser aus. Sie mögen Veränderung wollen. Der Klimawandel geht vielen hier aber am Arsch vorbei. (Find ich auch nicht gut)

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