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Illustration: Feggymin

«Du willst mich f***en – aber du darfst das nicht»

Dominik Müller

Ein Artikel von

Mit dem Vorwurf, ein sexistisches Sprachrohr zu sein, lebt Rap seit geraumer Zeit. In einem fortwährenden Auf und Ab werden die kritischen Stimmen lauter, leiser, wieder lauter. In welche Richtung der Wind weht, ist abhängig vom Auftreten oder Ausbleiben brisanter Ereignisse. Interpreten verschiedenster Genres und Generationen veranschaulichen in der Vergangenheit wie auch heute, wie sich Sexismus in Text und Bildsprache manifestieren kann.

In Gegenwart des fiesen Prügelknaben Rap jedoch verblassen die problematischen Inhalte anderer Stile im gesellschaftlichen Konsens. Bevor man sich eingehend mit der Thematik «Rap und Sexismus» beschäftigen möchte, kann es nützlich sein, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Der folgende Text soll dabei behilflich sein, indem der Frage nachgegangen wird:

Ist Rap ein sexistischer Ausreisser oder bloss Ausdruck der gesellschaftlichen Norm?



Magazin – Sonderausgabe

Dieser Artikel stammt aus der Sonderausgabe «Hat Rap ein Problem?» des Schweizer Hip-Hop-Magazins LYRICS. In Zusammenarbeit mit den Autoren wird watson in der letzten Dezember-Woche ausgewählte Artikel aufbereiten und online für alle zugänglich machen.

Welche Themen behandelt die Sonderausgabe?

Ist Hip-Hop sexistisch? Gewaltverherrlichend? Antisemitisch? Hip-Hop ist im Jahr 2018 die dominante Jugendkultur, Rap das führende Musikgenre in der Hitparade. Die zunehmende Popularität führte in den vergangenen Jahren vermehrt zu kontroversen Debatten. In der Sonderausgabe rollt das grösste Schweizer Hip-Hop/Urban-Medium die Brennpunkte mit interessanten Gästen neu auf.

Die Sonderausgabe gibt es für 10 Franken hier im Shop >>

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cover: lyrics

Man werfe einen Blick zurück in die 90er-Jahre. Über glitschige Leitern, durch die Löcher offener Kanalschächte hindurch entleert sich Rap aus dem Untergrund hinaus auf die Strassen und wird kommerziell erfolgreich. Kritik von rapfremden Kulturen an den Inhalten dieses wortgewaltigen Genres war bereits zu jener Zeit allgegenwärtig, da Rap von Natur aus anzuecken versucht und keine Schuhspitze unbetreten lässt.

Kraftausdrücke als Bezeichnungen für das weibliche Geschlecht wurden in den Texten der männlich dominierten Rapper-Gemeinschaft grosszügig verwendet und boten eine denkbar grosse Angriffsfläche. Dies war vor allem in den USA der Fall, wo Rap zu Anfang ausschliesslich den urbanen Problemvierteln entstammte und in einem entsprechend harten Jargon formuliert wurde. Doch auch Rap-Pioniere in Deutschland, sogar die «poppigen» Fantastischen Vier, liessen sich vom Mutterland des Raps inspirieren und wichen in ihren Texten vom gesellschaftlichen Idealbild des weiblichen Geschlechts ab.

Durch die zunehmende Etablierung der Rap-Musik in den Charts und Hitparaden der USA begann sich Anfang der 2000er die szeneninterne Kritik bezüglich der Degradierung des weiblichen Geschlechts im Rap zu schmälern. Nicht so im deutschsprachigen Raum. Während in den USA beispielsweise im Jahr 2005 die Hit-Single «Candy Shop» des Rappers 50 Cent durch die Radios gepeitscht wurde, landeten Deutschrap-Songs, welche in ähnlich einseitiger Weise von weiblichen Sex-Objekten und Macho-Gehabe sprachen, auf dem «Index», sprich der Schwarzen Liste. Doch wie der Werdegang von Sido, Bushido und Konsorten, welche diesbezüglich oft für Gesprächsstoff sorgten, zeigt, wurde der mahnende Zeigefinger der Gesellschaft auch in Deutschland zunehmend kürzer.

Das Phänomen «SXTN»

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illustration: feggymin

Hätte man rapkritische Feministinnen der 90er-Jahre per Zeitmaschine ohne Umschweife ins heutige Zeitalter entsenden können, sie hätten bei der Landung eine doppelte Schraube hingelegt. Offenbar war ihr Kampf erfolglos.

Rap ist erfolgreicher denn je und jene Kraftausdrücke und Floskeln, welche vor 20 Jahren nur im «Ghetto» benutzt wurden, gehören heute zum Grundbaukasten jedes angehenden Rappers. In wenigen Jahren hat sich das einst heftige Gemurre von einem entrüsteten «Alter, er hat Bitch gesagt!» zu einem gelangweilten «Alter, kann der auch mal was anderes als Bitch sagen?» abgekühlt.

Sexismus im Rap scheint von der Hörerschaft, von Mann wie Frau, entweder akzeptiert oder ignoriert zu werden. Dies wirft die Frage auf, ob es sich dann überhaupt noch um Sexismus handeln kann – zumal einige Wörter wie «Bitch» in Musik und vieler Menschen Alltag nicht nur ohne jegliche negative Wertung, sondern auch geschlechtsneutral verwendet werden.

Diesen Veränderungen wird in der Musik gegenwärtiger Rap-Interpreten Rechnung getragen, wobei einige davon, allen voran das populäre deutsche Rapperinnen-Duo «SXTN», – die sich in der Zwischenzeit aber getrennt haben – die Gunst der Stunde nutzen, um aus den ehemaligen «Fluchwörtern» emanzipatorische Instrumente zu formen.

«Du willst mich f***en – aber du darfst das nicht.»

Auszug aus «Er will Sex»

SXTN – «Er will Sex»

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Video: YouTube/SXTN

Die beiden Berlinerinnen bezeichnen sich in ihren Texten selbst, mitsamt ihrer Crew, des Öfteren in selbstbewusster Manier als «Fotzen».

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SXTN – «Die FTZN SIND WIEDER DA». Video: YouTube/SXTN

Durch dieses demonstrative Auftreten ersetzen die beiden Musikerinnen die ehemals negative Konnotation solcher Kraftausdrücke durch eine unabhängige, starke Note. Damit kommen sie dem Ziel der Geschlechtergleichheit im Rap näher, als es sich unzählige rapkritische Aktivistinnen und Aktivisten je hätten erträumen können.

Rap und #MeToo: trügerische Rückschlüsse

Trotz allem ist der herkömmliche Widerstand gegen die frauenverachtenden Zeilen im Rap nicht ganz aufgegeben. Kritik an Rap formiert sich in zyklischen Formen. Spitzenwerte werden aufgezeichnet, wenn sich medial berichtenswerte Vorfälle ereignen, im Rahmen derer Rapper über die gesellschaftlich akzeptierten Stränge hinausschlagen. So geschehen beim kürzlich verstorbenen US-Amerikanischen Rapper XXXTentacion. Ihm wurde vorgeworfen, im Jahre 2016 seiner damals schwangeren Freundin gegenüber körperlich gewalttätig geworden zu sein.

Zufälligerweise fand die Debatte darüber, ob man das Hören der Musik von «X» jetzt noch moralisch vertreten könne, fast zwei Jahre nach besagten Vorfällen während der global polarisierenden #MeToo-Debatte statt, im Zuge welcher einflussreiche Männer aus Hollywood und Co. haufenweise der sexuellen Belästigung an, meist weiblichen, Mitmenschen beschuldigt wurden.

Die Kontroverse um XXXTentacion wurde medial genutzt, um die Diskussionen ein weiteres Mal vom Einzelfall auf das gesamte Genre ausweiten zu können. Altbekannte Phrasen wurden aus dem Archiv gezogen, um die immer gleichen Namen in gewohnter Reihenfolge aufzuzählen: Big Sean, Freddie Gibbs, Chris Brown etc. Vielen Artikeln zufolge sind Gewaltausbrüche bekannter Rapper Beweis genug dafür, dass Rap die Gewalt gegen Frauen verharmlost oder dazu aufruft.

Eine gelinde gesagt kurzsichtige Argumentation, gerade in Anbetracht des parallel dazu verlaufenden #MeToo-Skandals.

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

Offenbar muss es sich bei Weinstein und Konsorten ausschliesslich um Rap-Konsumenten handeln, wie sonst könnten sie die Hand gegen Frauen erheben. Es wird gemunkelt, dass selbst Cristiano Ronaldo, der sich zurzeit mit Vergewaltigungs-Vorwürfen herumschlägt, ein Studio in seiner Villa eingebaut habe, um gemeinsam mit Roman Polanski Battle-Rap-Tracks aufzunehmen. Ironie off: Der tiefere Grund dafür, dass bestimmte männliche Promis dazu neigen, ihre weiblichen Mitmenschen degradierend zu behandeln, ist nicht im Rap zu suchen – das wäre viel zu einfach.

Ein Showbusiness mit Spiegelfunktion

Ein global dominierendes System ist der Ursprung des Übels. An allen Ecken und Enden unserer Existenz spriesst das neoliberale Gedankengut, welches unsere Werthaltungen und Bedürfnisse definiert und uns blind und taub für alternative Ansichten macht. Das Ganze geht so weit, dass wir uns bei vollem Bewusstsein zu Objekten herabsetzen lassen.

Heutzutage existieren äusserst subtile, legale Formen des Menschenhandels in Gestalt der Vermarktung menschlicher Arbeitskräfte. International tätige Temporärbüros lassen grüssen. Der Mensch wird zur Ware – und keinen kümmert's.

Wenn jedoch Rap einen gesellschaftlichen Missstand auf die Schippe nimmt, schauen plötzlich alle ganz genau hin – und empören sich darüber. Veröffentlicht ein Rapper beispielsweise Fotos, auf denen zu sehen ist, wie ein professionelles Showgirl mit Hundeleine um den Hals zu seinen Füssen kauert, drehen alle am Rad. Max Mustermann schimpft nach angesehener Berichterstattung empört, dass Rap ein völlig verzerrtes Bild der Realität abgebe, die Jugend verrohe und überhaupt keine Scham kenne. Am nächsten Morgen stehen erwähntes Showgirl und Max zur selben Zeit, um sechs Uhr früh, auf. Sie fährt mit dem Geld aus dem Foto-Shooting an die Ostsee. Max nimmt die U-Bahn zum Geschäftsviertel, wo er im neuen Hauptsitz der Firma mit zigtausend weiteren Mitarbeitern bis zum frühen Abend Zahlen auf Bildschirme projiziert.

Das Showgirl hat ihre Leine für einen Tag abgenommen, während Max nicht einmal bemerkt, dass seine wie eh und je festgezurrt an seinem Hals baumelt.

Der Umstand, dass noch immer eine gängige Meinung existiert, welche Rap als gefährlichen Aussenseiter anstatt als Repräsentation der Wirklichkeit betrachtet, lässt sich bloss durch die Unfähigkeit des Menschen erklären, sich sein eigenes Versagen einzugestehen.

Die grobschlächtige Darstellung der Unterwürfigkeit der Frau gegenüber dem Mann soll hierbei nicht verharmlost werden. Das Beispiel mit der Hundeleine ist sexistisch. Mittels solcher Bilder soll die Überlegenheit des männlichen Rappers gegenüber seiner weiblichen Untertanin veranschaulicht werden. Doch bevor man sich die Mäuler über besagten fiktiven Rapper zerreisst, sollte man sich mit den Beweggründen des Rappers hinter dieser Handlung auseinandersetzen. Er macht Musik. Musik ist eine von unendlich vielen Möglichkeiten, Kunst darzubieten. Kunst beinhaltet immer eine Botschaft, die vermittelt werden soll.

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illustration: feggymin

Was möchte uns der Rapper sagen, wenn er Bilder wie aus bereits genanntem Beispiel veröffentlicht? Ich denke, du weisst es bereits. Er möchte damit sagen, dass er dank seines Bekanntheitsstatus und seiner monetären Möglichkeiten jede Frau kaufen und besitzen kann. Er gibt vor, der absolute Boss zu sein, der tun und lassen kann, was ihm gefällt. Wieso haben wir, du und ich, nun beide instinktiv gewusst, was uns der Rapper mitteilen möchte? Weil wir beide wissen – ob wir dies positiv bewerten oder nicht, sei dahingestellt – dass in unserer Realität Männer mit viel Geld und viel Einfluss auch leichtes Spiel bei gewissen Frauen haben.

Dass dies nicht überall der Fall ist und nicht für alle Frauen gilt, brauche ich nicht zu verdeutlichen. Offenbar ist dieses Bild vom reichen Mann mit den vielen, ihm ergebenen Frauen tief in unseren Köpfen verankert. Unser Rapper macht sich dieses Bild mit seiner Promo-Aktion zu Nutze.

Im Rap dreht sich alles um Selbstinszenierung. Rap ist ein Showbusiness, in dem man sich von den anderen abheben muss, um als relevant zu gelten. Rap lebt vom Vergleich unter den Teilnehmern. Man misst sich unaufhörlich mit seinen Konkurrenten und geht dabei als Reichster, Stärkster, Bestbestücktester, Intelligentester oder Süssester ins Rennen. Hauptsache, man hat seinen Mitbewerbern irgendetwas voraus, oder man gibt zumindest vor, es zu haben.

Kunst lebt von der Inszenierung – Rap ist Inszenierung.

Wenn sich ein Rapper sexistisch gibt, liefert er seinem Publikum bloss, was es hören will. Denn sein Publikum besitzt bereits jene Denkweise, die in der vorliegenden Diskussion als sexistisch beschrieben wird, die man jedoch lieber gleich beim Namen nennen sollte: Raubtierkapitalistisch. Es erwartet von seinen musikalischen Idolen, dass sich diese, einem Raubtier gleich, über ihre Beute stürzen, wobei die Beute in diesem Fall Geld bedeutet. Der Kapitalismus macht uns glauben, dass ein hohes monetäres Vermögen das höchste Ziel, das einzig Erstrebenswerte ist und uns zu allem berechtigt, alles legitimiert.

Wer so viel reicher ist als alle anderen, der braucht auch nicht wie sie zu leben und darf sich gänzlich aller irdischen Regeln und Normen entheben. Solange er das nötige Kapital dafür hat, darf er sich nehmen, was immer er möchte – oder wen er möchte.

Zwei Lager, eine Lösung

Die Debatte um Rap und Sexismus wird von zwei Parteien geführt: Das eine Lager sieht Rap als Antreiber des Sexismus innerhalb der Gesellschaft. Die Auswirkungen des Konsums von Rap seien bedenklich für die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft. Das andere Lager argumentiert, dass Rap weder Ursprung noch Verstärker von Sexismus sei, sondern der Gesellschaft lediglich einen Spiegel vorhalte. Vielleicht lernt sie mal daraus. Die Frage, wer Recht hat, ist von geringer Bedeutung. Entscheidend ist doch:

Was können wir tun, um in Zukunft Bilder von unterworfenen Frauen im Rap zu vermeiden?

Rap zu verbieten oder zu zensieren, wäre eine technisch anspruchsvolle Aufgabe, welche sich mit der Meinungsfreiheit beissen würde. Zudem wäre das eine reine Symptombekämpfung. Wieso sich bemühen, die Auswüchse des Übels abzuschneiden, wenn es eine Wurzel gibt? Anstatt sich sinnlos auf Rap einzuschiessen, könnte man bei sich selbst und seinem Umfeld ansetzen und auf konsumorientierte und neoliberale Werthaltungen verzichten.

Vielleicht, eines Tages, wenn der Besitz des neuesten Autos, der nobelsten Wohnung, der süssesten Zweitwohnung keine Verbesserung des sozialen Standes mehr bedeutet, kann auch ein Umdenken bezüglich der Beziehung zwischen Mann und Frau eingeleitet werden. Wenn wir so weit sind, dass das gemeinsame Posieren vor der Kamera mit Barbie-Verschnitten für Rapper keinen Mehrwert bringt, werden sexistische Rapper keinen Erfolg mehr haben und aussterben. Schliesslich muss der Wurm dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

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illustration: feggymin

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    Alle Leser-Kommentare
  • Anam.Cara 03.01.2019 07:56
    Highlight Highlight Ja, Kunst darf gewagter sein.
    Aber Kunst setzt voraus, dass sie verstanden wird. Und ich bin nicht sicher, ob alle Fans die Symbolik des "Spiegel vorhaltens" verstehen. Wenn nicht, bleibt nämlich nur die vordergründige Botschaft...

    Worte sind mächtig.
    Worte, die ich an jemanden richte, beeinflussen auch mich selbst. Das mag in der Kunst unter "Kennern" anders sein.
    Aber wenn sich zwei junge Mädchen gegenseitig als Bitch und Hoe bezeichnen, ist das keine Kritik am Wertesystem.
    Sondern ein Zeichen, dass unsere Generation versagt hat, wei wir ihnen das Wort Respekt nicht richtig erklärt haben.
  • siegmaennchen 31.12.2018 14:03
    Highlight Highlight Alles gut und recht, aber ich hätte es begrüsst, wenn die debatte etwas näher an unserem kulturkreis geführt wird. Das schielen auf die omnipräsenten notoriker aus den USA verstellen doch den blick auf die hiesigen realitäten. Da stellt sich mir erst mal die frage, wieso es so wenige rapperinnen auf unseren bühnen gibt- das publikum ist ja meist schön gemischt. Ein aktueller bezug wäre dann die berner idiotentruppe namens chaos mit ihren "natalie rikkli"-reimen. Sexistischer gehts nicht, aber eine reaktion aus der szene habe ich noch nicht registriert?!
  • Al Paka 31.12.2018 12:57
    Highlight Highlight Wenn ich mich hier ein bisschen durch die Artikel/Kommentare durchlese, könnte man meinen Rap besteht nur aus Bitches/Drogen.

    Okey, wenn man, vor allem in DE, die „erfolgreichen“ Rapper, anschaut, könnte sogar stimmen. Aber vor allen genau diese „Rapper“ sind doch meistens die grössten Poser. Die schreiben doch meistens nur das, was der Mainstream hören will.
    Vielleicht liegt genau da das Problem und diese Poser, verschieben die Grenzen immer weiter ins Extreme.

    Für mich ist Rap einer der ehrlichsten Musikstile die es gibt und wiederspieglt vielfach einfach die Gesellschaft.
  • Gubbe 31.12.2018 10:42
    Highlight Highlight 'Küss die Hand, gnädige Frau' finde ich in der heutigen Zeit lächerlich. Die Rapptexte finde ich nicht sexistisch, sie sind einfach dumm und Frauenverachtend. Mich stört auch, dass man Frauen nicht mehr berühren darf. Ich mache da einen grossen Unterschied zum Antatschen. Die Logik zu Rapp, mit der derben Sprache die zum Teil auch von Frauen goutiert wird, zum 'me too, ist nicht gegeben.
  • Midnight 31.12.2018 10:19
    Highlight Highlight Es ist schon interessant, war Hip-Hop in seinen Ursprüngen doch sehr politisch motiviert.
    Der moderne und kommerzielle "Gangster-Rap" hat damit aber nichts mehr am Hut. Die Beats sind anspruchslos, die Texte aggressiv und beleidigend, der künstlerische Wert ist gering. Zum Schluss dann noch herumposen, weil man von seinem beleidigten Musikerkollegen angeschossen wird...

    Nein, mit dem, was aus dieser Kultur geworden ist, kann ich definitiv nichts anfangen. Da bleibe ich lieber bei Genrevertretern wie Dizzie Rascal oder Zach de la Rocha.
  • PinkPower3000 31.12.2018 10:06
    Highlight Highlight Juhuuuu Feggy Min uf Watson <3 <3 <3
  • Niliya Vontülen 31.12.2018 09:00
    Highlight Highlight Also ich habe mit 9 Jahren angefangen Hip Hop zu hören und lieben. Damals habe ich sowieso genau nix verstanden. Heute verstehe ich die Texte, aber es ist mir egal. Ich fühle mich - als Frau - keine Sekunde beleidigt. Das (die Texte und Geschichten) sind für mich einfach Shows.

    Und zum Deutschen Hip Hop: Es gibt guten Deutschen Hip Hop. Dann aber auch jenen, der ein wenig schwierig ist zum Ernstnehmen. Sagen wir es so: ich finde genau die sehr sexistischen Texte zum Lachen. Genauso wie ich im alltäglichen Leben lachen muss, wenn man übertrieben krass sein möchte.
    • Natürlich 31.12.2018 10:56
      Highlight Highlight Hip Hop will auch nicht immer ernstgenommen werden.
      Aber das scheinen viele nicht zu verstehen...
    • Natürlich 31.12.2018 11:21
      Highlight Highlight Eben, du sagst es:
      Beim US-Hip Hop sind dir die Texte ega bzw einfach Shows.
      Bei Deutschrap hast du Mühe mit demernstnehmen, warum machst du diesenUnterschied?
      Diese Übertreibung, Überspitzung von Klischees und Gewalt, von Image usw sind ja auch nur ein Stilmittel des Raps.
    • Niliya Vontülen 31.12.2018 16:39
      Highlight Highlight Ich glaube den Unterschied zu machen, weil für mich der US Hip Hop 'das Original' bleibt und der Deutsche Hip Hop somit eine übersetzte Nachahmung. In der Deutschen Sprache finde ich es darum, wenn so herb übertrieben wird, eher komisch/lustig. Aber in dem Sinne sind mir die Texte in beiden Sprachen 'egal'. Ich habe keine Mühe damit.
  • Flow Rian 31.12.2018 02:06
    Highlight Highlight Der Autor macht die Annahme, dass in der Gesellschaft sowohl eine Realität existiert als auch eine Reproduktion derselben. Ich meine das ist falsch. Jede Reproduktion einer Idee gestaltet die Realität mit, weshalb ich es einseitig finde, das Beispiel eines Rappers mit Frau an der Leine als Produkt einer grösseren neoliberalen Weltordnung zu sehen. Wir alle sind Produkte unserer Umwelt, aber können uns genauso dazu entscheiden, zu verändernden Faktoren zu werden, z. B. indem wir auf degradierende Symbolik ohne ironische Brechung verzichten. Dafür muss sich nicht zuerst die Weltordnung ändern.
  • Irgendjemand 31.12.2018 00:43
    Highlight Highlight Ein passender Song ;)
    Play Icon
  • mAJORtOM95 30.12.2018 23:14
    Highlight Highlight Tut mir leid, aber ich verstehe eifach nicht wiso diese SXTN gefeiert wird. Habe mal reingehört unf es tönt einfach nur sch....
    sorry. Der Artikel hi gegen find ich supper :)
  • Namenloses Elend 30.12.2018 23:11
    Highlight Highlight Es gibt auch augenscheinlich frauenfeindliche Rap Texte, die aber satirisch gemeint sind und deren Text eigentlich eine ganz andere Botschaft transportiert. KIZ sind da die erste Wahl. 😁
    Play Icon
  • Roman h 30.12.2018 22:01
    Highlight Highlight Es gibt im deutschsprachigem Raum eine einfache Regel.
    Wenn du sexistisch Texte hast, dann auf englisch.
    Das finden alle ok aber wehe sie sind auf deutsch.
    Auch Frauen aus der USA dürfen andere als nutte bezeichnen aber riesen Aufschrei wenn das ein Rapper macht
  • Shaska 30.12.2018 20:42
    Highlight Highlight Das Problem ist halt, dass viele besonders junge Fans sich sehr an ihren Rapidolen orientieren und somit ein komplett falsches Frauenbild haben. Aber wer Arschfick songs produziert muss sich auch über Kritik nicht wundern.
    • Natürlich 31.12.2018 11:18
      Highlight Highlight Da wären wir wieder beim Punkt.
      Haben alle (jungen) Gamer ein falsches Weltbild da man dort andere erschiessen kann zb ohne Konsequenzen?
      Haben alle Konsumenten von Horrorfilmen Gewaltfantasien?
      Sind Konsumenten von Pornos per se sexistisch?
      Die Welt ist nicht bloss schwarzweiss...
  • DemonCore 30.12.2018 20:33
    Highlight Highlight Ich mag zum Beispiel Ante Up von MOP. So weit ich das Stück verstehe, geht es um einen Raub an einem Weissen und auch an einer 'Bitch' bzw 'Hoe'. Bevor ich den Text verstand, packte mich der Rhythmus, die Stimmen und die Melodie. Für mich ist es einfach eine musikalisch für Erwachsene erzählte Räubergeschichte. Nichts mehr nicht weniger. Wohl kaum der lyrische oder musikalische Höhepunkt der Menschheitsgeschichte, aber zensurwürdig? Wenn Brooklyn-Gangster singen, klingt es halt anders als wenn eine Sozialwissenschaftlerin ihre tiefgründigen Ansichten zum Weltgeschehen verkündet.
  • Natürlich 30.12.2018 20:23
    Highlight Highlight Ich finde Diskussionen immer spannend.
    Bei Rapmusik wird vielfach davon ausgegangen dass der Interpret genau das lebt, was er rappt.
    Bei Filmen käme niemals jemand auf die Idee zu denken, dass zb Anthony Hopkins auch imechten Leben ein Psychopath ist oder Al Pacino ein übler Mafioso.
    Ich wünschte man könnte hier auch bei Rapmusik einfach klar differenzieren.

    Kollegah ist zb kein Zuhälter und Drogenboss und Farid Bang schlägt keine Frauen.
    Das sind bloss fiktive Rollen, welche die Beiden spielen.
    Da geht es bloss darum das Ganze Image in den Texten möglichst auf die Spitze zu treiben
    • Steckenpferd 31.12.2018 05:15
      Highlight Highlight Der Unterschied liegt darin, dass die meisten Rapper sagen, sie erzählen Geschichten aus ihrem Leben und Anthony Hopkins oder Al Pacino sagen dies nicht.
    • Natürlich 31.12.2018 10:54
      Highlight Highlight Welcher Rapper bitte behauptet dies denn heute noch?
      Diese Realness Zeiten sind lange vorbei, heute geht es darum den Hörer zu unterhalten und nicht darum wer jetzt wieviel Prozent dessen was er im Rap erzählt auch wirklich macht.
      Aber wie ich anhand der Dislukes sehe haben viele diesen Zug verpasst bzw diese Entwicklung gar nicht mehr mitbekommen.
      Schade
      Dann sollte man es vlt aber auch mit den Kommentaren sein lassen, wenn man mit der Materie nicht mehr vertraut ist.
  • Ironiemand 30.12.2018 20:12
    Highlight Highlight Der Artikel hat die Rapper vergessen, welche mit einer Frau an der Hundeleine über Frauenrechte rappen ;)
    Play Icon
  • Lester McAllister 30.12.2018 19:00
    Highlight Highlight Junge, erfolgreiche Musiker, die viel Geld verdienen ziehen aber auch sehr viele Frauen an, die jedes sexistische Klische erfüllen.
    Nicht, dass ich es gutheisse wie die Frauen im Rap dargestellt werden (mehrheitlich)
    • DemonCore 30.12.2018 23:19
      Highlight Highlight Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, aller Sexismus entspringe einzig und allein dem männlichen Gehirn. Sexistische Memes haben nur allzu oft einen Anker in der gelebten Realität zwischen Mann und Frau.
  • Biindli 30.12.2018 18:48
    Highlight Highlight Es stört mich jetzt und hat mich auch als junge Frau sehr gestört wenn die Raptexte zu sexistisch sind. Schimpf oder Fluchwörter finde ich easy, was mich stört ist wenn Frauen zu hirnlosen Sexobjekten degradiert werden. Weh tut es wenn nichts von Ironie zu spüren ist. Da kann der Beat noch so fett sein, da kann ich nich drüber wegsehen. Es gibt aber zum Glück wirklich sehr viele tolle Künstler, die das nicht nötig haben.
    • Scrj1945 30.12.2018 18:59
      Highlight Highlight Dann darfst du auch kein pop hören.
    • Yo_Mo 31.12.2018 03:02
      Highlight Highlight Heutzutage degradieren sich Nicki Minaj und co schon selbst zu hinrlosen Sexobjekten. Da höre ich lieber Künstler abseits des Mainstream...
  • Saaba 30.12.2018 18:43
    Highlight Highlight Mein Wunsch für 2019: Erfolge im Kampf gegen Sexismus, Unterdrückung, Machtmissbrauch. Erfolg im Kampf für Selbstbestimmung, lustvolle Sexualität, Menschenwürde. Für alle Menschen. Männer und Frauen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.12.2018 18:42
    Highlight Highlight Fängt interessant an, lässt dann aber stark nach.
    Artikel macht den gleichen Fehler, wie man ihn oft beim Thema Prostitution sieht, Arbeitskraft oder das Anbieten einer Dienstleistung wird mit dem Menschen als Ware gleichgesetzt.
    Neben solchen Handwerklichen Fehler gibt es auch nocht Aussage wie "der Kapitalismus macht uns glauben, ein möglichst hoher Verdienst sei das höchste Ziel." Wie kommt der Autor auf diese Idee?
    Die gleichsetzung neoliberalen Gedankenguts mit Sexismus ist dann völlig absurd.
    Danke für die Erwähnung SXTN, neben Trailerpark der einzige Deutschrap der interessant ist.
    • Xonco 31.12.2018 09:46
      Highlight Highlight Interessant? Ansichtssache, erfolglos auf jeden Fall.
    • Natürlich 31.12.2018 11:08
      Highlight Highlight So ein Quark, SXTN sind bzw waren sehr erfolgreich unterwegs.
      Mittlerweile sind sie ja getrennt aber nicht minder erfolgreich.
  • Füdlifingerfritz 30.12.2018 18:29
    Highlight Highlight Rap-Musik ist Kunst und Kunst darf auch derb, vulgär uncd oberflächlich sein. Intressant is es zudem, dass immer nur das Schicksal der ach so armen Frauen in den Texten thematisiert wird. Was in Rap-Texten so alles mit (feindlichen) Männern gemacht wird (im lyrischen Sinne), ist der Journalie natürlich egal.
    • Raembe 30.12.2018 19:44
      Highlight Highlight Die Frage ist doch wie weit HipHop gehen darf.
    • DemonCore 30.12.2018 19:58
      Highlight Highlight Wieso sollte es da eine Grenze geben? Und wer soll die festlegen? Gilt dieselbe Grenze für Literatur (Lolita), für Filme (Baise-moi), für Games (GTA)?
    • Füdlifingerfritz 30.12.2018 20:43
      Highlight Highlight Oder Kunst generell. Mir scheint die Grenze das Strafgsetzbuch zu sein. Und irgendwelche Beleidigungen gegen fiktive Frauen werden da kaum eine Rolle spielen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slavoj Žižek 30.12.2018 18:28
    • Natürlich 30.12.2018 20:15
      Highlight Highlight Schwesta Ewa ist wohl eine Ausnahme und man kann durchaus sagen, dass sie eine der realsten im Gameist.
      Ob das positiv oder negativ ist sei mal dahibgestellt...
  • Al Paka 30.12.2018 18:27
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • #Technium# 30.12.2018 18:21
    Highlight Highlight Eine gewisse Form von Sexismus, Gewalt etc. hat schon immer zum Rap gehört. Dass dies teilweise exzessive Formen angenommen hat, kann man natürlich nicht leugnen.
    • Steckenpferd 31.12.2018 05:20
      Highlight Highlight Und deshalb ist es okay?
  • quarzaro 30.12.2018 18:12
    Highlight Highlight Man sollte halt die Kapazität haben, die Realität von der Fiktion zu unterscheiden. Sexismus im Rap ist ähnlich wie in der Pornographie, nur dass dort die Degradierungen gezeigt werden. Die gesamte Pro- und Kontraargumentation lässt sich fast eins zu eins übermehmen. Wer also Raplieder wegen sexisistischem Inhalt verurteilt oder verbieten will, sieht sich hoffentlich auch keine entsprechenden Filme an.
    • Natürlich 30.12.2018 20:02
      Highlight Highlight Da hast du vollkommen recht.
    • Shaska 30.12.2018 20:31
      Highlight Highlight Was für ein blöder Vergleich!!
    • DemonCore 30.12.2018 21:33
      Highlight Highlight Lolita, die Nibelungensage, die Bibel, der Koran... Alles voller Sexismus und (rassistischer) Gewalt. Jetzt ist es halt grad Mode auf dem Hip Hop rumzuhacken. Warten, irgendwann zieht der Mob der Gerechten wieder weiter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 30.12.2018 18:08
    Highlight Highlight .
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  • quarzaro 30.12.2018 18:01
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, ich bin auch der Meinung, dass sexismus im Rap ein Abbild der Gesellschaft ist. Wie überall ist Kontext und Interpretation das A und O. Ich höre trotz hohem Bildungslevel viel "Gangsterrap" und bin mir bewusst dass ich bei gewissen Zeilen schmunzeln muss und sie weniger ernst nehme, als der Verfasser erwartet. Wenn man SXTN zuhört, könnte man ohne kontext hingegen auch denken, dass sie sich einfach anbiedern wollen, Sexismuskritik ist da schlecht erkennbar. Aber ich bin halt auch nicht der Meinung, dass das Wort "Fotze" weniger despektierlich ist, wenn eine Frau es sagt.
    • Natürlich 30.12.2018 20:13
      Highlight Highlight Geht mir ähnlich
      Ob SXTN’s Musik Sexismuskritik beinhaltet weiss ich nicht, ist mir auch egal.
      Ich finds unterhaltsam, und Gleichberechtigung heisst für mich halt auch, dass Frauen genau so derbe rappen dürfen wie Männer.
  • River 30.12.2018 18:00
    Highlight Highlight Der Rap-Hörer glaubt an sein Idol, das sich mit Bitches, teuren Autos, riesigen Cribs und Goldketteli dekoriert. Sieht ihn als Vorbild, und will auch so 1 Leben wo Frauen, sorry Bitches, austauschbar sind und man einfach next rufen kann. Sonst würde er ja diese seine Musik nicht hören.
    Ich kenne ein, zwei so armselige Möchtegerns. Hatten zwei Frauen in ihrem Leben und diese auch scheisse behandelt. Nun kommen keine mehr und sie fragen sich wieso. IQ von Schimmel auf Brot.
    • Natürlich 30.12.2018 20:04
      Highlight Highlight Wieder mal klassische Verallgemeinerung.
      Ich bin knapp 30, habe Frau und 2 Kinder und habe sehr gerne Kollegah gehört zb.
      Aber auch ganz viele andere Rapper
      Auch Klassik, Funk, Jazz, Pop usw...
    • DieFeuerlilie 31.12.2018 11:32
      Highlight Highlight @Natürlich

      Ja.
      Aber dann bist du vielleicht die Ausnahme, die die Regel bestätigt..? :)

      Denn von sich auf Andere zu schliessen, ist genau so eine -wenn auch persönliche- Verallgemeinerung.
  • Bud Spencer 30.12.2018 17:48
    Highlight Highlight Es wäre zu wünschen, dass die Texte wieder respektvoller werden. Wobei viele Rapper dies bereits schon tun. Wie der Autor geschrieben hat, handelt es sich dabei um ein Abbild der Gesellschaft, im. Alltag wird halt immer noch oft über Fotzen, Bitches etc gesprochen. Toll wäre es jedoch wenn eine Selbstregulierung innerhalb der Szene entstünde, welche einen reinigen Einfluss auf die Gesellschaft hätte
    • DemonCore 30.12.2018 18:14
      Highlight Highlight Sprachpolizei. Warum?
    • Bud Spencer 30.12.2018 18:58
      Highlight Highlight @Demon Core: Wo habe ich was von Sprachpolizei geschrieben? Das meinte ich eben nicht, sondern, mein zugegebener naiver Wunsch, dass sich bei den manchen Künstler ein stärkeres Bewusstsein über das geschriebene/gerappte Wort bildet, im Sinne von "wir brauchen solches Vokabular nicht..".
      Aber ich bin der letzte der jemandem den Mund verbieten will.
    • DemonCore 30.12.2018 22:41
      Highlight Highlight Selbstregulierung klingt irgendwie nach einer Meimei-Liste, einer Meimei-Komission, etc.
  • Eine_win_ig 30.12.2018 17:29
    Highlight Highlight Was meine ich? Ich meine, dass der Autor sehr gute Argumente bringt.

    Allerdings meine ich auch, dass ein RIESEN Teil der Rapper sowie deren Publikum in solchen Bildern jnd Te ten sehr wohl keine Kapitalismuskritik erkennt. Ich meine, dass hier nach dem Prinzip: "Sex sells, money talks" gearbeitet wird, ohne das nur ein Mü an Kapitalismuskritik gedacht wird.

    Aber vielliecht unterschätze ich die Intelligenz von Kollegah/Farid/etc. sowie deren Bewunderern...
    • DemonCore 30.12.2018 18:24
      Highlight Highlight Ja, es ist etwas naiv im Rap die grosse Gesellschaftskritik zu sehen. Das war vielleicht am Anfang so, aber auch da spezifisch auf die Situation der Schwarzen in den USA bezogen. Heute, d.h. seit mindestens 20 Jahren ist Rap der 'neue' Rock'n Roll (Sex & Drugs), was bei Pubertierenden halt zu Geld gemacht werden kann. Nichts schlechtes, aber auch nicht die grosse kulturelle Errungenschaft, als die er gerne dargestellt wird.
    • FrancoL 30.12.2018 18:37
      Highlight Highlight Vielleicht die Intelligenz oder vor allem der Geschäftssinn der „Künstler“, aber kaum die der Bewunderer.
    • Eine_win_ig 30.12.2018 19:13
      Highlight Highlight Franco: nicht falsch verstehen. Den Geschäftssinn der Künstler (oder deren Labels) stelle ich nicht in Frage. Genau so wie bei den Kardashians. Man kann von der Familie halten was man will, aber Geschäftssinn haben sie. Gut oder schlecht kann jeder selber beurteilen. Ich würde mein Kind z.B. nie für das finanzielle Wohl der Familie hergeben, die Kardashians haben kein Prpoblem damit.
      Ich persönlich finde die Texte vor allem im Deutschrap (nicht alle!) vollkommen daneben, für einen anderen stimmts eine Rolle zu spielen... muss jeder selber wissen.
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  • DerTaugenichts 30.12.2018 17:24
    Highlight Highlight Der "Datingmarkt" ist inhärent kapitalistisch, von Natur aus. Da nützt aller Kommunismus nichts.
    • ingmarbergman 30.12.2018 18:14
      Highlight Highlight Jemand der Daten als Markt sieht, hat es verdient ewig single zu bleiben.

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

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